Donnerstag, 30. April 2015

Waldhof Unsen - die Dritte


Was war das denn? Aber der Reihe nach. Es war einmal wieder Schwiegermutters Geburtstag und wie im letzten Jahr waren aus diesem Anlass im Waldhof Unsen bei Hameln zum Essen. Das Steak letztes Jahr - ein 350 Gramm Rib Eye - war sensationell. Schön scharf angebraten, mit Rosmarin aromatisiert, innen auf den Punkt rare, so wie ich es bestellt hatte. Das war mit Sicherheit eins der besten, wenn nicht das beste Steak, dass ich jemals in einem Restaurant gegessen habe. Weihnachten waren wir erneut mit Schwiegereltern im Waldhof. Da hatte ich ein 300 Gramm Steak, das ebenso lecker, wenn auch für mich eine Spur zu medium war. Trotzdem butterzart und absolut empfehlenswert. Diesmal sollte es dann wieder das 300+ Gramm Rib Eye sein, das ich doch in so guter Erinnerung hatte.

Mittwoch, 29. April 2015

Gebackener Spargel auf fruchtigem Salat


Solange es frischen Spargel gibt, muss man das einfach ausnutzen. Aber jeden Tag die selbe Leier mit Hollandaise wird schnell langweilig. Also ist Abwechslung gefragt. SpargelsuppenRisotto und vieles andere hatten wir schon mal, auch einen Salat mit grünem Spargel, Erdbeeren und Ziegenfrischkäse. Hier gehen wir ähnlich vor, nur nehemn wir weißen Spargel und mehr Obst. Das Erdbeeren und Co wunderbar mit Balsamico Essig harmonieren, ist ja keine Neuigkeit. Aber auch anderes süßes,s von Haus aus säurearmes Obst, wie Mango, verträgt ein wenig Essig. Auch pikantes, wie Käse oder Schinken passen da gut. Die Ananas kann ein Lied davon singen. 

Es soll hier nicht unerwähnt bleiben, dass Teufels Küche mich die Salatgrundlage betreffend inspiriert hat, obwohl ich so etwas selbst schon länger vor gehabt habe.

Dienstag, 28. April 2015

Gebackene Auberginenröllchen mit Hackfleisch


Draußen läutet der April scheinbar unter direkter Umgehung des Sommers bereits den Herbst ein, also hole ich mir ein Stück Mittelmeer ins Haus. Ich habe dieses Rezept als "türkisch" klassifiziert, nicht weil es ein authentischer Klassiker ist, sondern weil die Zutaten aus dieser Küche stammen. Es wird natürlich sicherlich so etwas geben, aber ich hatte hier - wie so oft - kein konkretes Rezept vor Augen, sondern habe einfach drauf los gekocht. Entstanden ist ein Gericht, das meine beiden größten Kritiker - die Gattin und die Kleine - einhellig als wahnsinnig lecker beschrieben haben und auch ich war mit dem Resultat sehr zufrieden. Diese Einigkeit herrscht beileibe nicht immer und vielleicht sollte ich mir den 28. April rot im Kalender anstreichen.

Montag, 27. April 2015

Cremige Curry-Kartoffel-Spargelsuppe


Der April zeigt sich bei uns gerade von seiner besten Seite, mit anderen Worten, es regnet und das Wetter ist allgemein bah! Da kann ein schöne Suppe eine Wohltat sein. Bei der Kreation dieses Süppchens kamen mehrer Dinge zusammen. Zum eine fährt die Kleine momentan auf Curry ab, zum anderen hatte ich noch frischen Spargel, der verbraucht werden musste. Warum also nicht einfach beides kombinieren? Zu der weißen Stange gehören auch Kartoffeln, diese passen dann ebenso hervorragend zu Curry. Die Suppe begann förmlich vor meinem geistigen Auge zu wachsen und musste nun nur noch aus dem Kosmos der Ideen heraus in der empirischen Welt zur Erscheinung gebracht werden, um hier einmal mit Platon zu sprechen.

Sonntag, 26. April 2015

Tartufi dolci al pistacchio - Pistazientrüffel


Ich bin ja, wie gesagt, kein Süßspeisen Mensch. Nicht, dass ich Süßes generell verabscheuen würde, aber aus Desserts, Kuchen und Torten mache ich mir im Normalfall nicht viel. Ich bewundere natürlich die handwerklichen Fähigkeiten und staune oft mit offenem Mund darüber, mit was für Wahnsinnskreationen einige Mit-Blogger ankommen, aber zum selbst machen fehlt mi oft der Antrieb.

