Mittwoch, 31. August 2016

Fluffernutter


So ganz fühle ich mich heute nicht, also muss ich mich wohl oder übel mit etwas Einfachem aus dem August verabschieden und in den September retten. Neulich bin ich von amerikanischen Freunden auf den Fluffernutter aufmerksam gemacht worden, einem Klassiker in den New England Staaten der US-amerikanischen Nordostküste. Besonders in Massachusetts ist dies eine Art nationales Heiligtum und sicherlich DAS Pausenbrot schlechthin. Sogar hochrangige Politiker, die dieses Sandwich aus gesundheitlichen Gründen aus Schulen und so weiter verbannen wollten, mussten öffentlich Abbitte leisten und beteuern, auch sie würden Fluffernutters lieben. Für alle anderen, insbesondere außerhalb der USA, ist das aber einfach nur eine sehr süße Angelegenheit und Wasser auf die Mühlen derer, die den Amerikanern keine Esskultur zutrauen. Ich weiß das zwar besser und liebe die amerikanische Küche und besonders die, der Südstaaten, aber den Fluffernutter könnte ich nicht täglich essen. Obwohl ... lecker ist das schon.

Dienstag, 30. August 2016

Überbackener Hackfleischreis


Da hat mir das Glutamat vielleicht doch gestern die Rübe durchbrennen lassen. Ich hatte nämlich im Titel "gandenlos" statt gnadenlos geschrieben. Das ist zwar jetzt im Blog verbessert, auf google+ aber noch zu sehen. Aber egal und Schwamm drüber.

Heute gibt es schnelle Küche. Schnell besonders, wenn man, wie ich, gekochten Reis vom Vortag übrig hat. Hat man den nicht, dauert es etwas länger, denn das gegarte Korn sollte, wie bei Bratreis, vor der Weiterverabeitung ganz auskühlen, weil es sonst matschig werden würde.

Montag, 29. August 2016

Rind mit Gemüse und Teufelszeug - der gnadenlose Selbstversuch


Ich weiß, es ist ein heikles Thema, aber ich hatte ja schon einmal angekündigt, im Bestreben die chinesische Restaurantküche zu Hause möglichst genau nachzukochen, auch vor Glutamat nicht haltzumachen. Normalerweise bin ich gegen den Einsatz künstlicher (oder besser: zusätzlicher) Geschmacksverstärker und setze vielmehr auf den Eigengeschmack der Zutaten. Andererseits ist mir aber bewusst, dass das sogenannte Teufelszeug "Glutamat" auch natürlich in Lebensmitteln, wie zum Beispiel Pilzen oder Tomaten vorkommt. Es kann also an sich nichts teuflisches sein. Meine Meinung dazu habe ich auch schon an anderer Stelle kund getan und ich bleibe dabei: Menschen, die Fix-Tüten benutzen, mit Brühwürfeln kochen oder "feine Speisewürze" auf den Tisch stellen, brauchen mir mit dem "China-Restaurant-Syndrom" nicht kommen.

Sonntag, 28. August 2016

Roggenbrot


Ich habe ja vor einiger Zeit einen Roggensauerteig angesetzt und den wollte ich jetzt unbedingt testen. Da ist ein Roggenbrot natürlich naheliegend. Außerdem bestätigt sich hier einmal mehr, dass ich eigentlich vielmehr eigenes Brot backen sollte. Da weiß man, was drin ist und dass es schmeckt.

Ranch Dressing


So langsam bürgert sich das bei uns ein: zum Essen gibt es einen Salat. Diesmal mit Ranch Dressing. Und wieder gibt es einen Grund weniger, zur Flasche zu greifen.

