Dienstag, 30. Juni 2015

Caramelle al sugo


Caramelle sind in Italien zum einen eine Art Bonbon - der Rheinländer wird das Wort unschwer erkennen - zum anderen aber auch eine leckere gefüllte Pasta, die eben wie diese lutschbare Süßigkeit geformt werden. Die schmeißt der Italiener natürlich nicht laut grölend seinen Mitmenschen aus fahrenden Kaspertheatern heraus an den Kopf, sondern allerhöchsten in einen Topf mit Salzwasser. Ob dabei geschunkelt wird oder ein Tusch aus dem Off erklingt, entzieht sich allerdings meiner Kenntnis.

Montag, 29. Juni 2015

Gefüllte Tintenfischtuben


Der Tintenfisch ist in vieler Hinsicht ein zäher Zeitgenosse, leider auch oft in kulinarischer Hinsicht. Das liegt an der Beschaffenheit seines Proteins. Dieses besteht nämlich aus sehr langen "Ketten". Einfach ausgedrückt beginnen sich diese Eisweißfäden beim Kochen zu vertüdeln, so dass das Fleisch nicht zarter, sondern eher zäher wird. Erfahrene Fischer im Mittelmeerraum haben da eine recht rustikale Vorgehensweise, um diesem Problem Herr zu werden. Das Meerestier wird einfach solange gegen eine Hafenmauer geschlagen, bis es mürbe ist, sprich die Proteinketten durch rohe Gewalt zerstört wurden. Alternativ darf Tinti in einer Art Waschmaschinentrommel, die mit Kieselsteine gefüllt ist, Karussell fahren. Grundsätzlich bin ich ja nun ein Verfechter frischer Ware, aber ich habe hier die Beobachtung gemacht, dass das Einfrieren von Tintenfischtuben auf die Textur des Tentakeltieres scheinbar eine ähnliche Wirkung hat, wie mehrfacher Kontakt mit einer Hafenmauer. Vermutlich helfen die Eiskristalle, die sich beim Gefrierprozess zwangsläufig bilden, die Zellen, beziehungsweise Proteinketten zu zerstören. Bei Erdbeeren eher unerwünscht, hier aber scheinbar ein zielführender Nebeneffekt. Man möge mich eines Besseren belehren, aber ich habe schon einige zähe frische Tuben gehabt, aber bei absolut gleicher Zubereitung noch nie eine gummiartige Gefrorene. Das kann natürlich Glück gewesen sein. Letztlich muss jeder selbst wissen, was er verwendet.

Lachs im Päckchen


Man muss auf einem Grill nicht alles in infernalischer Hitze braten. Auch andere Garmethoden sind möglich, selbst, wenn man nicht über einen Grill mit Deckel verfügt. Ich gare oft Lebensmittel in Folienpäckchen, besonders wenn es sich um zarte Ware handelt, die bei zu starker direkter Hitze trocken werden könnte. Lachs ist so ein Kandidat. Anders als in der Pfanne, wo ich ständig Butter über den Fisch löffele, ist das Garen auf dem Grill dem rosa Gesellen, insbesondere in Filetform, nicht immer zuträglich.

Gegrillte Riesengarnelen Cajun Style


Es soll ja auch in meinem Bekanntenkreis Menschen geben, die der Welt der Meeres- und Flussbewohner kulinarisch so gar nichts abgewinnen können. Diese Zeitgenossen werde ich mit meinen heutigen Beiträgen nicht hinter dem Ofen hervorlocken können. Im Gegenteil, vermutlich treibe ich sie sogar erst dahinter. Aber selbst schuld, ich möchte auf dies wichtige Proteinquelle nicht verzichten und auch Omega-3 Fettsäuren kommen mir in meinem nicht vorhandenen Ernährungsplan immer wieder recht. Heute habe ich mich unter anderem für Riesengarnelen nach Cajun Art entschieden. Auch Fisch könnte man gut auf diese Weise zubereiten, stilecht am besten Wels, weil dieser dem amerikanischen catfish am nächsten kommt.

Sonntag, 28. Juni 2015

Bratenbüffet



Zum Geburtstag der Gattin gab es dieses Jahr ein kleines Büffet mit Braten und verschiedenen Beilagen, wie Gurkensalat, Krautsalat, selbstgebackenem Brot mit verschiedenen Buttervariationen (Sesam-, Röstzwiebel und Kräuterbutter) und Kartoffeln mit Kräuterquark.