Das war gestern anders. Die Gattin ist momentan verrückt nach Pistazien-Trüffeln und da dachte ich mir, "hey, das kannst du ja mal versuchen". Ich habe dabei einfach dieses, von mir schon mehrfach erfolgreich erprobte Gordon Ramsay Rezept für Schokolade-Mint Trüffel modifiziert. Das Ergebnis war nicht perfekt, aber gut genug, um nicht als Fail gelten zu müssen.

Grüße aus dem Landschulheim: Nudeln in Rahmsauce mit Broccoli


Nicht nur ich versuche hin und wieder, dem Geschmack meiner Kindheit auf die Spur zu kommen oder Dinge, die ich irgendwo und irgendwann einmal gegessen habe, zu Hause nachzukochen, auch die Kleine äußert da Wünsche. Sie nimmt gerade auf eigenen Wunsch am sogenannten Vorkonfirmandenunterricht (was für ein Wort!) teil, der bei uns in der vierten Klasse stattfindet. Just war sie mit dieser Gruppe auf einer Wochenendfreizeit in einem Landschulheim. Dort gab es mittags Nudeln mit Rahmsauce und Brokkoli. Ihr Fazit: "War eigentlich ganz lecker, nur der Broccoli war total wässrig und hat nach nichts geschmeckt." Der anschließenden Frage "Papa, machst du das auch mal?" konnte ich natürlich keine Absage erteilen, also hier ist mein Versuch.

Samstag, 25. April 2015

Risotto mit grünem Spargel


Der Volksmund sagt, der Appetit käme beim Essen. Ich sage, die Inspiration kommt beim Einkaufen. Mein Blick fiel im Gemüsebereich auf schönen grünen Spargel und da dachte ich mir, ein Risotto wäre angebracht. Meine vorhin beschriebene Inspirationslosigkeit war wie weggeblasen. Bis auf den Spargel hatte ich alle Zutaten zu Hause und ich freute mich, nun die Gelegenheit zu bekommen, endlich den neulich gekauften Vialone-Reis ausprobieren zu können.

Nur mal so ... (Teil 34)


Der Mond ist auf- und mir die Ideen ausgegangen. Gestern zum Beispiel war ich so völlig uninspiriert, dass sich das nicht mehr in Zahlen ausdrücken lässt. Auch heute warte ich noch auf den Kreativitätsschub, der mich aufspringen und in die Küche eilen lässt. Dann muss ich mich hier eben in Blödsinn flüchten.

Donnerstag, 23. April 2015

Nackensteaks vom Schwein in Paprikamarinade


Warum tut der Mensch sich so etwas an? Was denn? In Ordnung - ich muss weiter ausholen. Wir haben heute ein klein bisschen etwas zu feiern und aus diesem Anlass sollte mit Eltern, Schwiegereltern und so weiter gegrillt werden. Nichts Großes, nur ein paar Schweinesteaks und Würstchen, dazu ein schnöder Kartoffelsalat und etwas Baguette. Ich brauchte noch ein paar Kleinigkeiten und habe deshalb einen Supermarkt aufgesucht. Scheinbar wollten auch andere das schöne Wetter zum Anheizen der Kohle nutzen, denn die Einkaufswagen waren fast überall randvoll mit allerlei Grillgut.

Dienstag, 21. April 2015

Gegrillter Spargel


Grünen Spargel haben wir schon oft gegrillt, warum also nicht auch einmal weißen? Das Verfahren ist dasselbe, nur dass ich bei grünem Spargel gerne aromatisches Öl verwende (am besten steierisches Kürbiskernöl oder anderes Nussöl), hier jedoch auf Grund des zarten Aromas des weißen Spargels neutrales Öl verwendet habe.

