Donnerstag, 30. Juni 2016

Baguette mit Schinken Pfirsich und Gorgonzola


Wie lautet die alte und einzig unumstößliche Weisheit? Genau: "Wenn du nicht weißt, was du kochen sollst, überback' einfach irgendwas". Das geht natürlich mit Baguettes immer gut. Wer eigenes Brot gebacken hat, nimmt das natürlich, von gekauftem wird man hier aber nicht dümmer.  Klar, so was ähnliches haben wir hier schon mal gemacht, aber da hat hier vermutlich noch keiner mitgelesen. Das Prinzip ist natürlich immer das Gleiche: herzhafte, salzige, fruchtige und süße Aromen sollen sollen harmonisch kombiniert werden.

Mittwoch, 29. Juni 2016

Steak - was sonst?


Wie gestern angedeutet, hat die Sous-Chefin gemeutert und möchte die nächsten drei Wochen keine Pasta mehr sehen. Das kann ich natürlich nicht versprechen, aber ihrem Wunsch, mal wieder Steak essen zu wollen, bin ich gerne nachgekommen und habe auf dem Nachhauseweg ein paar Stücke Fleisch eingefangen. Als ich gerade wieder ins Auto einsteigen wollte, ereilt mich der Anruf: "Papa, Mama und ich möchten Bruschetta". Kein Problem, denn damit war dann auch die Frage nach der Beilage geklärt. So einfach kann es gehen.

Dienstag, 28. Juni 2016

Hackfleischpfanne mit Zucchini


Heute gibt es einfache Hausmanskost. Schnörkellos und ohne viel Getue, dafür so lecker, dass man es mit der Schaufel essen könnte. Da muss man auch nicht groß den Tisch decken oder das Silberbesteck aus der Schublade kramen, das kann man eigentlich auch gleich so aus der Pfanne löffeln. Apropos, aus der Pfanne löffeln: hätte ich dies hier nicht schon einmal gekocht, wäre es aus traurigem Anlass das heutige Gericht geworden. Machs gut, Bud und danke für die Lacher.

Reis mit Möhre, Sellerie und Basilikum


Eigentlich wollte ich heute Nudeln machen. Da hat aber die Sous-Chefin protestiert: "Immer nur Nudeln, gibts denn nichts anderes?" Da ich es mir grundsätzlich abgewöhnt habe, meinen Damen zu widersprechen, bin ich dann auf Reis umgeschwenkt. Das weißen Körner können blank oft langweilig schmecken, also habe ich sie ein wenig aufgepeppt. So ist das sicherlich auch etwas für Reismuffel.

Montag, 27. Juni 2016

Die Sous-Chefin empfiehlt: Limetten-Kokos-Muffins


In Punkto Kuchenbacken hat die Sous-Chefin mich längst abgehängt und auch auf anderen Gebieten, auf denen ich bisher dachte, firm zu sein, weiß sie mittlerweile fast mehr als ich (Stichwort: Smartphone). Aber ich nehme es gelassen, denn so ist der Welten Lauf. Man wird älter und irgendwann überflügelt einen die Jugend. Die Gattin wird zwar optisch immer jünger, trotzdem hat auch sie einmal im Jahr Gelegenheit, ihrem Lebensalter eine weitere Nummer per Addition hinzuzufügen. Heute war es dann wieder soweit. Zu diesem Anlass hat die Sous-Chefin Limetten-Kokos-Muffins für die Mama gemacht. Ich durfte gnädigerweise assistieren. Gut so, vielleicht lerne ich ja noch was.

Sonntag, 26. Juni 2016

Pasta e Patate alla Napoletana


Im Land der streng nach Art getrennten "Sättigungsbeilagen" mag es seltsam erscheinen, aber Nudeln und Kartoffeln passen eigentlich sehr gut zusammen. In Neapel - und sicherlich auch anderswo - weiß man das schon länger. Pasta e Patate ist dort ein Klassiker in Punkto Hausmannskost. Nichts filigranes, nichts dekadentes, sondern bodenständig und ehrlich. Obendrein auch noch lecker und das nicht zu knapp. Genau das Richtige für diesen Blog.