Freitag, 26. August 2016

Italian Dressing


In der englischen Sprache bezeichnet der Begriff "salad days" die Zeit der unbeschwerten und noch unschuldigen Jugend. In wie weit das auf diesen, immerhin auch noch jugendlichen Blog oder dessen Verursacher zutrift, sei in das spekulative Belieben der geneigten Leserschaft gestellt und wird seitens des alten Mannes an diesem Ende des Netzes keinesfalls kommentiert. Fakt ist, wir haben laut Thermometer über 30°C. Gefühlt sind das aber mindestens 220°C Umluft bei 4.000% Luftfeuchtigkeit. Da habe ich ehrlich gesagt keine Lust zum Kochen und ein Salat kommt da gerade richtig. Nur gut, dass Dressings hier gerade "Thema der Woche" zu sein scheinen. Also gibt es heute nach American und French ein Italian Dressing.

Donnerstag, 25. August 2016

French Dressing


Wer mich und diesen Blog kennt, weiß, dass es immer wieder Phasen gibt, in denen ich mit einander verbundene verschiedene Themen abhandele. So gibt es schwerpunktmäßig chinesische Zeiten, dann habe ich mal wieder eine türkisch-arabische Phase, danach wird eine Zeit lang gegrillt, was das Zeug hält und und und. Momentan sind es Salatsaucen. Hier versuche ich gerade die "Klassiker" möglichst frisch herzustellen und werde die Resultate dann in loser Reihenfolge vorstellen. Ich verurteile natürlich keinen, der so etwa fertig in Flaschen kauft. Das muss jeder selbst wissen und auch da gibt es sicherlich auch Produkte, die ohne viele E-Stoffe und künstliche Zutaten auskommen und gar nicht so schlecht sind. Ich möchte trotzdem versuchen, meine eigenen Saucen herzustellen. Das sind natürlich alles Basisrezepte, die nach Belieben erweitert werden können.

Nur mal so ... (Teil 82)


Dieses Jahr sind wir nicht nur von Kräutern aus Käfighaltung Topfzucht auf das Anbauen im eigenen Kräuterbeet umgestiegen, wir haben auch erste Erfahrungen mit freilaufendem Gemüse gesammelt. Zucchini, Chilis, Paprika, Bohnen, Möhren und Hokkaido-Kürbis tumeln sich vergnügt im heimischen Garten. Dabei ist der Singular bei Kürbis bewusst gewählt, denn die Pflanze trug nur eine Frucht. Die war nun reif und wollte verarbeitet werden.

Mittwoch, 24. August 2016

Dicke Rippe im Zwiebelbett


Da hat die Hitzewelle heute mal wieder kräftig zugeschlagen und was macht der Deutsche - so fragte schon einst Dieter Nuhr -  bei Temperaturen über 30°C? Jawohl, er macht ein Feuer an. Spontaner Entschluss: es sollte gegrillt werden. Zeitlich passte das, denn in der ersten Schulwoche nach den Ferien endet bei uns der Unterricht um 12:30 Uhr (wir sind ja sonst Ganztagsschule) und auch nachmittags waren keine Konfernzen oder Teamtreffen angesetzt, die mich betrafen. Also war ich vergleichsweise früh zu Hause und hatte Zeit, mich ums Essen zu kümmern.

American Dressing


Was wäre ein Salat ohne Dressing? Eine recht trockene Angelegenheit. Nun gibt es ja viele Arten von Salat und vermutlich ebenso viele mögliche Salatsaucen. So ein paar Klassiker habe ich hier ja schon vorgestellt, zum Beispiel die klassischer Vinaigrette oder den unschlagbaren Caesar Salad, aber da gibt es natürlich unendlich mehr. In Amerika beschränkt sich der Begriff "Dressing" übrigens nicht nur auf Salatsaucen, sondern wird für alle kalten Dips, Burgersaucen und Ähnliches verwendet. Wenn man mal so ganz unverbindlich in die Einkaufswagen seiner Mitmenschen schielt oder in Restaurants Salat bestellt, bemerkt man, dass das American Dressing zu den beliebtesten Varianten gehört. Deshalb möchte ich heute zeigen, wie einfach es eigentlich herzustellen ist. Zu verwandten Sauce wie Italian, French oder Ranch Dressing kommen wir später sicher auch noch mal.

