Samstag, 31. Januar 2015

Geröstete Honig-Senf Cashewkerne



Es ist schwer, ein passendes Geschenk für meinen Vater zu finden. Er hat alles und außer Weltfrieden wünscht er sich nichts. Deshalb haben meine Schwester und ich ihm einmal aus reiner Verzweiflung ("Ach, sag bloß, ist morgen schon wieder Weihnachten??") einen Gutschein zum Essen gehen geschenkt. Das war 2009. Heute haben wir ihn den Gutschein einlösen lassen und es ging einmal mehr in das neue Chinarestaurant Lotusblume in Hameln. Mein Urteil vom letzten Mal bleibt bestehen, dies ist ein Restaurant, wo man weitgehend authentisch essen kann. Besser als die meisten "Chinesen" die ich kenne - und ich kenne viele - ist es auf jeden Fall. Gut, es ist von der Akkustik her ungünstig, da relativ laut, aber wer jemals gesehen hat, wie es in China selbst zugeht, zum Beispiel, wenn man sich in Cafes und Restaurants zum dim sum trifft, der weiß, das der Chinese Angst vor der Stille hat. Da wird geschlürft, geschmatzt, laut geredet, es klirrt und klimpert an allen Ecken und Enden und die Leute haben Spaß dabei.

Freitag, 30. Januar 2015

Chinesische Pizza


Eigentlich gibt es jetzt nur zwei mögliche Reaktionen. Entweder es heißt: "Jetzt dreht der alte Mann komplett am Rad" oder bar jeder Ironie: "Endlich! Vielen Dank".

Pizza Pollo e Pesto


Eigentlich war ich bisher strikter Pizzapuritaner. Und auch jetzt bin ich immer noch der Überzeugung, Klassiker bedürfen keiner Verbesserung. Trotzdem bin ich seit der Garnelen-Safran-Pizza neulich mutig geworden. Heute habe ich meine neue absolute Lieblingspizza kreiiert: Pizza mit Huhn und Pesto.

Pizza Calzone


Wer kennt diese "Entscheidungsromane", wo man ein Stück liest, dann entscheiden muss, wie es weitergeht und zur entsprechenden Seite blättert? "Soll der Held den linken Weg gehen? Dann lies auf Seite 14 weiter. Soll er aber nach rechts abbiegen, blättere zu Seite 67". So in etwa wird es hier auch bald. Ich habe es schon einmal gesagt, im Prinzip habe ich hier schon einen solch reichhaltigen Fundus gepostet, dass ich eigentlich nur noch Module zusammenstecken und auf andere Posts verweisen muss.

Pizza Margherita


Ich habe so ein bisschen überlegt, ob ich mir die Pizza (als Post natürlich) aufheben sollte, aber dann dachte ich: "Nein, wir wollen hier möglichst "live" aus der Küche berichten und was dort rausgeht, geht auch hier raus". Gut, ich hatte heute Mittag schon Suppe und jetzt auch noch Pizza - das mag verfressen klingen, aber ich habe zwei Tage gar nichts essen können und jetzt etwas Nachholbedarf.

Chinesische Brühe


Nachdem ich heute Mittag zwei asiatisch inspirierte Suppen hergestellt hatte, kam mir die Frage in den Sinn, warum ich eigentlich europäische Brühen hierfür verwende und keine chinesischen. Ein Blick in mehrere authentische Kochbücher zeigte mir, dass chinesische Grundbrühen oft einfach nur aus Hühner- und Schweinefleisch mit Knochen bestehen, die schön lange in Wasser ausgekocht werden. Andere Rezepte sahen aber auch den Einsatz verschiedener Gewürze vor und da ich alles im Haus hatte, wollte ich mich einmal an dieser Variante versuchen.

Aus Jugend und Kindheit (Teil VI): Bihun-Suppe


So, nachdem das mit chinesisch inspirierten Hühnersuppe und meinem Magen gut funktioniert hat, bin ich mutig geworden und habe im zweiten Durchgang etwas Schärfe nachgelegt. Erst einmal eine Portion, so zum Probieren.

Hühnersuppe mit Glasnudeln


Hier einmal etwas schnelles zum Magenschonen - eine chinesisch inspirierte Hühnersuppe mit Einlage.

