Montag, 30. November 2015

Minz-Joghurt mit karamelligen Walnüssen und Granatapfelkernen


Ich kann es gar nicht oft genug sagen, ich mache mir nichts aus Süßspeisen, also ist das bei mir eine eher vernachlässigte Disziplin. Das bedeutet aber nicht, dass es eine offene Flanke wäre. Wenn ich will, kann ich Desserts fabrizieren, ich will nur selten. Aber hin und wieder erinnert mich die Familie daran, dass es neben Steak und Co auch noch eine süße Welt gibt. Dann komme ich dem Wunsch schon gerne nach, allein schon, um hier etwas posten zu können. Die ausschlaggebende Inspiration waren in diesem Fall Granatäpfel. Die Wahl der restlichen Zutaten erschien mir logisch und offenbar hat mich mein Gespür nicht getrügt.

Kebabs vom Kalb


Wenn man hierzulande einen Döner Kebab bestellt, bekommt man entweder irgendetwas mit Geflügel oder aus Kalbsfleisch. Das in der Türkei übliche Lamm- oder gar Hammelfleisch findet im Land der Teutonen eher weniger Anklang und wenn ich einmal ganz ehrlich bin, Hammel brauche ich auch nicht. Mein Kebab besteht deshalb auch aus Kalbsfleisch (Ich will immer "Klabsfleisch" tippen). Das ist feiner als Rind, aber kräftiger als Hühnchen und sicherlich näher am Original als Schweinefleisch, was ja bekanntlich in der Türkei genauso wenig Anhänger hat, wie Hammel hier, wenn auch aus einer anderen Motivation heraus.

Sonntag, 29. November 2015

Nur mal so ... (Teil 56)


Ich nehme dann einmal Schlange mit Senf und Pommes rot weiß. Das hastig hinzugefügte "c" macht die Sache auch nicht besser.

Samstag, 28. November 2015

Breite grüne Bohnen in Tomatensauce - Zeytinyağlı taze fasulye


Zeytinyağlı taze fasulye - breite, grüne Bohnen mit Tomaten geschmort - ein immer wieder leckerer Klassiker aus der Türkei. Kann man heiß, warm oder auch kalt als Salat schmecken. Lässt man das Gericht über Nacht ziehen, schmeckt es sogar noch besser.

Freitag, 27. November 2015

Hähnchenpfanne mexikanischer Art


Schade, das hätte ein absolutes Knallerrezept werden können, besonders optisch. Aber hier läuft halt auch nicht immer alles glatt. Gut, ich könnte Pannen verschweigen und behaupten: "Das soll so!" Aber meine kantianische Gesinnung verbietet mir, zu lügen. Also bin ich schonungslos ehrlich und lasse euch auch an sogenannten "Fails" teilhaben. Ein kompletter "Fail" war es dann doch nicht, ich konnte das Essen retten. Was schief gegangen ist, werdet ihr gleich erfahren.

Donnerstag, 26. November 2015

Jägerschnitzel von der Pute


Pute ist normalerweise eine Fleischsorte, die bei mir nicht stattfindet. Ich verwende sie höchstens, wenn ich irgendeine Entzündung habe, denn im Bereich der antibiotischen Wirkung schlägt sie Penicillin um Längen. Aber heute ist der vierte Donnerstag im November, dass heißt, in den US of A feiert man Thanksgiving und da gehört Truthahn nun mal dazu. Für einen ganzen Stuffed Turkey  habe ich nicht die Zeit, denn im Gegensatz zu unseren Freunden auf der anderen Seite des Teichs, ist heute bei uns kein Feiertag. Also habe ich mich für Putenschnitzel entschieden. Das geht deutlich schneller von der Hand. Die Wahl der Sauce ist auf einen Blogeintrag von Freund Glatzenjörg zurückzuführen. Der hat nämlich Jägersauce gemacht und ich dachte mir so "Ja, könntest du eigentlich auch mal wieder machen". Hier also meine Version.