Dienstag, 23. August 2016

Roggensauerteig


Wenn mein Weizensauerteig ein Rennwagen ist, dann ist der neue Roggensauer ein Muscle Car. Da steckt Power ohne Ende drin. Wie man sehen kann ist der Kerl trotz Ruhephase im Kühlschrank gut um das Vierfache gewachsen und fast aus dem Glas geklettert. Wenn man das Glas öffnet und daran riecht, bekommt man spontan Lust auf Roggenbrot. Auch der Geschmack ist großartig. Kein bisschen mehlig, aber getreidig mit einer feinen zitronigen Säure. Ich kann es kaum erwarten, am Wochenende damit zu backen.

Spaghetti mit Tapenade


Die Arbeitswelt hat mich wieder, also muss es wochentags jetzt oft mit der Zubereitung des Essens schnell gehen. Da ist Pasta immer eine gute Wahl. Da ja auch die Temperaturen gerade, darf es gerne auch mediterran werden. Zum Glück habe ich ja noch meine Tapenade im Kühlschrank. Die hält dort, gut abgedeckt, ein paar Wochen, wenn man sie mit einem sauberen Löffel entnimmt. Am besten lagert man die Paste mit Öl bedeckt, dann kann da nichts rankommen, was die Tapenade verderben lassen könnte.

Montag, 22. August 2016

Pannfisch


Nordisch by nature. Ja, die Wurzeln meiner Familie liegen von den Niederlanden bis nach ehemals Königsberg an nördlichen Gestaden. Man könnte also behaupten, ich hätte Salzwasser im Blut. Eins meiner Großelternpaare hat nach dem Krieg in Hamburg gewohnt und mein Vater ist dort aufgewachsen. Seine Schwestern, also meine Tanten, leben immer noch dort und auch für mich ist ein Besuch in der Hansestadt immer ein bisschen, wie zu Hause ankommen. 

Sonntag, 21. August 2016

Schweinebraten provenzalischer Art aus dem Römertopf


Normalerweise kaufe ich Braten immer am Knochen und / oder mit Kruste. Auch mag ich eigentlich durchwachsene Stücke lieber. Hier hatte ich nun aber angebotsbedingt einen Braten aus dem Schinken, der verarbeitet werden wollte. Damit mir das Ding nicht zu trocken wird, habe ich eines meiner Lieblingskochgeräte eingesetzt, den guten alten Römertopf. Da gart das Fleisch schonend und durch die Feuchtigkeit, die das Tongefäß abgibt, kann nichts trocken werden.

Tapenade provençale


Heute habe ich eine Tapenade im Angebot. Das ist so provenzalisch wie es nur geht, eben auch der Name. Dieser entstammt nämlich dem Okzitanischen, zum dem die provenzalische Sprache gehört und bezeichnet eine Zutat der würzigen Paste: tapenos, zu Deutsch: Kapern.

Samstag, 20. August 2016

Pflasterfest in Hameln - Pulled Pork Test


In den Siebzigern wurde die Hamelner Altstadt einer großangelegten Renovierungsaktion unterzogen, in deren Rahmen man die die wunderhübschen Fassaden aus der Zeit der Weserrenaissance restaurierte. Jahrzehnte lang war danach das alljährliche Altstadtfest eine Institution in der Rattenfängerstadt. 2004 war es dann irgendwie damit vorbei. 2013 kam es aber zu einer Neuauflage, größer und besser als je zuvor. Man feierte die Neupflasterung der Fußgängerzone und das Altstadtfest heißt seitdem "Pflasterfest". Überall in der Innenstadt sind Bühnen aufgebaut und man kann je nach Lust und Laune verschiedenen Musikstilen lauschen. Natürlich kann man auch essen und trinken. Mir sind dieses Jahr zwei Stände aufgefallen, an denen Pulled Pork angeboten wird. Grund genug für mich, diese einmal genauer unter die Lupe zu nehmen.

