Mittwoch, 5. November 2014

Warmes Setzei Sandwich


Es gibt so Tage ... Heute Nachmittag machte sich ein wenig Panik breit, da weder Gattin, Kind noch ich eine Idee hatten, was es zu essen geben sollte. Alles, worauf wir wirklich Lust gehabt hätten, wäre aus Zeitgründen nicht herstellbar gewesen. Irgend etwas bestellen kam auch nicht in Frage - die letzte Pizza haben wir komplett in die Tonne geschmissen, so widerlich war der keksartige Teig, der sicherlich einiges, aber garantiert keine Hefe enthielt. Von dem vor Fett triefendem Belag und dem gruseligen Analogkäse ganz zu schweigen. Der kräftige Geschmack nach Pappkarton wertete diese Abscheulichkeit auch nicht gerade auf. Kann passieren, aber wenn dann noch Tortellinis geliefert werden, die eindeutig einen Stich haben, grenzt das schon an Körperverletzung. Griechisches Essen oder Frittiertes vom Chinesen kam - weil viel zu schwer - auch nicht in Frage. Wir waren also recht ideenlos, es wurde schon langsam Abend und wir hatten Hunger. Die Gattin rief schlussendlich aus "Dann essen wir halt Brot." Also traf der Herr des Hauses eine Entscheidung: es sollte ein ganz banales Sandwich nach Art des "Strammen Max" geben.

  • Kastenweißbrot
  • Mayonnaise mit etwas Dijon Senf angerührt
  • Tomate
  • Gurke
  • Salat
  • Bratenaufschnitt nach Wahl
  • Eier
  • Butter

Es mag, auch angesichts des Titels, nicht sehr überraschend kommen, dass wir die Eier in der Pfanne mit etwas Butter braten. Landläufig wird diese Art des Eis "Spiegelei" genannt, technisch gesehen handelt es sich jedoch um ein sogenanntes "Setzei". Hier gibt es nur zu beachten, dass die Ränder des Eis nicht allzustark bräunen und dass nur das Eiweiß gesalzen wird. Das Salz verändert Konsistenz und Farbe von rohem Eigelb unschön.  


In einer anderen Pfanne braten wir die in dickere Scheiben geschnittene Tomate und den Aufschnitt in Butter leicht an.


Man kann das Brot toasten oder nicht, das sei jedem selbst überlassen. Wir bestreichen das Brot mit der Senf-Mayonnaise ...


... legen dünn geschnittene Gurkenscheiben darauf, ...


 ... etwas Salat, ...



... noch etwas Senf-Mayonnaise, den Aufschnitt ...


... und schließen zu guter Letzt mit Tomatenscheiben - diese leicht salzen - und dem Ei ab.

Damit kann man zwar mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit keine Sterne gewinnen, aber geschmeckt hat es, der Hunger ist besiegt und alle sind zufrieden. Aufatmen, es ist ja gerade noch einmal gut gegangen.

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