Sonntag, 31. Januar 2016

Wackelpudding mit Vanillesauce


Wackelpudding - auch Götterspeise genannt - kann man fertig in Plastikbechern oder als Pülverchen kaufen. Vanillesauce gibt es in Flaschen oder im Tetrapack. Kann man alles aber auch sehr einfach und kostengünstiger selbst machen. Gerade der Pudding, der eigentlich nur aus einer trinkbaren Flüssigkeit und Gelatine besteht, ist im Nu selbst hergestellt und man hat die volle Kontrolle über die Intensität des Geschmacks und der Süße.

Rindfleisch mit Gemüse aus dem Wok


Ich bin ja immer froh, wenn ich von der Familie konkrete Essenswünsche bekomme. Dann eile ich sofort, sie zu erfüllen. Die Sous-Chefin wünschte sich etwas chinesisches mit Reis und wer bin ich, die Frucht meiner Lenden zu enttäuschen? Ich bin also sofort zur nächsten Weide gefahren, habe ein Rind totgekuschelt, mittels meines Zeitreiseimplantats ins Jahr 2010 gereist und eine Sojasauce angesetzt, dann weitere zehn Jahre  zurück, um auch eine Reiswein rechtzeitig fertig zu haben und hier nun das Resultat.

Freitag, 29. Januar 2016

Beer Brats


Heute geht es mal weniger um das Rezept an sich, sondern mehr darum zu zeigen, wie viel ich eigentlich von der Küche meines Heimatlandes verstehe, nämlich scheinbar gar nichts. Viele meiner amerikanischen Freunde erzählen mir immer wieder, wie sehr sie deutsches Essen mögen, insbesondere "Beer Brats". Das sind Bratwürstchen, die erst gegrillt und dann in Bier geschmort oder erst geschmort und dann gegrillt werden. Ich entgegne darauf immer, dass ich keinen hier kenne, der seine Würstchen so zubereitet und meine Freunde aus Übersee sind dann immer sehr überrascht. 

Donnerstag, 28. Januar 2016

Bayrische Creme mit Schokoladensauce


Heut gab es auf Wunsch der Sous-Chefin mal wieder ein Dessert. Eigentlich wollte sie ja Panna Cotta, die hatten wir aber schon öfter, also habe ich mich für eine bayrische Creme entschieden. Die ist so ähnlich, nur wie eine Zabaione mit Eigelb aufgeschlagen. Sehr lecker, findet auch ein Nachtischmuffel wie der alte Mann, der diese Zeilen tippt.

Nudelauflauf mit Hackfleischbällchen



Hackfleischbällchen gehen eigentlich immer und alles, was mit Käse überbacken wird, schmeckt doppelt lecker. Nudeln und Tomatensauce dazu - fertig ist ein sättigender Auflauf. In Italien würde man das wohl polpette al forno nennen. Sehr rustikal, optisch kein Wunderwerk der Ästhetik aber geschmalich einwandfrei.

Mittwoch, 27. Januar 2016

Soto Ayam - indonesische Hühnersuppe


Man kann es nicht immer allen recht machen und heute habe ich tatsächlich von der Familie vier Daumen nach untern bekommen. Also nicht ich, sondern die Suppe, die ich fabriziert habe. Ich fand die aber recht lecker, also kommt sie auch in den Blog. Zugegebenermaßen muss man schon diese Aromen von Knoblauch, Zitronengras, Ingwer, Limettenblättern und so weiter mögen, sonst sollte man jetzt mit dem Lesen dieses Artikels aufhören und woanders weiterschauen. Vermutlich gibt es auch nicht mehr als zwei Meinungen zu der Suppe. Entweder man fährt darauf ab oder es heißt: "Nein danke, nicht noch einmal". Ein gleichgültiges "Na ja" wird dies Gericht sicherlich kaum hervorrufen.

Dienstag, 26. Januar 2016

Nur mal so ... (Teil 63)

Heute war die letzte Notenkonferenz des Halbjahres - genau genommen "Laufbahnkonferenz in der Einführungsphase" (bei uns als "G9-Schule" Jahrgang 11) - und ich war später als sonst zu Hause, also haben wir faulerweise etwas vom Chinesen im Dorf, der eigentlich Vietnamese ist, bestellt. Kann man mal machen, obwohl mir in letzter Zeit frittierte Ente auf den Magen schlägt. Aber aus manchen Fehlern wird man halt nicht klug ... 