Sesambutter



Diese Butter mache ich schon seit Jahren gerne zum Grillen oder für Büffets. Warum ich aber bisher hier kein Rezept stehen habe, ist mir ein Rätsel. Gut, es gibt im Leben schlimmere Versäumnisse und dieses hier ist recht schnell aus der Welt zu schaffen. Dies sei hiermit geschehen.

Samstag, 27. Juni 2015

Knackiger Gurkensalat


Die Gattin wünschte sich anlässlich ihres Geburtstagsbüffets einen einfachen Gurkensalat. Kein Problem, nur ... na ja, ich muss gestehen, ich habe in meinem Leben noch nie einen Gurkensalat zubereit, von den dänischen Gurken für Hamburger einmal abgesehen. Aber es gibt ja immer ein erstes Mal und ein Gurkensalat ist ja auch nicht gerade Quantenphysik.

Landbrot


Die Gattin hat Geburtstag und so trifft sich der engere Familienkreis heute bei uns, um diesen Tag gebührend zu begehen. Das Wetter erlaubt einen Einsatz des Grills kaum, also musste ein Alternativkonzept erstellt werden. Es wurde also die Entscheidung getroffen, den Gästen eine Art Büffet mit Braten, Salaten und verschiedenen Buttervariationen anzubieten. Da Butter, als streichbare Substanz, gerne eine Trägermasse in Form einer unter Hitzeeinwirkung verarbeiteten Getreidebreizubereitung - sprich: Brot unter sich hat, machte ich mich daran ebendieses höchstselbst zu backen. Man erinnert sich, mein Vertrauen in die Bäckerzunft ist teilweise gestört, seitdem ich weiß, dass in den meisten Backstuben auch renomierter Meisterbetriebe einfach nur fertig gekaufte Mehlmischungen mit Wasser verrührt und abgebacken werden. Das will ich aber nicht, zumal ich auch nicht weiß, was da so alles mitgebacken wird, obwohl es in gutem Brot nichts zu suchen hat.

Freitag, 26. Juni 2015

Schnelle Pasta mit Hähnchen, Zucchini und Tomaten


Es ist geschafft, die Sommerferien 2015 sind zumindest in Nordrhein-Westfalen ausgebrochen. Das bedeutet zwar nicht, dass ich ganz ohne Arbeit den ganzen Tag Däumchen drehen kann, aber ein wenig Abstand gewinnen liegt schon drin. Außerdem gibt es rund um Haus und Hof immer etwas zu tun. Diese liegen ja bekanntlich in Niedersachsen. Das ist nun dahingehend misslich, dass der Rest der Familie erst ein paar Wochen mit den Ferien beginnt. Andererseits können ein paar Tage Ruhe auch nicht schaden. Mal sehen, wie sich das temporäre Plus an Freizeit hier auf dieses Blog auswirken wird.

Donnerstag, 25. Juni 2015

Pizza "Dragon & Phoenix"


Schwiegereltern hatten mich neulich beim Ansetzen eines Pizzateiges beobachtet und den bescheidenen Wunsch geäußert, auch einmal eine Pizza von mir serviert zubekommen. Da ich die besten Schwiegereltern der Welt habe und gegen Abend auch wieder essen konnte, bin ich heute dem Wunsch gerne nachgekommen.

Willkommen in der Zukunft


Nachdem der heutige Tag unschön mit blöden Zahnschmerzen begann, hatte ich nach Behebung des Problems das dringende Bedürfnis, mich belohnen zu müssen. Der Urlaub steht vor der Tür und ich hatte ohnedies das Gefühl, der Belichtungsmesser meiner alten Canon Bridgekamera würde mich so langsam im Stich lassen, also habe ich kurzentschlossen den Schritt in die spiegelreflexe Welt gewagt. Ich weiß, die wirkliche Zukunft gehört den rein digitalen Systemkameras, aber mit denen kann ich mich schon haptisch nicht recht anfreunden. Ich habe mich zum Einstieg für eine Canon 700d als Kit mit einem 18-55 mm IS STM Objektiv entschieden. Hier war neben der Tatsache, dass ich Canon von der Bedienung her gewohnt bin, der Preis das entscheidende Kaufargument. In der Kassenschlange vor mir waren dann auch mindestens drei Kunden, die heute scheinbar die gleiche Entscheidung für ihr zukünftiges fotografisches Leben getroffen haben.