Griechisches Grillgemüse


Man kommt nachmittags nach Hause, die Sonne scheint und es ist warm. Die Familie ist im Garten beschäftigt, man selbst ist innerlich bereit für die Ferien und hat keine Lust, bei dem schönen Wetter in der Küche zu stehen. Was nun? Ganz klar, der Grill wird angeheizt. Trotz aller Liebe zu Fleisch, beim Grillen muss auch immer etwas Gemüse dabei sein, gerne auch mediterran angehaucht. Auch hier kommen die Aluschalen zum Einsatz, die ich vor einiger Zeit in größeren Mengen günstig erworben habe. Man kann auch normale Alufolie drei- oder vierlagig legen (nicht zu dünn) und so seine eigenen Schalen basteln.

Montag, 20. April 2015

Steak mit Spargel und Béarnaise


Ich freue mich das ganze Jahr darauf und gestern war es endlich soweit: der erste Spargel des Jahres bei uns. Bei einem Kilopreis von um die 13 Euro kein wirklich günstiges Vergnügen, aber ich konnte nicht länger warten. Dazu ein schönes Dry Aged Steak (Entrecôte), Kartoffeln und selbstgemachte Béarnaise - ein wahrer Traum.

Sonntag, 19. April 2015

French Macarons - Semi Fail


French Macarons - meine Nemesis, mein weißer Wal. Alle Bekannten produzieren sie momentan wie am Fließband, nur ich verzweifle. Die ersten zwei Versuche wanderten gleich in die Tonne - der dritte, hier zu sehen - lässt wenigstens vermuten, wie es aussehen könnte, wenn es perfekt wäre.

Samstag, 18. April 2015

Parmesan Hähnchen


So, jetzt ist es amtlich: Herr Westerhausen und Backen sind zwei Angelegenheiten, die in verschiedenen Universen stattfinden. Alle Bekannten produzieren French Macarons am Fließband und ich habe jetzt schon die dritte Fuhre in die Tonne gekippt. Die Eischneemasse ist perfekt, die Mandel-Zucker Mischung doppelt gesiebt und die Mengen bis auf Mikrogramm genau gewogen, trotzdem erinnert das Ergebnis mehr an etwas, das seit zwei Wochen platt gefahren auf der A2 liegt. Aber ich gebe nicht auf und bleibe dran.

Sonst wäre noch etwas von Vorgestern nachzureichen. Da gab es Ratatouille und dazu habe ich ein leckeres Parmesan Hühnchen gemacht. 

Freitag, 17. April 2015

Wochenend-Belohnungs-Steak


Dieses Wochenende wird arbeitsreich. Zum einen muss ein Stapel Abiturklausuren Englisch korrigiert werden, zum anderen müssen langsam die im Mai in NRW stattfindenden mündlichen Abiprüfungen vorbereitet werden. Anlass genug, den Feierabend mit einem Steak einzuleiten. Normalerweiser bin ich ja ein "raw" Esser, habe mich heute aber probeweise für eher medium / medium rare entschieden. Keine allzu schlechte Entscheidung, wie ich finde.

Pommes Frites aus dem Ofen


Wie lange dauert es, eine Tüte Backofenpommes im Ofen zu garen? Zwanzig Minuten? Gut, länger dauert das hier auch nicht. Das Schälen und Zurechtschneiden der Kartoffeln lässt sich spielend während der Aufheizphase des Ofens erledigen, alles andere macht sich wie von selbst. Der Vorteil sind guter Geschmack und Kontrolle über die Inhaltsstoffe. So ist ein gutes Olivenöl sicherlich gesünder als das, was die Hersteller von Ofenfritten zum Vorfrittieren benutzen.

Rosmarinsalz


Auch wenn Ernährungswissenschaftler immer vor zu viel Salz warnen: ich mag Salz und habe auch keine Angst, es einzusetzen. Trotzdem hat sich noch nie jemand bei mir über versalzenes Essen beschwert. 

Normalerweise verwende ich Meersalz. Aromatisierte Salze benutze ich eigentlich nie, dieses Rosmarinsalz hier ist dann wohl die Ausnahme, die die Regel bestätigt. Gefunden habe ich das Rezept vor Jahren (Jahrzehnten) in einer Fernsehshow des "One-Pot-Wonders" (O-Ton Gordon Ramsay) Jamie Oliver gesehen.

