Freitag, 31. Juli 2015

Abenteuer Wildnis VII - Pfannkuchen mit gewoktem Queller und Nordseekrabben


Jetzt ist die erste Woche fast um und der halbe Urlaub vorüber. Wir haben anfangs Orkanböen im dreistelligen Geschwindigkeitsbereich, sowie monsunartigen Wolkenbrüchen getrotzt - und das im Zelt. Letzteres hat stand- und viel besser dichtgehalten und unsere Stimmung ist ungetrübt. Zum Ende der Woche wurde das Wetter auch immer besser und wir konnten auch schon baden. So auch heute, wo der Wellengang moderat und das Wasser erfrischend, aber nicht schockgefrierend war.

Donnerstag, 30. Juli 2015

Abenteuer Wildnis VI - Steffis Bolognese


Da rühmt man sich damit, die originalste aller originalen Bolognesen zu kochen, verwendet nur die traditionellsten Zutaten, steht stundenlang am Herd und investiert so viel Zeit und Liebe, dass es jeder nonna in Bologna vor Freude schwindlig werden würde und dann das: "Papa, sei nicht böse, aber ich mag Steffis Bolognese irgendwie lieber". Aber ich liebe meine Kleine trotzdem noch und Steffis Bolognese ist zwar nicht original, aber trotzdem auch lecker. Ich bleibe dennoch bei "meinem" Rezept und überlege, ob ich den Gaskocher doch noch mal sechs Stunden dafür laufen lasse. Mal schauen ...

Mittwoch, 29. Juli 2015

Abenteuer Wildnis V - Gegrilltes Kräuterkotelett


"Er zählt die Häupter seiner Lieben ..." und schon wieder haben wir Schiller zitiert. Warum? Nun, ich bin auf einen Fehler im gestrigen Blogeintrag hingewiesen worden, "Fünf Kinder und vier Erwachsene" steht da zu lesen. Unsere Freunde haben drei Kinder mitgebracht und wir das Einzige, von dem zumindest ich Kenntnis habe. Es hätte also "vier Kinder und vier Erwachsene" heißen müssen. Aber ich bin ja auch kein Mathematiklehrer.

Dienstag, 28. Juli 2015

Abenteuer Wildnis IV - Alles-was-da-ist-in-den-Wok-Pfanne


Das Leben in der Wildnis ist hart und man kann natürlich keine Menüs auf Sterneniveau erwarten. Auch die Möglichkeiten, Zutaten und vor allem Resultate schön anzurichten, sind beschränkt. Sieht es dann doch appetitlich aus, darf der Dank mehr der Kamera, als dem Koch gelten. Aber so ist dann nun mal. Das Leben im Zelt ist wenig pompös, so auch das Essen. Das muss trotz mangelnder Optik natürlich nicht schlecht schmecken und die Zeiten, in denen mir beim Campen eine Dose Ravioli oder Serbische Bohnensuppe gereicht haben, sind längst passé.

Montag, 27. Juli 2015

Abenteuer Wildnis III - Zeekraal


Das erste Mal ist mir Zeekraal unter seinem deutschen Namen "Queller" bei einer Wattwandererung in Hans-Sankt-Peter Ording begegnet. Die auch Salicorn, Meeresspargel, beziehungsweise Meeresfenchel genannte Pflanze habe ich letztes Jahr schon einmal vorgestellt und auch heute konnte ich nicht an ihr vorbeigehen, als ich sie in Auslage der gut sortierten Fischtheke sah.

Sonntag, 26. Juli 2015

Abenteuer Wildnis II - Satay Spieße mit Erdnuss-Sauce


Ich bin ja bekanntlich (oder auch nicht, aber es war Schlagzeile in der Regenbogenpresse, meine ich) gerade Gast bei unseren westlichen Nachbarn in den Niederlanden und lebe im Zelt. Klar, nicht ich alleine. Die Gattin und die Kleine, auch bekannt als "die Sous-Chefin" sind natürlich auch dabei. Und eine befreundete Familie mit drei Kindern, die älteste die beste Freundin unserer Tochter, oder BFF. wie man heute in schreibfaulen Kreisen so sagt tippt.