Mittwoch, 25. November 2015

Nur mal so ... (Teil 55)


Aufmerksame Leser des Blogs - Achtung! ich werde demnächst einen unangekündigten Test schreiben lassen - werden den Satz kennen: "Wenn du mal keine Idee hast, mach ein Sandwich oder überbacke irgendetwas. Zur Not auch beides." Wir haben noch Farce von gestern. Die streichen wir dünn auf Toast und überbacken dies dann mit würzigem Käse, hier mit Cheddar. Lecker, aber nichts, was einen eigenen Eintrag verdient. Den Rest Farce habe ich unbeschriftet eingefroren. Das ist wichtig, denn so kann ich in einem halben Jahr mal wieder Tiefkühlschrank-Bingo spielen.

Dienstag, 24. November 2015

Gefüllte Champignons


Ooops, da habe ich wohl den falschen Button angeklickt und das Rezept gepostet, anstatt es erst zu speichern. So bestand dieser Eintrag erst nur aus Bildern ohen Tet - das wird nun überarbeitet. Sorry.

Champignons gefüllt - auch wieder so ein 70er Jahre Retro-Kram, den eigentlich keiner so richtig braucht. Mit einer guten Füllung jedoch, kann das der Karcher auf jedem Büffet werden. Wir nehmen hier Huhn, Kalb wäre jedoch noch besser, aber wie schon so oft gesagt: "Wir sind hier nicht bei Wünsch Dir Was, wir sind hier bei So isses".

Montag, 23. November 2015

Pasta alla siciliana


In Italien isst man Pasta meist als primo piatto, also erstes Hauptgericht, nach den antipasti (wörtlich: vor der Pasta) und vor dem secondo piatto - zweites Hauptgericht, emist irgendendetwas mit Fleisch oder Fisch (carne oder pesce). Wem das zu kompliziert ist, schlägt sich den Bauch allein mit einem Nudelgericht voll. Meist ist das so lecker, das man da eigentlich gar kein Fleisch braucht. Auch hier ist ein bekennender Carnivore wie Herr Westerhausen fleischlos glücklich. Das Gericht enthält nämlich auch Auberginen und die sind ein guter Fleischersatz.

Dulce de membrillo


Schwesterherz war neulich für ein paar Tage in Barcelona und brachte uns ein leckeres Quittengelee mit, das in Spanien unter dem Namen Dulce (oder: carne) de membrillo bekannt ist. Im Grunde handelt es sich hier um ein stark geliertes Mus, dass in Spanien gerne zu kräftigem Käse, zum Beispiel Manchego, oder einfach auf Brot gegessen wird. Die Familie war begeistert, nur leider, wie das immer so ist, die guten Sachen sind auch meist schnell weg und der Ruf nach Nachschub wurde immer lauter. Quitten haben in meiner Küche bisher noch nicht stattgefunden, das hat mich aber nicht davon abgehalten, hier einen Versuch zu starten. Also schnell am Samstag zum Wochenmarkt gefahren und besagtes Obst aus heimischer Feld und Flur erworben. Dann ran an den Herd und: ¡Olé! Optisch sieht das Resultat nicht anders aus, als auf den Rezeptbildern, über die ich gestolpert bin und geschmacklich gab es zwei Daumen hoch von der kritischen Testesserbande zu Hause.

Sonntag, 22. November 2015

Entenbrust à l'orange - part deux


Entenbrust à l'orange hatten wir so ähnlich schon einmal, diesmal hat die Sauce aber etwas mehr Wumms. Eins gleich vorweg, das Gelbe in der Mitte ist nicht Orangensauce, sondern eine Hollandaise aus glücklichen Eigelben, die hervorragend zu den Herzoginkartoffeln und dem Erbsen und Möhren-Gemüse passt.

Herzoginkartoffeln - Pommes duchess


König: Man hört ja in letzter Zeit furchtbare Geschichten. War das nicht entsetzlich mit der Herzogin von Elba? 

