Sonntag, 30. Oktober 2016

Raclette Variationen



So, heute haben wir die Pfanne heiß, aber so was von. Auf Wunsch der Sous-Chefin gab es Raclette. Das ist für mich so ziemlich die sozialste Form des Essens, weil man lange zusammensitzt und jeder nach sein Essen nach Herzenslust selbst gestalten kann. Ich weiß, den echten Schweizern klappen vermutlich beim Anblick der Zutatenliste die Fußnägel hoch. Der Purist oder die Puristin, so durfte ich es mir das letztes Mal anhören, findet schon Zwiebeln unter dem Käse gewagt. Ich bin aber kein Schweizer, also mache ich in die Pfanne, was ich will. Ich denke nicht, dass das zu internationalen Verwicklungen führen wird oder die Schweizer Garde erscheint, um mich abzuholen.

Samstag, 29. Oktober 2016

Kalbsschnitzel Cordon Bleu klassisch und mit Gorgonzola-Walnussfüllung


Es gibt so Gerichte, da weiß ich als Nicht-Profi nicht genau, wie ich sie fotografieren soll. Cordon Bleu gehört dazu. Am besten sieht das natürlich im Ganzen aus, dann könnte es aber auch ein stinknormales Schnitzel sein. Will ich auf dem Bild die Füllung präsentieren, muss ich das Stück anschneiden. Dabei kann sich aber, wie hier, die Panierung lösen. Außerdem kühlt das Fleisch dann aus und ich habe kaum Zeit, es elegant auf dem Teller zu drapieren. Kalte Schnitzel will ich aber auch nicht servieren, also darf man bei solchen Sachen keine perfekten Fotos erwarten. Nicht, dass meine Fotos sonst perfekt wären.

Donnerstag, 27. Oktober 2016

Nur mal so ... (Teil 90)


Haribo, die Zweite. Man hat tatsächlich auf meine Email geantwortet, anders übrigens als Katjes, die Kontakt zu ihren Kunden scheinbar nicht nötig haben.

Mittwoch, 26. Oktober 2016

Da haben wir den Salat


Nennt mich faul und einfallslos, aber ich war heute erst später zu Hause und hatte weder die Lust, noch die Kraft, lange in der Küche zu stehen. An solchen Tagen gibt es dann schnelle Pasta, überbackenes Baguette oder Salat. Damit dieser wenigstens den Anschein erweckt, eine komplette Mahlzeit zu sein, habe ich warme Komponenten hinzugefügt.

Dienstag, 25. Oktober 2016

Russische Manti


Bei so vielen russischsprachigen Bekannten, sowohl beruflicher als auch privater Natur - von denen einige hier mitlesen und bestimmt auch toll kochen können - kann man sich ja mit solch einem Rezept nur in die Nesseln setzen. Ich habe zwar schon einmal Manti gemacht, da aber die türkische Variante, bei der es sich zwar auch um Hackfleisch im Nudelteig handelt, die aber sonst in Würzung und Zubereitung deutlich anders ist. Smetana (Schmand) statt Joghurt ist natürlich kein gravierender Unterschied, aber die russischen Teigtaschen sind wesentlich größer, anders geformt und werden zudem gedämpft und nicht gekocht.

Montag, 24. Oktober 2016

Rosenkohl und Kürbis-Curry Miniquiches


Hier mal was für die Gattin. Die hat nämlich angemerkt, dass sie gerne mal wieder etwas fleischloses essen würde. Quiche kommt immer gut an, warum also nicht mal der Jahreszeit entsprechend mit herbstlichen Gemüsen? Habe ich auch nichts dagegen und besonders Rosenkohl habe ich den letzten Jahren lieben gelernt. Mochte ich früher nie, bis ich 2005 mit einer Gruppe des fünften Jahrgangs auf Fahrt war und meine Kollegin und ich versuchten, der Bande Tischmanieren beizubringen. Dann gab es einen Rosenkohl und ich habe mir gedacht: "Da musst du jetzt als gutes Beispiel vorangehen und den essen, sonst sieht das ja auch doof aus und du machst dich unglaubwürdig. Und siehe da, obwohl der Rosenkohl sicherlich tiefgefroren und verzehrfertig in die Küche des Jugendgasthauses geliefert wurde, schmeckte das sogar. Ich habe auch schon so ein paar Sachen mit Rosenkohl hier veröffentlicht, zum Beispiel diesen Auflauf.