Da ich aber trotzdem etwas schreiben wollte, habe ich kurzerhand das Fotoarchiv durchstöbert. Dabei sind mir ein paar interessante Dinge untergekommen, die ich bisher noch nicht veröffentlicht habe, meist Gerichte aus der Zeit vor dem Blog. Seitdem ist so viel neues dazugekommen, dass die alten "Schätze" fast in Vergessenheit geraten sind. Da es aber meist Einzelbilder sind und keine Zutaten- oder Zubereitungsfotos existieren, packe ich die Sachen jetzt nur mal so zur Ansicht einen Beitrag, aber ohne Rezepte. Viele Elemente sind auch schon in anderer Form im Blog zu finden, sonst darf man gerne nachfragen.  

Montag, 25. Januar 2016

Linsensuppe


Hin und wieder lasse ich mich  durch den Blick in fremde Einkaufswagen inspirieren. Wenn ich da ein Fertiggericht oder Dosenfutter sehe, entsteht in mir oft der Wunsch, das Ganze von Grund auf frisch selbst zuzubereiten. So wie neulich, als ich eine Dose Linseneintopf (mit Würstchen) ersapähte. Ich habe nicht auf die Zutatenliste geschaut, vermute aber die üblichen Verdächtigen wie Hefeextrakt, modifizierte Stärke, irgendwelche Verdickungs- und Antioxdationsmittel und Citronensäure. Letztere wird tatsächlich mit "C" geschrieben und stammt nicht aus gepressten Zitrusfrüchten, sondern wird heutzutage biotechnisch unter Zuhilfenahme eines Schimmelpilzes  (Schwarzer Gießkannenschimmel oder Aspergillus niger) gewonnen. Gut, wir essen ja auch Schimmelkäse und freuen uns über den weißen Belag auf einer guten Salami. Trotzdem möchte ich die Linsensuppe schimmelfrei genießen. Heute wird es also deftig.

Sonntag, 24. Januar 2016

Pizza mit Blumenkohl und Schinken


Was tun, wenn man eigentlich Lust auf Pizza hat, aber noch Reste von gestern übrig sind? Genau. man verwertet diese für den Belag. Da geht bei Pizza fast alles, auch wenn man ab einem gewissen Punkt riskiert, eine Einladung aus Neapel zu bekommen, um den Vesuv von innen betrachten zu können. Aber das soll uns nicht abhalten und erlaubt ist, was schmeckt. Bei Pizza war ich früher eigentlich immer Puritaner, mittlerweile bin ich da recht schmerzfrei. Und immer nur Margherita wird im Blog auch langweilig.

Samstag, 23. Januar 2016

Kasslerbraten aus dem Römertopf


Im Vergleich zu meinen wilden Tagen bin ich zwar deutlich ruhiger und bürgerlicher geworden, hin und wieder kommt aber doch noch der Rebell in mir zum Vorschein. So zum Beispiel heute. Da habe ich einen Sonntagsbraten gemacht, obwohl wir erst Samstag haben. Auch wenn jetzt alle schreien: "Knüpft diesen Anarchisten auf, bevor das Abendland zugrunde geht!" - ich stehe zu meiner Tat, denn das Ergebnis rechtfertigt sie. Super zartes und saftiges Fleisch - aber etwas anderes war ja beim Einsatz eines Römertopfes nicht zu erwarten. Ich liebe dieses Gerät und finde es immer wieder schade, dass es heutzutage so wenig Beachtung erfährt und Leute lieber in Plastikbratschläuchen garen.