Samstag, 25. Juli 2015

Abenteuer Wildnis - Day One


Wo bin ich? Jetzt mal nur so als Frage. Nein,der alte Mann ist (noch) nicht debil. Er weiß schon noch, wo er ist. Aber wisst ihr es auch beim Blick auf dieses Bild? Frittenbude Berlin Kreuzberg? Nein. Wanne-Eickel? Nee... Holland? Of course! Gut, es hätte auch Belgien sein können, aber ich bin tatsächlich in den Niederlanden. An der Nordseeküste. Zelten. Einer der freundlichen Eingeborenen fragte mich dann auch "Zelten? Bei dem Jahrhundertorkan?" Ha! Da kennt der Mann in Schwarz ja Nichts! Das Zelt steht und das der befreundeten Familie, mit denen wir gereist sind, auch. Hätte ich holländisches Radio gehört und es auch verstanden (meine Oma väterlicherseits kam aus Delft *hüstel*) hätten wir vielleicht gewusst, dass der Deich für Fahrzeuge mit Hänger gesperrt war, aber ich habe in meinem Leben genug Colt Seavers, A-Team, Mac Gyver und vor allem Convoy (Rubberduck, yeah!) Serien und Filme gesehen, um zu wissen, wie man so ein Gespann handelt.

Freitag, 24. Juli 2015

Nur mal so ... (Teil 44)

Herrn Westerhausen zieht es hinaus in die Natur. Ab morgen geht es wieder zwei Wochen zum Zelten. Ja, ganz ernsthaft, wir lieben es. Klar, da gibt es immer wieder Mitmenschen, die das nicht für standesgemäß halten. "Du als Oberförster hast das doch gar nicht nötig", heißt es dann. Doch, habe ich. Ich habe es verdammt nötig, der Natur möglichst nahe zu sein, mal nicht zwischen festen Wänden zu wohnen und ganz ursprünglich und spartanisch zu leben. Besinnung auf das Wesentliche, Essenszubereitung unter freiem Himmel und alles was dazu gehört, bedeuten für mich Freiheit.

Donnerstag, 23. Juli 2015

Räuberspieß


Nein, ich will mich nicht im böhmischen Wald niederlassen, dort eine Räuberbande zusammenzuziehen. Aber ich habe genug schillernde Fantasie, um zu wissen, dass ein Räuberleben doch auch besser ist, als bei Wasser und Brod im untersten Gewölbe der Thürme. Aber genug der Bildungsbürgerblödelei. 

Persönlich kenne ich keine Räuber. Um die Einkommenssteuer kümmert sich ein Fachmann, also habe ich auch keinen direkten Kontakt zum Finanzamt. Daher weiß ich auch weder, was ein Räuber so isst, noch was den Räuberspieß zum Räuberspieß macht. Ich hätte das hier auch Schaschlik nennen können, aber irgendwie musste ich an Räuber Hotzenplotz denken. Bei dem waren es zwar Bratwurst und Sauerkraut (und keine doofen Kartoffeln dazu, hörst du Mutter?) aber Spieße hat der sicher auch gegessen. Vermutlich das Fleisch sogar auf seinen Säbel oder eins seiner sieben Messer gesteckt. (Spieße = Säbel) + (Räuber = Spießgeselle) = Räuberspieß. Ich bin kein Mathematiker, aber die Formel überzeugt mich. Aber egal wie, irgendwie passt es. Schließlich geht es bald in den Urlaub und ich habe hier einfach alles zusammengeräubert, was in Kühlschrank und Gemüsekorb noch zu finden war. 

Marienkäfer Caprese


Die Käfer sind los! Habe ich irgendwo mal vor Kurzem gesehen und fand die Idee witzig. Im Prinzip ist das hier der Klassiker Caprese, nur irgendwie niedlicher. Optisch auf jeden Fall mal was anderes, denn seien wir doch ehrlich: Tomaten- und Käsescheiben ringförmig auf Teller zu legen, nur weil man das seit 1972 immer so gemacht hat, kann doch jeder.

