Dienstag, 29. November 2016

Nur mal so .... (Teil 95)


Nee, das habe ich diesmal nicht selbst gekocht. Ich habe in einem Hotel in Bad Salzuflen gegessen. Dort haben wir dort nämlich zum Abschluss unseres Besuchs aus der Ukraine unter anderem mit der Lehrerband gespielt. Zu Essen gab - ich konnte mein Glück kaum fassen - Grünkohl. Den habe ich das letzte Mal vor etwa vierzig Jahren probiert und fand ihn schrecklich. Seither habe ich das Zeugs gemieden. Ja, ich habe immer mal wieder gesagt, ich würde das gerne zu Hause ausprobieren, aber a) ist das sowieso keiner hier und b) habe ich eigentlich noch 7,5 Milliarden andere Sachen auf der to-do Liste, die mir wichtiger erscheinen. Nun gut, heute führte kein Weg an dem grünen Gewächs vorbei. Was soll ich sagen? Mir fehlen die Vergleichswerte, aber ich denke schon, dass das irgendwie Potential hat, wie auch immer. Ob so, wie auf dem Bild, weiß ich nicht, aber ich werde mich vielleicht doch mal dran wagen. Irgendwann. Irgendwie.

Montag, 28. November 2016

Zweifach gegarter Schweinebauch - Hui Guo Rou


Huí Guō Ròu oder zweifach gegartes Schweinefleisch - vielleicht der Klassiker aus Szechuan. Hatten wir schon mal, aber was zweifach gegart wird, kann auch doppelt gepostet werden, zumal diese Variante hier noch authentischer ist und sich an Fuchsia Dunlops Version aus ihrem empfehlenswerten Buch Sichuan Cookery (auch erhältlich unter dem Namen Land of Plenty - A Treasury of Authentic Sichuan Cooking) orientiert.

Probleme bereitet mir hier nur die in China sehr beliebte Würzsauce tián miàn jiàng. Traditionell wird Pekingente mit dieser, aus fermentiertem Weizen oder Sojabohnen hergestellten süßlich-pikanten Sauce serviert und nicht, wie bei uns, mit der ähnlichen Hoisinsauce. Leider kann ich tián miàn jiàng zumindest in den mir bekannten fernöstlichen Geschäften nicht finden und auch online sind Quellen schwer aufzutun. Es gibt zwar von den einschlägigen Herstellern eine Peking Duck Sauce, die Zugabe von Tomatenkonzentrat scheint mir aber nicht wirklich authentisch zu sein. Ich bin jetzt aber auf ein Rezept für diese Sauce gestoßen, das auf roter Misopaste basiert. Ich werde bei Gelegenheit mal testen, wohin das führt. Solange muss ich eben doch mit Hoisin- oder Peking Duck Sauce vorlieb nehmen.

Sonntag, 27. November 2016

Nur mal so ... (Teil 94)


Wir hatten gestern Tag der offenen Tür, also musste ich vormittags arbeiten. Das hat irgendwie mein ganzes Zeitgefühl aus der Bahn geworfen, dummerweise in die falsche Richtung. Ich denke immer, es ist erst Samstag, aber nein, wir haben ja schon Sonntag, noch dazu den ersten Advent. Da gibt es eigentlich immer Rinderrouladen bei meinen Eltern. Das ist mittlerweile Tradition. Dieses Jahr ist alles anders, denn mein Vater ist zur Kur. Also gab es das Adventsessen bei uns. Der Rest wird dann morgen vermutlich wieder zur Nudelsauce

Freitag, 25. November 2016

Geschwenkte Zucchini mit Mandeln und Käse


Bei aller, oft auch berechtigten Kritik an der globalen Vernetzung, muss man jedoch unendlich dankbar sein, dass wir nicht mehr in Zeiten leben, wo man nicht über das nächste Dorf hinaus denken konnte und gezwungen war, tagein tagaus Haferschleim zu essen, weil man nichts anderes kannte. Heute liegt einem die Welt auf Knopfdruck vor den Füßen und obwohl man meint, schon ziemlich viel über Essen zu wissen, findet sich doch immer wieder etwas, das überrascht oder schlichtweg begeistert. Diese feine Vorspeise zum Beispiel ist eine wahre Perle, über die ich zufällig gestolpert bin. Das Rezept stammt vom amerikanischen Koch, Jimmy Bradley in dessen Restaurant The Red Cat in Chelsea, New York City es seit Jahren ein Renner ist.

Kokos-Curry mit Pute


Das Essen von Gestern hat seine Wirkung nicht verfehlt und meine Erkältung ist am Abklingen. Pute ist halt doch das beste Antibiotikum. Schlauerweise hatte ich die doppelte Menge Fleisch gekauft, also bereite ich heute rein prophylaktisch den Rest zu. Mein weiß ja nie ...

Eingelegte Paprika


Die Gattin bemängelte neulich aus heiterem Himmel, dass es in diesem Haushalt keine eingelegte Paprika gebe und sie diese gerne mal auf Pizza essen wolle. Das war mir neu, aber daran soll eine Ehe nicht scheitern. Also habe ich flugs ein paar freilaufende Paprika erlegt und in die heimische Höhle transportiert. Das Resultat sieht man oben.