Mittwoch, 24. Juni 2015

Nur mal so .... (Teil 38)


Das Schuljahr hier in Nordrhein-Westfalen neigt sich langsam aber sicher dem Ende entgegen. Die Konferenzen sind gelaufen und im Grunde müssen die Zeugnisse nur noch unterschrieben und Freitag ausgeteilt werden.

Gestern war Sportfest. Da machen die Jahrgänge 5 - 7 Bundesjugendspiele mit Laufen, Springen und Werfen, während die Achter und Neuner sich bei Turnieren im Fußball, Völkerball und Basketball messen. Meine Stammgruppe - so heißen die Klassen bei uns - hat im Basketball alle anderen geradezu vom Platz gefegt (20:0. 33:2 und 24:0 plus ein Spiel ohne Gegner - über die zwei Gegenpunkte müssen wir aber noch einmal reden) und auch im Völkerball hatten die anderen keine Chance. Im Fußball sah es nicht ganz so gut aus, trotzdem sind wir, die 8c, Jahrgangsbeste geworden.

Dienstag, 23. Juni 2015

Kohlrabi-Currycremesuppe


Da wettermäßig jetzt offiziell der Herbst 2015 begonnen hat, kann ein deftiges, aber dennoch vegetarisches Süppchen nicht schaden. Ich weiß, über das Wetter meckern ist gnadenlos "out", aber so ist der alte Mann halt.

Suppe mag ich eigentlich lieber als klare Brühe mit Einlage, aber hin und wieder darf es, zur Freude der Gattin, auch ruhig einmal sämig sein. Die Wahl des geschmackgebenden Gemüses fiel diesmal auf Kohlrabi. Den hatte ich eigentlich eher für die Meerschweine gekauft, aber wenn die zu viel davon essen, kommt es oft zu unkontrollierten Gasverpuffungen. Die Tiere leben zwar draußen im Freigehege, aber was sollen die Nachbarn denken, wenn es hinter dem Gartenzaun immerzu knarzt und knattert ...

Montag, 22. Juni 2015

Cannelloni mit Hackfleischfüllung


Ich liebe Pasta, egal ob als Tellergericht, Einlage in Suppen oder aus dem Ofen. Für eine gute Lasagne lasse ich so ziemlich alles andere stehen. Ähnlich geht es mir mit Cannelloni, jenen gefüllten Nudelröhren, die ja eigentlich auch nichts anderes, als aufgerollte Lasagneplatten sind. Cannellonipasta kann man kaufen, aber wer jemals versucht hat, diese Dinger irgendwie vernünftig zu füllen, wird mir recht geben: die Mühe lohnt nicht. Entweder läuft die Füllung am hinteren Ende wieder heraus, wenn man vorne etwas hineinstopft, oder es lässt sich gar nichts richtig hineinstopfen und es bleiben große unbefüllte Löcher in der Mitte. Wenn man zu fest nachdrückt, zerspringt die fragile Röhre in exakt 6,23 Milliarden Einzelteile und man darf die Küche renovieren. Das ist, so hätte mein lieber Opa jetzt gesagt, eine Arbeit für jemanden, der Mutter und Vater totgeschlagen hat.

Sonntag, 21. Juni 2015

Risotto mit Pfifferlingen


Heute ist Sommeranfang. Sagt der Kalender. Ein Blick aus dem Fenster lässt aber eher auf Herbst tippen. Da ist ein Pilzgericht sicherlich nicht fehl am Platze. In der Saison sammeln wir selbst, und gestern habe ich tatsächlich auch Pfifferlinge gefunden - zwar nicht im Wald, aber immerhin an der Gemüsetheke. Ich liebe diese Pilze, esse sie gekauft aber selten und je weiter östlich ihr Herkunftsort liegt, desto mehr meide ich sie seit 1986. Aber hin und wieder darf man sich mal etwas gönnen, damit Herz und Seele strahlen. Vor Freude natürlich.