Risotto nero


Der große Johnny Cash hat einmal gesungen "Till things are brighter, I'm the man in black" und damit zum Ausdruck gebracht, dass es um die Menschheit derart beklagenswert bestellt ist, dass für ihn nur schwarze Kleidung in Frage kommt. Ob man soweit gehen muss, sei dahin gestellt, ich jedenfalls bin als Heavy Metal Fan sozialisiert worden und da fühle ich mich in Hawaiihemd, Surfershorts und bunten Flip Flops eben nicht wohl. Deshalb trage auch ich (fast) immer schwarz, was auch im Beruf einen gewissen Wiedererkennungswert mit sich bringt. "Frag mal Herrn Westerhausen. Genau, das ist der schwarze Mann" heißt es da oft. Selbst wenn ich also wollte, aus der Nummer komme ich nicht mehr heraus und man hat ja schließlich ein Image zu pflegen. 

Dienstag, 21. Juli 2015

Tortellini in brodo alla Bolognese


Eines direkt vorweg: wer meint, hier eine Bolognese wenigstens als Zutat vermuten zu müssen, is(s)t auf dem falschen Dampfer. Obwohl doch Gemeinsamkeiten bestehen. Sowohl das berühmte Ragù als auch diese Suppe stammen nämlich aus der Stadt Bologna, daher der Zusatz alla bolognese - nach "Bologner Art". Beide Rezepte sind darüber hinaus bei der dort ansässigen Industrie und Handelskammer hinterlegt und gelten damit, einer DIN vergleichbar, als ricetta tradizionale. Mein Dank geht an dieser Stelle einmal mehr an Alberto (caralb) von Chefkoch, der auch dieses Rezept nicht nur ins Deutsche übertragen, sondern es auch mit uns geteilt hat.

Weizensauerteig


Stillstand bedeutet Rückschritt und in meinen Küchen wird nicht stillgestanden. Da ist immer irgendetwas los. Das Meiste, ja eigentlich Alles, findet irgendwann und irgendwie seinen Weg in den Blog. So auch dieser Sauerteigansatz. Wollte ich schon immer machen, besonders da ich nirgendwo fertigen Weizensauerteig finden konnte. Außerdem gilt seit Beginn dieser Seite noch der Anspruch - und ich zitiere mich selbst - "es wird nichts gekauft, was man nicht auch selbst besser machen kann". Und letztlich macht Sauerteig keine Arbeit. Ein bisschen Rühren genügt, schuften müssen nämlich die wilden Hefekulturen und Milchsäurebakterien. Meiner Kleinen haben ich das einmal so erklärt: Brot ist so luftig, weil da kleine Viecher reinpupsen. Fand sie ganz lustig.

Montag, 20. Juli 2015

Gyros Pita mit Hähnchenfleisch


Eigentlich wollte ich heute ja ein Gyros-Sandwich aus den Bratenresten von gestern machen, aber die waren so schnell aufgefuttert, dass ich dazu gar nicht gekommen bin. Also Plan B: Gyros Pita mit Hühnerfleisch.

Sonntag, 19. Juli 2015

Schweinebraten mit weltbester Sauce


Man soll ja mit Superlativen vorsichtig sein und sie nicht durch inflationären Gebrauch entwerten, aber wenn es eine Sache gibt, für die ich der Nachwelt in Erinnerung bleiben möchte, ist es "meine" Bratensauce. Ja, ich bin einigermaßen stolz darauf und habe schon Gäste gehabt, die sie am liebsten pur getrunken hätten.

Kohlrabistifte


Auch wenn das hier wie Pommes Frites aussieht, es ist doch Kohlrabi. Aus dem haben wir eine schnelle, günstige aber trotzdem leckere Beilage gemacht. Für die Farbe sorgt unser selbstgemachtes Currypulver. Das passt nicht nur geschmacklich sehr gut zu Kohl, sondern macht ihn auch allgemein bekömmlicher. Wer möchte, gibt noch etwas leicht gerösteten Schwarzkümmel (nigella, die schwarzen Körner auf Fladenbrot) zum Kohlrabi.