Samstag, 25. Juni 2016

Backen für Kids - italienisches Brot


Eigentlich hatte ich ja angekündigt, dass heute wieder selbst gekocht werden sollte, habe aber vergessen, dass wir heute Abend zu einem Geburtstag eingeladen waren. Da gab es leckeren Spanferkelbraten mit diversen Zutaten und das ist ja auch mal was feines. Die Sous-Chefin ist zu Hause geblieben. Sie wollte sich statt dessen ihr eigenes, kleines Büffet herrichten und dazu selbst Brot backen. Das Rezept hatte sie in ihrem momentanen Lieblingsbackbuch Backen für Kids entdeckt. Letztlich hat sie das auch gut hinbekommen und ich musste ihr nur bei der Arbeit mit dem Backofen helfen.

Freitag, 24. Juni 2016

Nur mal so ... (Teil 79)


Normalerweise berichte ich über Dinge, die in der Küche geschehen oder entstehen sofort und hebe mir nichts für später auf. Das heißt aber auch, dass ich, wenn bei mir die Küche einmal für einen Tag geschlossen bleibt, nichts zu posten habe. Ich habe - oder besser hatte - ein umfangreiches Fotoarchiv aus der Zeit vor dem Blog, aber da ist das Meiste nun auch schon veröffentlicht worden. Da gibt es nur zwei Möglichkeiten. Entweder es ist hier mal einen Tag still, was sehr selten passiert, oder ich muss etwas anderes, Essenbezogenes finden, über das ich schreiben kann. Da hatte ich nun ein wenig Glück, denn an unserer Schule war heute die Abschiedsfeier und Zeugnisvergabe für den zehnten Jahrgang. Es wechseln zwar viele in unsere hauseigene Oberstufe und bleiben uns so erhalten, ein paar verlassen die Schule aber dennoch, um anderen Zielen nachzugehen. Traditionsgemäß gibt es da ein Bühnenprogramm und hinterher etwas zu essen. Auch dieses Mal wurde wieder von der wirklich guten Mensa Fingerfood serviert, ansprechend präsentiert und auch sättigend. Man darf natürlich keine handgemachte Hausmanskost erwarten, aber schlechter als in manchen Restaurants ist das hier auch nicht. Auch sonst ist die Mensa für eine Mensa gut. Wir nutzen die Dienste von Pop & Corn, einem inklusiven Unternehmen, das vielfältige Verpflegung für Mensen und Kantinen anbietet. Bei uns gibt es immer eine sogenannte Hauptkomponente (meist ein Stück Fleisch) an der Essensausgabe. Dann kann man sich am Büffet nach Herzenslust an verschiedenen Beilagen und Salaten bedienen, so dass auch Vegetarier auf ihre Kosten kommen. Viele davon, wie Nudelauflauf mit Hackfleisch könnten sogar als eigenes Hauptgericht durchgehen. Für Kochmuffel eine gute und günstige Art der Verpflegung.

Donnerstag, 23. Juni 2016

Grillrippe mit Minze und Rosmarin


Als niedersächsischer Wirtschaftsmigrant in NRW muss ich noch gut zwei Wochen arbeiten. Die Sous-Chefin hat hingegen schon Sommerferien. Das erste Jahr auf der weiterführenden Schule ist also geschafft und die Gattin und meine Wenigkeit waren sehr zufrieden mit dem Zeugnis. Heute hatte die Kleine von einer Grundschulfreundin Besuch. Die Beiden waren im Freibad schwimmen und haben danach bei uns auf der Wiese die Meersäue dressiert. Wir haben uns dann spontan entschlossen zu grillen. Die Zutaten waren schnell besorgt, unter anderem konnte ich ein paar schön geschnittene Spareribs der Summe meiner nicht vererbbaren Besitzstände hinzufügen. Eine längere Marnierzeit wäre zwar wünschenswert gewesen, aber es war auch so ganz gut. Natürlich nicht so weich, wie aus dem Smoker, aber das kann man bei direkter Hitze auch nicht erwarten. Trotzdem war das Fleisch zart und lecker.