Freitag, 22. Januar 2016

Auch die Engel essen Bohnen


Ich hatte ja schon die Tage erwähnt, dass ich momentan weniger Zeit zum Kochen habe. Zum Glück habe ich noch ein oder zwei Pfeile im Köcher, beziehungsweise Rezepte im Archiv. So komme ich heute dazu, meine "aus Film, Funk und Fernsehen" Rubrik weiterzuführen. Wenn ich jetzt von Carlo Pedersoli und Mario Girotti spreche, wissen wohl nur Besitzer des internationalen Lexikons des Films, Leute die sich intensiv auf "Wer wird Millionär" vorbereiten oder wahre Fans, von wem die Rede ist. Nenne ich aber die Namen, unter dem die beiden Herren bekannt worden sind, weiß wohl jeder Bescheid: Bud Spencer und Terence Hill. So ein bisschen wie Asterix und Obelix haben die beiden sich durch zahlreiche Filme geboxt und  - auch dank der deutschen Synchronisation - gekalauert. Entweder man mag die Filme oder man mag sie eben nicht. Genau wie Bohnen in Tomatensauce. Habe ich früher nie gemocht und bin deshalb auch kein Cowboy geworden. Mittlerweile mag ich sie sehr gerne. Ihre Treibhausgase verursachenden Nebenwirkungen eher weniger.

Donnerstag, 21. Januar 2016

Pikantes Rührei


Was ist denn das? Schon wieder so ein schneller Kram? Gehen Herrn Westerhausen etwa die Ideen aus? Mitnichten, nur Zeit ist momentan ein rares Gut. Da ich gerne zusammen mit der Familie esse und die Kleine auch irgendwann einmal ins Bett muss, habe ich da oft nur ein enges Zeitfenster. Heute sogar noch enger als gestern und morgen wird es auch nicht besser. Da muss es wieder schnell gehen und das hier ist noch schneller als gestern.

Mittwoch, 20. Januar 2016

Fettucine mit Huhn und Auberginen alla panna


Momentan ist Zeit Geld. Gestern wurde es wegen einer Lehrerbandprobe spät, heute habe ich auch nicht wirklich viel Zeit, also gibt es ein schnelles Essen. Fastfood, so wie ich es mag. Die Sauce braucht nicht länger, als Nudelwasser aufkochen und Pasta darin garen. Trotzdem frisch, lecker und sättigend.

Montag, 18. Januar 2016

Mulligatawny Suppe mit Huhn - the same procedure as every year, James


In den USA sind "TV Dinners" ein feststehender Begriff. Man bezeichnet dort damit ein Fertigericht, meist in Aluschalen, dass im Ofen oder der Mikrowelle aufgewärmt ganz einfach beim Fernsehen konsumiert werden kann. So etwas ist bei mir natürlich absolut Tabu, aber ich habe schon lange vor, dem Begriff eine neue Bedeutung zukommen zu lassen. Ich schaue zwar selten bis nie Fernsehen - unterhaltungstechnisch für mich das Äquivalent zum Fertiggericht - aber trotzdem weiß ich, dass auch in Filmen oder ähnlichem Essen oft eine Rolle spielt. Ich dachte mir, es wäre eine gute Idee, einmal berühmte Film-, Funk- und Fernsehgerichte nachzukochen. Dabei meine ich keine Kochshows, sondern wirklich Filme, Serien, Hörspiele und dergleichen. Gut, es wird vermutlich kein klingonisches Gagh geben (oder doch?) aber es gibt auch andere nette Sachen. 

Mozzarella in carrozza


Ich weiß zwar nicht, wer nun den Käse zum Bahnhof gerollt hat, aber dieser Mozzarella hier ist auf jeden Fall in der Kutsche unterwegs - in carrozza. Gut, es geht nicht zum Bahnhof, dafür aber in die Pfanne und damit uns der Käse da nicht in alle Himmelsrichtungen zerläuft, dienen Brotscheiben als Kutsche auf dem Weg durch das Bratfett und von dort zum zum Teller. Ja, die Menschen in Neapel wissen sich halt zu helfen und haben so einen leckeren Klassiker geschaffen, der die Zierde eines jeden Antipastitellers sein kann. Aber auch im angrenzenden Latium ist "Mozzarella in der Kutsche" beliebt. Ich stelle heute hier drei Varianten vor. Also, einsteigen, die Türen schließen und den Kutscher während der Fahrt nicht ansprechen.