Beef Burrito


Von gestern waren noch Guacamole, Bohnen und Weizentortillas übrig, also entschied ich, dem mexikanischen Thema des Vortags weitgehend treu zu bleiben und Burritos zu machen. Das sind, so haben wir gestern gelernt, Wraps, bei denen gebratenes Fleisch, meist gehackt, mit Bohnen und optional Salat und Saucen, in eine Weizentortilla gerollt wird. Im Gegensatz zu Enchiladas, die normalerweise mit Messer und Gabel verzehrt werden, isst man Burritos einfach aus der Hand.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Enchiladas mit Huhn


Das heutige Rezept steht auch schon länger auf meiner to-do Liste. Davon ist es jetzt verschwunden und darüber bin ich eigentlich froh, denn es hat mich Jahre meines Lebens gekostet. Aber der Reihe nach.

Würzige Sauce für Tortilla-Wraps


Eigentlich hätte ich diese Sauce auch im gleich noch folgenden Rezept unterbringen können. Ich finde aber, sie ist so genial einfach und dabei so einfach genial, dass sie ein eigenen Eintrag verdient verdient hat. Ideal für Tortilla-Wraps, aber auch einfach nur so zum Dippen oder als Grillsauce.

Samstag, 22. Oktober 2016

Miesmuscheln mit Chili, Knoblauch und Limette


Miesmuscheln schmecken nicht nur lecker, sie haben auch gerade Saison und sind deshalb bei uns ein recht günstiges Vergnügen. Ich kenne die regionalen Preisunterschiede nicht, aber wir zahlen hier für das Kilo Frischware aus dem niederländischen Zeeland schlappe 2,50 Euro. Davon muss ich dann im Schnitt höchstens zwei Muscheln entsorgen, entweder weil die Schale vorher schon beschädigt war oder das Getier sich beim Kochen nicht geöffnet hat. Das ist von der Qualität okay, würde ich sagen. Von der Menge reicht ein Kilo sicher für vier Portionen mit Nudeln. Als moules frites, also im Sud gekocht und mit Pommes und Dips serviert, esse ich das Kilo alleine.

Freitag, 21. Oktober 2016

Bagels mit Frischkäse und Lachs


Der Beagle ist ein kurzbeiniges Hundetier, der Bagel hingegen ein Brötchen, dass deshalb teurer ist, weil da in der Mitte ein Loch ist. Sprachlich ist dieses Gebäck mit den Worten "beugen" und "Bügel verwandt, was durch seine Form auch nachvollziehbar ist. In Österreich gibt es zum Beispiel "Beugel" zu kaufen und auch Croissants, beziehungsweise Hörnchen werden mancherorts so bezeichnet. Der Bagel, manchmal auch "Beigel" genannt, wurde wohl von jüdischen Einwanderern nach Nordamerika gebracht. Von da ist er vor einigen Jahren zurück nach Europa gekehrt und erfreut sich auch hierzulande wachsendem Zuspruch. Ich wollte schon immer eigene Bagels backen und auch hier war Ketex meine Referenz.

Donnerstag, 20. Oktober 2016

Nur mal so ... (Teil 89)


Ein offenes Wort an Haribo.

Liebes Haribo-Team,

heute schreibt ein (bisher) riesengroßer Fan eurer Produkte. Bis auf die, allein schon von der Konsistenz her sinnlosen Tropifrutti, liebe ich tatsächlich alles aus eurem Sortiment. Es gibt Tage, da könnte ich euer Fruchtgummi bis zum Darmverschluss essen, wenn man mich nur ließe.

Mittwoch, 19. Oktober 2016

Trüffellose Trüffelsauce zu Fisch auf Spitzkohl


Jetzt hat ja bald der schwarze Wintertrüffel aus dem Perigord wieder Hochsaison und wer bei Kilopreisen von 2000 Euro dabei sein will, hat meinen Segen. Immerhin kostet der weiße Sommertrüffel aus Alba dann das Doppelte. Ja, ich weiß, man kann diese beiden Spitzentrüffel natürlich durch nichts ersetzen und auch der von mir manchmal verwendete, vergleichsweise billige schwarze Sommertrüffel ist nur ein schwacher Trost. Ich will auch gar nicht behaupten, dass diese Sauce hier den Gang zum nächsten Schlauchpilz-Händler des Vertrauens erspart, aber man bekommt schon ein trüffelartiges Aroma auf den Teller. 