Samstag, 18. Juli 2015

Nur mal so ... (Teil 43)


Es gibt Tage, da ist irgendwie der Wurm drin. Mein Smartphone, beziehungsweise dessen Touchscreen, hat von hier auf jetzt und ohne Fremdeinwirkung seinen Dienst quittiert. Reboot, Akkuentnahme und weiteres blieben erfolglos.  So kurz vor dem Urlaub kann ich das natürlich so gut gebrauchen, wie ein weiteres Loch im Kopf. Mal sehen, ob sich Montag da was machen lässt.

Freitag, 17. Juli 2015

Scharfer Tintenfisch


Gerade, wenn es wieder so schwül warm ist, habe ich gerne leichte Sachen mit Schärfe auf dem Teller. Asiatische Küche ist da natürlich erste Wahl und insbesondere thailändisch inspirierte Gerichte helfen, den Körper durch gesunde Schärfe in Schwung zu halten. 

Donnerstag, 16. Juli 2015

Calzone II


Manchmal lassen sich Wiederholungen einfach nicht vermeiden. So heute. Calzone hatten wir schon mal hier, dafür aber nicht so formschön wie heute. Der Urlaub naht und da soll der Kühlschrank möglichst leer werden, also muss auch der Pizzateig aufgebraucht werden. Na klar, ich hätte den alten Post einfach mit neuen Bildern aufhübschen können, habe ich lasse ich mich entschieden, einen neuen Beitrag zu schreiben.. Warum? Nun, weil ich es kann.

Mittwoch, 15. Juli 2015

Nur mal so ... (Teil 42)


Ein Tag der Meilensteine für die Menschheit. "New Horizons" hat nach neun Jahren den Pluto erreicht und ich nach nur eineinhalb Jahren 100.000 Besucher. Und im Unterschied zum Pluto gibt es hier - hoffentlich - intelligentes Leben und leckeres Essen. Aber wahrscheinlich "leben" wir ohnehin nur in dem Hologramm einer zweidimensionalen Matrix.

Trotzdem Danke fürs Lesen. Als nächstes ein Rezept für Pentaquark mit Schnittlauch.

Nasi Goreng


Nasi Goreng ist wohl das indonesische Nationalgericht schlechthin: Ursprünglich - vermutlich - als Resteessen entstanden, bietet es die ideale Verwertungsmöglichkeit für übrig gebliebenen Reis und allerlei anderes, das am Vortag nicht aufgegessen wurde. Die Möglichkeiten sind vielfältig und so kann es kein allgemein gültiges Rezept für Nasi Goreng geben. Allen Varianten gemein ist aber auf jeden Fall, dass Reis mit Fleisch und/oder Gemüse gebraten und landestypisch pikant gewürzt wird. Daher auch der Name des Gerichts: Nasi Goreng bedeutet nämlich nichts anderes als "gebratener Reis".

Dienstag, 14. Juli 2015

Kung Pao Chicken



Ich bin hier ja bemüht, für Abwechslung zu sorgen und möglichst jeden Tag etwas anderes vorzustellen. Das ist spannend und auch für mich nie langweilig, die Schattenseite ist jedoch, dass ich im Gegensatz zu früher, also in Zeiten vor dem Leben als Blogger, kaum noch dazu komme, meine persönlichen Favoriten mehr als einmal zu essen. Gerade dieses Kung Pao habe ich früher sehr häufig gekocht und es ist mein absoluter Liebling der chinesischen Küche.

Montag, 13. Juli 2015

Pizza mit Prosciutto und Rucola


Heute war auf allgemeinen Wunsch hin mal wieder ein Pizzatag. Gelegenheit, den alten Eintrag vom Januar 2014 etwas "aufzuhübschen" und natürlich auch zu ergänzen. Dort erfährt man nun genau, wie ich Teig und Sauce mache und wie die Pizza im Ofen vom Zustand des Rohseins in den des Gebackenseins übergeht.