Sonntag, 17. Januar 2016

Backfisch


Es ist immer wieder schön, wenn man ein Gericht mit einem zufriedenen Lächeln von der to-do Liste streichen kann, obwohl ich schon manchmal den Eindruck habe, dass für jedes erledigte Vorhaben, fünf neue im Ideenspeicher auftauchen. Das ist irgendwie eine kulinarische Hydra, aber ich will mich nicht beschweren. Besser so, als anders herum. Backfisch wollte ich schon ewig machen und ich bin Monika Thomaier sehr dankbar, dass sie ihr tolles Rezept auf ihrem Blog mit der Öffentlichkeit geteilt hat. Ich habe mich weitgehend an ihr Rezept gehalten, jedoch zwei kleine Änderungen vorgenommen. Zum einen habe ich die Eier getrennt und das Eiweiß aufgeschlagen (hat Monika selbst in den Kommentaren zu ihrem Rezept vorgeschlagen) und zum anderen Kurkuma verwendet, damit der Teig eine schöne Farbe erhält. Das nächste Mal werde ich noch ein bis zwei Esslöffel Öl an den Teig geben und statt Vollei nur Eiweiß nehmen. Das soll angeblich helfen, dass der Teig schön knusprig bleibt. Außerdem kann ich dann die Eigelbe für den Mayonnaiseansatz der Remoulade verwenden und verschwende nichts.

Albondigas in Tomatensauce - Albóndigas en salsa de tomate


Kleine Hackfleischbällchen sind als Snack fast überall beliebt. Wir kennen sie als schwedische Köttbullar, italienische Polpette, italo-amerikanische Meatballs zu Spaghetti oder heimische Mini-Frikadellen. In Spanien heißen die Bällchen Albóndigas und zählen zu den Tapas. Oft werden die Dinger in Tomatensauce serviert, es gibt aber auch hier viele Varianten. Ich habe gestern ganz klassisch Albóndigas en salsa de tomate gemacht.

Tarte Tatin


Wenn ein Rezept zur einen Hälfte von Paul Bocuse und zur anderen von Gordon Ramsay stammt, dann muss es an der eigener Unfähigkeit liegen, wenn es nicht schmeckt. In dieser Hinsicht habe ich Glück gehabt, denn am Geschmack war nichts auszusetzen. Ganz zufrieden war ich aber dennoch nicht, aber das bin ich ja auch selten.

Eine Tarte Tatin  wird umgedreht, also mit dem Boden nach oben gebacken. Vermutlich ist sie durch ein Missgeschick passiert. Man kann anstelle der Äpfel auch anderes Obst, wie zum Beispiel Birnen nehmen. Ramsay nimmt Blätterteig, ich bin hier Bocuse gefolgt und habe einen Mürbeteig verwendet. 

Freitag, 15. Januar 2016

Vegetarische Bratnudeln



Herr Westerhausen kann nicht ohne Fleisch? Ha, das wollen wir doch mal sehen. Zum einen ist - und ich kann es gar nicht oft genug sagen - die Rubrik "Vegetarisch" die größte hier bei mir, zum anderen kann man gerade Pasta fleischlos servieren und trotzdem Geschmack auf dem Teller, oder wie hier, in der Schale haben und sogar davon satt werden. Fleisch als Hauptbestandteil einer Mahlzeit mit ein wenig Alibi-Gemüse als Beilage ist dem chinesischen Esser vom Konzept her eher fremd und man ist eher auf ein harmonisches Mengenverhältnis der einzelnen Zutaten bedacht. Ausnahmen bestätigen auch hier die Regel.

Donnerstag, 14. Januar 2016

Nur mal so ... (Teil 62)


Warum jetzt eigentlich auch Rickman? War der etwa heimlich Leadgitarrist? Und, liebe Anke aus M. - wie war das noch mal mit "immer drei in einem kurzen Zeitraum"? das war je nachgerade prophetisch. Aber egal, die Finger sollen natürlich nicht nur für Promis stehen, sondern ein Zeichen für und von allen Betroffenen sein. Es lohnt sich immer zu kämpfen.