Montag, 17. Oktober 2016

Jambalaya nach Cajun Art


Heute begeben wir uns mal wieder über den Teich, in die USA, genauer gesagt nach Louisiana oder noch präziser, in den Süden dieses Bundesstaates. Dort ist nämlich die Cajun-Kultur anzutreffen. Ich habe das schon einmal erzählt - auch bei einem Jambalaya - aber ich sollte das vielleicht noch einmal konkretisieren. Die Cajun-Leute waren ursprünglich französische Kolonialisten, die in "Akadien" (Kanada) lebten. Sie wurden dann aber nach der teilweisen Eroberung Kanadas durch die Briten von eben diesen an den Mississippi zwangsumgesiedelt.

Der Cajunküche ähnlich ist die kreolische. Hierbei handelt es sich - so wie der Begriff in den USA benutzt wird - ebenfalls um Nachfahren aus französische Kolonien, hier aber aus der Karibik. Bei Günter Jauch kam auch gerade die Frage nach "Port-au-Prince".

Die Cajun- und Kreolenküche ähneln sich und ein Jambalaya - eine Art Südstaaten-Paella - ist in beiden Kulturen zu finden. Die Kreolen mögen es allerdings, so wie ich es das letzte Mal gemacht habe, eher tomatig, in der Cajun-Küche sind Tomaten in diesem Reisgericht ursprünglich nicht vorgesehen: Deshalb habe ich mein Jambalaya heute auch "nach Cajun Art" genannt. Ganz original ist es nicht, denn ich musste ein paar Änderungen vornehmen, aber dazu später.

Sonntag, 16. Oktober 2016

Nackenbraten vom Schwein mit "Ich-schleck-den-Topf-aus-Sauce"


Heute war mal wieder Bratentag und ich freue mich immer wieder auf die Sauce. Auf die bin ich nämlich richtig stolz und ich garantiere jedem, der das nachkocht einen Hochgenuss mit Suchtfaktor. Ich habe hier zwar schon ein Rezept, aber weil immer mal wieder etwas neues dazukommt und nicht jeder die ollen Kamellen hier ausgraben möchte, hier noch einmal.

Samstag, 15. Oktober 2016

Nur mal so ... (Teil 88)


Herr Westerhausen spielt wieder in einer richtigen Band. Und diesmal meine ich nicht die Lehrerband unserer Schule, sondern reines Privatvergnügen. Ein alter Freund, seines Zeichens Gitarrist, fragte mich neulich, ob ich seiner Band nicht aushelfen könnte. Der eigentliche Bassist war nach Wilhelmshaven gezogen und es stand ein Auftritt im November an. Nach einigem Zögern - ich wusste nicht, ob ich es zeitlich neben Familie, Beruf und Blog schaffen würde - sagte ich zu. Nun fällt das Konzert zwar flach, aber die erste Probe am Dienstag hat so viel Spaß gemacht, dass ich fest einsteigen werde. Heute war ein Mitbring-Grillfest beim anderen Gitarristen in Porta Westfalica und ich habe als Mitbringsel Baguette gebacken.

Donnerstag, 13. Oktober 2016

Orange Tagliatelle mit Lachs-Sahnesauce und Erbsen


Das ist auch so ein Ferienluxus: die Zeit zu haben, Pasta selbst zu machen. Werktags bleibt es meist doch nur bei Nudeln aus der Packung, aber wenn ich nichts anderes zu tun habe, mache ich die schon lieber selbst. Also die Pasta, nicht die Packung. Als ich heute vor der Entscheidung stand, den Lachs - der war gewünscht - entweder mit Sahne- oder Tomatensauce zu machen, habe ich mich für beides entschieden. Sahne am Lachs und Tomate in den Nudeln. Problem gelöst, alle glücklich. Nun ja, mit Ausnahme des Lachses vielleicht, denn  der hatte vermutlich ganz andere Pläne. Aber irgendwas ist ja immer.