Sonntag, 12. Juli 2015

Schwarze Pasta mit Lachs


Ich freue mich immer wieder, wenn ich dazu komme, Sachen von meiner immer länger werdenden "to do" Liste umzusetzen. Heute war es einmal wieder so weit. Schwarze Nudeln, mit Sepia Tinte gefärbt, standen da nämlich ganz oben auf der Liste. Gekauft hatte ich die Tintenfischfarbe bereits im April, nun kam sie zum ersten Mal zum Einsatz.

Samstag, 11. Juli 2015

Rendang vom Rind


Neben nasi goreng, der Reistafel und Satay Spießen mit Erdnusssauce, ist das rendang vermutlich das bekannteste Gericht Indonesiens und des benachbarten Malaysiens. Natürlich gibt es unzählige Versionen und regionale Unterschiede, sowohl was die Schärfe, als auch die Konsistenz angeht. Ich habe mir viele verschiedene Rezepte angesehen und schließlich diese Variante daraus "synthetisiert". Der Experte mag jetzt mäkeln, dass hier wahrscheinlich einige Sumatra-Elemente mit malaysischen Komponenten kombiniert worden sind, aber Nürnberger Bratwurst schmeckt auch mit Dijonsenf, also wollen wir mal nicht so sein. In einer Sache sind sich übrigens alle Rezepte einig: man braucht Zeit, viel, viel Zeit, um ein gutes rendang zu kochen. Sechs Stunden sind da keine Seltenheit, also rechtzeitig mit dem Kochen anfangen.

Nur mal so ... (Teil 41)


Geographie Stunde! Finger hoch, wer kennt "Mumpf"? Keiner? Welch Schande! 

Das - vermutlich - idyllische 1300-Seelen-Dörfchen liegt im Schweizer Kanton Aargau, genauer gesagt im Bezirk Rheinfelden und hieß bis 1803 noch Niedermumpf. Ob es auch ein Ober- oder Unter-, Zwischen- und Nebenmumpf gibt oder gab, entzieht sich meiner Kenntnis, ist aber auch egal. Wichtig ist nur, dass mein Leben wieder Sinn ergibt, seitdem ich von Mumpf gehört habe. Warum das so ist, hängt sowohl mit meiner manischen Persönlichkeitsstruktur, als auch mit indonesisch/malaysischer Küche zusammen. Das ergibt jetzt vermutlich auch keinen Sinn, also muss ich weiter ausholen.

Freitag, 10. Juli 2015

Spaghetti aglio, olio e peperoncini


Spaghetti in Olivenöl mit Knoblauch, gerne auch etwas schärfer mit Peperoni oder Chilis sind ein einfacher, jedoch sehr schmackhafter Klassiker der Küche des mittleren und südlichen Italiens. Besonders in den Abruzzen und in der Gegend um Rom wird man dieses schon recht alte Gericht finden. Eigentlich braucht man hierfür auch gar kein Rezept, denn etwas Knoblauch in Olivenöl anschwitzen und gekochte Pasta darin schwenken, sollte jeder können, der auch in der Lage ist, sich selbst den Klettverschluss an den Schuhen zu schließen. Trotzdem habe ich einen bescheidenen Tipp vorzubringen.

Donnerstag, 9. Juli 2015

Baguettes alla Puttanesca


Wenn es mal wieder schnell gehen muss, gibt es bei uns hin und wieder ein überbackenes Baguette. Heute habe ich eins alla puttanesca gemacht.

Gummibärchen - 1. Versuch


Ich bin im Allgemeinen kein Freund von Nachtisch oder Süßem. Ich bewundere natürlich die handwerkliche Kunst, die einige meiner Mitmenschen beim Herstellen von Wahnsinnstorten, Kuchen oder Desserts an den Tag legen und bin stets beeindruckt, wenn ich Bilder davon sehe. Trotzdem würde ich immer lieber ein zweites Steak nehmen, bevor ich zur Sahnetorte greife. ich mache mir auch nicht viel aus Schokolade. Wenn ich welche esse, dann nur aus Langeweile oder weil sie mir angeboten wurde. Eine Ausnahme stellt für mich da Weingummi dar. Da bin ich regelrecht süchtig und eine offene Tüte ist schnell eine leere Tüte. Besonders gerne mag ich diese Vampire mit der Lakritze in der Mitte oder natürlich "English Winegums". Was ist da naheliegender, als es zu versuchen, selbst einmal Fruchtgummi herzustellen?