Donnerstag, 16. April 2015

Ratatouille



Herr Westerhausen kann nur mit Fleisch kochen? So ein Quatsch, es geht auch ohne. Partiell. Nicht immer, aber manchmal. Ratatouille gibt es nicht erst seit Pixar/Disney. Es hat auch nichts mit kochenden Schadnagern zu tun, sondern stammt vom französichen Verb touiller (rühren) ab. Ursprünglich handelt es sich hier, wie bei vielen Klassikern, um ein Resteessen ärmerer Leute. Es stammt aus der Provence, genauer gesagt Nizza und wird deshalb auch hin und wieder mit dem Zusatz niçoise versehen. Ein Standardrezept gibt es in dem Sinne nicht, Standardzutaten sind aber Tomaten, Auberginen, Zucchini, Paprikaschoten, Zwiebeln, Knoblauch und Kräuter.

Dienstag, 14. April 2015

Gefüllte Pide


Hatten wir schon einmal so ähnlich, aber trotzdem immer wieder lecker: gefüllte Fladenbrote, oder "Kıymalı Pide", wie sie in der Türkei heißen. Ich fülle, genauer gesagt belege sie gerne mit einer Hackfleischmischung, die Gattin bevorzugt eine Schafskäsecreme, doch dazu später.

Montag, 13. April 2015

Grilled Cheese Sandwich


Hier haben wir einmal wieder einer Klassiker der US-amerikanischen Küche: das grilled cheese sandwich. Warum gibt es das heute? Zum einen, weil mein Urlaub zu Ende ist, ich seit heute wieder arbeite, erst eben nach Hause gekommen bin - Lehrer haben vormittags Recht und Nachmittags frei, nicht wahr? - und zum anderen, weil ich gestern ein Video des amerikanischen (TV-) Kochstars Alton Brown gesehen habe, in dem er just diesen Klassiker zubereitet. Brown schmilzt den Käse 6 bis 9 Minuten lang in improvisierten Pfännchen auf dem Grill bei indirekter Hitze. Dann lässt er den flüssigen Käse auf ebenfalls gegrillte Brotscheiben fließen, klappt diese dann zusammen, wickelt sie noch kurz in Alufolie ein und hält sie auf dem Grill warm.

Sonntag, 12. April 2015

Mediterraner Nackenbraten vom Schwein


Sonntag ist oft Bratentag. Dieser Sonntag ist außerdem mein letzter Urlaubstag. Morgen hat der Alltag mich wieder, dabei war mir bei dem fantastischen Wetter heute eher nach dach dem ersten Sommerurlaubstag. Aber was soll es, ich arbeite einerseits gerne, andererseits ist aber auch die Strecke bis zum Sommer nicht allzu lang. 

Krautsalat mit Fenchel und Oliven


Ähnlich wie Butter, ist auch Krautsalat sehr variabel gestaltbar. Hier ist eine Variante, die ich mir heute ganz spontan "ausgedacht" habe. Ich brauchte einen Italienisch angehauchten Salat auf Kohlbasis für einen ebenso italienisch inspirierten Braten. Also habe ich einige meiner Lieblingszutaten zusammengeworfen und dieser Salat ist entstanden. Die Kleine, die ja oft als meine Sous-Chefin fungiert, war ganz begeistert von dem Ergebnis und dass überhaupt noch etwas für das gleich beginnende Abendessen übrig ist, grenzt an ein Wunder.

Salbei-Zitronenbutter


Besonders in der Grillsaison experimentiere ich gerne mit Buttermischungen herum und probiere immer wieder neue Varianten aus. Aber nicht nur zum Grillen, auch auf frischem Brot als Happen zwischendurch, als amuse gueulezu Beginn eines feinen Mahles oder einfach als Beilage zu deftigem Braten, ist aromatisierte Butter gut einsetzbar und die Möglichkeiten der Würzung sind schier unendlich.

Freitag, 10. April 2015

Kokossuppe mit Hühnerfleisch (Tom Ka Gai)


Lust auf Suppe aber keine Zeit für stundenlange Kochaktionen? Großer Geschmack ohne viele Zutaten? Ist Geflügelbrühe vorrätig - und ich rate euch dazu - seid ihr hier mit dem Thema "Suppe" in zehn Minuten durch. Ich habe das schon einmal an anderer Stelle gesagt: schneller habt ihr auch keine Suppenkonserve aus dem Keller geholt, den Dosenöffner gefunden und das Ganze erhitzt. Und hier habt ihr nur gute Zutaten und im Handumdrehen steht der thailändische Suppenklassiker schlechthin - Tom Ka Gai - auf dem Tisch.

