Montag, 29. Februar 2016

Tortilla mit spanischer Fuet, Gemüse und Manchego


Mir steht es mal wieder etwas vor dem Magen und auch die Familie wünschte etwas Leichtes, da ist ein Eiergericht oft eine gute Wahl. Was dem Franzosen seine Omelette (ist im Französischen feminin) und dem Italiener seine Frittata, ist dem Spanier die Tortilla. Die darf man natürlich nicht mit dem mexikanischen Gericht gleichen Namens verwechseln. Hier wird nichts in Fladen einwickelt, sondern eine Art würziger Pfannkuchen gebacken. Die Verwendung von spanischer Fuet-Wurst - die ich der Chorizo jederzeit vorziehe - und Queso Manchego legen eine Einsortierung unter dem Begriff "Spanisch" nahe. Mit einer harten Salsiccia und Pecorino wäre es aber genausogut italienisch, aber irgendwas muss ich ja als Label angeben.

Sonntag, 28. Februar 2016

Aus Jugend und Kindheit (Teil XI): Pizza Funghi


Wir schreiben das Jahr 1992. Zwei junge Männer, beide Anfang Zwanzig, sitzen im Wohnzimmer einer Altbauwohnung. An den Wänden hängen Heavy Metal Poster und Plakate von Horrorfilmen. Die Aschenbecher sind voll und die einzige Zimmerpflanze ist welk. "Die musst du mal gießen" - "Nee, hat lange genug gedauert, bis das Vieh endlich verreckt ist". Die beiden Kerle, jeder mit Haaren bis zur Taille, haben die Welt um sich herum vergessen. Nein, hier sind keine Drogen im Spiel und was da über den Bildschirm des Fernsehers flimmert ist auch kein FSK18 Film. Es ist ein Videospiel, dass die beiden fesselt. Nicht irgendeins, sondern DAS Videospiel: The Legend of Zelda - A Link to the Past. Absoluter Kult.

Samstag, 27. Februar 2016

Frittierte Wantans


Gestern gab es ja Wan-Tan-Suppe, aber das war nicht alles. Ich habe nämlich auch noch ein paar Wan-Tans frittiert. Bei uns gibt es das meist als Vorspeise oder Snack, in China, wo man kaum feste Menüfolgen kennt, laufen die frittierten Teigtaschen am ehesten unter dem Label dim sum, kleinen Gaumenkitzlern, die man gern zum Frühstück, zum Mittag oder zum Nachmittagstee isst.

Freitag, 26. Februar 2016

Wan-Tan-Suppe


Es ist schon erstaunlich, wie so manche Gerichte scheinbar unabhängig voneinander an völlig verschiedenen Orten der Welt entstanden sind. Lange ging man davon aus, das Marco Polo die Nudel aus China nach Italien brachte. Das ist aber mittlerweile wiederlegt, da man weiß, dass bereits in der Antike Nudeln auf dem Speiseplan der Europäer standen. Trotzdem mögen sie ein Import aus dem fernen Ostens sein, denn es gab, zumeist indirekte Kontakte zwischen den Staaten der Antike und dem fernen Reich der Mitte. Und wenn es kulturellen, philosophischen (viele griechische Denker hatten eindeutig Kenntnis fernöstlicher Philosophie) oder wirtschaftlichen Austausch gab - römisches Glas gegen chinesische Seide - warum da nicht auch kulinarischen? Die ungeheuer leckeren Tortellini in brodo alla Bolognese waren bisher immer eine meiner Lieblingssuppen. Ich sage es ja nicht gerne, aber die haben hier eine ernsthafte Komkurrenz (oder Vorbild?) gefunden. Mehr noch. Man soll ja mit Superlativen vorsichtig sein, aber das hier ist geschmacklich eine der besten Suppen, die ich je gegessen habe. 

Donnerstag, 25. Februar 2016

Spaghetti mit Tomaten-Olivensauce à la Griechenland


Das süß-saure Knusperhuhn gab es schon gestern, ich bin bloß abends nicht mehr zum Schreiben gekommen. Heute gab es dann eine schnelle, recht würzige Pasta, bei der ich mir erlaube, sie auf Grund der verwendeten Zutaten als "griechisch" zu klassifizieren. Ich hätte das auch Spaggéti Mikonos nennen oder sonst einen Fantasienamen erfinden können, aber ich bin ja weder Clemens Wilmenrod noch Loriot. Da fällt mir ein, auch die "Kalbshaxe Florida" fehlt noch in der Rubrik Aus Film, Funk und Fernsehen.