Mittwoch, 28. Januar 2015

Zwangspause


So, gezwungenermaßen muss ich hier einmal ein paar Tage Pause machen. Ich höre natürlich nicht ganz auf, aber ich habe mir gründlich den Magen verdorben, beziehungsweise eine nette Magenschleimhautentzündung zugezogen. Momentan wird mir schon beim Gedanken an Essen schlecht. Sobald ich wieder fit bin, geht es hier natürlich weiter. Bis dahin vielen Dank fürs Lesen.

Grüße an Alle und lasst euch das Genießen nicht verderben.

Lars

Dienstag, 27. Januar 2015

Rührei Brötchen


Bevor jetzt einer empört die Nase rümpft und schreit "Was soll das denn? Ist das dein Ernst?" - ja, es ist nicht gerade la haute cusine, aber es gibt auch bei mir Tage, wo es schnell gehen muss, wo ich später nach Hause komme, nach drei Stunden Zeugniskonferenzen in stickigen Räumen einfach nur durch bin und die Familie Hunger anmeldet. Ist dann - warum auch immer - nichts vorbereitet, kann ich nicht lange überlegen, sondern muss irgendein Kaninchen aus dem Hut zaubern, damit die Kleine nicht hungrig ins Bett muss.

Montag, 26. Januar 2015

Samstag, 24. Januar 2015

Gefüllte Gans


Ich hatte es letztes Jahr schon bei der Ente angekündigt, im Januar sollte die Gans zubereitet werden, die Schwiegervater beim Preisskat gewonnen hat und die Schwiegermutter solange eingefroren hatte. Gut, Einfrieren ist bei Fleisch nicht wirklich optimal, aber in der Weihnachtszeit hat der Vogel nicht so recht ins enge Terminkorsett gepasst. Heute war es soweit und alle waren gespannt, wie mir der Vogel denn gelingen würde.

Kartoffelklöße


"Wenn meine Gattin Klöße zubereitet, sind Sie leicht und bekömmlich" lallt Herr Blühmel seine Sitznachbarin an und zeigt dabei mit dem Finger auf sie. Nun habe ich keinen eingepökelten Schwippschwager auf einem Campingplatz in Bozen parat liegen, bin aber sonst ein sauberer gepflegter Campingkloß.

Nein, ich habe (noch) nichts getrunken und wer mit Obigem nichts anfangen kann, ist ein Kulturbanause. 

Nichtsdestotrotz sind Kartoffelklöße natürlich eine wahnsinnig leckere Angelegenheit und es gibt keine Ausrede, warum man diese fertig kaufen sollte. Wer des Kartoffelkochens mächtig ist, ein Ei aufschlagen kann und nicht daran verzweifelt, Wasser zum Sieden zu bringen, kann auch Klöße kochen.

Freitag, 23. Januar 2015

Chinesische Nudeln mit Schweinefleisch und Gemüse


Man könnte jetzt Nieztsche zitieren und von der "ewigen Wiederkehr des Gleichen" schwadronieren, aber nachdem wir hier über ein Jahr lang fast jeden Tag etwas Neues - und manchmal sogar mehrere Dinge an einem Tag - gekocht haben, ist eine Wiederholung irgendwann unumgänglich. Die Familie wünschte sich Bratnudeln und obwohl wir dies schon einige Male hier hatten, lässt sich die Zusammensetzung ja beliebig ändern und das Gericht verändert sich, obwohl es sich selbst gleich bleibt. Womit wir bei der "Identität der Identität und der Nichtidentität" und damit bei einem anderen Philosophen, nämlich Hegel, wären.

Donnerstag, 22. Januar 2015

Nur mal so ... (Teil 27)

Die Älteren unter uns werden sich noch erinnern, dass ein heute noch beliebter Doppel-Keksriegel früher "Raider" hieß. Dieser wurde hierzulande dann auch prompt falsch als "Reider" ausgesprochen, obwohl es streng genommen hätte "Räder" sein müssen. Das mag den Meisten egal sein, einem Englischlehrer fallen diese Dinge aber auf. Unsereins stellen sich die Fußnägel quer, wenn einer seiner Töpfe mit Akopatz reinigt oder zum Abwaschen (oder Duschen) Palmolive nimmt, wenn es doch PADS (=päds) sind und das Spülmittel aus den englischen Worten palm und olive besteht.