Mittwoch, 13. Januar 2016

Überbackenes Lachsfilet


Das Kalenderjahr hat gerade erst begonnen, das erste Schulhalbjahr neigt sich dennoch aber dem Ende entgegen. Das bedeutet, dass bald Zeugniskonferenzen sind und vorher die Noten festgesetzt sein müssen. Mit anderen Worten, bis zum Wochenende muss der Kater gekämmt sein. Das heisst auch, weniger Zeit zum Kochen. Heute also ein Expressgericht. Nichts weltbewegendes, aber lecker. Tomate und und Mozzarella sieht natürlich zunächst sehr italienisch aus, aber wer die Abneigung der Stiefelbewohnener gegen die aus ihrer Sicht barbarische Kombination von Fisch und Käse kennt, wird verstehen, warum ich das hier nicht als "italienisch" deklariere.

Montag, 11. Januar 2016

Westafrikanischer Hühnereintopf mit Erdnusssauce


Heute mal wieder ein kleines Beispiel an dem man sehen kann, wie Herr Westerhausens Verstand tickt, wenn es sich um Inspirationen das Essen betreffend handelt. Dazu muss ich aber erst einmal ein wenig ausholen. Offenbar ist es momentan für Musiker gefährlich, von mir verehrt zu werden. So ist heute, nur kurz nach Lemmys Tod, meine Welt erneut ein Stück grauer geworden. Zwei meiner Lieblingsmusiker innerhalb von vierzehn Tagen zu verlieren ist schon heftig. Offenbar plant da oben irgendwer, eine neue Megaband zu gründen und sammelt fleißig Bandmitglieder. Vielleicht sollte jemand mal nach Keith Richards schauen, denn ein Gitarrist fehlt da noch. Aber das nur am Rande. Mich interessiert natürlich auch immer, was Leute so gerne essen. Bei Lemmy wenig ergiebig, denn der war nach eigener Aussage ein Freund von kaltem Essen. Das hat er sich wohl so in seiner armen Jugend angewöhnt, wo er sich von den kalten Resten, die andere übrig ließen, ernährte. Außerdem mochte er nichts mit Zwiebeln, eine Eigenart, die er mit Ringo Starr teilte. Bei David Bowie sieht das anders aus, da habe ich gelesen, dass er geröstete Plantanen geliebt hat, also war mir klar, dass es diese als Tribut an den "Thin White Duke" geben sollte.

Gebratene Plantanen


So, wer heute diese Seite aufruft, weil er sich Low-Carb Rezepte erhofft, sollte möglichst schnell auf den Hacken kehrtmachen und in Gegenrichtung abmarschieren. Heute gibt es die geballte Ladung Kohlehydrate und das ist auch gut so. Plantanen - auch Kochbananen genannt - hatte ich persönlich noch nie, war also gespannt, was mich da erwartete. Das  hier ist ein wirklich minimalistisches Basisrezept, das man natürlich, so wie in Westafrika gerne gemacht, durch die Beigabe von Chili und Ingwer noch verfeinern kann. Ich wollte hier aber den puren Geschmack der Frucht und habe sie Natur belassen.

Sonntag, 10. Januar 2016

Helles Hackfleischragout mit Paprika und Pilzen


Als Kind mochte ich ja bekanntlich nichts tomatiges. Folglich kam auch Bolognese für mich nicht in Frage. Da wäre das hier genau das richtige gewesen und tatsächlich hat meine Mutter immer gerne etwas gekocht, das wir ganz kreativ "Reis mit Hack und Pilzen" nannten. Im Prinzip ist es auch nichts weiter, als eine Variante des Ragù bianco, das ich schon im letzten August präsentiert habe. Diesmal aber Rindfleisch, Paprika und Räucherspeck. Alles in allem schnell gemacht und lecker, das rechtfertigt einen eigenen Rezepteintrag.

Freitag, 8. Januar 2016

Mongolian Beef


Nachdem das chinesische Wokhühnchen gestern zumindest bei der Familie sehr gut ankam, entschloss ich mich heute, auf dieser Welle weiterzureiten und wieder ein chinesisch inspiriertes Rezept umzusetzen. Zur Abwechslung sollte es mal etwas mit Rindfleisch sein. Ich erinnerte mich dann an "Mongolian Beef". Das habe ich in verschiedenen Versionen, besonders auf amerikanischen Kochseiten gefunden. Nun muss man wissen, dass dieses Rindfleisch Gericht genauso wenig mongolisch ist, wie Ivan Rebroff Russe oder Freddy Quinn Seemann. Es ist, ähnlich dem Chop Suey, zwar von Chinesen erfunden worden, wohl aber erst im amerikanischen Exil. Das Gericht wurde schnell in ganz Nordamerika beliebt und die Benennung als "mongolisch" sollte wohl vor allem die exotische Note unterstreichen. 