Knuspriges Huhn süß-sauer


Es ist schon erstaunlich. Da koche ich so oft chinesische Sachen, aber habe ich ein hier den (Restaurant-) Klassiker "Hühnchen süß-sauer"? Man sollte meinen ja, aber denkste, Puppe! Dieser Zustand bedarf sofortiger Intervention, also ran an den Wok.

Dienstag, 23. Februar 2016

Hähnchenfleisch mit Gemüse


Ich habe festgestellt, dass ich zwischen den Mahlzeiten völlig vegetarisch lebe. Wenn ich die Buffalo Biker Boots ausziehe und Hosenträger statt Ledergürtel trage, sogar vegan. Das wären dann gut 95% Prozent des Tages. Das beruhigt mein Gewissen ungemein und auch für das heutige Gericht mussten keine Delfine sterben.

Sonntag, 21. Februar 2016

Nuss-Nougat-Creme


Es gibt Dinge, die  muss man im Leben einmal versucht haben. Da gibt es natürlich die Klassiker, wie Kinder bauen, Häuser pflanzen oder Bäume zeugen, aber andere Dinge sind auch von Wichtigkeit. James Joyce lesen. Ossobuco kochen. Versucht haben, einem Polizisten die Mütze abzukaufen. Filme der Coen-Brothers gut finden. Nuss-Nougat-Creme selbst machen gehört auch dazu. In dieser Liste kann ich seit gestern das letzte Häckchen für "erledigt" setzten. Obwohl, einfach war es nicht. Das Rezept, dass mir als Vorlage diente, erwies sich als wenig praxistauglich und ich musste ordentlich improvisieren und werkeln, so dass das vorher gemachte Zutatenbild nicht wirklich mit dem, was im fertigen Produkt letztendlich drin steckt, übereinstimmt und ich es deshalb einfach weglasse. 

Samstag, 20. Februar 2016

Pop Cakes


Die Sous-Chefin hat ihre Leidenschaft fürs Backen entdeckt und beginnt somit die Lücke zu schließen, die ich auf diesem Gebiet bisher so sträflich klaffen lasse. Das muss natürlich unterstützt werden und als der Wunsch an mich herangetragen wurde, Pop Cakes zu backen, bin ich auch gleich los geeilt, um eine spezielle Backform für diese Leckerei der Menge des heimischen Maschinenparks hinzuzufügen. Wenn das so weitergeht, wird hier bald die Stelle als Zeugwart/-wärtin ausgeschrieben.

Freitag, 19. Februar 2016

Krabby Patty - Krabbenburger


Wer wohnt in 'ner Ananas ganz tief im Meer? Es ist Burgertag und einen habe ich noch, bevor sie kommen, um mich abzuholen. Ich habe nämlich geschafft, woran Plankton (nein, das ist kein griechischer Philosoph) stets scheiterte und konnte Mr. Krabs die geheime Formel abluchsen. Da kuckste, Minjung?

The Big Kahuna Burger


Cineasten werden ihn kennen, den Big Kahuna, in den Jules Winfield, alias Samual L. Jackson, im Kultfilm Pulp Fiction so genüßlich beißt. Nun kenne ich nicht das Originalrezept, aber Kahuna klingt für mich irgendwie nach Hawaii und da darf Ananas nicht fehlen. Auf einer amerikanischen Seite fand ich auch das Rezept für die Sauce und die Idee mit der Teriyaki Sauce. Da dachte ich mir "This is a tasty Burger". Somit hätten wir einen weiteren Beitrag für die Rubrik "Aus Film, Funk und Fernsehen".

Thaiburger mit Erdnusssauce


Alle Welt macht Thaiburger, da kann ich mich ja auch nicht lumpen lassen. Wie man vielleicht weiß, liebe ich die Thai-Küche, weil sie sehr vielseitig, dabei aber besser und authentischer zu Hause nachgekocht werden kann, als die chinesische. Auch wenn die thailändische Küche sehr kreativ ist, hat man auch das eine oder andere von Nachbarstaaten, wie zum Beispiel Malaysia oder Indonesien, übernommen. Ein gutes Beispiel sind hier Sate Spieße mit Erdnusssauce. Dies ist dann auch die Inspiration hinter diesem Burger.

