Dienstag, 14. Juli 2015

Kung Pao Chicken



Ich bin hier ja bemüht, für Abwechslung zu sorgen und möglichst jeden Tag etwas anderes vorzustellen. Das ist spannend und auch für mich nie langweilig, die Schattenseite ist jedoch, dass ich im Gegensatz zu früher, also in Zeiten vor dem Leben als Blogger, kaum noch dazu komme, meine persönlichen Favoriten mehr als einmal zu essen. Gerade dieses Kung Pao habe ich früher sehr häufig gekocht und es ist mein absoluter Liebling der chinesischen Küche.

Wir hatten dieses Rezept schon einmal ganz zu Beginn des Blogs, im Januar 2014, da aber zusammen mit einer anderen Variante. Ich habe diese hier eine am westlichen Gaumen orientierte Version genannt, während die andere absolut authentisch und auch wesentlich schärfer ist. Ich hatte damals aber keine Bilder von der Zubereitung gemacht. Das möchte ich jetzt nachholen. Aus Gründen der Übersichtlichkeit - zwei letztlich ähnliche Rezepte mit Fotos im selben Eintrag macht keinen Sinn - habe ich mich entschlossen, beide Rezepte nun voneinander zu trennen und die westliche Variante hier noch einmal für sich zu präsentieren. Ich mag sie nach wie vor gerne und war deshalb froh, endlich einen Vorwand gefunden zu haben, dieses Kung Pao Huhn nach einiger Zeit einmal wieder zubereiten zu können. Dabei bot sich die Gelegenheit, die Mengenangaben ein wenig anzupassen. Es soll nicht unerwähnt bleiben, dass die Quelle Yan Kit-Sos fantastisches Kochbuch Chinesische Küche ist.


Für vier Portionen:
  • 500 g Hühnerbrüste 
  • 4 EL Erdnussöl (oder anderes neutrales Öl) 
  • 3 frische oder getrocknete rote Peperoni oder Chilis
  • 2 Knoblauchzehen 
  • 2 TL Ingwer
  • 1 EL chinesicher Reiswein (Shaoxing) 
  • 3 Frühlingszwiebeln
  • 50 g Erdnüsse (geröstet) 
  • 1 TL Szechuanpfefferbeeren
Für die Marinade: 
  • 1 Prise Salz 
  • 2 TL helle chinesische Sojasauce
  • 2 TL chinesischer Reiswein (Shaoxing)
  • 1 TL Maisstärke 
  • 1 Eiweiß
  • 2 TL Sesamöl
Für die Sauce: 
  • 2 EL dunkle chinesische Sojasauce
  • 3 EL süße Chilisauce
  • 3 TL heller Reisessig
  • 4 TL Zucker 
  • 1,5 TL Maisstärke 
  • 12 EL Hühnerbrühe

Knoblauch pellen, Ingwer schälen und beides nicht zu fein hacken. Peperoni oder Chilis nach Wunsch entkernen und in Streifen, Frühlingszwiebeln diagonal in Ringe schneiden. Das Hühnerfleisch in etwa einen Zentimeter große Stücke würfeln. 



Das Eiweiß leicht schaumig schlagen.




Salz, Sojasauce, Reiswein, Stärke und Eiweiß gründlich unter das Hühnerfleisch mischen, dabei immer in eine Richtung rühren. Dies soll bewirken, dass die Hühnerfleischstücke gleichmäßig von der Marinade überzogen sind. Fünfzehn bis dreißig Minuten stehen lassen. Gegen Ende der Marinierzeit das Sesamöl unter das Fleisch mischen.




Die Zutaten für die Sauce gründlich verrühren.





Etwas Öl bei leichter Hitze erhitzen und einen Teelöffel Szechuanpfefferbeeren darin zwei Minuten schwenken, ohne dass sie verbrennen.



Man kann die Beeren im Wok lassen - in China würde man das sicher tun - aber nicht jeder beißt gerne auf diese Körner. Wenn man das Öl nach ein paar Minuten aromatisiert hat, kann man den Szechuanpfeffer wieder entfernen und dann nach Belieben entsorgen oder grob gemörsert am Ende über das Gericht streuen.





Den Wok stark erhitzen, das Öl eingießen und herumschwenken. Chilis, Knoblauch und Ingwer kurz pfannenrühren, bis sich Aroma entwickelt.



Das Hühnerfleisch dazugeben, eine Minute mit dem Spatel wenden und rühren, dann seitlich den Reiswein hineinträufeln.


Die Frühlingszwiebeln einstreuen und noch 30 Sekunden pfannenrühren, das Fleisch ist nun fast gar.



Die angerührte Sauce eingießen und rühren, bis sie bindet. Zum Schluss die Erdnüsse unterheben und den Wok vom Feuer nehmen.





Sofort und heiß zu weißem Reis servieren. 

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