Mit der italienischen Sprache wird ebenso Schindluder getrieben. Da isst man gerne "Gnotschies" (njokkies) oder "Bruschetta" (brusketta) oder kauft beim Bäcker Schiabattabrot (schabatta). Ich habe auch schon bei übereifrigen Mitmenschen gehört, dass sie in voraus eilendem Gehorsam "Spadjetti" sagen. Es ist aber auch verwirrend: pancetta (panschetta) wird anders ausgesprochen als porchetta (porketta) und der Lamborghini hat gar kein "dj", sondern ein "g".

Warum ich das hier schreibe? Heute habe ich den restlichen Spinat von gestern verarbeitet und dazu ein schönes Rindersteak gebraten. Da fiel mir wieder eine Begebenheit ein, die ich vor einiger Zeit einmal an einer Fleischtheke selbst erleben durfte. Ich wollte Rumpsteaks kaufen. Das "p" in Rumpsteak ist kein Tippfehler. Der Begriff stammt von dem englischen Wort "rump" (=ramp), also Rumpf und bezeichnet die Stelle, wo das Fleisch herkommt. Ich bestellte also phonetisch richtig ein Rampsteak, worauf ich nur hilflose Blicke erntete. Gefragt, was ich denn eigentlich wollte, zeigte ich auf das begehrte Stück. Sofort hellte sich des Verkäufers Mine auf: "Ach so, sie möchten RUMschtäk".


Rumschtäk, ganz ohne Rum, dafür mit Kartoffeln, Spinat und Champignons,

Mittwoch, 21. Januar 2015

Rahmspinat


Normalerweise, wenn ich die Familie frage "Was soll es zu essen geben?" heißt es. "Keine Ahnung." Meine Schwiegermutter bekam das irgendwann einmal mit und erwiderte: "Keine Ahnung kenne ich nicht. Wie kocht man das denn?" Recht hat sie. Auf Nachfragen ("Ja worauf hättet ihr denn Lust?") bekomme ich oft ein "Denk dir was aus. Wenn es nicht schmeckt, essen wir Brot". Umso überraschter war ich gestern, als wie aus der Pistole geschossen beide Damen unisono sagten "Rahmspinat mit Kartoffeln und Spiegelei". Ein abgekartetes Spiel also, aber gut, ich gehe mit, erhöhe um Tausend und will sehen ...

Aus Jugend und Kindheit (Teil V): Falsches Kotelett


Bei diesem Gericht zeigt sich einmal mehr, von welcher Bedeutung regionale Unterschiede sein können und dass man oftmals in verschiedenen Teilen dieses Landes verschiedene Dinge unter dem selben Namen kennt - siehe Freund glatzkochs Ausführungen zum Jägerschnitzel.

Dienstag, 20. Januar 2015

Polpette di pollo - Hackbällchen vom Huhn


Polpette sind die italienische Version der weltweit beliebten Hackfleischbällchen. Klassisch meist aus carne di manzo (Rindfleisch hergestellt, habe ich hier pollo (Hühnchen) verwendet. Dabei habe ich mich an ein Rezept gehalten, dass Restaurantbesitzer, (Fernseh)-Koch, Weinkenner und Kochbuchautor Antonio Carluccio in einer seiner Fernsehsendungen präsentierte. Gekocht wurde es für ihn in Rom von einer älteren Dame, als er deren jüdische Familie zu Hause besuchte. Das Gericht eignet sich somit auch für koschere Ernährung, wenn man auf den Käse zum Bestreuen, den ich eigenmächtig hinzugefügt habe, verzichtet.

Montag, 19. Januar 2015

Molekularküche


Auch ich bin vor Jahren einmal dem Hype der Molekularküche erlegen. Nicht, dass ich mich intensiv damit beschäftigt hätte, aber ich war einfach neugierig. Und tatsächlich, da gibt es recht spannende Sachen.

Sonntag, 18. Januar 2015

Kotelettbraten vom Schwein aus dem Römertopf


Sonntag ist Bratentag oder wie Nena schon in den Achtzigern des letzten Jahrhunderts sang: "Hast du etwas Fleisch für mich, dann mach ich dir ein Fleischgericht" (oder so ähnlich). Älter noch als dieses Lied ist der Römertopf, der ein, so wie ich schon einmal an anderer Stelle angemerkt habe, völlig zu Unrecht aus der Mode gekommenes Kochutensil ist.