Dienstag, 21. Juni 2016

Tomatiges Hähnchenragout


In Bezug auf Pasatsaucen geht so gut wie gar nichts über ein italienisches Ragù. Die Königsdiziplin dieses Schmorgerichts ist und bleibt natürlich das Ragù alla Bolognese, das ich seit Jahren mit sklavischer Genaugkeit nach dem einzig wahren ricetta tradizionale, sowie es bei der Industrie- und Handelskammer in Bologna hinterlegt ist, zubereite. Ich würde mich hüten, andere Hackfleischsaucen, so lecker sie auch sein mögen, als "Bolognese" zu bezeichnen. So spreche ich auch hier nicht von einer Hähnchenbolognese, sondern von einem "tomatigen Hähnchenragout". Das lässt Spielraum für Variationen, ohne die Tradition zu verletzen. So kann ich sowohl lecker essen, als auch reinen Gewissens schlafen. 

Montag, 20. Juni 2016

Gegrillte Sardinen


Das hatte ich schon so lange vor und bin irgendwie nie dazu gekommen: gegrillte Sardinen. Leckerer und sehr aromatischer Fisch, außen schön knusprig gegrillt und innen trotzdem saftig. Dazu eine schöne mediterrane Marinade, da kommt so ein wenig Urlaubsfeeling auf. Darüberhinaus ist der Fisch auch noch recht preiswert. Was will man da mehr?

Salbeikartoffeln


Heute gab es klassisch Burger. Dazu passt natürlich etwas Kartoffeliges gut. Frittieren wollte ich nicht, also habe ich mich dafür entschieden, die Knollen im Ofen auf einem Blech als "Wedges" zu garen. Oft nehme ich Rosmarin oder Thymian dazu, heute war es Salbei. Das Prinzip bleibt aber das Gleiche.

Sonntag, 19. Juni 2016

Nackensteak in Steinpilzmarinade


Ich bin ja immer bemüht, beim Grillen für Abwechslung zu sorgen. Heute habe ich den absoluten Hammer "erfunden". Steinpilze sind neben Morcheln, Trüffeln und natürlich Mutsutake so ziemlich das edelste, das die Pilzwelt zu bieten hat. Auf italienisch heißen sie porcini, also "Schweinchen". Das kommt entweder von ihrem runden Aussehen oder davon, das Wildschweine, nun ja, wild auf diese Pilze sind. Was liegt also näher, als Schwein und Pilz zur ultimativen geschmacklichen Symbiose zu verhelfen? 

Baguette


Heute haben wir gegrillt. Dazu wollte ich Baguette reichen. Das habe nach langer Zeit mal wieder selbst gebacken und gleich beim ersten Bissen wieder gewusst, warum ehrliche Handarbeit um so viel besser ist, als lieblos zusammengerührte Industriemehlmischungen. Klar, ein gutes Brot macht Arbeit und kostet Zeit. Die Zutaten einfach nur verrühren und backen führt sicherlich auch zu Ergebnissen, aber richtig gut wird es erst, wenn die Knettechnik stimmt. damit sich ein gutes "Teiggerüst" entwickelt. Dabei wären wir wieder einmal bei der Chemie. Hauptdarsteller sind hier Polysaccharide, die für die Struktur des Teiges und Verbindung der einzelnen Komponenten verantwortlich sind. Das kann man sich wie lange Fäden vorstellen. Schmeißt man diese einfach so in eine Schüssel, hat man ein unregelmäßiges Konglumerat. Webt man die Fäden gewissermaßen zusammen, hat man ein gleichmäßiges Gebilde. So auch beim Backen. Durch richtiges, mehrmaliges Bearbeiten des Teiges, Einhalten der Gehzeiten und  -temperaturen bekommt man auch ein gleichmäßiges Ergebnis.

Alleine der Duft, wenn man das frische Brot aus dem Ofen holt ist unbeschreiblich. Dann hat man die knusprig rösche Kruste und eine lockere und leichte Krume, die trotzdem nicht staubtrocken ist und dank Sauerteig und langer Teigführungszeiten unglaublich aromatisch ist. Das ist zwar nichts für spontane Backanfälle, aber wenn man voraus plant, wird man dafür auch mit einem guten Endprodukt belohnt. 

Samstag, 18. Juni 2016

Geschmortes Kotelett


Ich habe mein Dilemma ja schon beschrieben, in das mich die Semmelbröselsabotage gebracht hat. Dies betraf dann unter auch zwei Koteletts. Die kann man schlecht aufrollen, also habe ich sie geschmort. Geht auch, man braucht nur etwas Zeit.

