Sonntag, 18. Januar 2015

Kotelettbraten vom Schwein aus dem Römertopf


Sonntag ist Bratentag oder wie Nena schon in den Achtzigern des letzten Jahrhunderts sang: "Hast du etwas Fleisch für mich, dann mach ich dir ein Fleischgericht" (oder so ähnlich). Älter noch als dieses Lied ist der Römertopf, der ein, so wie ich schon einmal an anderer Stelle angemerkt habe, völlig zu Unrecht aus der Mode gekommenes Kochutensil ist.

  • 2 Kilo Kotelettbraten vom Schwein 
  • Salz 
  • Pfeffer 
  • Dijon Senf 
  • 500 g Kartoffeln 
  • 300 g Zucchini 
  • 1 Zweibel 
  • Thymian 
  • 50 ml Weißwein 
  • Butterschmalz

Der Römertopf muss vor dem Einsatz vorschriftsgemäß kalt gewässert werden. Das dauert fünfzehn, besser noch dreißig Minuten.


Wir salzen und pfeffern das Fleisch ordentlich. Dann braten wir es bis auf die Knochenseite in Butterschmalz scharf an. 


Das Fleisch wird noch heiß sofort mit Senf bestrichen. Kartoffeln sind geschält und halbiert, Zucchini in etwa zwei Zentimeter große Würfel geschnitten und auch die Zwiebel ist gepellt und grob gewürfelt. Die Zutaten wandern nun in den Römertopf. 


In der Zwischenzeit löschen wir den Bratensatz, der beim Anbraten des Fleisches entstanden ist mit dem Wein ab und gießen die Flüssigkeit in den Römertopf. Nun werden die Kartoffeln noch leicht gesalzen, der Deckel aufgelegt und der Römertopf wandert auf die mittlere Schiene des kalten (!) Backofens. Das ist sehrt wichtig. Ein Römertopf - da aus Ton - kann platzen, wenn er kalt in einen heißen Ofen geschoben wird.

Wir stellen nun die Temperatur auf 160° C ein, vorzugsweise keine Umluft.


hat der Ofen die gewünschte Temperatur erreicht, lassen wir den Braten einfach vor sich hin garen. Man sagt immer in etwa eine Stunde pro Kilogramm. Länger schadet auch nicht, da im Römertopf nichts austrocknen kann. Die letzte Viertelstunde nehmen wir den Deckel ab und lassen alles offen noch etwas bräunen.


Da Fleisch darf nun zwanzig Minuten ruhen, bevor es angeschnitten wird. Die Gemüse werden warm gestellt.

Wie man sieht, hat sich Flüssigkeit gebildet. Diese könnte man jetzt abschmecken, binden und als Sauce servieren. Aber ich bin hier ehrlich, die Sauce kann nicht viel und ist weit von meinen üblichen Bratensaucen, die mit Rotwein und Wurzelgemüse herrlich kräftig sind, entfernt. Aber deshalb haben wir ja auch unsere Rotwein-Balsamico Reduktion gemacht.  


Ich habe das Fleisch vor dem Tranchieren von den Knochen gelöst und nicht wie das letzte Mal als "Lollipop" serviert.  Man kann hier schön sehen, wie herrlich saftig das Fleisch durch das Schmoren im Römertopf geblieben ist. Wir richten mit den Kartoffeln, Zucchini, Zwiebeln, Reduktion und Möhrengemüse an. Wann ist wieder Sonntag? 


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