Schokokeksriegel mit Karamell


Wer wie ich seine Kindheit gegen Ende des ausgehenden Pleistozäns verbracht hat, wird sich erinnern: Urlaubsfahrten ohne Sicherheitsgurt, Broccoli unbekannt, Telefone mit Schnur und Wählscheibe und ständig wurden Sippenmitglieder von Säbelzahntigern gefressen. Das gute war, das es einen leckeren Schokoriegel gab, der "Raider" hieß. Und weil damals keiner Englisch konnte, wurde das "Reider" ausgesprochen und nicht, wie der Anglist in mir anmahnen möchte, "Räder". Aber damals war das egal. Mehr zu diesem Thema hier. Der Riegel heißt jetzt anders, ist aber deshalb nicht minder lecker. Anders bei seinem "galaktischen" Kollegen, der früher mit brauner Füllung eindeutig leckerer war, als heute mit weißer.

Shortbread Fingers


Wenn man an fremdländische Köstlichkeiten denkt, ist Schottland sicherlich mit die letzte Region, die einem hier in den Sinn kommt. Gut, der Whiskykenner wird von unvergleichlich torfigen Single Malts schwärmen und hartgesottene Zeitgenossen Haggis lobend erwähnen - jene Schafsmägen, gefüllt mit Weizengrütze und so ziemlich allem anderen, was sonst noch im Schaf zu finden war - aber dann wird es schon eng. Über kulinarische Grausamkeiten wie frittierte Schokoriegel decken wir mal gnädig den Mantel des Schweigens. Aber halt, es gibt doch noch etwas, für das die Schotten berühmt sind: Shortbread, jene mürbeteigig-keksartige Orgie aus Butter, Butter, Zucker, Butter, Mehl und vor allem, Butter. Auch Butter sollte an dieser Stelle nicht unerwähnt bleiben. Aber welcher Mürbeteig lässt sich schon ohne herstellen und heimische Spritzgebäck ist ja auch nicht gerade ohne.

Samstag, 20. Juni 2015

Goodbye, Spargel ...

Der König ist tot, lang lebe der König!

Der König der Gemüse erreicht so langsam das Ende seiner Saison. Am Mittwoch ist alles vorbei. Dann ist zwar nicht Aschermittwoch - mir als Norddeutschem ohnehin recht schnuppe - aber dafür Johannistag und der markiert traditionell das Ende der Spargelzeit. Grund genug, der edlen Stange heute einen würdigen Abschied zu bereiten. Aber vielleicht kommt es ja anfangs nächster Woche doch noch einmal zu einem allerletzten Geleit ...

Crema Catalana


"Möchten sie noch eine Crème Brûlée zum Nachtisch?" - "Nein danke, ich mag es nicht, wenn mich mein Nachtisch anschreit." Genau aus diesem Grunde gibt es heute keine Crème Brûlée, sondern deren spanische Schwester, die Crema Catalana, oder "gebrannte spanische Creme". Da diese im Topf angerührt und nicht im Waserbad im Ofen gegart wird, hat man hier eine gewisse Sicherheit, was den Garzustand und Stockungsgrad der Eiermischung angeht. Die spanische Crema ist damit einfacher herzustellen als die französische Crème, geschmacklich jedoch nicht minder lecker.

Karamell-Sahne Soße


Ich brauchte heute eine schnelle Karamellesoße. Dabei wurde mir mal wieder eines klar: es gibt so Dinge, um die immer ein Gewese gemacht wird, das man eingeschüchtert denkt, wie wunders schwer das wohl sein mag. Hollandaise ist so eine Sache, vor der auch manch gelernter Koch einen Heidenrespekt hat. Oder eben Karamell. Habe ich bisher als Sauce auch noch nie gemacht, nur als Bezug für gebrannte Mandeln oder als Grundlage für Mao Tsetungs Lieblingsessen. Warum sollte also eine Karamellsoße (Sauce oder Soße - ich kann mich nie entscheiden) schwieriger sein? Da gilt bei mir nach wie vor der Satz "Alle haben immer gesagt, das geht nicht. Dann kam einer, der das nicht wusste und der hat das dann einfach gemacht."