Schnitzelrollen


Man soll nie resignieren, wenn es einmal nicht wie geplant läuft, denn man weiß nie, welche neue Möglichkeiten so entstehen. So in diesem Fall. Geplant für heute war Spargel, ganz klassisch mit Hollandaise, Salzkartoffeln. Dazu wollte ich Schnitzel braten. Ich war mir sicher, dass ich noch genug altes Weißbrot hatte, um Semmelbrösel für die Panierung herzustellen. Dummerweise war das aber mittlerweile als Pferdeleckerli  geendet und so stand ich nun mit Schnitzeln dumm da. Japanisches Panko war auch alle und normales Paniermehl meide ich, wie der Teufel das Weihwasser.  Einfach so braten fand ich langweilig, zumal das Fleisch dann auch schnell staubtrocken wird. Also lag dere Gedanke einer Füllung nahe.

Freitag, 17. Juni 2016

Nur mal so ... (Teil 78)


Abiball 2016 bei uns an der Schule und der alte Mann hat mal wieder den Kochlöffel gegen den Viersaiter ausgetauscht und mit der Schulband im Rahmenprogramm die Bühne gerockt. Drei Stücke haben wir gespielt: "Happy" (Pharrell Williams), "No Time For Dreaming" (Charles Bradley) und "Let Me Entertain You" (Robbie Williams). Alles nicht unbedingt meine Musik, aber es hat trotzdem enorm Spaß gemacht, mal wieder auf einer Bühne zu stehen. Es hat sich diesmal auch wie eine richtige Band angefühlt und nicht wie ein Projekt einzelner Musiker. Immerhin habe ich etwas interessantes entdeckt. Wenn man bei dem Robbie Williams Stück den Bass im Lemmy-Style spielt, klingt das Lied richtig gut. Nächste Woche ist dann die Abschlussfeier des zehnten Jahrgangs - man könnte also fast von einer kleinen Herford Tournee sprechen - und da spielen wir "Let Me Entertain You" noch einmal und außerdem in anderer Besetzung "Just Give Me A Reason" von Pink. Vielleicht probiere ich das dann mal mit Slayer Sound.

Donnerstag, 16. Juni 2016

Tagliatelle mit Huhn, Erbsen und Pilzen


Speck, Erbsen und Sahne sind zu Nudeln eine Kombination, die kaum zu schlagen ist. Gehaltvoll, ja klar, aber dafür auch einfach herzustellen um allerlei andere leckere Zutaten beliebig erweiterbar. Heute kamen noch Huhn und Pilze ins Spiel. Und natürlich Parmesan. Dazu feine Pasta aus dem oberösterreichischen Innviertel, hergestellt von meiner Lieblings-Nudelmanufaktur Huber

Mittwoch, 15. Juni 2016

Nur mal so ... (Teil 77)


10 - 3 !!!! Jeder Vater, der bei der Geburt seiner Sprösslinge unmittelbar dabei gewesen ist, kennt es: man hat das Bedürfnis, Geburtsgewicht, Größe und Kopfumfang jedem Mitmenschen sofort und ungefragt als nackte Zahl ins Gesicht zu blasen: "3200 - 55 - 32!!!!" Wenn der gewordene Vater Glück hat und sein Gegenüber auch eine Lendenfrucht vorweisen kann, ist die Sache klar. Ansonsten wird man für eine männliche Lottofee auf Betriebsurlaub, einen freiberuflichen Bingoansager oder einfach nur für bescheuert gehalten. Natürlich kenne ich die Daten der Sous-Chefin und weiß sogar auch noch, dass sie in Kreißsaal 3.14 geboren wurde (ist zwar erfunden, Mathematiker mag dies aber RUNDUM erfreuen).

Dienstag, 14. Juni 2016

Panierter Spargel mit Caesar Salad und Rosmarinkartoffeln


So langsam neigt sich die diesjährige Spargelsaison ihrem Ende entgegen und es wird Zeit, dem königlichen Gemüse "Adieu, bis zum nächsten Jahr!" zu sagen. Da sollte man die restliche Zeit nutzen und noch ein paar der edlen Stangen verwerten. Paniert habe ich diese noch nie, dies aber schon oft in anderen Blogs und Rezeptsammlungen gesehen, also wird es Zeit, das einmal selbst In Angriff zu nehmen.