Mittwoch, 12. Oktober 2016

Kürbis-Steinpilzragout mit hausgemachter Pappardelle


Es ist unverkennbar Herbst, also möchte ich auch die Aromen dieser Jahreszeit auf dem Teller haben. Frische Steinpilze wären wünschenswert, aber das Wetter spielt noch nicht mit. Zumindest habe ich an den einschlägigen Stellen noch nichts gefunden. Getrocknete Pilze sind hier aber auch okay. Sie haben außerdem den Vorteil, dass wir das Einweichwasser für mehr Geschmack an der Sauce verwenden können.

Bunter Karottensalat mit Apfel und Minze


Manchmal habe ich gerne einen Salat zum Essen oder vorweg. Rohkost soll ja gesund sein, also raspeln wir uns jetzt ein paar Wurzeln und schmecken sie mit ein wenig Dressing ab. Einfache Kiste, aber durch die Vielfarbigeit kommt Leben ins Spiel.

Dienstag, 11. Oktober 2016

Nur mal so ... (Teil 87)


Wenn man Urlaub hat, kann  jeder Tag ein Sonntag sein, zumindest beim Frühstück. Kann ein Tag besser beginnen, als mit Eggs Benedict? Ein perfekt pochiertes Ei auf einem selbstgebackenen "English Muffin" und einer wunderbar frisch gemachten Hollandaise? Und dann dazu noch knuspriger Bacon ...

Montag, 10. Oktober 2016

Westerhausen Fried Chicken


Das ist wieder so ein Rezept, wo ich gar nicht weiß, an welcher Stelle ich anfangen soll. Bei der Giraffe? Bad Nenndorf? Oder mit dem Hinweis auf den 25. Februar 2014? Egal - es kommt ohnehin alles zur Sprache. Beginnen wir also so: neulich haben wir die Sous-Chefin von ihrem Kurztrip zu Großtante(n) und Onkel abgeholt. Wer die Autobahnsituation um Hamburg (die Stadt des deutschen Fußball-Meisters 2017) kennt, weiß, wie stressig das momentan ist. Auf der Rückfahrt nach Hause wurde es dann auch immer später und wir bekamen Hunger. Ich bin ja sonst kein Fastfood (oder besser: Junkfood) Esser aber ich hatte Appetit auf Hähnchen und da war eine einschlägige Braterei am Autohof Bad Nenndorf an der A2. Da ich ohnehin vorhatte, mal wieder fried chicken zu machen, habe ich mir dort einen Eimer Chickenteile gekauft, um mal so eine Referenz zu haben. Geschmacklich war ich sehr enttäuscht. Kaum Würzung, dafür ein penetranter Geschmack nach altem, überlagertem Pfeffer. Das mag ein Einzelfall gewesen sein, aber ich fand das war rausgeschmissenes Geld. Was ich dafür gut fand, war die Knusprigkeit der Panierung und die sehr zarte Textur des Fleisches. Trotzdem meine ich, es besser zu können.

Sonntag, 9. Oktober 2016

Teriyaki Huhn


Wünsch dir was bei Westerhausens. Die Sous-Chefin wollte dringend Sushi essen und die Gattin stimmte unter der Bedingung zu, dass es auch Teriyaki Huhn geben würde. Ich widerspreche meinen Damen nur ungern, also habe ich mich gleich an die Arbeit gemacht. Die Zutaten hatte ich natürlich schon gestern besorgt, denn obwohl ich Stammkunde im Lebensmittelgeschäft meines Vertrauens bin, weigert man sich standhaft, den Laden sonntags für mich zu öffnen.

Samstag, 8. Oktober 2016

Nur mal so ... (Teil 86)


Normalerrweise gibt es bei uns selten etwas "zu knabbern", aber heute gibt es mal eine Ausnahme. Die Sous-Chefin ist wohlbehalten aus Hamburg zurück und schaut sich gerade (zum gefühlten 63727237237 Mal) irgendeinen "Ostwind" Film (nein, das ist kein zweiter Weltkriegs- oder DDR Drama) an. Meine Tante in der Hansestadt hatte der Kleinen auch Hummus serviert und sie war recht angetan, also habe ich heute auch welchen nach meinem Rezept gemacht und Tacos zum Dippen dazu gereicht. Was soll ich sagen, das kam sehr gut an.

