Donnerstag, 8. Januar 2015

Indonesische Hähnchenschenkel


Normalerweise bevorzuge ich Hähnchen im Ganzen zu garen, aber wenn es einmal wieder schnell gehen soll, sind Hähnchenschenkel eine gute Alternative und vielseitig einsetzbar. Mir stand der Sinn nach etwas herzhaft Scharfem aus Fernost - über die sinnlose Verwendung des Begriffes "asiatische Küche" habe ich mich ja schon öfter ausgelassen - und da ist diese Geflügelpartie ideal.

Ich sehe immer zu, einen großzügigen Vorrat an chinesischen, japanischen, thailändischen, indischen und indonesischen Gewürzen zu haben. Korianderwurzeln, Galgant, Zitronengras, Kaffir-Limonenblätter und Chilis sind eigentlich auch immer in der Tiefkühltruhe. Da brauche ich dann meist nur das Fleisch oder Gemüse zu kaufen und es kann los gehen.


Die Gattin mag keine Hähnchenschenkel. Dafür aß sie mit Begeisterung die Reste der gestrigen Minestrone. Die Kleine hatte auch Hähnchenschenkel, aber milder und mit meinem Dry Rub gewürzt. Diese Menge reicht dann deshalb ohne Beilagen für einen guten Esser, bei mäßigen Essern und großen Hähnchenschenkeln auch für zwei.
  • 2 Hähnchenschenkel (je knapp 300 g mit Rückenanteil)
  • 1/2 Knolle chinesischer Knoblauch (oder 2 - 3 normale Zehen)
  • 4 cm frischer Ingwer
  • 2 rote scharfe Chilischoten
  • 1 TL schwarze Pfefferkörner
  • 1 TL Kreuzkümmelsamen (Cumin)
  • 2 TL grobes Meersalz
  • 1 EL Palmzucker (oder brauner Rohrzucker)
  • 1 EL neutrales Pflanzenöl
  • Saft einer halben Limette
  • 2 EL Ketjap Manis (dicklich-süße indonesische Sojasauce)  
  • 2 TL Gelbwurzpulver (Kurkuma)


Ingwer und Knoblauch schälen und grob hacken, Chilischote nach Wunsch entkernen (ich mache das nicht) und zusammen mit dem Pfeffer, dem Kreuzkümmel, Öl, Limettensaft entweder in einer Küchenmaschine oder einem Mörser zu einer schöne Paste verarbeiten.


Kurkuma und Ketjap Manis unterrühren und abschmecken. Es sollte scharf, aber auch süß-säuerlich schmecken.


Das Huhn mit der Mischung übergießen und zwanzig Minuten marinieren lassen. In der Zwischenzeit den Backofen auf 180° C vorheizen. Wir backen auf dem Rost, also stellen wir ein mit Alufolie umwickeltes Backblech oder eine tiefe Fettpfanne mit etwas heißem Wasser darunter. Letzteres sollte kurz vor Ende der Garzeit entweder verkocht sein oder die Fettpfanne muss aus dem Ofen entfernt werden, da die Haut sonst nicht so kross wird.

Bei mir hat es in etwa fünfundzwanzig Minuten gedauert, bis die Hähnchenschenkel gar waren und beim Anpiksen an der dicksten Stelle klarer Saft austrat.


Dazu braucht man eigentlich nur noch einen frischen Salat aus Gurken und Eisberg. Als Dressing empfehle ich diese Variante.

Alles in allem lecker, schön pikant aber nicht wirklich übertrieben scharf. Die Aromen kamen alle wunderbar heraus und haben sich eher unterstützt, als unterdrückt. Nächstes Mal mehr Chili. 

Kommentare:

  1. ich hatte schon befürchtet, gleich kommt wieder so ne fischsoße, mit der die asiaten mir alles verleiden, aber hut ab. so macht das einen echt schlanken fuss. kompliment!

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    1. Fischsauce, wenn gekocht, schmeckt gar nicht nach Fisch.

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    2. mir reicht zu wissen, dass es drin ist, damit ich es nicht mehr haben möchte

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    3. Dann ist Sushi wohl auch keine Option? Ich hatte dich bisher eigentlich eher norddeutsch eingeschätzt - wieso die Abneigung gegen Fisch? Gut, Süßwasserfisch (außer vielleicht Forelle) mag ich auch nicht, aber frischer Fisch aus dem Meer und andere Meeresfrüchte - was gibt es besseres? Ja, Steak vielleicht ...

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