Freitag, 19. Juni 2015

Toskanisches Hackfleischragout


Wenn jemand behauptet, er habe ein "toskanisches Originalrezept für Bolognese", dann sollte man ganz schnell weglaufen. Oder einen Arzt rufen. Oder beides. Am besten einen, mit Geographiekenntnissen. Bologna liegt nämlich in der Emilia-Romagna, ja, ist sogar die Hauptstadt dieser Provinz und damit in etwa so toskanisch, wie Düsseldorf niedersächisch oder München hessisch ist. Bei meinem Ragù alla Bolognese kenne ich dann auch keinen Spaß und halte mich sklavisch genau an die Vorgaben des bei der Industrie- und Handelskammer in Bologna hinterlegten ricetta tradizionale, das einer Norm entspricht und genau festlegt, was in eine echte Bolognese darf und was nicht. Da können noch so viele Leute in ihren "originalen Rezepten" schreiben, was sie wollen, aber Tomaten und Kräuter, ja sogar Knoblauch, haben in einer Bolognese nichts verloren. Und der Kochwein muss auch weiß und nicht rot sein. Da hilft auch die Oma in der Toskana nicht, die Bolognese angeblich immer so kocht, der Oma aus Bologna sollte man da mehr trauen.

Mittwoch, 17. Juni 2015

Spinat-Spargel Quiche


Toll, wenn gerade solche leckeren Gemüse wie Spargel und Spinat gleichzeitig Saison haben. Da liegt es ja förmlich auf der Hand, beide in einem Rezept zu vereinen. Eigentlich schwebte mir ja eine Pizza vor, dann entschied ich mich aber doch für eine Quiche. Keine schlechte Entscheidung und was die Pizza angeht: aufgeschoben ist ja nicht aufgehoben.

Montaditos mit Zucchini, Ziegenfrischkäse und Orangenmarmelade


Hier eine schnelle und unkomplizierte Leckerei, die ich neulich auf einem Blog entdeckt habe und mich sofort entschied, das nachzumachen. Montadito - das ist die spanische Variante des Canapés. Normalerweise handelt es sich hierbei um kleine Happen, Tapas nicht unähnlich, die auf Brotstücken serviert werden. Hier jedoch dient die Zucchini als Brotersatz. Die Häppchen sind im Handumdrehen gemacht, sehen phantastisch aus - besonders auf Büffets - und schmecken zudem auch noch lecker.

Dienstag, 16. Juni 2015

Lachs und Spinat auf hausgemachter Tagliatelle



Wann immer ich die Zeit habe, mache ich meine Pasta selbst, denn es stimmt: frische, hausgemachte Pasta ist einfach unschlagbar. Mit etwas Übung geht die Nudelproduktion sogar recht flott von der Hand und wenn man beim Bemehlen der Arbeitsfläche, beziehungsweise Teigwaren etwas aufpasst, hält sich auch die Sauerei in Grenzen. Gut, da haben die Gattin und ich oft divergierende Schmerzgrenzen, aber irgendetwas ist ja immer und das fertige Produkt entschädigt zum einen und rechtfertigt zum anderen auch eine Extrarunde mit Staubsau und Feudel.

Crème Brûlée (revisited)


So Stück für Stück versuche ich, alle bisherigen "Fails" auszumerzen. Heute war die Crème Brûlée dran, bei der mir beim letzten Mal die charakteristische Karamellschicht wegen zu großer Hitze bitter geworden ist.

Montag, 15. Juni 2015

Bratenburger


Wie die Dinge so sind, Zeit ist Mangelware. Da zahlt es sich aus, dass ich gestern schon für heute vorgesorgt habe und im Prinzip nur rasch ein paar Dinge zusammen schmeißen musste und so zu einem schnellen, aber nichtsdestoweniger leckeren Essen zu kommen.

Sonntag, 14. Juni 2015

Japanische Schnitzelrolle mit Gemüse


Noch so ein Fall von Resteverwertung. Ich hatte noch ein Schnitzel von meinen Souvlákis übrig. Das sollte natürlich nicht umkommen. Mit einem Schnizel kommt man aber erfahrungsgemäß nicht weit, besonders, wenn es ein recht kleines ist. In diesem Fall nutze ich gerne die Gelegenheit, zu experimentieren: Wenn das dann daneben geht, ist es bei einem Schnitzel nicht ganz so schlimm, als wenn man vierzehn hungrige Gäste am Tisch sitzen hat, aber das komplette Schwein entsorgen muss, weil man sich "verkocht" hat.