Hofnarr: Ja wirklich, wirklich furchtbar. 

König: Ich frage dich, wie konnte so etwas passieren? 

Hofnarr: Oh, Sire, ihr kennt ja den italienischen Hof, so macht man den Hof auf Italienisch. 

König: Italienischer Hof, Hof auf Italienisch? Aber ich muss sagen, mich hat die Sache mit der Herzogin empört. Was sagt der Herzog dazu? 

Hofnarr: Pardon? 

König: Der Herzog, was sagt der Herzog? 

Hofnarr: Ach so, der Herzog. 

König: Ja, und was war mit dem Dogen? 

Hofnarr: Oh, wisst ihr, der Doge. 

König: Was tat der Doge? 

Hofnarr: Der Doge? 

König: Ja doch, der Doge! 

Hofnarr: Ja, der Doge tat, was Dogen tun. Erwartet ihr, dass der Doge über den Herzog herzog? 

König: Was, was, was war das?? 

Hofnarr: Oh, ganz einfach, Sire! 

König: Ja!? 

Hofnarr: Wäre der Doge über den Herzog hergezogen, weil die Herzogin sich zu dem Dogen hingezogen fühlte. 

König: Wie, wer zog was? 

Hofnarr: Oh, alles zog, Sire! Der Doge den Dolch. Der Herzog, der die Herzogin hinter sich herzog, zog sich vor dem Dolch des Dogen zurück. 

König: Vor dem Dolch des Dogen? 

Hofnarr: Ja! Die Herzogin duckte sich vor dem drohenden Dolch des Dogen, doch der Doge bedrohte darauf den Herzog bedrohlich. Da sich das Duell zwischen Doge und Herzog hin und herzog, zog sich die Herzogin zurück.

Freitag, 20. November 2015

Ragout Fin vom Huhn mit Königinnenpasteten


Ragout Fin, so könnte man meinen, ist ein französisches Gericht. In Wirklichkeit ist der Name das einzig französische an diesem Gericht. Das "feine Ragout" ist ein urdeutsches Erzeugnis, dass zwar die französische Küche imitiert, aber aus Berlin stammt. Einst als Vorspeise Teil der gehobenen Küche, ist der Klassiker heute ein Synonym für schlechtes Essen aus Dosen. Das ist schade, denn eigentlich kann das Ragout was. Nur eben nicht aus der Dose. Klassisch wird übrigens Kalbsfleisch verwendet, da habe ich aber nichts vernünftiges bekommen, also habe ich auf Huhn zurückgegriffen. Schweinefilet wäre natürlich auch ein Alternative gewesen. 

Donnerstag, 19. November 2015

Blätterteig Dingsbums mit Hackfleisch chinesisch


Wir hatten neulich schon ein Dingsbums mit Hackfleisch und das hat so gut geschmeckt, dass ich heute wieder eins gemacht habe, diesmal jedoch nicht mit Kürbis, sondern mit chinesisch - ein wenig "Fusion-Confusion" war auch dabei - gewürztem Hackfleisch. Die Dingsbumse kann man einfach so wegessen, sie machen sich aber auch gut auf einem Büffet oder als Partysnack. Ich habe den Blätterteig offen gebacken, man könnte den Dinsbums aber auch wie eine Blätterteigtasche backen, da gibt es seitens der EU (noch) keine Richtlinien.

Mittwoch, 18. November 2015

Nudeln mit mediterraner Tomatensauce


Das Gute an Schmorgerichten wie gestern ist, dass man oft am nächsten Tag noch oredentlich leckere Sauce hat, die man dann ganz einfach zu Nudeln essen kann. Das ist einfach und schnell und in der Kürze der Zeit, ist es keine andere Pastasauce mit mehr Geschmack gemacht. Ich hatte auch noch ein wenig Fleisch von gestern, dass kurz gebraten gut zur Sauce passte. Ich kann halt nicht so wirklich ohne.