Oliven-Mozzarella Pinguine


Nachedem ich zu Ostern nicht dazu gekommen bin, Eier-Küken herzustellen, wollte ich heute zumindest Oliven-Mozzarella Pinguine machen. Sind ganz witzig geworden und auf dem von der Gattin höchst selbst gefliesten blauen Dachtererassentisch sieht es sogar aus, als ob der Polarvogel auf Eisschollen watscheln würde.

Donnerstag, 9. April 2015

T-Bone Steak vom Grill


Ich liebe ja bekanntlich Steaks. GROßE Steaks. Ribeye. Sirloin. Roastbeef. Filet? Ja, ist auch okay, aber eher etwas für die Gattin. Der beste Zuschnitt für mich? Neben dem noch etwas dickeren, aber ähnlichen "Porterhouse", ist das eindeutig das T-Bone Steak. Erst einmal, weil es groß ist. Und weil es dick ist und somit nicht in sekundenschnelle zur Schuhsohle wird. Dann natürlich auch, weil alles, das am Knochen gart, mehr Geschmack hat. Vom Fleisch her haben wir auf der einen Seite des Knochens das Roastbeef und auf der anderen Seite, etwas kleiner einen Filetanteil. Bei entsprechender Qualität - ich empfehle grundsätzliche gut und lange abgehangenes Fleisch vom Weiderind - hat man, obwohl man den Knochen natürlich mitbezahlt, viel gutes Fleisch für sein Geld.

Knoblauchsauce


So, wenn Freund Glatzkoch hier mit Remoulade kommt (hatten wir hier übrigens auch schon mal) dann mache ich jetzt meine eigene Knoblauchsauce. Damit meine ich nicht die klassische Aioli - die ich sicher auch noch machen werde - sondern eine grundsolide Sauce, die sich wunderbar zumn Beispiel als Dip zum Grillen eignet. Mein mit Frischei zubereitetes Produkt hält natürlich nicht lange. Wenn man dagegen bedenkt, dass Industrieprodukte selbst im geöffneten Zustand oft auch nach Monate noch nicht verderben, muss man sich schon fragen, was da an frischen Zutaten nicht drin ist, beziehungsweise welche anderen Zutaten den natürlichen Zerfallsprozess entschleunigen.

Sandwich mit Hähnchenbrust


Da heute abend gegrillt wird - Steakfreunde werden wieder voll auf ihre Kosten kommen, wir haben wieder tolles Fleisch - gibt es tagsüber nur eine Kleinigkeit, bestehend aus Resten des Vortags.

Mittwoch, 8. April 2015

Frühlingssalat mit lauwarmem Speck-Champignon-Dressing und glasierter Hähnchenbrust

 

Ich mag ja gerne Salat, aber nur Grünzeug mit Dressing ist mir zu langweilig. Für mich muss Salat muss auch immer eine herzhafte, wenn auch nicht unbedingt schwere Facette haben. Das Speck-Champignon-Dressing hier erfüllt für mich die Voraussetzungen, einen Salat zum Hauptgericht werden zu lassen. Es schmeckt besonders gut zu Salaten mit ordentlich Geschmack, wie zum Beispiel Rucola oder Feldsalat.

Nur mal so ... (Teil 33)

Man ist seitens eines Unternehmens an mich herangetreten und hat angefragt, ob ich - gegen ein angemessenes Entgelt natürlich - auf meinem Blog nicht ein paar positive Worte über ein neues Spülmittel verlieren könnte. Natürlich fühlt man sich da geschmeichelt, wenn ein Unternehmen denkt, der Blog wäre so einflussreich. Auf der anderen Seite ist das natürlich Bestechung und ich werde meine Seele sicher nicht für Geld verkaufen. Bei aller Liebe, ich möchte gerne unabhängig sein. Immerhin habe ich moralische Vorstellungen, die nicht mit Geld zu bezahlen sind. Meine Prinzipien sind da fest und stark - genauso stark und kraftvoll wie Dish-o-clean, das neue Spülmittel aus dem Hause Cleanwash, das auch gröbste Verschmutzungen und eingebranntes Fett ohne viel Schrubben von Tellern und Kochgeschirr entfernt ...