Diesen Mechanismus kennen wir in Deutschland - zumindest die älteren Semester unter uns - vom ersten deutschen Fernsehkoch Clemens Wilmenrod. Der gab seinen Phantasieprodukten so klingende Namen wie Toast Hawaii, arabisches Reiterfleisch oder venizianischer Weihnachtsschmaus, um so dem Ganzen einen Hauch von Authenzität zu verleihen. Sehenswert in diesem Zusammenhang auch die Herstellung des unsäglichen "bretonischen Heringssalats".

Donnerstag, 7. Januar 2016

Hühnerfleisch mit Gemüse aus dem Wok



Nach einer deutlich italienisch / französischen Phase stand der Sippe heute der Sinn nach etwas Fernöstlichem. Also habe ich den Wok hervorgekramt und mich ans Schnippeln gemacht. Gekocht habe ich auf dem Gasherd, die schweren Geschütze müssen auf den Sommer warten.

Mittwoch, 6. Januar 2016

Aus gegebenem Anlass: Interview mit mir selbst


Dies hier wäre dann der tausendste Eintrag in etwas über zwei Jahren. Grund genug für ein Interview mit dem Betreiber dieses Blogs. Da mich aber keiner um ein Interview bittet, muss ich das halt selbst machen.

Süßkartoffel-Kürbissuppe


Ich hätte da noch von gesten ein Süppchen nachzumelden, dass hervorragend in die Jahreszeit passt und schnell gemacht ist. Wir waren ja am ersten Weihnachtstag von den Schwiegereltern zum Essen in einem Restaurant eingeladen und die Gattin hatte vorweg eine leckere Süßkartoffel-Kürbissuppe. Klar, dass ich das irgendwie nachkochen musste. Im Restaurant waren noch Stückchen gerösteter Marone dabei, die denken wir uns hier einfach mal hinzu.

Dienstag, 5. Januar 2016

Fougasse ... und Entenbrust pronvenzialisch


Fougasse, das ist die französiche, genauer gesagt pronvenzialische Schwester der italiensichen Focaccia. Von nature oder mit würzigen Zutaten bis hin zu süß als Dessert ist alles möglich. Ich habe mich hier für eine Version mit Oliven und Rosmarin entschieden. Eigentlich wollte ich die Fougasse schon zu meinem provenzialischen Huhn backen, habe es aber im Weihnachtsstress ganz vergessen. Drei schöne Entenbrüste und allerlei mediterranes Gemüse boten aber heute eine gute Entschuldigung, Versäumtes nachzuholen.

Kräuter der Provence - Herbes de Provence


Man wird ja so langsam misstrauisch. Nahezu kein Mensch in Indien kennt Currypulver, auf die Frage nach "Wokgewürz" würde man in China nur in unverständige Gesichter schauen und "tomato al gusto" wäre für den Italiener schon sprachlich ein Buch mit sieben Siegeln. Gut, wir alle wissen inzwischen, dass Toast Hawaii in etwa so süd-pazifisch ist, wie meine Großmutter mütterlicherseits vom Stamme der Sioux stammt. Aber was ist eigentlich mit der Gewürzmischung "Kräuter der Provence", die in jedem guten deutschen Gewürzregal zwischen "Kerbel (gerebelt)" und "Kümmel (ganz)" steht? Kennt man das in der Provence überhaupt oder ist das auch nur wieder so eine clevere Werbe-Chimäre oder ein perfider Marketing Schachzug, um staubige und ansonsten unverkäufliche Gewürzpulverreste unter klingendem Namen an die Kunden zu bringen? Wir finden es heraus. Wesfood 16/01 - knallhart recherchiert und investigativ nachgefragt. Bleiben sie dran, ich zähl auf sie. 