Freitag, 19. August 2016

Gratinierter Kabeljau


Heute war mein erster Arbeitstag nach dem Urlaub. Ich musste zwar nur zu einer Besprechung der Fachbereichskoordinator*innen, aber trotzdem hat der Müßiggang der Ferien ein Ende. Damit der alte Mann sein Gehirn nun wieder auf Vordermann bringen kann - ich habe gestern schon die Angabe "g" für "Gramm" in einem Rezept vergessen - gibt es heute Fisch. Das soll ja für die grauen Zellen gut sein. Also natürlich für den, der das isst und nicht für den Fisch selbst.

Donnerstag, 18. August 2016

Hähnchenspieß alla puttanesca (und mehr)


Im Bestreben beim Grillen für Abwechslung zu sorgen, muss man nicht jedes Mal das Rad neu erfinden. Oft macht es Sinn, auf bereits Bekanntes zurückzugreifen, dieses aber in einem anderen Gewande zu präsentieren. Spaghetti alla puttanesca ist eines meiner absoluten Lieblingspastagerichte. Also habe ich mich gefragt, ob die würzige Sauce, wenn sie so gut zu Nudeln passt, nicht als als Marinade taugen würde. Da ich mir selbst keine Antwort geben konnte (oder wollte - ich rede nicht mehr mit jedem) blieb nur eins: Ausprobieren.

Mittwoch, 17. August 2016

Baguettes mit Weizensauerteig


Je intensiver ich mich mit der Materie des Brotbackens beschäftige, um so deutlicher wird mir, dass es tatsächlich viel mehr ist, als einfach Zutaten zu vermischen und dann in den Ofen zu schmeißen. Brotbacken ist vielmehr eine Kunst, die Erfahrung und technisches Können voraussetzt. Ja, vielmehr noch: es ist eigentlich angewandte Naturwissenschaft. Von den biologisches Prozessen der Hefekulturen und des Sauerteigs über chemische Vorgänge beim Gehen und Backen bis hin zu phsyikalischen Elementen, wie dem richtigen Kneten und Falten des Teigs, beziehungsweise richtigen Temperaturen, hat alles einen Einfluss auf das fertige Produkt. Verändert man nur einen Parameter, kommt ein anderes Brot zustande - optisch wie auch geschmacklich.

Dienstag, 16. August 2016

Bratreis - nicht chinesisch


Was aussieht, wie etwas, dass ich auf dem Weg nach Hause auf der B1 platt gefahren habe, ist in Wirklichkeit eine leckere und schnelle Resteverwertung. Schnell musste es gehen, denn mein Zeitfenster war eng. Nachmittags Besuch vom Steuerberater und abends dann ein Treffen des Schulelternratsvorstand der Schule der Sous-Chefin. Dazwischen dreißig Minuten Zeit, also ran an die Töpfe Pfanne. Reis war noch von gestern da und wer sagt, dass man den nur chinesisch braten kann? 

Montag, 15. August 2016

Geschmortes Nackensteak in Pilzrahmsauce


Das sind so die Dinge, die spontan und sozusagen aus der Not heraus entstehen entstehen und dann doch alle bei Tisch restlos überzeugen. Von unserem Spießbürgerfest gestern war noch so einiges über: Nackensteaks, Schweinefilet und Pilze. Die wollte ich ursprünglich auch in die Spieße einarbeiten, habe die dann aber total vergessen. Was also tun? Schon wieder den Grill anwerfen? Keine Lust. Einfach nur so braten? Laaaangweilig! 

Nacken ist ja nun recht durchwachsen, also ist Schmoren eine gute Option. Das Fett schmilzt langsam heraus und gibt Geschmack an die Sauce, während das Fleisch schön zart und mürbe wird. Bei Filet hingegen gibt es ohnehin nur zwei Möglichkeiten: entweder kurz braten, so dass es noch leicht rosa ist oder eben so lange schmoren, bis es von selbst zerfällt. Also bewegen wir uns heute mal wieder im Bereich des Slow Cookings.

