Dienstag, 7. Januar 2014

Spiegelei

Man lernt nie aus. Wie bereits beim Rührei muss auch beim Spiegelei mit einem begrifflichen Missverständnis aufgeräumt werden. Das, was man normalerweise als Spiegelei bezeichnet, ist in Wirklichkeit ein Setzei. Ein Spiegelei wird dadurch zum Spiegelei, dass der dünne Eiweißfilm auf dem Eigelb stockt und trübe wird. Dies erreicht man entweder dadurch, dass man beim Braten heiße Butter über das Eigelb löffelt oder einen Deckel auf die Pfanne legt.


Ein Speigelei ...


... und im Gegensatz dazu ein Setzei.


Nichts für Menschen mit Lekithosophobie (der Angst vor Eigelb):


Der Brite ist wie immer poetischer. Ein fried egg als Setzei heißt bei ihm "sunny side up" (sonnige Seite nach oben). Das Spiegelei ist ein "egg blindfolded" - also ein Ei mit verbundenen Augen.

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