Donnerstag, 18. Februar 2016

Spaghetti mit Hackfleisch


Was ich gerade durchgemacht habe, möchte ich keinem anderen Blogger wünschen. Heute Nachmittag fordert mich google+ auf meinem Smartphone auf, mich neu einzuloggen und meinen Account zu verifizieren, mit Sicherheitscode per SMS und allem Pipapo. Dann will ich meinen Blog aufrufen und siehe da, er ist verschwunden. Dort, wo mein Dashboard war, prangt einen Nachricht von blogger.com, dass mein Blog gelöscht wurde, da er gegen die Nutzungsbedingungen verstoßen hätte. Sofort halber Herzkaspar und vor den Augen weißes Rauschen! Verschwommen sehe ich noch einen Knopf, der mir ermöglicht, Einspruch gegen die Löschung einzulegen. Sollte ich dies nicht tun, würde der Blog nach 90 Tagen endgültig gelöscht werden. Natürlich klicke ich da sofort drauf. Wieder ein Sicherheitscode per SMS. Außerdem muss ich aus einem Haufen Bilder jene anklicken, die Berge (!) zeigen, um zu beweisen, dass ich kein Roboter bin. Wenig später bekomme ich eine Mail (no-reply, natürlich) die besagt, von meinem Blog seien Phishing-Aktivitäten ausgegangen. Sofort suche ich nach einer Möglichkeit, blogger.com oder Google zu kontaktieren, um die Sache zu klären. Gar nicht mal so einfach, denn scheinbar gibt es außer einem Feedback-Formular keine andere direkte Möglichkeit für Support-Fragen. Eine schnelle Internetrecherche, die zeigt, dass ich scheinbar nicht der einzige mit dem Problem bin, lässt kaum Platz für Hoffnung. Sollten zweieinhalb Jahre fast tägliche Arbeit, und über 1050 Einträge alles für die Katz gewesen sein? Dann, ein paar Stunden später die erlösende Email:

Mittwoch, 17. Februar 2016

Spaghetti alla puttanesca bianco


Nach den optischen Kollateralschäden der letzten Tage heute mal wieder etwas, das sowohl den Gaumen, als auch (hoffentlich) das Auge erfreut. Landratten, Fischallergiker und Glatzköche sei jedoch angeraten, den Blog heute weiträumig zu umfahren und den Umleitungsschildern nach "Morgen" zu folgen. Ehepartner von Glatzköchen jedoch, dürfen bleiben und schauen.

Spaghetti alla puttanesca ist ein namentlich den Damen des ältesten Gewerbes der Welt gewidmetes Gericht. Am Ende eines arbeitsreichen Tages  einer arbeitsreichen Nacht bekamen sie in den Hafenkneipen Süditaliens das, was noch übrig, beziehungsweise fast unbegrnzt lagerbar war. Nudeln, Tomaten, Sardellen, Kapern, Oliven. Das sind im Normalfall auch die Hauptzutaten einer Puttanesca. In der Version als bianco lassen wir logischerweise die Tomaten weg, sonst wäre es ja wieder rosso. Dafür fügen wir, auch der Optik wegen, ein paar Riesengarnelen hinzu. Muscheln oder Calamaris wären auch ewine prima Sache.

Dienstag, 16. Februar 2016

Kamoto


Kamoto? Klingt irgendwie japanisch. Wahrscheinlich wieder sowas mit rohem Fisch, Algen oder lebendigen Seeigeln. Weit gefehlt, denn Katomo ist mein Akronym für Kartoffel-Mozzarella und Tomate. Die Angelegenheit ist also eher italienisch inspiriert. Im Land des Stiefels selbst würde es aber dementsprechend pamopo (patata, mozzarella e pomodoro) heißen. Das klingt dann eher nach Loriot und "Salamo Bratfett ohne" (mo la sa mit ohne los fett fett brat brat). Gar nicht einfach.

Montag, 15. Februar 2016

Reste-Auflauf


Es gilt die alte Regel: "Wenn du mal nichts mit den Zutaten anzufangen weißt, überbacke sie einfach." So geschehen mit den Fleisch- und Gemüseresten von gestern. Insofern ist das Titelbild recht irreführend, denn außer eines kleinen Rosenkohlzipfels,  oben rechts ganz verschämt hervorlugt, sieht man scheinbar nur einen banalen Nudelauflauf mit Speck und Sahne. (Is this what you want to be remembered for?) Die "inneren" Werte erkennen wir eben erst auf dem Zutatenbild.