Montag, 13. Juni 2016

Rhabarbercreme mit Brownies


Samstag war ich in meiner Küche zeitweilig nur Beifahrer. Die Sous-Chefin hatte übernommen, weil sie aus ihrem Lieblingsbackbuch ein Brownie-Rezept für das Klassenpicknick am nächsten Donnerstag testen wollte. Mir war nur die Rolle des Fotografen zugestanden. Gestern hat sie dann Rhabarbercreme ebenfalls selbst gemacht und uns diese mit Browniekrümeln, Erdbeere und marokkanischer Minze. Ich bin ein wenig stolz, wie eifrig sie bei der Sache ist und wie toll das Ergebnis, auch optisch, geworden ist.

Sonntag, 12. Juni 2016

Empenadas


Vorweg ein ehrliches Geständnis: Fußball gehört zu den zwölf Dingen im Leben, die mich eigentlich gar nicht interessieren und ich werde dafür auch nicht vom Formel 1 Rennen in Kanada zur EM umschalten. Trotzdem weiß ich, dass viele dieser Tage gebannt vor dem Fernseher sitzen und mitfiebern. Ich weiß auch, dass in Zeiten wie diesen, die Nahrungsaufnahme fernsehkompatibel sein muss. Da wird oft zu Fertigfutter gegriffen, aber es geht auch anders. Ich habe heute Empenadas gemacht, dass sind gefüllte Teigtaschen, die in der ganzen spanisch sprechenden Welt beliebt sind. Man kann sie frittieren oder, so wie ich heute, im Backofen zubereiten. Sie schmecken kalt wie warm, sind gut vorzubereiten und somit das ideale Fingerfood für Partys oder Fußballspiele vor dem Fernseher. Als Füllung bietet sich Hackfleisch an, es geht aber sicher auch vegetarisch. Ich habe mich heute ein wenig an der mexikanischen, beziehungsweise Tex-Mex Küche orientiert. 

Samstag, 11. Juni 2016

Nur mal so .... (Teil 76)


Seit Jahren feiert die beste Freundin der Gattin (und unsere Nachbarin) mit mir zusammen Geburtstag, frei nach dem Motto: zwei Gärten, eine Party. Dieses Mal haben wir wieder, wie schon im letztes Jahr, Burger gegrillt. Gut, die Brötchen und Saucen waren fertig, aber das Fleisch stammte von einem örtlichen Metzger (Fleischerei Lange in Hemmeringen / Hessisch Oldendorf) - einem der wenigen hier, der noch selbst schlachtet. Die Qualität bemerkt man spätestens, wenn die Pattys sich beim Grillen nicht zuammenziehen und schrumpeln sondern schön flach belieben.

Donnerstag, 9. Juni 2016

Chili-Koriander-Butter


Heute war Geburtagstgsfeier im kleinen Kreis. Nur die engste Familie kam zum Grillen. Die überrasche ich immer wieder gerne mit neuen Kleinigkeiten. Oft sind die nicht einmal groß geplant, sondern enstehen recht spontan, ganz frei nach dem Motto: "Wenn ich nichts vorbereitet habe, kann auch nichts schiefgehen". Während ich heute meine "klassische" Kräuterbutter anfertige, denke ich: "Laaaaaangweilig! Da muss auch mal was anderes her." Da fällt mein Blick auf das neue Kräuterbeet. [Dramatisches Präsens]

Mittwoch, 8. Juni 2016

Weizen-Mais-Tortilla mit Hühnerfleisch, Salat und Guacamole.


Männer werden ja mit mit zunehmenden Falten nur interessanter - so habe ich mir sagen lassen - und graue Schläfen verhelfen zu einem distinguiertem Aussehen, aber trotzdem ist Altern an sich ja noch keine Leistung. Auch an dem Umstand, dass ich überhaupt hier sitze und tippe, bin ich ja nur passiv beteiligt und der Verdienst gehört Anderen. Für Kinder sind Geburtstage natürlich etwas Tolles. In meinem Alter verlieren sie an Bedeutung. Ich glaube, erst jenseits der 70 beginnt man wieder, sich über jeden Jahrestag, der da kommt, zu freuen. Soweit bin ich aber noch nicht und deshalb stört es mich kaum, dass der heutige Tag im Schuljahresendspurt fast untergegangen wäre. Nur die zahlreichen, spontanen "Happy Birthday"-Gesänge und Gratulationen, auch von Schülern und Schülerinnen, mit denen ich sonst nichts zu tun habe, ließen dem alten Mann ein wenig warm ums Herz werden. Danke natürlich auch an alle Anderen, die an mich gedacht haben.