Sonntag, 14. August 2016

Von der Kunst, ein Spießer zu sein


Heute wird es spießig. Die Kleine ist von der Klassenfahrt zurück - Schietwetter an der Nordseeküste und das im August - und da wir nicht sicher waren, wie gut sie mit dem Jugendherbergsessen klar kommen würde, hatte ich ihr versprochen, bei ihrer Rückkehr zu grillen. Letzlich war das Essen wohl gar nicht mal so übel und es gab sogar einmal Scholle, aber das weiß man ja vorher nie. Wichtig ist, dass das Kind wieder da ist. Total übermüdet und etwas heiser, so wie sich das nach einer Klassenfahrt gehört, aber sonst gesund. Und sie hat Spaß gehabt und musste nicht die Eltern im Renovierungsstress ertragen. Habe ich erwähnt, dass wir auch den einen Kellerraum aufgeräumt haben? Den EINEN, den wir eigentlich nie wieder betreten wollten, einfach weil wir es nicht konnten, da sich die Tür nur noch zehn Zentimeter weit öffnen ließ? Da ist jetzt ordentlich Platz und man kann sogar die Sachen finden, die man sucht.

Samstag, 13. August 2016

Spaghetti alla panna


Ja, zugegeben: Diätküche geht anders. Allerdings haben wir auch die ganze Zeit wie wild geschuftet, um das Innenleben des Westerhäusischen Anwesens auf Vordermann zu bekommen. Zu allem Übel ist dann im Essbereich auch noch die Decke heruntergekommen - also nicht die ganze Decke, sondern nur einige Farbschichten, die sich partiell ablösten - und wir, das heißt die malende Gattin konnte dort von vorne anfangen. Da darf das Essen dann gerne auch mal Kalorien haben. Und in Italien, wo Pasta innerhalb eines Menüs meist als erstes Hauptgericht gegessen wird, bekommt man da auch nie riesige Portionen serviert.  

Freitag, 12. August 2016

Fenchel-Zucchini Risotto


Die Sous-Chefin ist auf Klassenfahrt und die Gattin und ich haben noch Urlaub. Also haben wir die Zeit genutzt, das Wohnzimmer und den Essbereich zu renovieren. Nach neun Jahren wird es dann auch allerhöchste Eisenbahn. Die Aufgaben sind hierbei klar verteilt: die Holde ist Herrin der Pinsel, Rollen und Farben. Meine Aufgabe ist es, unbeholfen im Weg zu stehen und Hilfsarbeiten zu erledigen - wenn ich nicht gerade im Baumarkt bin und Dinge an Land schaffe. Obwohl ich nicht behaupten will, mit zwei linken Händen geboren zu sein, ist Handwerken nicht so wirklich meins. Da fühle ich mich in der Küche deutlich wohler. Dort ist heute ein schneller Risotto (im italienischen ist das männlich) entstanden und das sogar (potentiell) vegetarisch.

Mittwoch, 10. August 2016

Indisches Hähnchencurry


Heute stand mir der Sinn nach etwas Pikantem, da ist indisches Essen immer eine gute Wahl. Neulich habe ich auf irgendeiner italienischen oder spanischen Google+ Seite ein Rezept für ein Chettinad Chicken Curry gesehen, dass recht lecker zu sein versprach. Schusselig wie der alte Mann nun mal ist, lies sich das Rezept nicht wiederfinden, also habe ich es aus dem Gedächtnis heraus nachgekocht. Ein Vergleich mit anderen Chettinad Rezepten, zeigte dann eben auch, dass ich gar nicht so falsch gelegen habe und nur die Mohnsamen, beziehungsweise Cashewkerne in der Würzmischung vergessen habe. Versuch macht kluch, also nächstes Mal perfekt. Es war aber auch so schon genial lecker.