Sonntag, 14. Februar 2016

Kartoffel-Mandelbällchen


Kroketten mag eigentlich jeder, mit Mandelkruste ganz besonders. Kann man natürlich tiefgefroren kaufen, aber wer an Kartoffelbrei nicht verzweifelt, schon mal ein Schnitzel paniert hat und frittieren kann, ohne die Küche in Flammen aufgehen zu lassen, kann das auch selbst machen - und wenn auch nur, um später sagen zu können "Hab ich auch schon mal selbst gemacht". Da hätte man dann auch ein Thema für langweile Stehpartys.

Hähnchen auf Ofengemüse


Zeit zum Schreiben hatte ich gestern keine, gekocht habe ich trotzdem. Damit man mich nicht der Verletzung meiner Chronistenpflicht wegen verurteilt,  wird jetzt das Essen von Samstag jetzt nachgereicht. Das war mal wieder so ein unkompliziertes "Ein-Blech" Gericht, dass sich im Prinzip von allein macht und am Ende viel Geschmack liefert. Nicht über die Menge wundern, wir hatten Besuch, deshalb habe ich gleich mehr gemacht. Und selbst ohne Gäste, ist es nicht schlimm, wenn zuviel da ist. Hähnchenreste esse ich auch gerne kalt.

Freitag, 12. Februar 2016

Cremige Karotten-Kohlrabi Suppe


Wer mich kennt, weiß, dass ich nicht im dringenden Verdacht stehe, Vegetarier zu sein. Das heißt aber nicht, dass ich jeden Tag Fleisch brauche. Manchmal ist auch ein vegetarisches Süppchen eine Wohltat. Besonders, wenn man nicht die Zeit hat, stundenlang einen Fond zu kochen. Das schnelle Küche nicht unbedingt Junk Food sein muss, hab ich schon öfter erwähnt. Und das man in unter einer halben Stunde etwas Schmackhaftes ganz ohne Pülverchen oder Fertigkram hinbekommen kann, wäre hiermit erneut bewiesen. Da gibt es eigentlich für synthetische Aromen im Essen keine Entschuldigung mehr.

Donnerstag, 11. Februar 2016

Gefüllte Hähnchenbrust in Blätterteig


Heute wieder aus der Kategorie "wir machen Platz im Gefrierfach" ein Rezept, das auch unter dem Motto "nicht schön, aber schön lecker" stehen könnte. Bei der Durchsicht der Tiefkühlfächer meiner Kühlschränke habe ich noch etwas Hähnchen-Farce von den gefüllten Champignons gefunden und gleich aufgetaut. Man könnte aber natürlich auch fein gewolftes Hackfleisch nehmen und nach Lust und Laune würzen.

Mittwoch, 10. Februar 2016

Köfte mit Dukkah


Nachlese von gestern: es war noch viel Salat und etwas Hähnchenfleisch über, also habe ich, wie angekündigt, meine neue Geheimwaffe dukkah für Hackfleisch eingesetzt. Die Gewürzmischung ist ägyptisch und dort heißen Frikadellen köfte, also habe ich das Gericht auch so genannt.

Dienstag, 9. Februar 2016

Hähnchen Döner


Nach den Minifladenbroten neulich, dem Tzatziki und der roten Sauce, war es eigentlich ein leichtes, das heutige Essen zu erraten. Wir haben zwar noch nicht Dönerstag, aber ich habe uns heute trotzdem diese ur-berlinerische Spezialität gebastelt. Was soll ich sagen, ich bin verdammt nah dran am "Original", nur dass ich hier weiß, was da im Brot steckt. Ich werde natürlich weiter experimentieren und versuchen, besonders dem Würzgeheimnis näher auf die Spur zu kommen. Beim Fleisch muss man wissen, dass bei professionellen Spießen immer auch ein, oft nicht unbeträchtlicher Hackfleischanteil dabei ist. Viel höher, als bei Gyros, das fast immer ohne Hackfleisch auskommt. Nach Berliner Verkehrsauffassung sollten 60% Hackfleischanteil nicht überschritten werden, es gibt aber auch Dönerbuden außerhalb der Bundeshauptstadt, die Spieße nur aus fein Gehacktem anbieten. Da wird man zu Hause mit reinen Fleischspießen von der Konsistenz her immer andere Ergebnisse erzielen.

