Sonntag, 20. März 2016

Aus Jugend und Kindheit (Teil XII): Pizza Gyros


Bei uns im Dorf gibt es ein griechisches Restaurant, das von einer indischen Familie geführt wird. Dort gibt es auch Pizza. Wenn die Bedienung jetzt noch Dirndl tragen und dabei japanische Volksweisen trällern würde, wäre das zwar noch internationaler, aber auch so ist das schon ein gerüttet Maß an gelebtem Multi-Kulti. Nun esse ich in letzter Zeit selten Pizzen aus fremder Herstellung, da ich finde, dass fast alles, was im Karton angeliefert wird, nur nach Pappe schmeckt und es kaum wirklich überzeugende Pizzadienste hier im Umkreis gibt. Aber vor nun mehr fast neun Jahren, als wir die Westerhäusische Residenz erwarben, habe ich während der Renovierungsphase hin und wieder eine Pizza vom indischen Griechen (oder griechischen Inder?) geholt. Am besten, so erinnere ich mich, hat die Pizza mit Gyros und Peperoni geschmeckt. Auch wenn ich damals kein Jugendlicher und schon erst recht kein Kind war, passt die Pizza doch in die Rubrik Aus Jugend und Kindheit, da sie auch eine Art des nostalgischen Blicks zurück darstellt.


Die Kleine sollte eigentlich am Montag für eine Woche zu Groß-Tante(n) und Großonkel nach Hamburg verschickt werden, hatte heute Abend aber 38.3°C. Bei ihr geht so etwas recht schnell vorüber, also wird die Reise wohl am Dienstag begonnen werden können. Trotzdem hat sie eher appetitlos an der sich von ihr gewünschten Pizza Frutti di Mare geknabbert. Der Belag ist hier eine Meeresfrüchtemischung, die aufgetaut mit etwas Knoblauch in Olivenöl angebraten und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft und Oregano abgeschmeckt wird.


Die Gattin frage ich gar nicht mehr, sie möchte ohnehin nichts anderes als eine Margherita.


Wir arbeiten also immer noch fleßig am Projekt "Einreisverbot nach Neapel" und produzieren weiterhin Pizza-Perversitäten. Hier, wie eingangs schon erwähnt, mit Gyrosfleisch und eingelegten Peperoni belegt.


Wie ich Teig und Sauce mache und die Pizza backe, kann man hier lesen. Oben sieht man die Frutti die Mare direkt auf dem extra dicken Pizzastein.


Einmal Pizza Gyros, bitte ... per favore ... παρακαλώ ... कृपया ... whatever.
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Flashback:


Heute vor einem Jahr: Chili con Carne

Kommentare:

  1. Ach, stimmt- ihr habt ja schon Ferien. Wir müssen noch ne Woche. Gute Besserung an die Sous-Chefin, schöne Ferien und
    frohe Ostern!

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    1. Ja, die Hessen waren schon immer eigensinnig. Logga, flogisch, erbarme.

      Das Kind hat immer noch Fieber, der Hamburg Trip wird also verschoben. Wir fahren nur Donnerstag hoch, damit die Sous Chefin wenigstens "Der König der Löwen" mit der Großtante sehen kann.

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