Rotwein-Balsamico Reduktion


Ein kraftvolles Sösschen, das immer dann zum Einsatz kommen kann, wenn man Fleisch auf eine Weise zubereitet, die keine eigene Sauce hervorbringt.

Sahnemöhrchen


Gestern Möhreneintopf, heute Möhrengemüse als Beilage - wenn das so weiter geht bekomme ich von all dem Beta-Carotin noch orange Haut oder fange an, wie ein Kaninchen zu hoppeln. Die Familie liebt aber Möhrchen auf diese Weise zubereitet, auch wenn sie so recht gehaltvoll sind.

Samstag, 17. Januar 2015

Möhreneintopf


Bei Bekannten (hallo +Steffi :)) gab es neulich Möhreneintopf und die Gattin sagte sofort: "Das will ich auch!" Wer bin ich, dass ich der Holden widerspreche? Nun, ich habe zwar schon Möhrensuppe gemacht, aber noch keinen Möhreneintopf, also auch kein Rezept im Kopf. Aber wenn man die Zutaten kennt und weiß, was am Ende herauskommen soll, braucht man das auch gar nicht. Letztlich ist ein Möhreneintopf ja auch nichts anderes als ein unpürierte Suppe, mit mehr Inhalt als Flüssigkeit.

Freitag, 16. Januar 2015

Blätterteig Knabbereien


"Jawohl, Euer Ehren, ich gestehe, den Blätterteig selbst gekauft zu haben".

Ganz ehrlich, Blätterteig habe ich noch nie selbst gemacht, kommt aber vielleicht auch irgendwann. Ich benutzte ihn selten, aber wenn, dann aus dem Kühlregal und nicht tiefgefroren, einfach weil es schneller geht und man nichts auftauen muss und gleich loslegen kann.

Donnerstag, 15. Januar 2015

Chop Suey mit Hühnchen


Über Chop Suey gibt es verschiedene Auffassungen. Der Legende nach ist es von kantonesischen Exilchinesen in den USA erfunden worden. Andere wollen wissen, dass es ähnliche Gerichte auch in China gibt. Der Begriff selbst stammt wohl vom kantonesischen tsap suei, was so viel wie "gemischte Reste" bedeutet. Verwendet werden also ursprünglich - wie der Name schon sagt - Reste, die noch einmal erwärmt werden. Da von Tag zu Tag andere Reste übrig bleiben, bedeutet dies logischerweise, dass es DAS Chop Suey Rezept nicht gibt und man eigentlich bei der Wahl der Zutaten freie Hand hat.

Nur mal so ... (Teil 26)



Ein altes Indianersprichwort besagt, man solle nicht über jemanden lästern, bevor man nicht sieben Meilen in seinen Stiefeln gewandert ist. Das macht ja auch Sinn, denn dann hat man schon sieben Meilen Vorsprung UND die Stiefel des Anderen. 

Ich denke, mir geht es hier wie vielen Hobbyköchen, die mit frischen Zutaten kochen. Ich schaue in Supermärkten immer gerne in die Einkaufswagen meiner Mitmenschen und überlege, was es da wohl zu essen gibt. Oder ich beobachte sie beim Auswählen von Lebensmitteln. Manchmal stehen Leute vor der Gemüseauslage und man kann Gespräche wie dieses hier mithören:

"Wir brauchen noch Lauch".
"Hmm, die haben aber nur Porree hier".
"Ne, das hilft nicht. Im Rezept stand Lauch".

Oft wird aber auch nur Dosennahrung gekauft oder Nudelterrinen mit Gemüse, der Vitamine wegen. Oder es gibt, noch schlimmer, Fix-Kram. Heute stand einer vor mir, der ein "Fix für China-Pfanne Chop Suey" kaufte. Dafür bin ich doppelt dankbar. Zum einen habe ich so nun etwas zu Schreiben, zum anderen wusste ich plötzlich, was es heute zu Essen geben sollte: Chop Suey - und das ganz fix ohne Fix.

Mittwoch, 14. Januar 2015

Lahmacun II


Lahmacun hatten wir bereits hier, diesmal habe ich es jedoch geringfügig anders zubereitet. Anstatt das Ragout erst zu braten und dann mit dem Fladen zu backen, habe ich die Hackfleischmasse diesmal roh aufgetragen und in den Ofen geschoben. Ich denke, so war es besser.

