Donnerstag, 15. Oktober 2015

Gnocchi alla Romana


Wir bleiben in Italien - kulinarisch zumindest - und bewegen uns auf die Landeshauptstadt zu. Man muss nicht Sherlock Holmes sein, um dies am Zusatz alla romana zu erkennen. Gnocchis kann man aus verschiedenen Grundstoffen anfertigen. Erst vor kurzem hatten wir welche aus Kartoffelmehl, auch Maismehl ist üblich. Heute machen wir die gnocchi, wie es in der Gegend um Rom üblich ist, nämlich aus Hartweizengrieß. Hier ist wie bei Pasta italienischer Grieß vorzuziehen, weil er feiner ist und sich somit besser zu Teig verarbeiten lässt, als der bei uns übliche.

Eins vorweg, geschmacklich war dieses Gericht überzeugend, optisch war ich nicht ganz so zufrieden. Die Gnocchi - als alla romana in Form von runden Scheiben serviert - waren nicht so formschön- und stabil, wie ich es mir gewünscht hätte. Vermutlich hätte ich den Grieß vorsichtiger in die Milch rühren und länger quellen lasen müssen. Eine längere Abkühlzeit für die Masse hätte auch nicht geschadet. Mal scheuen, wie es das nächste Mal wird.   


Für vier Portionen:
  • 1 l Milch
  • 250 g Hartweizengrieß
  • 2 Eigelbe
  • 150 g italienischer Hartkäse
  • Salz
  • Muskat
  • 100 g Butter 
Pecorino ist ein Hartkäse aus Ziegenmilch, der in der Gegend um Rom hergestellt wird. Für mich wäre er die logische Wahl für dieses Gericht, ich habe aber auch Rezepte mit Parmesan, Grana Padano oder gar Gruyère (Greyerzer) gesehen. Letztlich habe ich mich für eine Mischung aus 120 Gramm Pecorino und 30 Gramm Parmesan entschieden.  


Backofen auf 180°C vorheizen. 

Käse reiben. Nimmt man verschiedenen Sorten, alle gut vermischen. 

Milch mit einem Esslöfffel Butter, Salz und Muskat aufkochen und den Grieß vorsichtige ein- und glattrühren. Nach Möglichkeit Klumpenbildung vermeiden. Bei niedriger Temperatur ein paar Minuten köcheln lassen. Dann vom Feuer nehmen und Käse und Eigelb einrühren. Nochmals mit Salz und Muskat abschmecken.


Masse auf einem geölten Backblech glatt streichen. Die meisten Rezepte schwanken hier zwischen ein und zwei Zentimetern. Ich werde meine das nächste Mal deutlich dicker als eineinhalb Zentimeter machen.

Die Masse muss jetzt komplett auskühlen.


Mit einem Glas oder runden Ausstecher etwa fünf Zentimeter Kreise austechern und ziegelartig in ausgebutterte Auflauformen platzieren. Die restliche Butter schmelzen, gießen und mit dem übrigen Käse bestreuen.


Bei 180°C in etwas 20 bis 25 Minuten gold gelb überbacken e prego!
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Flashback:



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