Dienstag, 7. April 2015

Entrecôte vom Simmentaler Weiderind


Simmentaler Weiderind von guter Qualität ist keine wirklich billige Angelegenheit, aber man kann nur soviel Qualität aus einem Gericht herausholen, wie man hineinsteckt. Alchemisten haben nie geschafft, aus Blei Gold zu machen und minderwertige Zutaten ergeben nun mal zusammen kein zufriedenstellendes Ergebnis. Ob gut auch immer teuer sein muss, ist eine komplett andere Frage. Im Fall von Steak muss ich jedoch sagen: ja, Qualität hat ihren Preis.

Kräuterseitlinge in Rahmsauce


Pilze sind lecker, wenn sie zwei Dinge bekommen: Röstaromen und feine Säure. Sahne kann auch nicht schaden und Kräuter sind immer ein willkommener Zusatz. Thymian, Rosmarin, Salbei und besonders mein Lieblingskraut Estragon passen immer.

Rosmarinkartoffeln aus der Pfanne


So simpel, so gut. Kartoffeln und Rosmarin sind füreinander gemacht. Man kann sie natürlich im Backofen zubereiten, aber auch als Bratkartoffeln in der Pfanne. Hier brauchen wir auch keine Wahnsinnshitze, die Kartoffeln können, immer mal wieder gewendet, auf klienster Flamme vor sich hin garen. Am Ende werden sie dann innen schön wich und außen ordentlich knusprig. Außerdem haben sie so Zeit, das Aroma, dass Rosmarin und Knoblauch an das Öl abgeben, richtig aufzunehmen. Deshalb setzte ich die Kartoffeln auch auf, bevor ich mit Kurzgebratenem oder anderen Beilagen beginne. 

Estragonbutter



Heute ging es in meiner Küche mal wieder etwas reger zu. Obwohl wir den Tag mit Freunden und deren Kindern im kostenlosen Tierpark Olderdissen bei Bielefeld verbracht haben, blieb abends noch Zeit, ein paar leckere, wenn auch schnelle Dinge auf den Tisch zu zaubern. Die Kleine aß jedoch bei ihrer Freundin, so dass ich nur für zwei kochen brauchte.

Montag, 6. April 2015

Forsthaus Finkenborn (revisited)


Heute haben wir uns bei einem Waldspaziergang spontan entschlossen, das Osterwochenende stressfrei mit einem Restaurantbesuch ausklingen zu lassen. Nach den ganzen exotischen Mahlzeiten der letzten Wochen, stand uns der Sinn nach gut-bürgerlicher Küche und da ist im "normalen" Preissegment das Forsthaus Finkenborn in Hameln mit die erste Wahl. Das Restaurant war, wie meist, gut gefüllt, trotzdem bekamen wir sofort einen Tisch.

Sonntag, 5. April 2015

Osterbrunch 2015


Heute hatten wir einen kleinen, aber feinen Osterbrunch. Klein, da in den letzten Jahren immer viel zu viel übrig geblieben ist und einem die Sachen spätestens in der Woche nach Ostern aus den Ohren kamen.

Samstag, 4. April 2015

Nur mal so ... (Teil 32)


So, heute habe ich nur den Brunch für morgen früh so weit es geht vorbereitet. Heute Abend waren wir bei einem privaten Osterfeuer auf dem Reiterhof, wo das neue Pflegepferd / -pony der Kleinen steht.

Freitag, 3. April 2015

Thunfischragout auf hausgemachter Pasta


Dass es ausgerechnet heute Fisch gibt, ist weniger religiösen Gefühlen, denn dem Zufall geschuldet. Eigentlich wollte ich ja auch Sushi machen, aber die Gattin hatte darauf keinen Appetit. Also gab es ein einfaches Thunfischragout. Da gerade Ferien sind, war auch mal wieder Zeit, Pasta selbst zu machen. Das habe ich so lange nicht mehr geschafft, dass ich fast aus der Übung geraten bin. Das letzte Mal waren die Nudel zu dünn und ließen sich nicht al dente garen, da sie sofort von "roh" auf "matschig" übergegangen waren. Diesmal hatte die Pasta zwar einen schöne Biss, war aber insgesamt eine Spur zu dick. Das war nicht weiter schlimm, aber für das nächste Mal weiß ich dann wieder die optimale Einstellung.

