Montag, 27. Oktober 2014

Meatballs & Spaghetti

Irgendwann in den Achtziger bis Neunzigern erklang aus den Fernsehempfangsgeräten weltweit "Ready, are you ready? For Meatballs, Spaghetti!" Die Zeichentrickserie - zu Deutsch "Fleischklops & Spaghetti" - erzählte die Geschichte einer Rockband, die unterwegs fantastische Geschichten erlebte und Kriminalfälle lösen musste. Meatballs war der mopsige Gittarist und Spaghetti die nudeldürre Sängerin. Das Ganze war natürlich einerseits eine Anspielung auf den amerikanischen Rocksänger Meat Loaf, andererseits aber auch der Versuch des Fernsehsenders CBS, den Erfolg von "Scooby Doo" zu wiederholen - immerhin war der Schlagzeuger der Band ein Hund.


Nun ist das hier ja keine Cartoon Seite. Meatballs and Spaghetti sind nämlich auch ein bekanntes italo-amerikanisches Gericht und vermutlich werden viele Amerikaner, nach einem typisch italienischen Essen befragt, eben dieses Gericht erwähnen. Nun gibt es in Italien natürlich auch viele Gerichte mit Fleischbällchen (polpette) in Tomatensauce, aber dann wohl eher weniger mit Spaghetti. Vermutlich wird man in Italien, wie zum klassischen Ragù alla bolognese eher eine breitere Nudel, wie tagliatelle oder penne nehmen, aber sei es drum.


Für die Sauce:
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 2 EL Tomatenmark
  • 100 ml Weißwein
  • 2 Dosen stückige Tomaten
  • 1 EL Oregano 
  • 2 Lorbeerblkätter
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker
  • Olivenöl
  • Parmesan
Für die Fleischklopse: 
  • 500 g Rinderhackfleisch 
  • 1 Zwiebel 
  • 1 Knoblauchzehe 
  • 1 altes trockenes Brötchen 
  • 1 Ei 
  • 1/2 Bund glatte Petersilie 
  • 40 g Parmesan 
  • Salz 
  • Pfeffer

Da die Sauce besser wird, je länger sie simmert, beginnen wir mit ihr. Wir pellen die Zwiebel und würfeln sie fein. Mit dem Knoblauch verfahren wir ebenso. Nun schwitzen wir die Zwiebeln in etwas Olivenöl an, geben dann den Knoblauch und das Tomatenmark dazu, erhöhen die Hitze, rühren alles gut durch und gießen nach etwa dreißig Sekunden den Weißwein an. Diesen lassen wir nun reduzieren, bis die Flüssigkeit fast verkocht ist. Dann geben wir die Tomaten und den Lorbeer hinzu, würzen leicht mit Salz, Pfeffer, Zucker und Oregano (nicht zu stark, die Sauce reduziert noch stark) und gießen in etwa zwei Tomatendosen voll Wasser an. Die Sauce muss nun auf hoher Stufe zehn Minuten kochen. Es empfiehlt sich, einen sehr großen Topf zu nehmen, weil es sonst spritzen kann.



In der Zwischenzeit pellen wir die zweite Zwiebel und den Knoblauch und hacken beide sehr fein. Der Parmesan wird fein gerieben und das Brötchen in einer Küchenmaschine zu Semmelbröseln zerkleinert. Die Petersilie wird fein gehackt.



Ich habe es mit heute einfach gemacht und Zwiebel, Knoblauch, Petersilie, Parmesan und Brötchen zusammen mit dem Ei in der Küchemaschine zu einem Brei zu verarbeiten.


Nun wird alles mit dem Hackfleisch vermischt und mit Salz und Pfeffer abgeschmeckt. 




Die Bällchen kann man je nach Belieben formen. Manche machen tennisballgroße Klopse, ich mag es wegen der Spaghetti eher kleiner. Hier waren es tischtennisballgroße Bällchen von etwa dreißig Gramm. Diese wandern nun in die Sauce, die nun auf kleiner Flamme vor sich hin schmurgeln darf. Hier gilt, wie gesagt, je länger, desto besser. Ich kenne Amerikaner, die die Sauce mit Topf in den Ofen stellen und bei niedriger Temperatur über Nacht simmern lassen.



Egal wie lange, eine Stunde sollter das absolute Minimum sein. Zwischendurch rühren wir hin und wieder vorsichtig um. Wird die Sauce zu dick, gießen wir etwas heißes Wasser an. Beginnt sich Öl an der Oberfläche abzusetzen, ist die Sauce soweit fertig (darf aber, wie gesagt, weitaus länger leicht Simmern).



Nun noch einmal abschmecken und nach italo-amerikanischer Tradition mit Spaghetti servieren. Are you ready?

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