Donnerstag, 23. April 2015

Nackensteaks vom Schwein in Paprikamarinade


Warum tut der Mensch sich so etwas an? Was denn? In Ordnung - ich muss weiter ausholen. Wir haben heute ein klein bisschen etwas zu feiern und aus diesem Anlass sollte mit Eltern, Schwiegereltern und so weiter gegrillt werden. Nichts Großes, nur ein paar Schweinesteaks und Würstchen, dazu ein schnöder Kartoffelsalat und etwas Baguette. Ich brauchte noch ein paar Kleinigkeiten und habe deshalb einen Supermarkt aufgesucht. Scheinbar wollten auch andere das schöne Wetter zum Anheizen der Kohle nutzen, denn die Einkaufswagen waren fast überall randvoll mit allerlei Grillgut.

Besonders beliebt scheinen eingeschweißte Nackensteaks in Paprikamarinade zu sein und hier kommen wir wieder zur Eingangsfrage: Warum tut der Mensch sich so etwas an? Warum bloß fragwürdiges Fleisch in fertiger Marinade kaufen, wenn es a) genauso künstlich schmeckt, wie die Zutatenliste vermuten lässt, b) teurer ist als selbstgemacht und c) vermutlich das Aufreißen der Packung länger dauert als das Anrühren einer eigenen Marinade.

Normalerweise wende ich bei Schweinesteaks ja meinen Dry Rub an, aber hier konnte ich dann nicht widerstehen und habe selbst eine Paprikamarinade angerührt.

  • 1,6 kg Schweinenacken ohne Knochen
  • 1/2 Tasse Paprikapulver (Schärfegrad nach Belieben, gerne auch gemischt)
  • 1/2 Tasse Öl
  • 1 - 2 Knoblauchzehen
  • Salz
  • Pfeffer
Das wars. Wer möchte gibt noch folgendes dazu:
  • 1 EL getrockneter Oregano
  • 1 TL Zucker
  • Zitronensaft

Ich habe noch einmal nachgeschaut, bei vier fertigen Nackensteaks in Marinade zahlt man einen Kilopreis von 9,97€. Bei meinem Nacken am Stück liege ich mit 8,99 pro Kilo deutlich niedriger und Nacken ist manchmal sogar noch günstiger zu bekommen. Gut, es ist Supermarktfleisch, aber schlechter als der Fertigkram auf gar keinen Fall.

Aus dem Nacken habe ich gut sieben Steaks geschnitten.


Öl und Paprikapulver vermischen, Knoblauch pellen und dazu reiben, mit Salz und Pfeffer abschmecken - fertig.


Nach Belieben Zucker, Oregano und ein paar Spritzer Zitronensaft dazugeben. 


Ich mariniere immer in Plastikbeuteln, aus denen ich alle Luft herausdrücke und die ich dann fest zuknote. 


Das Fleisch für ein paar Stunden, am besten über Nacht ziehen lassen.


Der oft gehörte Rat, man solle Fleisch nur einmal wenden, darf ins Reich der Fabeln verwiesen werden. 


Statt Blumen: zum zehnten Hochzeitstag ein Kartoffelherz. Liebe geht halt doch durch den Magen und die Knolle durfte geschält und gekocht ihren Platz in einem stinknormalen Kartoffelsalat einnehmen.


Natürlich kann man die Marinade zum Beispiel auch für Bauchfleisch, Minutensteaks oder andere Fleischsorten verwenden.

Kommentare:

  1. sehr lecker! darauf hätte ich auch total bock. bei mir darf ich noch nichtmal einen grill vor die tür stellen.

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    1. Das ist doof. Gibt es da keine öffentlichen Grillplätze für ein Grillpicknick?

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