Geschmortes Kotelett in mediterraner Tomatensauce


Auch wenn wir eine Ganztagsschule sind, ist Dienstags bei uns Mittags Schluss, weil der Nachmittag für Konferenzen, Teamtreffen und so weiter vorbehalten ist. Es kommt natürlich vor, dass auch mal gar nichts angesetzt ist und dann bin ich relativ früh zu Hause. Ein guter Zeitpunkt, um Schmorgerichte in Gang zu bringen. Die können dann ab frühem Nachmittag bis zum abendlichen Essen im Ofen sich selbst überlassen werden, während ich Zeit habe, mich um la familia, Haus und Hof oder andere Dinge zu kümmern.

Dienstag, 17. November 2015

Gratin Savoyard


Meine Solidaritätsbekundung mit La Grande Nation: ein klassisches Kartoffelgratin aus den Savoyen, das Gratin savoyard. Nach dem Gratin dauphinois und den Pommes de terre boulangères hätten wir damit die großen "Drei" auf diesem Blog abgehandelt. In Deutschland nimmt man es mit Gratins nicht ganz so genau und macht die irgendwie immer mit Sahne und Käse, in Frankreich ist man da etwas penibler. Gratin mit Sahne und ohne Käse (dauphinois) wird strikt von dem Savoyard ohne Sahne, damit aber mit Käse unterschieden. 

Grießpudding mit Beerensauce


Wir zäumen das Pferd von hinten auf und beginnen heute mit der Nachspeise. Gibt es bei uns nicht oft, aber Sätze wie "Bring doch noch mal einen Grießpudding mit, wenn du Einkaufen gehst" reizen mich dann doch, etwas Süßes herzustellen. Grießpudding ist eigentlich so einfach zu machen und von den Zutaten her so günstig, dass es keine Ausrede fürs Kaufen geben kann.

Montag, 16. November 2015

Cheat's Cottage Sandwich


Was passiert, wenn sich Hunger mit Zeitnot und völliger Inspirationslosigkeit vereint? Und wenn man dann noch Herrn Westerhausen nicht rechtzeitig den Kochlöffel aus der Hand nimmt ...

Die Ausgangslage sind Reste von gestern und die Devise gilt: wenn gar nichts geht, mach ein Sandwich draus oder überbacke es. Im Zweifelsfall beides, denn doppelt hält besser. Gut, es sieht dann nicht immer zwangsläufig auch doppelt so gut aus, aber es schmeckt wider Erwarten für drei.

Eine Cottage Pie ist eine Art Hackfleisch Ragout mit Kartoffelbrei und Käse überbacken. Hier haben ich ganz einfach Frikadellen statt Fleischsauce genommen und ein Sandwich daraus gemacht, also ein wenig geschummelt, deshalb auch der Name: Cheat's Cottage Sandwich.

Sonntag, 15. November 2015

Rosmarin Frikadellen mit Maismehl


Die Familie verlangte einmal mehr nach Kartoffelbrei und Rahmspinat. Kein Problem, von den gestrigen Pide war noch genug frischer Spinat über und mehligkochende Kartoffeln habe ich auch immer im Haus. Die Gattin isst gerne klassisch ein Spiegelei dazu und die Sous-Chefin bekam eine Wiener. Ich hatte neben Spinat aber auch noch Hackfleisch von gestern und das wollte ich schnell verbrauchen, bevor es ein Eigenleben entwickelt.

Samstag, 14. November 2015

Pide mit Schafskäse-Spinatfüllung


"Kommst du zur Party und bringst deine Kräuterbutter und Kartoffelsalat mit, Lars?"
"Klar, was brauchst du noch?"
"Nichts, ich kaufe nur noch ein paar pide vom türkischen Bäcker und..."
"Halt stop, Moment! Wer hat hier das hässliche Wort kaufen benutzt? Pide kauft man nicht, die macht man selbst (empörtes Ausrufezeichen)!"

Genau, also gibt es von meiner Seite her keinen schnöden Kartoffelsalat, sondern pide mit Schafskäse-Spinatfüllung. Und davon ordentlich.

