Donnerstag, 9. Januar 2014

Thailändisch inspirierter Curry-Bratreis


Für Bratreis braucht man unbedingt gekochten Reis vom Vortag. Er muss komplett ausgekühlt und leicht trocken sein, sonst wird er beim Braten matschig. Ich habe hier Basmatireis genommen, Jasmin- oder jeder andere Langkornreis wären auch möglich. 

Auf keinen Fall sollte man jedoch parboiled Reis nehmen. Bei dem sogenannten Parboiling-Verfahren wird der Reis teilweise gekocht also ist par(tially) boiled. Dadurch werden Inhaltsstoffe aus der Schale durch Dampf, Druck und Temperatur in den Reis hineingedrückt und die Oberfläche versiegelt, indem sich die Stärke verkleistert. Dadurch verkürzt sich die Kochzeit und der Reis kann nicht zusammenkleben.

Bei normalem weißen Reis wird die äußere Schale entfernt und die Vitamine und Mineralstoffe mit ihr. Parboiled ist also zwar gesünder als herkömmlicher geschälter Reis, hat jedoch, auf Grund der verkleisterten Stärke, Kocheigenschaften, die viele Reisgerichte unmöglich machen, wie zum Beispiel Risottos, Paella oder eben Bratreis.

Für den Reis:
  • 1 Tasse Basmatireis
  • 1,5 Tassen Wasser
  • 1 Prise Salz
  • 1 paar Safranfäden
Der Reis wird zunächst unter fließendem Wasser gewaschen. Dann kommt er in einen Topf mit dem Wasser, dem Salz und dem Safran. Der Topf wird nun offen erhitzt, bis das Wasser kocht. 

Elektroherde oder andere Herde, deren Kochplatten nach dem Abschalten Restwärme abgeben:
  • Wir schalten jetzt die Platte ab, decken den Topf zu und lassen den Reis zehn Minuten auf der noch heißen Herdplatte ziehen, bevor wir ihn dann noch einmal zehn Minuten auf einer kalten Oberfläche ruhen lassen. Dabei bleibt der Topf die ganze Zeit geschlossen. 
Gasherde oder andere Herde, deren Kochplatten nach dem Abschalten keine Restwärme abgeben:
  • Wir stellen den Herd auf die kleinste Flamme/Stufe decken den Topf zu und lassen den Reis zehn Minuten simmern, bevor wir ihn dann noch einmal zehn Minuten auf einer kalten Oberfläche ruhen lassen. Dabei bleibt der Topf die ganze Zeit geschlossen. 
Den Reis abkühlen lassen und über Nacht abgedeckt in den Kühlschrank stellen.

Bratreis:
  • Reis vom Vortag
  • 1 Ei
  • thailändische Fischsauce
  • neutrales Speiseöl
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 1 drei cm großes Stück Ingwer
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 rote Thai Chilischote
  • 1 Karotte
  • 1/2 rote Paprikaschote
  • 1 TL Currypulver
  • 1-2 TL brauner Zucker (ich nehme Palmzucker)
  • 5-6 Kaffir-Limettenblätter (gibt es im Asia Laden)
  • 100 ml Kokosmilch
  • Salz
Wir verschlagen das Ei mit einem großzügigen Spritzer Fischsauce. Knoblauch, Ingwer und Chili werden fein gehackt, die Frühlingszwiebeln in Röllchen geschnitten, dabei trennen wir die weißen von den grüne Teilen. Die Möhre und die Paprika stifteln wir.  

Dann lassen wir eine Pfanne oder einen Wok heiß werden, geben etwas Öl hinein und fügen das Ei hinzu. Dann rühren wir mit einem Spatel, bis das Ei leicht gestockt ist. Dabei zerpflücken wir es und geben es in eine Schale oder auf einen Teller kurz bevor es komplett durchgegart ist.

Wir geben etwas Öl in die Pfanne und braten die weißen Frühlingszwiebeln, Knoblauch, Ingwer und Chili an, dabei rühren wir ständig. Dann fügen wir Karotte, Paprika und Limettenblätter hinzu und braten und rühren kurz weiter. Gewürzt wird mit etwas Fischsauce, einer Prise Salz, Zucker und dem Currypulver. Nach etwa zwanzig Sekunden geben wir das Gemüse dann in eine Schale.

Nun wird wieder etwas Öl in die Pfanne gegeben. Ist es heiß, kommt der Reis hinzu. Auch dieser wird unter Rühren angebraten, dabei werden Klümpchen getrennt. Nach einer Minute geben wir das gestockte Ei hinzu und rühren es gründlich unter den Reis. Ist dies geschehen, folgt die Kokosmilch. Ist alles vermischt findet das Gemüse den Weg zurück in die Pfanne. Nach gut 30 Sekunden heben wir die grünen Frühlingszwiebeln unter und nehmen die Pfanne sofort vom Herd. 

Wer Thai-Basilikum (das mit dem Anisgeschmack) bekommen kann, rührt davon noch ein wenig in feine Streifen geschnitten unter.

Wir servieren den Reis mit gehacktem Koriander. Die Limettenblätter werden nicht mit gegessen, sehen auf dem Teller jedoch recht dekorativ aus.

Urteil eines Testessers: "Hmm, lecker. Wenn da jetzt noch Erbsen und gebratenes Hähnchenfleisch drin wären, würde es original wie das Nasi Goreng von Fr*sta schmecken!" Ob ich dieses - im Übrigen ernst gemeinte - Kompliment auch wirklich als solches wahrnehmen kann ... ich weiß es nicht, ich weiß es nicht. O tempora o mores!

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