Scharfe rote Sauce


Wenn man sich einen Döner bestellt, kommt früher oder später die Frage "Mit scharf?" Gemeint ist dann meist eine pikante, rote Sauce mit dezenter Schärfe. Natürlich sind auch da die Unterschiede groß. Einige Dönerbuden nehmen zum Beispiel fertiges Paprikamark aus dem Glas (Aci Biber Salcasi), andere machen die Saucen selbst. Ich hatte auch schon mal einen Döner, bei dem ich hätte schwören können, dass eine thailändische Chilisauce verwendet wurde. Für meine Döner bin ich mit dieser Variante hier bisher immer gut gefahren. Gucksdu.

Tzatziki


Das sind ja unhaltbare Zustände! Warum informiert mich keiner rechtzeitig, dass ich hier noch kein Rezept für Tzatziki habe? Da mache ich mich doch zum Gespött der Leute. Schon kommen die ersten Schlagzeilen: "SKANDAL! Blogger macht keinen Tzatziki", "Blog am Ende - zerbricht jetzt auch noch seine Ehe?", "Das dunkle Geheimnis des Herrn W" oder "Schicksalsjahre eines Bloggers - jetzt kommt die dreckige Wahrheit ans Licht". Das geht ja mal gar nicht, da wird sofort Abhilfe geschaffen und Tzatziki gemacht.

Montag, 8. Februar 2016

Rødgrød med fløde - Rote Grütze mit Sahne


Wenn einer der besten Freunde Däne ist, weiß man natürlich, dass auf einer handelsüblichen PC-Tastatur ALT+0248 das ASCII Zeichen "ø" ergibt. Und man weiß auch, was "knasende sprøde" bedeutet oder eben, wie man "rødgrød med fløde" ausspricht. In der Tat ist das sehr guttarele "ø", das phonetisch kaum etwas mit dem deutschen oder schwedischen "ö" zu tun hat, nicht einfach auszusprechen. Der Ton wird irgendwo hinten an der Glottis produziert und klingt in etwa so, wie ein Gefrierbeutel im Staubsaugerrohr oder wahlweise wie ein ertrinkendes Oppossum mit Kehlkopfentzündung. Wer sich selbst ein Bild (oder ein Geräusch) davon machen möchte, sollte hier mal schauen

Za'atar und Dukkah


Nein, bei Za'atar und Dukkah handelt es sich nicht um klingonische Krieger oder verschollene Sith Lords, sondern um Gewürzmischungen. Und was für welche! Wann immer ich etwas neues entdecke und ausprobieren kann, freue ich mich wie ein kleines Kind. Und bei dem Gedanken, wie viel es wohl noch zu entdecken gibt, wird mir ganz schwindelig vor lauter Vorfreude. Von Za'atar hatte ich schon gehört, bin aber erst kürzlich auf die Idee gekommen, das mal auszuprobieren. Die Zutaten hatte ich alle vorrätig, so stand der Sache nichts mehr im Wege.

Mini-Fladenbrote


Fladenbrote habe ich hier schon einige gebacken, diesmal eins mit Joghurt und im "Dönerformat", also kleiner als üblich. Aus Zeitgründen habe ich auf lange, kalte Teigführung verzichten müssen, dafür habe ich mich aber an der Stretch & Fold Technik versucht. Keine Angst, das ist kein neuer Aerobiuc Trend und ihr könnt die bunten Häkelstutzen in der Sockenschublade lassen und braucht euch auch nicht das Haar toupieren. Ich rede hier von einber speziellen Knettechnik, die dem Teig zu mehr Satbilität und theoretisch größerer Blasenbildung verhelfen soll.

Sonntag, 7. Februar 2016

Rinderschmorbraten in Rotweinsauce


Ich habe Sonntage immer gehasst. Die sind so bedrückend und langweilig, man kann im Normallfall keine Lebensmittel kaufen und am nächsten Tag muss man wieder früh raus. Das war als Kind schon so. Man saß bei Oma an der Kaffeetafel - nichts gegen Oma, ich habe sie geliebt - und es war laaaaaangweilig. Man hatte Keinen zum Spielen, weil alle Anderen auch bei ihren Omas an der Kaffeetafel saßen und sich langweilten. Internet oder Smartphones gab es ja damals noch nicht und im Fernsehen - drei Programme - kam auch nichts Spannendes, denn irgendwann hatte man die Winnetou Filme auch schon gefühlte zwei Millionen Mal gesehen. Heute ist das anders - und besonders HEUTE, weil ich als beruflicher NRWler morgen frei habe - und ich mag Sonntage, allerdings nur, wenn es eine Sonmntagsbraten gibt. 