Freitag, 13. November 2015

Fideuá - die reislose Nudel-Paella


Es soll ja bedauernswerte Zeitgenossen geben, die aus unerfindlichen Gründen keinen Reis mögen. Diesen Mitmenschen bleibt natürlich die wunderbare Welt der Paellas und Risottos verwehrt. Bisher zumindest, denn das muss eigentlich nicht sein. Man kann eine Paella auch ohne Reis machen. Schmeckt dann zwar etwas anders, aber trotzdem nach Paella. Man muss nur reisförmige Nudeln nehmen. In Valencia und auch in Katalonien sind das meist hohle Fadennudeln. Ich habe mich für griechische kritharáki (auch orzo oder risoni genannt). Das ist zwar nicht original spansich, sieht aber gut aus und ist lecker.

Donnerstag, 12. November 2015

Reste-Döner


Welchen Tag haben wir heute? Genau, es ist Dönerstag. Also gibts es Fleisch mit Grünzeug im Brot. Döner gibt es bekanntlich in drei Geschmacksrichtungen - "mit alles", "mit scharf" und "mit ohne scharf". Ich packe drauf (oder besser: rein) was gerade griffbereit und nicht bei drei auf dem Baum ist. Hat jemand die Meerschweine gesehen? Die waren doch eben noch hier ...

Abendbrot


Mein Abendbrot gestern. Vermutlich wird jetzt die Pegada (Patriotische Einzeller gegen die Arabisierung des Abendbrots) vor meinem Haus mit Fackeln und Mistgabeln auftauchen und inhaltlich, aber auch vor allem grammatikalisch fragwürdige Dinge in den Äther blasen. Sollen sie ruhig. Ich mach nicht auf. Aber trotzdem, eine Sache beschäftigt mich in dieser Hinsicht. Ich weiß nicht, ob das schon einmal untersucht wurde, aber das "Rechtsrutschen" in der politischen Gesinnung scheint im reziproken Verhältnis zur sprachlichen Kompetenz zu stehen. Es ist schon komisch, dass viele der Figuren, die die "deutsche Kultur" retten wollen, nicht einmal die grundlegendsten Regeln der deutschen Sprache beherrschen. 

Ich kann die Ängste vieler Menschen verstehen, aber die unmenschlichen Reaktionen nicht. Turnhallen anzünden um die deutsche Kultur zu retten? Hallo? Was kostet das den deutschen Steuerzahler?  Und überhaupt - deutsche Kultur? Goethe und vor allem Schiller hätten sich von diesem ungebildeten Pöbelpack entsetzt abgewandt, von deutschen Geistesgrößen wie Immanuel Kant einmal ganz abgesehen.

Wirtschaftsflüchtlinge? Ja, finde ich auch zum Kotzen. Parasitär den deutschen Staat schädigend. Für mich sind das aber Unternehmen, die Steuerbefreiungen bekommen und besonders deutsche (Sport)Stars, die ihre Steuern eben NICHT in Deutschland zahlen, weil sie in der Schweiz oder Monaco "wohnen". Klar man will unserem ehemaligen Formel Eins Star Schumacher nichts Böses wünschen und es geht ihm wohl gerade auch nicht gut, aber hätten deutsche "Vorbilder" wie er brav in Deutschland Steuern gezahlt, könnten wir - die schwarze Null steht ja immer noch - die "Flüchtlingskrise" aus der Portokasse bezahlen.  

Nur noch eins: Es gab einmal ein kultiviertes Volk in Mittel- und Südeuropa, das technisch und künstlerisch recht weit entwickelt war. Dann wanderten Horden von Immigranten mit einer fremder Kultur und Religion hier ein und verdrängten das andere Volk - teilweise auch mit Waffengewalt. Die Kelten haben gerade angerufen, sie wollen Europa von unseren germanischen Vorfahren zurück.