Nackenbraten vom Schwein mit Ahornsirup-Glasur


Die besten Sachen entstehen oft nur, weil Gevatter Zufall seine Finger im Spiel hat. Ich hatte für ein familiäres Grillfest einen Nackenbraten gekauft, den ich zu Steaks verarbeiten wollte. Dazu ist es dann irgendwie nicht gekommen, unter anderem, weil ich genug anderen Kram hatte. Also stand ich heute mit 1400 Gramm Schweinenacken da, der verarbeitet werden wollte. Für heute waren noch Reste von gestern über, also dachte ich mir, ich könnte den Braten zubereiten, aufschneiden und morgen kalt auf Brot oder als Sandwich zu mir nehmen. Ich war mir nur nicht ganz schlüssig, wie. Nach langem Zaudern entschied ich mich für eine Glasur mit Ahornsirup, in etwa so, wie die Barbecuesauce für die Rippchen, allerdings ohne Raucharoma, denn davon ist die Gattin keine wirkliche Freundin.

Samstag, 13. Juni 2015

Smoky Spare Ribs ohne Smoker


Diesmal greifen wir ein Rezept vom Mai auf, erweitern es aber noch ein bisschen. Damals gab es Rippchen mit einem Kaffee-Rub. Diesem haben wir heute zu einer rauchigen Note verholfen, um so ein wenig das Garen in einem Smoker zu simulieren.

Souvlaki vom Schwein (Suflaki)


Gestern war hier im Blog lau, in der Küche hingegen ganz und gar nicht. Ich stand für eine Geburtstagsparty am Grill und habe Burger am Fließband fabriziert.

Donnerstag, 11. Juni 2015

Pizzarollen mit Spargel


Solange es frischen Spargel gibt, sollte man dies ausnutzen. Bei den schier unendlich vielen Möglichkeiten, das feine Gemüse zuzubereiten, wird dies auch kaum langweilig. Heute habe ich einfach die Reste des gestrigen Pizza-Abends aufgebraucht und eine leckere - ja was eigentlich? Vorspeise? - geschaffen. Knusprige Pizzahülle, würzige Füllung und knackiger Spargel - eine tolle Kombination.

Mittwoch, 10. Juni 2015

Pizza mit gegrilltem Gemüse und Schafskäse


Gestern gab es ja einen leckeren Gemüseteller, unter anderem mit gegrillten Auberginen und Zucchini. Davon hatte ich extra mehr gemacht. Der Plan war nämlich, eine Pizza damit zu belegen. Es blieb natürlich nicht beim Plan allein, dieser wurde heute auch in die Tat umgesetzt, getreu dem Motto: ein Mann, ein Wort. Das Ergebnis konnte sich sehen und schmecken lassen. Das Gemüse, zusammen mit einem leckeren Rucola-Pesto und etwas Schafskäse ist eine Wucht und die Pizza schmeckt vor allem nach einem: nach mehr.

Dienstag, 9. Juni 2015

Gemischter Gemüseteller mit Joghurtsauce


Der Frühling kommt so langsam in die Gänge und auch meine Küche wird - wenn auch weitgehend unbewusst, trotzdem aber merklich - leichter. Ich glaube, ich habe es schon einmal erwähnt: für einen bekennenden Fleischfanatiker wie mich, ist es selbst überraschend, wie viele vegetarische Dinge ich hier schon gepostet habe. Ein Blick auf die Labels zeigt meinem alterstrüben Auge, dass fleischlose Gerichte hier sogar bei weitem die größte Kategorie darstellen - und das mit immerhin 186 Einträgen, diesen hier mitgezählt.

Montag, 8. Juni 2015

Pilzpfanne


So, da haben wir mal wieder ein weiters Jahr abgesessen, aber Aussicht auf vorzeitige Entlassung gibt es momentan nicht. Man wird älter, vielleicht auch weiser, aber vom Kochen haben wir noch lange nicht genug. Vermutlich wird der Wahnsinn noch lange weitergehen und ich habe auf meiner to do Liste noch genug Dinge für die nächsten 45 Jahre.

Natürlich musste ich heute arbeiten - mündliche Prüfungen - und so war schon halb sechs, als ich nach Hause kam. Bei der schnellen Sichtung von Gemüsefach und Kühlschrank fiel mein Blick auf verschiedene Pilze. Mit denen verhält es sich bekanntlich anders als mit mir, die werden nämlich mit fortschreitendem Alter nicht besser *hüstel* - im Gegenteil. Viele Lebewesen ahnen ja, wenn ihre Zeit gekommen ist und auch meine fungiiden Freunde sahen mich mit einem derart bettelnden "bitte, bitte, verarbeite uns schnell" Ausdruck an, dass ich einfach nicht nein sagen konnte.