Gin Tonic


Keine Angst, dass wird hier nicht zum Alki-Blog, aber Doros Kommentar gestern und der zeitgleiche Beitrag auf ihrem Blog haben mich inspiriert. Außerdem spielten gesundheitliche Bedenken bei der Wahl des heutigen Getränks eine Rolle. Ich habe, beziehungsweise hatte ja gerade mit einer Erkältung zu kämpfen. Was das mit Gin zu tun hat? Nun, erst einmal ist das ein sehr britisches Getränk. Zur Zeit des Kolonialismus waren die Truppen des Empires auch in tropischen Gegenden unterwegs. Dort wurden sie hin und wieder Opfer einer Malaria Erkrankung. Um die damit einhergehenden Fieberschübe zu bekämpfen - auch um einer Erkrankung erst einmal vorzubeugen - verabreichte man den Soldaten chininhaltige Getränke, wie zum Beispiel Tonic Water. Das war früher extrem bitter und unverdünnt nicht genießbar. Was nimmt man nun also zum Mixen? Wasser in den Tropen ist oft kontaminiert und macht erst recht krank. Alkohol hingegen desinfiziert, also hat man das Tonicwasser in Gin gekippt, weil man den ohnehin getrunken hat. Das Mischgetränk war ursprünglich also medizinischer Art. Nun ist Malaria in Deutschland noch nicht verbreitet, aber bei der globalen Erwärmung ist es nur eine Frage der Zeit, bis die Anopheles-Mücke auch bei uns den Erreger verbreitet. Wenn ich heute also Gin Tonic trinke, dann nicht, weil ich Alkohol konsumieren möchte, sondern aus Gründen der Prophylaxe. Vorsorge ist alles und meine Gesundheit ist mir sehr wichtig. Deshalb Prost.

Freitag, 7. Oktober 2016

Spritz


Wenn es weiter so regnet, ist es nur eine Frage der Zeit, bevor bei uns in den Straßen Gondeln fahren. Bevor das der Fall ist, hier noch mal etwas aus sonnigeren Tagen, Spritz Veneziano oder, wenn man Werbung machen möchte Aperol Spritz. Der Name kommt vermutlich vom "Gespritzten", also einem mit Saft, Wasser oder anderer Flüssigkeit versetzen alkoholischen Getränk, also im Prinzip einer Schorle. Im Veneto, also auch in Venedig, wird dieser Drink gerne mit Weißwein und Sodawasser zubereitet. Dazu nimmt man beispielsweise:

Donnerstag, 6. Oktober 2016

Apfel-Bacon Chutney


Die Erkältung hält mich fest im Griff und mein Hals hat sich heute morgen angefühlt, als hätte ich einen Igel verschluckt und anschließend Schwefelsäure gegurgelt. Deshalb ist heute auch nichts Großes zu erwarten, sondern nur eine kleine Spinnerei, die eigentlich nicht der Rede wert ist und im Prinzip dem kurzweiligen Spiel "Geschmacksroulette" entsprungen sein könnte.

Bacon Jam ist ja eine Zeit lang der Hit gewesen, ich erweitere das jetzt um fruchtige Zutaten. Wozu passt das? Zu allem Möglichen, würde ich sagen. Zumindest zu allem, wo auch Apfelmus oder ein Chutney nicht fehl am Platze wären. 

Mittwoch, 5. Oktober 2016

Maispoularde auf Gemüsebett


"Der Hahn ist tot, der Hahn ist tot" mussten wir früher im Musikunterricht der Grundschule, Hände gerade an der Hosen- oder Rocknaht, als Kanon singen. Dabei schritt die Musiklehrerin, die Haare hinten streng zum Dutt geknotet, unsere Reihen ab, hielt hier und da eines ihrer unbestechlichen Ohren dicht an unsere Lippen und lauschte dem Klang unserer Kehlen. Hin und wieder kam das vernichtende Urteil: "Da brummt doch wer!" War der (oder seltener die) Schuldige gefunden, durfte die betreffende Person nicht mehr mitsingen, sondern musste Blockflöte spielen. 