Wenn ich jetzt Leser verliere, ist mir das auch egal. Wer Brandstifter unterstützt, kann ohnehin nicht mein Freund sein. Das gilt natürlich auch für menschenverachtende Islamisten. Köpfe abschneiden ist dumm. Und wenn ich irgendwo Gast, also eingeladen bin, dann benehme ich mich auch so und versuche nicht, meinem Gastgeber vorzuschreiben, wie er seine Wohnung einzurichten hat. Und ich schneide ihm (oder ihr) auch nicht die Rübe vom Hals, nur weil auf dem Büffet Gurken waren, meine Religion mir aber fleischlose Speisen verbietet. 

Mittwoch, 11. November 2015

Fladenbrot - again


Fladenbrot ist so eine Sache. Ich versuche immer noch, es so schön weich und fluffig hinzubekommen, wie man es aus türkischen oder griechischen Bäckereien kennt. Die Beschaffenheit der Kruste gelingt mir schon ganz gut, nur die Krume ist noch etwas zu schwer. Geschmacklich hingegen ist hier aber auf jeden Fall mehr vorhanden, als im Gekauften.

Schneller Bohnensalat


Super einfach aber lecker: Salat aus weißen Bohnen. Da kann man ruhig zur Dose greifen, denn hier lohnt der stundenlange Einweich- und Kochprozess nicht, geschmacklich macht es keinen Unterschied und getrocknete Bohnen sind eben auch kein frisches Produkt.

Pollo alla Cacciatore


Im Winter ziehen die Vögel nach Süden, zumindest jene, die nicht in meinem Ofen landen. Und das geschieht momentan wieder häufiger, befinde ich mich doch offenbar gerade wieder in einer Hähnchenphase. Gestern - ich schreibe momentan etwas zeitversetzt - gab es Pollo alla Cacciatore, zu deutsch Hähnchen nach Jägerart. Das ist in etwa die italienische Antwort auf Coq au vin. Normalerweise wird das mit Rotwein zubereitet, regional aber auch mit weißem, dann gleicht es eher dem Elsässer Huhn. Nur mal so am Rande: eigentlich habe ich immer italienischen Rotwein im Haus, nur gestern, als ich italienisch kochen wollte, waren nur Franzosen zur Hand. Aber nicht weitersagen.

Dienstag, 10. November 2015

Polenta


Quo vadis Deutschland? Zum einen diese Bettelei in unseren Straßen. Es gab eine Zeit, da hat dieser große, niedersächsische Automobilkonzern seine Mitarbeiter noch so gut bezahlen können, dass jene ihre Familien adäquat ernähren konnten. Scheinbar geht das wegen etwaiger Strafzahlungen und Rückrufaktionen nicht mehr und die Leidtragenden sind wie immer die Kinder. Also wanderten heute am frühern Abend immense Massen hungriger Zwerge, lautstark den Namen "Martin" (natürlich der Herr Winterkorn) skandierend, von Tür zu Tür und bettelten um Süßigkeiten, die ihnen ihre Eltern offenbar nicht mehr kaufen können. Schlimm sowas.

Lachs-Brokkoli-Lasagne


Lasagne - muss man mehr sagen? Nein? Dann ist das Thema wohl beendet und ich kann hier jetzt Feierabend machen. Danke fürs Lesen.

Montag, 9. November 2015

Sauce Béchamel (Bechamel)


Warum habe ich das hier noch nicht als eigenständiges Rezept? Irgendwo versteckt habe ich das schon mal beiläufig beschrieben, aber ich denke, der Vollständigkeit halber brauchen wir hier einen eigenen Eintrag. Die Sauce Béchamel (im Deutschen manchmal aus Faulheit auch ohne accent aigu einfach: Bechamelsauce) ist eine der klassischen Grundsaucen und gehört zum kleinen Einmaleins des Saucenkochens. Im Prinzip kann man da auch nicht viel falsch machen, es sei denn, man vergisst die Sauce auf dem Herd, fährt Einkaufen und kommt eine Stunde später in eine völlig verqualmte Küche zurück - natürlich gerade erst renoviert - und findet eine schwarze, teerartige Masse in einem Edelstahltopf vor, der bereits in allen Regenbogenfarben schimmert. Da kann man den Topf gleich so entsorgen und zum örtlichen Blumenhändler fahren, um die Jahresproduktion an Rosen zu kaufen. Besser noch einen Sack Pralinen dazu - das kostet zwar, ist aber billiger als ein Scheidungsanwalt.

