Freitag, 30. Januar 2015

Aus Jugend und Kindheit (Teil VI): Bihun-Suppe


So, nachdem das mit chinesisch inspirierten Hühnersuppe und meinem Magen gut funktioniert hat, bin ich mutig geworden und habe im zweiten Durchgang etwas Schärfe nachgelegt. Erst einmal eine Portion, so zum Probieren.

Bihun-Suppe - kennt man ja meist als tiefgefrorenen Block oder aus der Dose. Angeblich ist sie indonesischen Ursprungs und dort gibt es auch wirklich eine Suppe mit Namen Bihun Soto mit verschiedenen Fleischsorten. Bihun ist übrigens der Name für Glasnudeln. Mit dem, was man hier als Fertiggericht bekommt, hat das aber nicht viel zu tun. Irgendwann demnächst werde ich einmal eine echte Bihun Ayam Soto (Glasnudelsuppe mit Huhn) veröffentlichen. Heute geht es aber um den Geschmack der Kindheit und ich widme mich der einst (und heute wahrscheinlich immer noch) überaus beliebten Partysuppe.

Das Resultat steht und fällt mit der Qualität der Brühe und der Sojasaucen. Es sollte klar sein, dass nur dann guter Geschmack herauskommt, wenn guter Geschmack eingesetzt wird. Man kann zwar aus guten Sachen bessere machen, aber nach wie vor verzweifeln auch die Nachfahren der Alchemisten an dem Versuch, aus Dreck Gold zu machen. 


Für eine (große) Portion:
  • 250 ml Hühnerbrühe
  • 1 Knoblauchzehe
  • 1 kleines Stück Ingwer (kann man weglassen)
  • 1 Chilischote
  • 1 Frühlingszwiebel
  • 3 Champignons
  • 1 kleines Stück rote Paprika
  • 1 kleines Stück grüne Paprika
  • eine kleine Handvoll Sprossen
  • 1 kleine Handvoll gekochte Glasnudeln
  • 1 kleine Handvoll gegartes Hühnerfleisch
  • 1/2 EL Tomatenmark
  • 1/2 EL Sambal Oelek (ich habe Chiili Bohnen Paste genommen)
  • 1 EL dunkle chinesische Sojasacue
  • Salz
  • Pfeffer
  • Öl
  • Kartoffelstärke (nach Belieben)
Paprika klein würfeln, Sprossen in zwei oder drei Teile schneiden. Knoblauch und Ingwer schälen und fein hacken oder reiben. Chilischote fein hacken, nach Wunsch vorher die Kerne entfernen. Frühlingszwiebeln in feine Ringe schneiden, weiße und grüne Teile dabei trennen.


Knoblauch, Ingwer und Chili in etwas Öl andünsten. Sambal Oelek und Tomatenmark kurz mit anschwitzen lassen.


Brühe angießen und alle anderen Zutaten bis auf die grünen Zwiebelteile dazugeben.


Kurz köcheln lassen. Mit Salz, Pfeffer, Sojasause und gegebenenfalls noch mehr Sambal Oelek abschmecken.


Nun die grünen Frühlingszwiebeln unterrühren.


Nach Wunsch mit etwas in kaltem Wasser angerührtem Kartoffelmehl binden und heiß servieren. Mir schmecken am besten Brötchen mit Butter und Salz dazu, die ich auch gerne in die Suppe tunke. 

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