Dienstag, 7. Juni 2016

Duo La Jiao Zheng Ji - gedämpftes Huhn mit Salz-Chilis


KISS sangen ja bekanntlich in den 70er "Hotter Than Hell". Verglichen mit diesem Essen, hat die Hölle aber die Temperatur von Eis am Stiel. Das ist in etwa so, als wolle man in Sachen harter Musik Gene Simmons - in seinen besten Jahren wohlgemerkt - mit Benny Andersson von ABBA vergleichen. Oder Boney M.  

Was nehme ich nicht alles für diesen Blog und letztlich auch für euch auf mich? Nein, ich habe mir nicht Boney M oder ABBA angehört. So masochistisch bin ich ja nun auch wieder nicht. Ich habe aber scharf gegessen. So scharf, wie lange nicht. Ich bin immerhin in einem Haushalt aufgewachsen, in dem mein Vater morgens mit Tabasco gurgelte und wenn der alle war, als Ersatz seine Zunge in eine Kerzenflamme gehalten hat. Da ist man einiges gewohnt. Schärfe soll ja bei diesen Temperaturen auch äußerst gesund sein - und ich fühle mich momentan sehr lebendig.

Gedämpftes Hühnerfleisch mit Gemüse und Cashews


Nun habe ich gerade eben gezeigt, das Chinesen auch anders können, als pappig süß und schon ist es Zeit mit einem anderen Vorurteil aufzuräumen. Auch wenn der Wok ein beliebtes Kochgerät ist - und auch hier wieder zum Einsatz kommt - können chinesische Köche mehr, als pfannenrührend im Feuerinferno Fettiges zu frittieren. Dämpfen ist ebenfalls sehr beliebt und bietet im Spiel der Texturen gute Möglichkeiten. Fleisch bleibt schön zart, Gemüse - wenn richtig behandelt - knackig und man bekommt beim Essen auch vom Mundgefühl her Abwechslung - eine Sache, die für chinesische Esser mindestens so wichtig, wie Geschmack, Geruch und Optik ist. Und gesund ist es auch noch.

Duo La Jiao - in Salz eingelegte Chilis


Bei der Durchsicht der Kühlräume in Schloss Westerhausen fiel mir dieses, fast schon in Vergessenheit geratene Gläschen hochexplosiven Inhalts in die Hände: Duo La Jiao oder zu Deustch: in Salz eingelegt Chilis. Diese Zutat stammt aus der chinesischen Provinz Huan und beweist, dass man im Land der Mitte auch anders, als nur süß-sauer kann. In Huan liebt man es scharf, sehr, seeehr scharf. Im Gegensatz zu anderen Küchen Asiens, mag man aber nicht so gerne Süße in Verbindung mit pikanten Aromen. Diese Chilis sind hier genau das Richtige. Salzig, durch Fermentation leicht säuerlich und atomar scharf. Dabei ist diese Zutat sehr einfach herzustellen.

Montag, 6. Juni 2016

Smoky Chicken Pasta


So, da war dann noch ordentlich Huhn von gestern über und das wollen wir ja nicht umkommen lassen. Erst überlegte ich, ein Sandwich zu machen, aber ich glaube, Braten- und Grillrestebrote habe ich hier schon zur Genüge gemacht. Ein schönes Ragù zu Pasta war der zweite Gedanke und mit dem konnte ich mich tatsächlich anfreunden. Als kleiner Farbtupferl und auch, um mit den italienischen Farben Rot (Pastasauce), Weiß (Nudeln und Parmsan) und Grün zu spielen, habe ich grünen Spargel hinzugefügt. Brokkoli wäre auch eine Option gewesen.