Sonntag, 8. November 2015

"Wok 'n' Roll all nite" oder: das Geheimnis, des zarten Hühnerfleisches


Jeder, der gerne beim Chinesen essen geht, wird sich schon einmal gefragt haben, warum besonders das Hühnerfleisch aus dem Wok so zart ist und dabei gar nicht trocken. Es wird immer wieder gemutmaßt, dies könnte mit geheimen Zutaten oder gar Glutamat zusammenhängen. Andere wiederum meinen, es sei die Marinade. Das stimmt schon eher, genau wie die Tatsache, dass man auf Grund der hohen Temperaturen in einem Profiwok so kurze Garzeiten hat, dass das Fleisch gar keine Zeit hat, auszutrocknen. Aber Marinade und Hitze sind nur ein Teil des Geheimnisses, dass ich mir hier sogleich zu lüften verhoffe. Meiner Ansicht nach ist nämlich besonders die Wahl des richtigen Fleisches von Bedeutung. Wir neigen aus Bequemlichkeit dazu, Brustfleisch zu verwenden. Das gilt als besonders gut, neigt aber auch dazu, trocken zu werden. Ich kann mir aber kaum vorstellen, dass man in Chinarestaurants ausschließlich teures Filet kauft, besonders nicht, wenn man an das Preis-Dumping bei Büffets denkt. Und in China selbst, wird sich das der Durchschnittsbürger auch nicht immer leisten können. Ich denke, man kauft ganze Tiere und verwendet die verschiedenen Teile dann auch für unterschiedliche Anlässe. Die Brust wird dann eher in Teig knusprig ausgebacken und für Wokgerichte nimmt man Schenkelfleisch. Das Häuten und Entbeinen macht zwar etwas Arbeit, aber wer je ein Wokgericht mit diesem Fleisch gemacht hat, wird mir recht geben: zart, weich, kein bisschen trocken. Mit einer guten Marinade und einem anständigen Wok mit starker Hitzequelle genau, wie man es aus Restaurants gewohnt ist.

Zufälliger Schweinebauch


Das sind so die Dinge, die mir so nebenbei aus Langeweile oder als Zufallsprodukt entstehen. Ich brauchte eine chinesische Brühe und habe dazu unter anderem ein Stück Schweinebauch mit Knochen und Schwarte verwendet. Nachdem die Brühe fertig war, sah das Stück aber noch so gut aus, dass ich es schlichtweg weiter verwerten musste. Also habe ich die Knochen einfach herausgezogen, Knorpel entfernt und das Fleisch über Nacht sozusagen glatt gepresst - siehe dazu "Flashback" unten. Heute wurde es dann einfach im Backofen aufgeknuspert. Dazu habe ich die Schwarte, die durchs Kochen schon schön weich war, mit einem Metallspieß ein paar Mal eingepikst und mit Eiswasser bestrichen. Den Rest hat dann der Backofengrill gemacht.