[Pseudo-kompetenter, Besorgnis vorgaukelnder Blick in die Kamera, dramatische Musik, fade-out]

Montag, 4. Januar 2016

Penne alla Monzese


Alljährlich findet im Königlichen Park der norditalienisichen Stadt Monza (Lombardei) ein Rennen der Königsklasse des Motorsports, nämlich der Formel 1 statt. Ebenso schnell, wenn auch erheblich leiser, ist dieses Gericht und passend zu Park und Rennserie kommt der König der Gewürze, nämlich Safran zum Einsatz.

Mango-Bananen Drink


Das hier ist ganz spontan entstanden, als ich am heutigen Eintrag schrob schrieb. Im Wohnzimmer nbebgenan fand folgender Dialog statt:

"Mama, ich möchte gerne mal so einen Mango-Smoothie trinken".
"Dann sag deinem Vater, er soll morgen eine Mango mitbringen".

Wozu mitbringen? Der kluge Mann sorgt vor. Ein Gang in die jetzt kühle Sommerküche - ideal zum Lagern von Obst - und ich hatte meine Mango. Und eine Banane. Und eine Limette. Dummerweise hatte ich keinen Joghurt, aber auch das ist kein Problem. Etwas Crème Fraîche mit Milch verrührt geht auch.

Sonntag, 3. Januar 2016

Pasta mit Tomaten, Rucola und Feta


Das wird hier noch zum Pasta Blog, aber im Moment brauche ich leichte und schnelle Gerichte, denn ich benötige die Zeit für andere Dinge. Zum Beispiel die Bilder der letzten beiden Tage erneut hochzuladen, weil ich vergessen habe, auf "wesfood 2016" umzustellen. *hüstel*.

Heute habe ich die Trompetennudeln aus der Nudelmanufaktur Huber im österreichischen Innviertel probiert. Nein, das ist keine Werbung, ich bekomme nichts dafür geschenkt und ich bin zahlender Kunde.

Samstag, 2. Januar 2016

Spagehtti all'amatriciana


Nudeln spielen natürlich in der italienischen Küche eine große Rolle und werden im Rahmen eines mehrgängigen Menüs als primo piatto, also erster Hauptgang serviert. Secondo piatto ist dann meist ein Fleisch- oder Fischgericht. Reden wir in Deutschland von Pasta, denken wir meist an eine Bolognese oder Carbonara. Dabei ist diesen fantastischen Gerichten hierzulande soviel Leid zugefügt worden, dass es fast ein Fall für die UN-Menschenrchtskommission ist. Durch die Zugabe von allerlei unnötigem Zutaten zur Unkenntlichkeit entstellt oder schlichtweg mit der falschen Pasta serviert - es lässt den italienischen Koch (oder die Köchin) schlichtweg erschaudern, was wir mit den kulinarischen Kostbarkeiten des Stiefellandes anstellen. Nun leben wir in einem freien Land und man kann, wenn man möchte, natürlich Toffifee oder Tzatziki in seine Ministrone kippen, aber man muss nicht. Ja, auch ich habe mich zeitweilig beim Thema Pizza mitreißen lassen, aber im Augenblick bin ich ein Akolyth der reinen Lehre.

Freitag, 1. Januar 2016

Frohes neues Jahr!


So, ich hoffe, ihr seid alle gesund und munter in 2016 angekommen. Möge dieses Jahr euer Jahr werden. Wir hatten hier einen vergleichsweise ruhigen Jahreswechsel, obwohl dieses Mal anscheinend viel mehr als in den letzten Jahren geböllert wurde und zeitweilig eine Dunstglocke über der Straße hing, die an aktuelle Bilder aus Peking erinnerte. Da möchte man über Feinstaubbelastung und Klimaschutz gar nicht nachdenken. Aber so ist es halt und in 365 Tagen - Achtung Schaltjahr! - ist es schon wieder Silvester. Vielleicht ist da dieser Krabbencocktail etwas fürs nächste Jahresabschluß-Dinner. Nein, dieser hier wird natürlich kein Jahr halten, denn bei Meeresgetier ist es anders als zum Beispiel bei Wein und Käse. Eine tote Garnele altert nur mit wenig Würde.