Sonntag, 5. Juni 2016

Smoked Beer Can Chicken - Tribute to the Greatest


Als Kind der 70er des letzten Jahrtausends kann ich mich natürlich noch gut an die Endphase der Karriere Muhammad Alis erinnern. Zwar hatte ich damals vom Boxen keine Ahnung - nicht, dass ich das jetzt groß habe, obwohl ich mir schon gerne wichtige (Schwergewichts-) Kämpfe im Fernsehen ansehe, wenn ich denn mal überhaupt fernsehe, was selten bis nie geschieht - aber ich hatte schon eine Ahnung, dass da ein großer seines Faches war. Ich erinnere mich zum Beispiel auch an einen Auftritt mit Schaukampf bei Rudi Carrell und die legendäre Werbung, für ein "Fruchtsaftgetränk" im Alubeutel. Nun ist er von uns gegangen, mit 74 Jahren eindeutig zu früh. Ich habe natürlich gleich mal ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass Ali gerne "Baked Chicken" gegessen hat. Vermutlich wird er diese Variante aus dem Hickoryrauch auch nicht verschmäht haben - als Moslem wahrscheinlich ohne die alkoholischen Komponenten - also habe ich dieses, schon länger geplante, amerikanische Essen kurzerhand ihm gewidmt: The Greatest. 

Passionsfruchtsauce


Wir säumen das Pferd von hinten auf und beginnen heute mit dem Nachtisch. Da gab es auf vielfachen Wunsch mal wieder eine Panna Cotta. Dazu habe ich ein Sößchen aus Passionsfrüchten gemacht. Und weil das wirklich schnelle geht, will ich mich auch gar nicht lange mit Vorreden aufhalten.

Samstag, 4. Juni 2016

Fisch süß-sauer


Eigentlich sollte es hier viel öfter Fisch geben. Warum also nur so selten? Eingefroren mag ich den nicht und frische Ware bekomme ich oft nur auf dem Wochenmarkt. Da komme ich aber irgendwie seltener hin, als ich sollte. Ich gelobe da Besserung. Aber egal, ich habe gestern tatsächlich auch ohne Markt frische Seelachsfilets bekommen und mich entscheiden, diese im Wok zuzubereiten und zwar mit süß-saurer Sauce. Man hätte die Filets dazu auch im Teig knusprig ausbacken können, das werde ich vielleicht auch noch mal machen.

Chinesische Hühnerbrühe


Wir hatten schon einmal ein Rezept für chinesische Brühe mit ganz vielen Zutaten. Das ist sicher eine noble Variante, im Normallfall - und in den meisten Restaurants in und außerhalb Chinas - wird sie jedoch deutlich einfacher hergestellt. Das Rezept stammt von meinem neuen "chinesischen" Lieblingsblog "The Woks of life". Da werde ich mir noch einiges näher anschauen. Ich habe es schon einmal gepostet, allerdings im Eintrag zu knuspriges Huhn süß-sauer versteckt. Da ich hierauf als "Referenz

Donnerstag, 2. Juni 2016

Avocado-Baguette mit Speck und Chili


Baguette número tres ist nicht nur farblich ein Hingucker, sondern auch der Beweis, das Avocado mehr kann, als Guacamole oder Sushi. Ein lecker-pikante Angelegenheit mit Tex-Mex Flair. Ich bin sicher, meine amerikanischen Freunde würden das hier auch mögen.

Spargelbaguette


Wir entstauben das alte Spargeltoast und bringen es frisch auf den Tisch. Sogar vegetarisch. Langsam bekomme ich Angst vor mir selber ...

Mango-Blauschimmel Baguette


Nachdem ich neulich schon einmal bei der Familie mit einem schnellen Baguette punkten konnte, dachte ich mir, ich kreiere noch ein paar Varianten und teile sie gleich mit euch. Den Anfang macht eine Kombination aus herzhaft und süß. Die Anregung dazu kam von der momentan Blauschimmelkäse-süchtigen Sous-Chefin. Obwohl "Anregung" eigentlich maßlos untertrieben ist. "Ich hätte gerne ein überbackenes Baguette mit Mango und Blauschimmel" ist ja wohl eher eine konkrete Anweisung.

Mittwoch, 1. Juni 2016

Restaurant Odysseus in Groß Berkel


"Ist Rusty noch bei der Marine?" fragt die verwirrte Tante Bethany in "Schöne Bescherung", dem Weihnachtsklassiker mit Chevy Chase. Genauso gut könnte man fragen: "Machen eigentlich diese vier langhaarigen Bombenleger aus Liverpool immer noch diese grauenhafte Beatmusik?" oder "Wie, Raider heißt jetzt Twix?" Oder man macht es wie ich heute, aber der Reihe nach.