Mittwoch, 8. Juli 2015

Johannisbeergelee


Sommerzeit ist Einkochzeit, auch wenn mich das Wetter momentan eher den Bau einer Arche ernsthaft in Betracht ziehen lässt. Die Sträucher hängen trotzdem voll mit Johannisbeeren. Ich habe im Garten sogar Johannisbeersträucher entdeckt, wo bisher nie welche waren. Ob ich mich nun beim Wind, den Vögeln oder anonymen Johannisbeerkernverteilern bedanken darf, sei dahingestellt. Fakt ist, die Beeren sind da und wollen verbraucht werden. Und selbst wenn sie es nicht wollten, würde mich das kaum stören.

Dienstag, 7. Juli 2015

Gazpacho Andaluz


Die Temperaturen alleine sind ja gar nicht einmal das Problem, aber zusammen mit einer Luftfeuchtigkeit, die den Bodensee im Vergleich dazu wie die Kalahari zur Dürrezeit erscheinen lässt, vergällen sie auch dem kochbegeistertstem Zeitgenossen die Freude, an der heißen Gasflamme zu stehen. Also gibt es heute Kochen ohne Kochen. Fast.

Montag, 6. Juli 2015

Diabolo-Burger


Ja, ich weiß, gefrorenes Fleisch ist immer suboptimal. Ich hatte mich aber bei unserer Burgerparty anlässlich meines Geburtstags mengenmäßig verkalkuliert und noch gut vier Kilo Rinderhack übrig, das ich nicht wegschmeißen wollte und so portionsweise in die Tiefkühltruhe gepackt habe. Davon habe ich heute etwas aufgetaut und Burger gemacht. Die Buns waren auch noch von besagter Feier da. Normalerweise mache ich die ja auch selbst, aber bei den Mengen habe ich auf gekaufte zurückgegriffen und die Reste mussten jetzt aufgebraucht werden. Die Burger war trotzdem lecker und man kann sich nur vorstellen, um wie viel besser sie mit selbst gebackenen Brötchen und frischem Hackfleisch gewesen wären.

Panna Cotta mit Sirup von eigenen Früchten


Ab und zu wünscht sich die Kleine einen Nachtisch von mir, meist Panna Cotta oder Tiramisù. Beides eigentlich recht schnell herzustellen, wobei die "gekochte Sahne" noch am einfachsten ist. Dieses Rezept habe ich hier schon einige Male vorgestellt und auch heute bin ich danach verfahren.

Sonntag, 5. Juli 2015

Nur mal so ... (Teil 40)


Die letzte Schlacht ist geschlagen und wir sind nun mit Geburtstagen erst mal durch. Zumindest, was unsere kleine Dreier-Familie betrifft. Gestern war Kindergeburtstag bei Temperaturen, die einen im Inneren eines auf Hochtouren laufenden Pizzaofens nach Abkühlung suchen lassen. Dank der Mithilfe meiner Eltern, Schwesterherz und Freunden konnten wir die ganze Bande - immerhin zwölf Rabauken, alle so um die zehn Jahre alt - ins Freibad karren. Mit dabei waren die kleinen Muffins, die ich am Vortag gebacken hatte, Wassermelone, Erdbeeren, geschätzte 4000 Liter Sonnencreme und Getränke im Volumen des großen Eriesees. Das Wasser im Pool war angenehm kühl, so dass keiner geschmolzen oder gar gekocht wurde. Außer einer verlorenen und mittlerweile wiedergefundenen Brille, waren auch keine anderen Verluste zu verzeichnen. Gut so, denn manche Eltern können mitunter recht kleinlich werden, wenn man ihre Kinder verlegt und das selbst, wenn man ihnen gleichartige Exemplare als Ersatz anbietet.