Sonntag, 7. Juni 2015

Sushi & Co


Wer diesen Blog verfolgt, weiß, das ich kaum Sachen doppelt mache. In der Regel bin ich um Abwechslung bemüht, aber es gibt Dinge, die werden von der Familie immer wieder verlangt. Sushi in allen Variationen gehört dazu. Heute mit Thunfisch und Lachs, ein paar vegetarische Rollen waren auch dabei. Die Kleinen aus einem halben Noriblatt machen mir von der Symmetrie immer noch ein paar Probleme, ich glaube, ich packe die zu voll. Aber wer mich kennt weiß, dass ich nie locker lasse, bis ich meine Ziele erreicht habe.

Nur mal so ... (Teil 37)


Man möchte, frei nach Wilhelm Busch ausrufen:
Guckste wohl! Jetzt ist's vorbei

Mit der Hühnerkuschelei.
Sollte irgend jemand meinen Blogeintrag vom 22. Dezember letzten Jahres wirklich gelesen haben? Wir erinnern uns: Damals fragte ich mich, warum auf dem Eierkarton das Bild einer blonden Dame im Unterhemd zu sehen ist, die ein Huhn kuschelt.

Melonenkaviar

 

Auch wir wollen gerne zum Bildungsbürgertum beitragen und stellen deshalb heute einmal ein Schiller Zitat voran:

"Der Mensch spielt nur, wo er in voller Bedeutung des Wortes Mensch ist, und er ist nur da ganz Mensch, wo er spielt."
Gemeint sind hier weniger Black Jack oder einarmige Banditen, sondern vielmehr das Zusammenspiel von "Leben" und "Form", das ästhetisch-künstlerische Spiel mit der Schönheit also - das höchste Glück als "Zustand der höchsten Ruhe und der höchsten Bewegung". Das klingt jetzt fast schon ein wenig nach Zen, ist aber zum einen aus Schillers Werk "Über die ästhetische Erziehung des Menschen" und zum anderen der Grund, warum ich Schiller jederzeit dem Kollegen Goethe vorziehe.

Samstag, 6. Juni 2015

Dolmas - gefüllte Weinblätter


Wenn es beim ersten Mal nicht funktioniert, nicht aufgeben und noch mal probieren. Das gilt so ziemlich für alles, außer vielleicht fürs Fallschirmspringen. Mein letzter Versuch, gefüllte Weinblätter zu machen war dann auch echt griechisch, mit anderen Worten: eine einzige Pleite. Das konnte ich natürlich nicht auf mir sitzen lassen, also bin ich die Sache noch einmal angegangen.

Freitag, 5. Juni 2015

Rou Jia Mo - geschmortes Rindfleisch im Brötchen


Hier habe ich noch ein Wahnsinnsrezept, das Freunde der authentisch chinesischen Küche das Herz höher schlagen lässt. Rindfleisch, so butterzart, dass es von selbst auseinander fällt, wenn man es nur scharf anguckt. Dazu luftige Buns und leckere Saucen. Man könnte meinen, man hätte die chinesische Variante des amerikanischer Slow-Food Klassikers Pulled Pork vor sich. Dummerweise haben die Chinesen dieses Gericht schon Jahrhunderte vor der Zeitenwende erfunden und zart geschmortes und in Brötchen gefülltes Fleisch gehört damit wohl zu den ältesten Varianten des "street food" überhaupt.

Gedämpfte Kohlwickel mit herzhafter Füllung


Heute Abend sind wir zum Spargelessen eingeladen, deshalb wird nicht selbst gekocht. Macht aber nichts, denn ich habe von gestern noch zwei Kleinigkeiten, über die berichtet werden soll. Zum einen hätten wir hier leckere chinesische Kohlrouladen mit einer herzhaften Hackfleisch-Garnelenfüllung. Diese werden in China gerne als dim sum gereicht, Dabei handelt es sich um urspünglich aus Kanton stammenden Kleinigkeiten, die besonders in Teehäusern angeboten werden und gerne zum Frühstück, Mittags oder Nachmittags als Snack oder Zwischenmahlzeit gegessen werden. Oft handelt es sich hier um gefüllte Geschichten. Die bei uns als Vorspeise beliebte Frühlingsrolle ist ein gutes Beispiel für ein dim sum Gericht. 