Dienstag, 13. Januar 2015

Tortilla Wraps mit Salat und Huhn


Heute gibt es mal wieder ein "Komponenten-Gericht", das heißt, wir greifen auf Zutaten zurück, deren Rezepte schon hier im Blog zu finden sind. Es gibt nämlich Wraps und die kann man praktisch mit allem füllen. Hier ist meine liebste Variante. 

Montag, 12. Januar 2015

Pizzabrötchen II


Na, wenigstens ein Erfolgserlebnis nach der missglückten Gyrosrollo heute. Die Pizzabrötchen mit Fetakäse, die ich aus dem Restteig gebacken habe waren umwerfend aromatisch, was daran liegt, dass der Teig ungemein viel Zeit zum Reifen im Kühlschrank hatte.

Die Brötchen sehen auf dem Bild recht dunkel aus und ich hatte tatsächlich zunächst Angst, sie wären zu lange im Ofen geblieben und nun verbrannt - wie man am Anschnitt aber sehen kann, ist die Krumke schön luftig. Die rösche Kruste gibt dem Brötchen einen schönen rustikalen Bauernbrotgeschmack, der hervorragend mit dem herzhaften Fetakäse harmoniert.

Flusskrebs-Canapés


Bevor wir zu den Flusskrebsen kommen eine kurze Vorbemerkung. Das Essen für heute ist optisch nicht so ausgefallen, wie ich es mir erwünscht hätte. Irgendwie waren die Bilder entweder verwackelt oder sahen inspirationslos aus. Geschmeckt hat es zwar, aber in dieser Form nicht als eigener Eintrag präsentabel. Was gab es überhaupt? Selbstgemachtes Pfannengyros mit Zwiebeln, Tomaten und Käse in Pizzateig zu einem "Rollo" geformt.

Sonntag, 11. Januar 2015

Braten vom Rind in Rotweinsauce


Irgendwann erwischt es jeden. Ich bin jetzt Mitte vierzig und da setzt man sich schon einmal hin und überlegt, was man im Leben erreicht und - noch viel schlimmer - was man so alles verpasst hat. Manche werden dann depressiv, fangen an zu trinken oder brennen mit deutlich jüngeren Frauen oder Männern durch. Andere wiederum begeben sich in nepalesische Klöster oder beginnen eine Pilgerreise, um sich unterwegs zu Fuß selbst zu begegnen.

Samstag, 10. Januar 2015

Hui Guo Rou - zweifach gegarter Schweinebauch


Ich kann es kaum erwarten, dass es wieder warm genug wird, um meinen 26 Kilowatt Wok Brenner aus dem Winterschlaf zu erwecken. Dieses Monster möchte ich nur ungern im Inneren betreiben. Solange wird auf dem Gasherd gewokt. Zum Glück braucht das heutige Gericht keine allzu starke Hitze, da reicht der 3,5 Kilowatt Brenner meiner Kochstelle vollkommen.

Zweifach gegarter Schweinbauch ist ein berühmtes Gericht aus der Region Szechuan. Das verrät allein schon der Einsatz von Chili-Bohnen-Paste, einer scharf-würzigen Paste, für die Chilis, Bohnen und Salz zerstampft und in Tonkrügen drei bis sieben Jahre fermentieren müssen.

Freitag, 9. Januar 2015

Garnelenpizza mit Safran-Hollandaise


Ich entschuldige mich hiermit in aller Förmlichkeit bei den Einwohnern Neapels für die Zweckentfremdung eines (nicht nur) regionalen Heiligtums. Ja, auch ich habe schon Salami oder sogar Peperoni und Mais (die Kleine liebt es so) auf Pizza gepackt, aber dieses mal bin ich zu weit gegangen und riskiere wohl ein lebenslanges Einreiseverbot nach Italien. Aber was soll ich machen? "Gebackener Hefefladen" klingt ja auch irgendwie doof ...