Samstag, 7. November 2015

Pollo Diablo mit der Salzplanke


Oh Mann - da denkst du, du weißt alles über Brathähnchen und dir könnte auf diesem Gebiet keiner mehr etwas vormachen und dann stellst du fest, du hast dir selbst nur etwas vorgemacht. Besser geht also immer und ich bin nur glücklich, dass ich das von mir selbst und keinem anderen erfahren durfte. Ich habe mir also in doppelter Hinsicht etwas vorgemacht. Die Idee, ein Hähnchen schmetterlingsartig aufzuschneiden und dann mit heißen Steinen zu garen, stammt natürlich nicht von mir, sondern ist vermutlich in allen Kulturen, in denen es Hühner und Steine gibt, seit Urzeiten praktiziert wurden. Lavasteine, Backsteine, Schamottsteine oder wie hier Salzsteine - you name, they've done it. Ich habe hier meinen dicken Pizzastein und die neulich erst gekauften Salzplanken verwendet, liege nun völlig satt genudelt in der Ecke und beginne, an die Macht der Steine zu glauben. Ein guter kulinarischer Abschluss, für einen Tag der schon lecker begann, ...

Freitag, 6. November 2015

Hackfleisch-Nudelauflauf


So, ich wollte mich dann mal zurückmelden. Mit einem schnöden Auflauf. Darf aber auch mal sein. Perfektes Essen, besonders für Partys, da es sich in großen Mengen vorbereiten lässt, recht einfach herzustellen ist und auch noch recht sättigend ist.

Dienstag, 3. November 2015

Halloween 2015: Kürbis Gehirn und ... ooops, ist mir übel!


Da hat Freund Kürbis wohl zu lange gefeiert, aber darüber muss man sich nicht den Kopf zerbrechen. Der absolute Hingucker auf jedem Halloween Büffet, dieser mexikanisch angehauchte Kürbis mit ... Problemen. Alles was wir brauchen ist ein Kürbis (wer hätte das gedacht?), Guacamole, Tortilla Chips und Käsedip. Die Chips wollte ich eigentlich auch selbst machen, das ist aber missglückt. Der Dip, auch Queso genannt, ist schnell gezaubert.

Halloween 2015: Froschmonster


Beitrag der Sous-Chefin zum Halloween-Grusel-Dinner: Froschmonster aus Apfel, Marschmellows, rotem Fondant, Marmelade und Weintrauben. Dazu Sternfrucht-Gurken-Blumen. Ich bin sehr stolz auf die Kleine, die ja gar nicht mehr so klein ist.

Halloween 2015: blutige Zombieknochen


Dieses Jahr war an Halloween irgendwie keine Zeit, etwas Grusliges auf den Tisch zu bekommen, aber aufgeschoben ist nicht aufgehoben. Dann findet die Zombie Apokalypse eben verspätet statt. Und was so ein richtiger Zombieknochen ist, wird ja nur besser, je mehr er reift. Happy Halloween, nachträglich.

Montag, 2. November 2015

Champignoncremesuppe


Champignoncremesuppe ist einfach zu machen. Tüte auf, Wasser drauf, umrühren. Fertig. Wer aber mehr als aufgequollenes Sägemehl in der Suppenschüssel haben will, geht die Sache natürlich frisch an. Das dauert dann auch nicht wirklich länger als die Fix Variante, also gibt es keine wirklich Entschuldigung für den Einsatz von Pülverchen aus der Tüte. Wichtig ist nur, dass wir Geschmack an den sonst eher aromatechnisch schwach aufgestellten Champignon bringen. Hier kann gar nicht oft genug erwähnt werden, dass Röstaromen von immenser Wichtigkeit sind, bringen sie doch die natürlich geschmackverstärkende Wirkung von Pilzen (umami) hervor.

Sonntag, 1. November 2015

Baigan kari - Auberginen in Senfsauce


Was ist denn hier los? Es ist Sonntag und Herr Westerhausen postet etwas vegetarisches? Ist er denn von allen guten (Halloween-) Geistern verlassen? Und dann auch noch so was unansehnliches? Ja, es stimmt. Eine Schönheit sind diese Auberginen in Senfsauce nicht. Wer darüber hinaus auch keine leicht bitteren Aromen mag, der liest gar nicht erst weiter, sondern schaut sich stattdessen "Grill den Henssler" an, der gerade eine Erdbeergazpacho machen durfte. Heute gibt es mal wieder indische Küche und da liebt man gelegentlich bittere Aromen.