Himbeermousse mit Limetten-Joghurt


Morgen ist es wieder so weit und erwachsene Menschen, manche sogar mit einem gerüttet maß an Bildung, laufen wankend durch die Gassen, bewerfen Mitmenschen mit Bonbons oder sitzen schunkelnd in stickigen Räumen, singen zotige Lieder oder schauen männlichen Versicherungsvertetern und Bankangestellten beim Baletttanz im Tütü zu. Zwischendurch ein Tusch, damit man auch weiß: "Aha, das war gerade witzig, also klatsch ich mal auf Verdacht". Klatschen ist auch so eine Sache. Das kann der Deutsche, aber nur im Viervierteltakt. "Eins, zwei, drei, vier, links zwo drei vier" das geht auch noch bei 5 Promille. Aber dann ist es auch egal, denn die ersten behaupten in diesem Zustand schon wieder, dass da ein Pferd auf dem Flur stünde. Besagtes zäumen wir heute von hinten auf und beginnen mit dem Nachtisch (täätää, täätää, täätää, dsching-bumm!)

Samstag, 6. Februar 2016

Bami Goreng (mie goreng)


Ich war heute mal wieder in einem Asia-Laden, da ich unter anderem frische Sprossen brauchte. Der Besitzer ist sehr nett, stammt aus Vietnam und war vor Jahrzehnten einmal Koch eines nicht mehr existierenden Chinarestaurants hier in Hameln. Sein Deutsch ist nicht besonders gut, um es einmal nett auszudrücken, aber es ist immerhin besser als mein Vietnamesich. Die Verständigung gelingt dann aber doch, wenn auch oft nur mit Hand und Fuß. Wir haben auch schon auf dem Boden seines Ladens gekniet, wo er mir anschaulich Hack- und Schnitttechniken mit dem chinesischen Küchenbeil vorführte - ohne Lebensmittel, natürlich. Auf die Frage hin, welches chinesische Restaurant hier denn authentisch sei, lachte er nur. Dann sagte er (sinngemäß): "Das ist zwar alles lecker, aber nicht wirklich chinesisch. Wenn ich essen gehe, sage ich dem Koch, er soll für meinen Geschmack kochen, nicht für den europäischer Gäste". 

Freitag, 5. Februar 2016

Nur mal so ... (Teil 64)


Bevor wir zum heutigen "Rezept" kommen, ein kleiner Hinweis. Wer sich in Hameln oder Umgebung aufhält und gerne griechisch essen oder sich sogar etwas nach Hause liefern lassen möchte, hat hier mehrer Möglichkeiten. Ich möchte heute einmal das Grillrestaurant mit Lieferdienst "Santorin" in der Baustraße 21 empfehlen. Früher, das heißt in den 90ern, als die Gattin und ich deutlich weniger Geld hatten, haben wir öfter mal Essen bestellt (macht Sinn, oder?). Heute ist das eher die Ausnahme, beziehungsweise Notlösung, wenn die Ideen für selbst Gekochtes fehlen. So hatten wir auch den Santorin Grill für fast zwanzig Jahre aus den Augen verloren. Heute hatten wir so ein richtigen Heißhunger auf Gyros - passiert auch mal - und haben kurzerhand dort bestellt.

Donnerstag, 4. Februar 2016

Gedünsteter Spitzkohl als Beilage ... mit Beilage


Neulich war ich im Restaurant des wirklich empfehlenswerten zeitgenössischen Museum MARTa in Herford essen. Da gab es unter anderem Skrei (Winterkabeljau) an Spitzkohlgemüse. Der Fisch war gut gebraten und das Gemüse sehr lecker. Das Restaurant heißt übrigens "Kupferbar", also dachte ich mir, kupfere ich doch den Spitzkohl gleich mal ab. Ich habe natürlich nicht das Originalrezept und ich meine auch, es war ohne Sahne, aber ich habe hier etwas ähnliches fabriziert, dass nicht minder gut schmeckt.