Donnerstag, 4. Juni 2015

Durchsichtige Frühlingsrollen


Wenn man das Wort "Frühlingsrolle" hört, denkt man wahrscheinlich zunächst an etwas Frittiertes. Das ist zwar lecker, aber auch nicht gerade kalorienarm. Dass es auch anders geht, kann man in der vietnamesischen Küche erfahren. Dort gibt es nämlich gefüllte Rollen (bánh cuốn) aus Reispapier - die ungegart und somit kalt serviert werden. Wer meint, das wäre langweilig oder gar fade, der irrt gewaltig. Mit einer leckeren Füllung und Saucen zum Dippen, schmeckt dieser durchsichtige Snack mindestens genauso gut, wie die gewohnte Variante. Im Sommer finde ich die kalte Rolle sogar leckerer, weil wesentlich leichter.

Fernöstliche Dips


Heute soll es ein wenig chinesisch/vietnamesisches Fingerfood geben und dazu brauche ich natürlich Dipsaucen - süß-sauer, süß-scharf und pikant-nussig. Natürlich kann man so etwas auch fertig kaufen, dann empfiehlt es sich aber, die Etiketten genau zu studieren. Dies ist aber nicht immer so einfach, wie es klingt. Oftmals braucht zum Entziffern nämlich ein abgeschlossenes Hochschulstudium in Chemie. Klar, man kann diese Saucen laut Auskunft der Gesundheitsämter bedenkenlos verzehren, für das Entsorgen der leeren Flaschen hingegen braucht man dann eine Genehmigung zur Gefahrstoffbeseitigung. Im schlimmsten Fall kann man sich durch bloßen den Besitz solcher Saucen einem Verstoß gegen die Genfer Konventionen schuldig machen. Das muss zwar dann jeder selbst vor seinem Gewissen verantworten, ich hätte aber nicht so gerne eine ISAF Truppe in meinem Garten. Allein deshalb verzichte ich auf den Besitz solcher Massen-Verekelungs-Waffen (Weapons of Mass Disgusting).

Mittwoch, 3. Juni 2015

Tortilla für Wraps (und eine schnelle Salsa)


Das Hähnchen Sandwich mit Guacamole ist gestern bei der Familie so gut angekommen, das heute lauthals und mehr als eindringlich nach Nachschlag verlangt wurde. Dagegen war kein Ankommen - und wer bin ich, dass ich mich gleich mit zwei Damen anlege - und so habe ich mich meinem Schicksal gefügt. Nicht ungerne, sollte ich hinzufügen.

Dienstag, 2. Juni 2015

Sandwich mit Hähnchen und Guacamole


Das passiert, wenn ich mal keine Zeit oder keine Lust zum Kochen habe: ich nehme ein paar Zutaten und manche Sandwiches oder Salat. Oder beides.

Montag, 1. Juni 2015

Kaffee gebeizter Lachs


Hier ist etwas, das ich schon seit Jahren ausprobieren wollte, aber nie dazu gekommen bin: Lachs mit Kaffee gebeizt. Ich habe das irgendwann einmal auf der Speisekarte eines "feineren" Restaurants gesehen und mir gedacht, dass es so schwer nicht sein kann. Das Experiment hier hat diese Einschätzung bestätigt. Das Ergebnis ist ein feiner Lachs, der wirklich nach Lachs schmeckt und nicht nach Rauch. Die leichte Kaffeenote unterstreicht den Eigengeschmack des Fisches und lässt meines Erachtens auch fettere Teile im Mund weniger "tranig" erscheinen. Vielleicht sollte ich das Ganze irgendwann noch einmal mit Heilbutt wiederholen.

Kartoffel-Blumenkohlgratin


Kartoffelaufläufe gibt es viele. Auch wir hatten hier schon einige Klassiker, wie zum Beispiel das beliebte Gratin Dauphinois oder das nicht mindere leckere Pommes de terre Boulangères. Den Kartoffelauflauf heute habe ich mit einem Blumenkohlpüree gratiniert. Das ist lecker, recht kalorienarm und nicht so pampig, wie mit Béchamelsauce.