Freitag, 3. Juli 2015

Geburtstagsgrillen


Es ist ja paradox, wie Dieter Nuhr schon einmal anmerkte: sobald die Temperaturen über 30°C steigen, macht der Deutsche erst einmal ein Feuer an. So auch ich. Es gab nämlich gestern zum Geburtstag der Kleinen nicht nur Kuchen, gegrillt wurde auch. Und morgen,wieder, denn dann kommen ihre Freundinnen und Freunde zum Feiern. Aber der Reihe nach. Ich selbst bin ja nicht so der Bratwurstfreund. Persönlich grille ich gerne Steaks, vorzugsweise vom Rind natürlich, Nacken vom Schwein geht aber auch. Hier versuche ich zu variieren und immer wieder neue Gewürze oder Marinaden auszuprobieren. Diesmal entstand eine leicht asiatisch angehauchte, tomatige Marinade, die ich sicherlich nicht das letzte Mal angerührt habe.

Marmorkuchen


Ich bin ja nicht der große Bäcker, das heißt, wenn es um süße Backwaren geht. Das liegt einfach daran, das ich mir persönlich nicht viel aus Süßkram mache. Ich bin auch kein Dessert- oder Eisesser. Das muss in der Familie liegen, denn auch mein Vater hat, glaube ich, auch erst als Rentner zu Kuchen gefunden. Da habe ich also noch etwas Zeit, diesbezüglich meinen Geschmackshorizont zu erweitern. 

Aber nur weil ich nicht gerne und oft Kuchen backe, heißt das noch lange nicht, dass ich es nicht könnte, wenn ich wollte. Gestern hat nun die Kleine Geburtstag und wenn die sich einen Marmorkuchen wünscht, bekommt sie ihn auch.

Donnerstag, 2. Juli 2015

Nur mal so ... (Teil 39)


Wo sind die Jahre hin? Eben gerade hat die Gattin mich angerufen, um mir mitzuteilen, dass der Grund ihrer Bauchschmerzen eine Schwangerschaft sei. Einmal umgedreht und schon ist die Kleine zehn Jahre alt und verlässt schon die Grundschule. Zehn, in Worten: ZEHN. Zweistellig, die erste Null. Schwiegervater, also der eine Opa des Geburtstagskindes, wünschte ihr, sie möge mindestens zehn weitere Nullen erleben. Das hat bei mir das erstaunliche Alter von 10 Milliarden Jahren ergeben. Nun gönne ich meinem Kind alles Gute dieser Welt, aber in einem fast bis zur Erstarrung erkalteten Universum leben zu müssen, gehört nicht dazu. Schwiegervater hat letztlich auch zehn Geburtstage mit "Null" gemeint, also 100 Jahre insgesamt. Damit bin ich natürlich einverstanden. Ich denke mal, zu ihrem hundertsten Geburtstag im Jahre 2105 werden ihr dann Keith Richards und Lemmy von Motörhead persönlich ein Ständchen bringen. Und Johnny Cash, wenn man ihn bis dann endlich geklont hat. Aber nein, vermutlich wird erst ein Mammut geklont. Kann das aber "Big River" singen? Nein? Na also.

Aber egal. Wichtig ist heute nur eins: Happy Birthday, Kleine. Du, Mama und Steak seid der Grund, warum ich lebe. 

Mittwoch, 1. Juli 2015

Mezzelune und Marubini


Wir bleiben unserem "gefüllte Pasta-Thema" von gestern treu und machen heute zwei aus Norditalien stammende Arten, die hierzulande weniger bekannt sind und kaum auf Speisekarten typischer italienischer Restaurants zu finden sind. Zum einen haben wir eine runde Pasta, die anolini oder marubini. Normalerweise werden diese mit einer Fleischfüllung versehen, ich habe hier aber eine Spinat-Ricotta Mischung verwendet. Die andere Sorte sind mezzelune, halbmondförmige Pasta (mezzeluna = Halbmond), hier ebenfalls mit Spinat-Ricotta gefüllt. Die Pastarisierung des Abendlandes, sozusagen