Freitag, 12. Dezember 2014

Patatas Arrugadas


Patatas arrugadas, oder zu deutsch: schrumplige Kartoffeln - sind ein Klassiker der kanarischen Küche. Dort werden sie meist direkt in Meerwasser gekocht. Umso mehr überrascht es, dass im Netz Rezepte kursieren, in denen von 400 Gramm Salz auf einen Liter Wasser gesprochen wird. Das entspräche einem Salzgehalt von 40 Prozent. Das schafft aber nicht einmal das tote Meer. Die Kanaren liegen, falls sie nicht jemand mittlerweile woanders verstaut hat, im Atlantik. Dieser hat eine durchschnittliche Salinität von etwa 3,5%, das bedeutet 35 Gramm Salz auf einen Liter Wasser. Wer auch immer auf 400 Gramm Salz kommt, hat wohl beim Dreisatz Außenordnungsdienst gehabt.

Ich habe 60 Gramm grobes Meersalz auf einen Liter Wasser genommen und das Resultat war perfekt. Ich denke, ein Esslöffel mehr, hätte auch nicht geschadet, aber alles weitere wäre eindeutig zu viel gewesen - und ich habe keine Angst vor Salz.  

  • 14 kleine Kartoffeln (Drillinge) 
  • 60 g grobes Meersalz 
  • 1 Liter Wasser 
  • Mojos

Kartoffel mit dem Salz und dem Wasser mit Deckel aufkochen lassen und gar kochen.


Wasser abgießen und den Topf zurück auf den Herd stellen. Solange unter Schwenken erhitzen, bis alles Wasser im Topf und an den Kartoffeln verkocht ist und sich eine leichte weiße Salzkruste bildet. 


Wie man sehen kann, schrumpeln die Kartoffeln schön. Die Haut ist angenehm salzig, aber nicht versalzen. 


Wir servieren die patatas halbiert mit unseren mojos

Nachtrag vom 23.12.2014:



Habe die Kartoffeln noch einmal gemacht, diesmal mit 100 Gramm grobem Meersalz. Die Kartoffeln waren perfekt. Schrumplig und mit einer feinen Salzschicht überzogen, trotzdem nicht zu salzig. So muss es sein. 

Kommentare:

  1. total lecker! sowas mache ich auch öfter. ich weiß gar nicht, wieso die noch nicht den weg in meinen blog gefunden haben. mit den verschiedenen mojos, moji. mojen (????) zusammen natürlich der totale tapas killer. lars, like a boss

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    1. Ich war noch in Spanien, ganz zu schweigen von den Kanaren, also kann ich nur vermuten, wie das schmecken soll. Gäste, die ihre Urlaube dort verbringen, versichern mir aber, dass es original schmeckt. Was ich mich frage ist allerdings, warum ich als Freund der italienischen Küche noch keine Antipasti hier habe. Da muss sich ändern.

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