Dienstag, 9. August 2016

Knusprige Hähnchenschenkel


Ab Morgen wird es in unserem Haus ein paar Tage lang deutlich stiller sein. Die Sous-Chefin ist dann nämlich bis Sonntag auf Klassenfahrt. Erst Mitte der Woche loszufahren ist zwar ungewöhnlich, habe ich aber auch schon aus terminlichen Gründen machen müssen. Da man nun aber nicht weiß, wie die kritische Esserin mit Jugendherbergsküche klar kommt - obwohl sie da schon sehr flexibel ist - durfte sie sich heute etwas aussuchen. Ihr stand der Sinn nach Käsecreme mit Brot und Caprese. Ich habe dann dazu noch Hähnchenschenkel gemacht, denn mein Arzt hat mir fleischlose Dienstage strikt untersagt.

Montag, 8. August 2016

Zucchinipuffer


Eigentlich schmecken Zucchini ja besser, je kleiner sie sind. Während unseres Urlaubs hat jedoch keiner geerntet und als wir wiederkamen hatten wir Apparate, aus denen man hätte Halloweenkürbisse schnitzen könnte. Die Dinger sind zwar innen voller Kerne und neigen auch dazu wässerig zu sein, trotzdem verbrauche ich die jetzt Stück für Stück. Ein Teil ging als Futter an die Meerschweine, die sich zuerst dachten "Oh, lecker, Gurke!", beim ersten Bissen jedoch irritiert aus der Wäsche schauten, das Gemüse dann aber doch nicht verschmähten. 

Sonntag, 7. August 2016

Waffeln


Die Sous-Chefin hat neulich in der Schule Waffeln gebacken und war jetzt ganz begierig darauf, dies zu Hause zu wiederholen. Da wir heute bei Freunden zu Kaffee, Kuchen und anschließendem Grillen eingeladen waren - es gab unter anderem einen interessanten Tomaten-Mango Salat, den ich gedanklich weiterverfolgen werde - erschienen Waffeln als das perfekte Gastgeschenk. Also habe ich schnell das Waffeleisen hervorgekramt und nachgesehen, ob mein Waffelschein noch Gültigkeit hat. Auch wenn ich gerne Stiefel und Cowboyhüte trage, leben wir ja nicht in Texas, wo jeder das Recht hat, eine Waffel zu tragen.

Samstag, 6. August 2016

Steakhaus SASH in Hameln


Heute blieb die Küche wieder einmal kalt. Wir waren nämlich in meinem (unserem) Lieblingssteakhaus in Hameln, dem SASH (Die Website ist nicht wirklich schön). Der Name ist ein Akronym (hier spricht der Lehrer in mir) und steht, wie man auf dem Bild sehen kann, für "South American Steak House". Das SASH liegt etwas versteckt in einem Hinterhof an der B1/B83. Von außen sieht es alles andere als hübsch aus, was auch daran liegt, dass sich Restaurantbetreiber und Hausbesitzer nicht ganz grün sind und der Vermieter schon öfter versucht hat, das Restaurant zu veranlassen, eine neue Bleibe zu suchen. Betritt man die Räumlichkeiten, hat man das Gefühl, in einer Zeitkapsel zurück in die 80er Jahre gereist zu sein. Gediegene Atmosphäre, viel knorriges Holz und Pinupbilder des jeweilig anderen Geschlechts auf der Toilette. 

Das SASH hat Kultstatus und ist gut besucht, also macht es Sinn, einen Tisch vorzubestellen, besonders am Wochenende. Auch muss man mitunter nach der Bestellung Wartezeiten in Kauf nehmen, denn das Essen wird frisch zubereitet und wenn der Laden voll ist, dauert es halt. Aber das nimmt für die Qualität des Essens gerne in Kauf. Rindfleisch aus Südamerika, besonders aus Argentinien, ist natürlich etwas ganz Feines. Ich würde dafür sogar Koberind stehen lassen. 