Mittwoch, 3. Februar 2016

Pasta mit Erbsen und Schinken


Die Vitamindröhnung scheint Wirkung zu zeigen, denn ich fühle mich jetzt insgesamt schon wieder etwas fitter. Groß Lust in der Küche zu stehen hatte ich nicht, also gab es etwas einfaches und vor allem schnelles. Das solche Sachen auch lecker sein können, dürfte hinlänglich bekannt sein. Dieses rustikale Gericht nennt man in Italien pasta alla piselli, manchmal auch mit den Zusätzen prosciutto e panna, was nichts anderes heißt, als Nudeln mit Erbsen, Schinken und Sahne. Wenn man Pasta vom Vortag übrig hat, steht das Essen nach nicht mal zehn Minuten auf dem Tisch.

Power Smoothie


Wir wollen ja nicht schon wieder klagen, aber der alte Mann ist tatsächlich völlig verschnupft, hat kräftige Kopfschmerzen und dazu noch Krämpfe in Beinen und Füßen. Letzteres ist besonders beim Autofahren schön. Man hebt den Fuß nur vom Pedal und augenblicklich fährt ein heftiger Krampf in den Muskel, dass man denkt, gleich wird jede Faser platzen. Da muss etwas getan werden. Die Zuführung von Vitaminen und Mineralstoffen zum Beispiel ist ein guter Ansatz. Nun kann man Pülverchen oder Brausetabletten nehmen, da stehe ich aber nicht so drauf. Also mixe ich mir selbst einen gesunden Powerdrink zusammen. Die Familie mag so etwas auch völlig gerne, also mache ich gleich soviel, dass es für mehrere Smoothies reicht.

Dienstag, 2. Februar 2016

Gefüllte Hähnchenbrust


Ob der Volksmund wirklich Recht mit der Behauptung hat, Hunger sei der beste Koch, wäre noch zu eruieren, eines kann ich aber mit Sicherheit hier bestätigen: Übersättigung ist es nicht. Man weiß, dass man schon aus biologischen Gründen Nahrung zu sich nehmen muss - wir erinnern uns, das Betreiben von Stoffwechsel ist eines der Merkmale, die lebende von toter Materie unterscheidet - aber nur was soll denn auf dem Teller landen? Hunger, ja. Appetit? Nein. Inspiration? Null. Und doch will man ja noch auf längere Sicht der Kategorie "lebende Materie" angehören. Das sind so die Momente, in denen es in meinem Kopf so leer und öde ist, wie in einer verlassenden Westernstadt. Nur der Sand peischt, eine alte, schief an nur noch einer Angel hängende Saloontür knarzt und das Schild darüber quietscht. Dann fegt der Wind einen einsamem Rollstrauch quer durch meinen Kopf und im Hintergrund jaulen ein paar räudige Kojoten. Wo ist der Held, der einsame Fremde, der dann mit Einsetzten der Mundharmonikamusik lässig und eine Ladung Kautabak in den Sand spuckend das Bild betritt? Wo ist dieser Retter? Wo ist der rettende Einfall?

Montag, 1. Februar 2016

Spinat-Feta-Rollo


Optisch ist heute irgendwie nicht viel zu holen, der Geschamck ist aber da. Eigentlich sollte da ja "Geschmack" stehen, aber ich bin zu faul, das jetzt zu ändern. Die Geschichte hier ist schnell erzählt. Ich brauchte Platz im Gefrierfach und habe deshalb meinen "Notfall-Spinat" auftauen müssen. Nein, ich bin kein pfeiferauchender, knautschgesichtiger Seemann mit anatomisch ungünstig großen Unterarmen, aber für den Fall der Fälle habe ich immer ein paar Einfrieren-mit-nur-minimalem-Qualitätsverlust-taugliche Produkte im Eisfach, um, getreu dem Motto: "Wenn alle Stricke reißen, hänge ich mich auf", etwas auf den Tisch bekommen zu können. Spinat kann man guten Gewissens eingefroren kaufen, genau wie grüne Bohnen, Erbsen oder Mais. Anderes Gemüse fügt man aber besser frisch der Menge der persönlichen Besitzstände hinzu.

Nun hatte ich auch noch einen Rest Pizzateig im Kühlschrank, sowie Feta, der auch unbedingt weg musste. Ein leckerer Rollo schien mir da angebracht, eine Mischung quasi aus Pizza und Börek.