Donnerstag, 8. Januar 2015

Indonesische Hähnchenschenkel


Normalerweise bevorzuge ich Hähnchen im Ganzen zu garen, aber wenn es einmal wieder schnell gehen soll, sind Hähnchenschenkel eine gute Alternative und vielseitig einsetzbar. Mir stand der Sinn nach etwas herzhaft Scharfem aus Fernost - über die sinnlose Verwendung des Begriffes "asiatische Küche" habe ich mich ja schon öfter ausgelassen - und da ist diese Geflügelpartie ideal.

Mittwoch, 7. Januar 2015

Hühnersuppe mit Gemüse nach Art der Minestrone


Die Minestrone ist eine in ganz Italien beliebte Gemüssuppe. Übersetzt heißt sie soviel wie "deftige" oder "dicke Suppe". Dabei ist sie von Region zu Region, ja wahrscheinlich auch von Familie zu Familie verschieden und es gibt die Minestrone genauso wenig wie den deutschen Eintopf. Grundlage ist meist eine Gemüsebrühe, die dann neben Gemüse auch durch Wein, Speck, Pesto, Reis oder sonstige Fleischbeigaben angereichert wird. Mein Rezept hier erhebt keinen Anspruch auf Authentizität, sondern ist eher mein Versuch, eine italienisch angehauchte Gemüsesuppe zu kreieren.

Dienstag, 6. Januar 2015

Salat mit gebratener Hähnchenbrust und Pilzen


Nichts Weltbewegendes, Salat halt. Dafür bekommt man kein kulinarisches Denkmal gesetzt oder eine Straße nach sich benannt, aber dafür hat man ein leckeres und gesundes Essen, dass den Magen nach der Schwerstarbeit der letzten Tage und Wochen ein wenig entlastet.

Montag, 5. Januar 2015

Burger und Hot Dog


Heute war der letzte Ferientag für die Kleine (ich arbeite ja in NRW, habe also noch einen Tag) und sie wünschte sich Hot Dogs. Habe ich natürlich gerne gemacht, obwohl ich selber Burger bevorzuge. Aber da der Teig für die buns derselbe ist und auch andere Zutaten deckungsgleich sind, stellt es ja kein Problem dar, neben den Würstchen noch ein paar Rindfleischpatties zu braten.

Sonntag, 4. Januar 2015

Krautstrudel


Der Januar ist pekunär gesehen immer irgendwie ein recht klammer Monat. KFZ-Steuer, Gebäudeversicherung und andere jährlich fälligen Beträge reißen erhebliche Lücken in die Haushaltskasse. Auch wenn man als Lehrer bekanntlich natürlich 150.000 Euro die Stunde für Nichtstun bekommt und dann auch noch Nachmittags frei hat, macht sich das schon bemerkbar. Es wird also nur jeden zweiten Tag russischen Kaviar geben. Für die restlichen Tage muss der Hummer auch einfach einmal so schmecken.

Samstag, 3. Januar 2015

Frittierte Piroggen


Ich wollte schon länger einmal Piroggen (oder piroschki) selbst machen, bin aber nie wirklich dazu gekommen. Heute war meine Schwester zu Besuch - wir haben uns den Abend mit Weingummi, Chips und Kalkofe vertrieben - und es oblag mir, etwas Leckeres auf den Tisch zu zaubern. Gute Bekannte von uns, die ursprünglich aus den Gebieten der ehemaligen Sowjetunion stammen, erzählten neulich, an den Festtagen gäbe es bei ihnen immer gebackene Teigtaschen, oft auch mit vegetarischer Füllung. Die Gattin wünschte sich sofort etwas Derartiges von mir. Vegetarisch? Ja, ich war auch einmal Vegetarier und habe dann auch in zwei Wochen tatsächlich vierzehn Tage verloren, aber wenn die Gattin es wünscht ... 

Freitag, 2. Januar 2015

Donnerstag, 1. Januar 2015

Lasagne mit grünen Teigblättern


Ich natürlich möchte die Silvester-Lasagne nicht unterschlagen. Nicht wirklich etwas für den schlanken Fuß, aber hey! Lasagne! Mehr Argumente für diese Königin des Nudelauflaufs braucht man dann wirklich nicht mehr.

Krabbencocktail in Currymayonnaise


So, da wären wir also im Jahre 2015 angekommen und der erste Tag des Jahres ist fast schon vorbei. In 347 Tagen ist Heiligabend und Silvester 2015/16 steht auch schon in 364 Tagen wieder vor der Tür. Da muss man schon mal vorplanen ...