Freitag, 5. August 2016

Kalbsrouladen mit mediterraner Füllung


Ich gebe zu, irgendwie fehlt mir momentan die Lust und Inspiration zum Kochen. Ich habe zwar noch Urlaub und somit eigentlich alle Zeit der Welt, aber trotzdem kann ich mich abends kaum Richtung Herd aufraffen. Das mag die bisher in dieser Weise noch nie dagewesenen Lücken auf dem Blog dem erklären, ist letztlich aber dann doch, besonders für mich, mehr als nur unbefriedigend. Andererseits denke ich dann: "lieber Klasse statt Masse" und bevor ich hier ein Rezept für hartgekochte Eier, Erdbeermilch oder Marmeladentoast veröffentliche, bleibe ich lieber stumm. Immerhin ist das mein Blog, da kann ich posten, wann und was ich will. Und wenn euch das nicht gefällt, halte ich eben die Luft, bis ihr mich wieder mögt. Pffffff.

Donnerstag, 4. August 2016

Nur mal so ... (Teil 81)

Nein, ich werde mich jetzt nicht darüber aufregen, dass gegenüber meiner Garage Autos im Halteverbot stehen und mich so zu umständlichen Rangiermanövern beim Verlassen meines Grundstücks zwingen. Ich werde mich auch nicht darüber aufregen, dass andere Verkehrsteilnehmer offenbar die Tatsache völlig ignorieren, dass wir in einer Spielstraße wohnen, in der Schrittgeschwindigkeit gilt. Ich werde mich auch nicht darüber aufregen, dass ich eben einen dieser, aus meiner Einschätzung zu schnell herannahenden Mitmenschen trotz mehrfachem Schulter- und Rückspiegelblick meinerseits beim Zurücksetzen aus meiner Einfahrt in die Seite getroffen habe. Das sollen die Versicherungen untereinander klären.

Zu allem Überfluss gab es heute nicht einmal etwas selbstgekochtes zu essen, da ich mit anderen Dingen (neue Abzugshaube für die Schwiegereltern, Rasenmäher, usw.) beschäftigt war. Abends nur etwas vom lokalen Inder Griechen.


Der Standardsalat.

Mittwoch, 3. August 2016

Ferien-Good-Bye-Salat mit Steak und Shrimps


So, das waren dann die Sommerferien 2016, zumindest für die Sous-Chefin. In Niedersachsen beginnt also morgen das neue Schuljahr und die Kleine kommt nun schon in die sechste Klasse. Ich darf noch ein wenig zu Hause entspannen, denn in Nordrhein-Westfalen, wo ich ja arbeite, geht es erst in paar Wochen los. Trotzdem kann auch ich schon einmal damit beginnen, am Projekt: "Bikinifigur 2017" zu arbeiten. Ein Salat kann da nicht schaden. Und mit Steak und Shrimps brauche ich auch nicht wirklich mehr dazu.

Montag, 1. August 2016

En dreng


Keine falsche Freude, ich lebe noch. Ich hatte nur, wie erwähnt, die Woche einen lieben alten Freund aus Dänemark zu Besuch, den ich zehn Jahre nicht gesehen habe. Es gab viel zu besprechen, zum Beispiel das Thema "Larsenschwäche", die wichtige Aufforderung "Achtung! Bockwurstwerfer, volle Deckung!", die ordentliche Reihenfolge im deutschen Haushalt ("smutzikmachen - zaubermachen) und nicht zuletzt die Erkenntnis, dass in Schweden Parkautomaten trasig sein können. Natürlich wurde auch gekocht und gegessen, aber meine - in diesem Fall äußerst erfreulichen - Pflichten als Gastgeber haben mich vom Schreiben abgehalten. Trotzdem habe ich viel über dänische Kultur gelernt und werde mich demnächst ausführlich mit dem "Kultfilm" Firmaskovturen (1978) beschäftigen (Skål, bror lort). Unser Gast hat dafür sein Deutsch verbessern können, da ihm die Gattin und besonders die Sous-Chefin auf charmante Art und Weise Unterricht gegeben haben.