Als Grundschüler kamen mir natürlich alle Lehrkräfte so vor, als seien sie mindestens 85 Jahre alt und vermutlich wurde die wackere Kollegin mittlerweile auch schon in den großen Chor da oben abberufen, aber man täuscht sich. Meine "alte" Religionslehrerin, die ihr Leben lang darauf bestand, "Fräulein" genannt zu werden, hat auch schon in den frühen 50ern des letzen Jahrhunderts meinen Onkel unterrichtet und ich meine, sie ist noch immer zu Fuß im Dorf unterwegs. Aber zurück zum Kanon. In einem Punkt lag die Musiklehrerin goldrichtig: "Der Hahn ist tot" und auch, wenn ich mir den Zorn aller Tierliebhaber zuziehe, möchte ich hinzufügen: "Und das ist auch gut so!" Ich weiß zwar nicht, wie dieser Flattermann im lebendigen Zustand so drauf war, aber gerupft ist er entscheidend leckerer und auf die PETA Ehrennadel bin ich eh nicht scharf.

Dienstag, 4. Oktober 2016

Schnelles Hühnerfrikassee mit Kartoffeln und Blumenkohl



Man erkennt es vielleicht an den Zutaten Kartoffeln, Huhn, Bohnen, Möhren - da war von gestern noch was übrig und musste weg. Also habe ich ein Frikassee gekocht. Normalerweise mache ich das mit frischem weißem Spargel. Den bekomme ich natürlich momentan nicht in der wünschenswerten Qualität. Blumenkohl ist aber eine leckere Alternative. Mit Bohnen und Möhren wird das Ganze sehr bodenständig, aber nicht minder köstlich - ein Essen, so ganz nach dem Geschmack der Gattin, die vermutlich hier auch ganz auf Fleisch hätte verzichten können.

Montag, 3. Oktober 2016

Grünes Thaicurry mit Huhn, Bohnen, Kartoffeln und Auberginen


Was soll denn das? Heute ist Tag doch der deutschen Einheit und nicht mal einen Schweinebraten? Es hätte ja doch wohl wenigstens eine Scheibe panierte Jagdwurst drin gelegen. Oder irgendwas mit "Einbrenne". Stattdessen so ein exotischer Kram. Aber ich kann das erklären. Vor der Einigung war Deutschland ja geteilt, also also gewissermaßen ein "Teilland". Deshalb eben heute etwas aus Thailand. Damit wäre mein Jahreskontigent an Kalauern auch erschöpft.

Die Sache ist klar, jetzt wo die Sous-Chefin eine Woche in Hamburg verbringt, können die Gattin und ich auch mal Dinge essen, die die Kleine nicht so mag. Thailändische Currys gehören dazu. 

Minziges Apfel-Ingwer Gelee


Es ist unverkennbar Herbst und die Apfelernte im heimischen Garten hat begonnen. Ein Teil wird eingelagert. Was nicht so nebenbei verzehrt wird, wandert in den Topf oder wird zum Backen verwendet. Dieses Jahr steht unter anderem Apfelgelee auf dem Plan, also haben wir den freien Tag genutzt, umein paar Gläser davon einzukochen.

Sonntag, 2. Oktober 2016

Sahnige Schinkennudeln mit Erbsen und Rucola


Die Sous-Chefin hat Ferien und wollte die eine Woche bei Großtante und Großonkel in Hamburg verbringen. Also habe wir sie gestern hochgebracht, ein wenig Zeit in der Hansestadt verbracht, sind dann über Nacht geblieben und heute wieder ohne Kind zurückgefahren. Gestern haben wir noch eine Fleetrundfahrt mitgemacht. Der Kapitän, der gleichzeitig Fremdenführer und Alleinunterhalter war, erinnerte zu meiner Erheiterung sowohl stimmlich  als auch sprachlich an Udo Martens, aber das nur mal so am Rande.

Samstag, 1. Oktober 2016

Nur mal so ... (Teil 85)


Einer der häuslichen Staubsauger ist in die ewigen Elektro-Jagdgründe getreten und musste ersetzt werden. Zu diesem Behufe - und um Kalamitäten bei der Reinigung des Westerhäusischen Jagdschlosses zu vermeiden - begaben wir uns in das örtliche Einkaufszentrum um besagtes Gerät der Summe unserer Besitztümer hinzuzufügen. Das dann auch noch ein neuer Kontaktgrill - den alten habe ich durch eigene Dummheit zu Elektroschrott verarbeitet - dazu kam, sei nur als Randbemerkung erwähnt.