Samstag, 10. Oktober 2015

Banh Bot Loc - vietnamesische Ravioli


Diese Rezept habe ich neulich bei dem wirklich schönen Foodblog Thu's Kochtour gesehen und musste es gleich ausprobieren. Thu ist vermutlich selbst Vietnamesin, zumindest stammt ihr Rezept aus diesem Land und im Video sah es so aus, als wüsste sie, was sie da tut. Im Gegensatz zu mir, der einfach drauf losgelegt hat. Gut, der alte Mann hat auch schon unzählige Ravioli und andere gefüllte Pasta produziert, aber diesmal war das Ausgangsprodukt kein Mehl, sondern Stärke und die verhält sich offenbar ganz anders, als vermutet. Die Füllung war absolut lecker und auch der Teig machte beim Anrühren keine Schwierigkeiten. Allein das Ausrollen bereitete Probleme. Der Teig war brüchig, stellenweise fast krümelig und ließ sich nur schwer in die gewünschte Form bringen. Mit viel Fingerspitzengefühl und sehr behutsamen Umgang mit dem Nudelholz, gelang es dann doch halbwegs. Anscheinend habe ich den Teig allerdings nicht dünn genug ausgerollt (oder ausrollen können, weil er dauernd riss) und so waren die Ravioli zu dick und hatten die Konsistenz von Tintenfischtuben. Falls also jemand vorhaben sollte, veganen Tintenfisch herzustellen, Finger weg, das Patent gehört mir.


Für den Teig (bei mir so knapp 18 Raviolis):
  • 200 g Tapiokamehl
  • 1 TL Reismehl
  • 140 ml kochendes Wasser
  • Prise Salz
Für die Füllung:
  • 100 g Nackensteak vom Schwein
  • 100 g Riesengarnelen
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 TL Salz
  • 1/2 TL Zucker
  • 1/2 TL Paprika edelsüß
  • 1/4 TL Pfeffer
  • Öl
Zur Dekoration:
  • Fischsauce
  • Frühlingszwiebel
  • rote Chilischote
  • Limette (von mir hinzugefügt)
Thu hat in ihrem Rezept die doppelte Menge an Füllung angegeben, aber bei mir hat das so besser gepasst. Aber das macht ja auch Sinn. Wenn man den Teig dünner ausrollt, kann man mehr Ravioli herstellen und braucht auch dementsprechend mehr Füllung.


Die Teigzutaten gut verkneten, zu einer Kugel formen und kurz abgedeckt beiseite stellen.


Zwiebel pellen und fein würfeln, Fleisch in kleine Stücke schneiden, Garnelen gegebenenfalls vom Panzer befreien, am Rücken einschneiden und - wenn vorhanden - den schwarzen Darm entfernen. Auch diese Meeresbewohner dann klein würfeln.

Zwiebeln in Öl anbraten. Wenn sie beginnen, Farbe zu nehmen, das Fleisch hinzugeben und mit anbraten. Gewürze einrühren und solange weiterbraten, bis alles Wasser, was vielleicht aus dem Fleisch austritt, wieder verkocht ist. 


Nun Shrimps unterheben und kurz mitbraten. Füllung vom Feuer nehmen und zur Seite stellen. 


Ich habe dann kleine Bällchen geformt (so etwa 25 Gramm) und habe die dann rund ausgerollt. Das war vielleicht ein Fehler und man sollte Rezepte immer ganz lesen, bevor man ans Werk geht. Thu schreibt, man solle den Teig auf einer mit Stärke bemehlten Fläche ausrollen und dann Kreise ausstechen. Ist vielleicht wirklich einfacher so.


Je ein Stück Fleisch und Garnele auf die Teigscheibe legen, Teig umklappen, damit eine Art mezzeluna entsteht ... 


... und in heißem Wasser kochen, bis die Teigtasche von selbst an der Oberfläche schwimmt.


Die Pasta wird kalt als Salat serviert, also geben wir sie direkt nach dem Kochen in eine Schale mit Eiswasser. Darin verändert sich auch die Teigfarbe in Richtung "durchsichtig". Damit das Ganze ein wenig regelmäßiger aussieht, habe ich kurz vor dem Servieren, die Ränder der Teigtaschen noch mit einer Schere gestutzt.


Mit aufgeschnitten Chilis und Frühlingszwiebeln belegt und etwas Fischsauce beträufelt servieren. Ich habe zusätzlich noch etwas Limettenabrieb und- saft hinzugegeben. Geschmacklich sehr gut, auch die Optik stimmt, alleine mit der Konsistenz der Nudel konnte ich mich nicht anfreunden. Aber der Fehler liegt mit Sicherheit bei mir und nicht bei dem tollen Rezept. 

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