Drei-Freunde-Salat (Yam Sam Sahai)


Elf Freunde sollt ihr sein, fünf Freunde lösen jeden Fall, aber um wirklich lecker zu sein, reichen drei Freunde völlig aus. Der alte Mann kocht weiter Thaifood und wird langsam zum Salatfan. Bei dieser pikanten Kaltspeise, die locker als Hauptgericht durchgehen kann, auch kein Wunder.

Da sollte mal jemand in Mullewapp Bescheid sagen, dass die Maus ausgetauscht werden muss, denn diese drei Freunde 
- Huhn, Schwein und Garnele - harmonieren viel besser zusammen. Geschmacklich zumindest, obwohl ich noch nie Maus gegessen habe. 

Der Rohkostanteil gibt dem Salat knackige Frische und das pikante, leicht scharfe Dressing rundet die Sache schön ab. Eine wahre Kraftbombe und sehr sättigend, trotzdem leicht und sommerlich.

Es handelt sich hier übrigens um ein weiteres adliges Gericht - nämlich "von gestern".

Thailändisch inspirierter Bratreis


Momentan poste ich mal wieder etwas zeitversetzt. Gestern die Suppe von vorgestern, heute der Reis von gestern, aber nach dem Essen war keine Zeit. Egal, es gibt ja kein Gesetz, das besagt, Gerichte müssten immer am Tag ihrer Entstehung veröffentlicht werden. Im Gegensatz zu wirklichem Essen haben digitale Fotos ja kein Verfallsdatum. Anders Menschen - ich stelle nämlich fest, dass ich in letzter Zeit immer wieder Dinge auf den Zutatenbilder vergesse. Muss der alte Mann sich Sorgen machen?

Donnerstag, 2. April 2015

Sauer-scharfe Garnelensuppe (Tom Yum Goong)


Ich bleibe meinem Thai-Thema treu (ich liebe Alliterationen) und koche Suppe. Das heißt, ich kochte Suppe, denn das geschah schon gestern, aber zu vorgerückter Stunde und danach hatte ich keine Zeit mehr, dieses Rezept mit der Weltöffentlichkeit zu teilen (Hallo Tokio, hallo Paris). Die späte Stunde mag auch als Entschuldigung für das wenig schöne Bild gelten. Die Belichtung war nicht mehr die Beste und so muss ich Farbstich und ISO-Rauschen hinnehmen. Auch der "bekleckerte" Rand sieht bei genauerer Hinsicht unschön aus. Das wird irgendwann noch mal gekocht und dann ein besseres Bild eingestellt.  

Nur mal so ... (Teil 31)


Es gibt so Dinge, die eigentlich keinen eigenen Eintrag verdienen, dennoch aber nicht unerwähnt bleiben sollen. Manche sind obskur, andere bieten Anlass zum Schmunzeln oder zeigen, dass der alte Mann manchmal einfach nicht mehr alle Latten am Zaun hat. Diese Dinge trage ich hier in loser Form unter der Rubrik "Nur mal so" zusammen. Was das Bild mit diesem Eintrag zu tun hat, erfahren wir weiter unten.

Mittwoch, 1. April 2015

Thailändische Chilipaste (Nam Prik Pao)


Thailändische Wochen bei Herrn Westerhausen. Gestern Rote Currypaste und ein Thai Curry mit Huhn und Garnelen, heute eine weitere essentielle Paste der thailändischen Küche und eine Suppe. Zu letzterer später. 

Tamarindenpaste


Tamarinde ist eine hierzulande kaum bekannte Frucht, in der fernöstlichen, südamerikanischen sowie afrikanischen Küche aber sehr beliebt ist. Auch wenn der Name darauf hinzudeuten scheint, handelt es sich nicht um eine "Rinde", sondern vielmehr um die arabische Bezeichnung für "Dattel aus Indien" (Tamr + Hindi). Auch das ist jedoch nicht ganz richtig, kommt der Baum, von dem diese Frucht stammt, doch ursprünglich aus Afrika. Und eine Dattel ist sie trotz ähnlicher Konsistenz auch nicht. Dies sei den Arabern aber verziehen, denn die Tamarinde fand schon früh ihren Weg von Afrika nach Indien.