Donnerstag, 24. November 2016

Plov



Ich bin gefragt worden, ob ich nicht mal ein Plov machen könnte. "Na klar", habe ich gesagt, obwohl ich eigentlich gar nicht wusste, was das ist. Glücklicherweise kann man ja heutzutage mit dem Smartphone jeder Zeit und auf der Stelle nachschauen und weiß dann sofort, dass Plov die russische Form des Pilaws ist und es sich hierbei also um ein Reisgericht handelt. Davon hat ja jede Nation so ihre eigene Vorstellung. Risotto, Paella, Nasi Goreng und eben Pilaw - die Möglichkeiten sind zahllos. Hier also die russische Variante. 

Normalerweise nimmt man hierfür Rindfleisch oder Lamm, beziehungsweise Hammel. Da heute aber in den USA auch Thanksgiving ist und traditionell Truthahn gegessen wird, habe ich mich für Putenfleisch entschieden. Das nennt man doch mal einen Beitrag zur Völkerverständigung. Die Pute kommt aber auch aus einem anderem Grund zur rechten Zeit, denn mein Hals kratzt etwas und da sind Antibiotika genau das richtige.

Mittwoch, 23. November 2016

Frittata mit Rosenkohl und Kartoffeln


Ei und Kartoffeln sind füreinander geschaffen, daran besteht kein Zweifel. Als Frittata sind beide besonders bei der Gattin gerne gesehen. Auch hier probiere ich immer wieder gerne neue Kombinationen aus. Für die Rosenkohl Miniquiches neulich hatte ich extra mehr frische Knollen blanchiert, als ich brauchte. Der Rest ist dann ins Gefrierfach umgezogen. Ein Teil davon durfte heute wieder auftauen. Manchmal ist Vorratshaltung praktisch und Kohl schadet etwas Frost nicht. 

Blätterteig mit Pilzen und Speck


Schnelle Sache für zwischendurch: Blätterteig mit herzhaftem Belag. In diesem Fall entschied das Verfallsdatum und es handelt sich hier um Resteverwertung und die kann ja auch lecker sein.

Dienstag, 22. November 2016

Nur mal so ... (Teil 93)


Heute habe ich einmal wieder statt in der Küche auf der Bühne gestanden. Normalerweise bin ich bisher als Bassist unserer Schulband in Erscheinung getreten, heute mein Live-Debüt am Mikrofon. Wir haben nämlich gerade Gäste aus unserer Partnerschule in Luzk (Ukraine) im Haus und da gab es ein nettes Bühnenprogramm, zu dem unsere Truppe "To Love Somebody" und "Why Did You Do It" beisteuerte. Ich bin kein Opernsänger, aber Joe Cocker wäre stolz auf mich gewesen.

Montag, 21. November 2016

Käsespätzle


Gestern hatten wir hausgemachte Spätzle zu Gulasch, da liegt es ja nahe, heute die Reste in etwas Leckeres wie zum Beispiel Käsespätzle zu verwandeln. Ich weiß, der Schwabe wird aufstöhnen, denn erstens ist dies, weil fleischlos, ein typisches Freitagsgericht, zweitens, müssen die Spätzle dafür nomalerweise frisch gemacht und nicht vom Vortag sein und drittens sehen die "geschmälzten Zwiebeln" zumindest auf den Fotos zu dunkel aus. Ich bin aber kein Schwabe, also darf ich das. Soll doch einer kommen und mich verklagen. Der kann sich dann nämlich vom Geschmack überzeugen und dann immer noch den ersten Stein werfen ...

Sonntag, 20. November 2016

Germknödel


So, nachdem ich vorhin schon vermutlich sämtliche Schwaben dieser Welt gegen mich aufgebracht habe, vergreife ich mich an einer weiteren regionalen Spezialität, von der ich im Grunde keine Ahnung habe. Da ich aber ohnehin nicht vorhabe, demnächst nach Bayern, Österreich oder Tschechien zu reisen, erlaube ich mir das mal großzügig. 

Spätzle


Sind sie nun Nudeln oder sind sie es nicht? Die Frage stellt sich immer wieder und ist auch nicht so einfach zu beantworten. Von den Zutaten her müsste man sie mit "Ja" beantworten, die Art der Zubereitung hingegen müsste auf ein "Nein" hinauslaufen. Vermutlich sind Spätzle eine eigene Kategorie im Bereich der Teigwaren. Was die dann aber wiederum mit Spatzen zu tun haben, von denen sich ihr Name ableitet, ist auch unklar, vermutlich hat das etwas mit der Größe zu tun. Wobei auch die variieren kann. Von klein und rund ("Knöpfle") bis lang oder breit ist so ziemlich alles möglich und es hängt vermutlich von der persönlichen Präferenz, dem Gericht zu dem sie serviert werden sollen oder natürlich auch dem Geschick des Kochs ab, wie die Dinger am Ende aussehen. Dies hier ist mein erster Versuch und ich wollte die Spätzle unbedingt von Hand schaben, deshalb sind sie etwas dick geworden. Der mag der echte Schwabe vielleicht nur ein mitleidiges Lächeln für übrig haben, aber sie waren trotzdem saulecker.

Samstag, 19. November 2016

Hackfleisch mit Nudeln, Spinat und Fetakäse


Das hier ist mal wieder etwas, das bei der Sichtung der Vorratslage spontan entstanden ist. Man könnte das natürlich noch um andere Gemüsesorten erweitern. Paprika und Zucchini würden zum Beispiel gut passen. Aber auch so, nur mit Spinat ist das schon recht lecker. Die Würzung ist griechisch inspiriert, also kann Feta als Käse zur Pasta nicht schaden. Und ja, auch wenn es aussieht wie Reis, handelt es sich hier um Nudeln. Die diese Sorte heißt in Itlalien Risoni oder auch orzo. In der Türkei bekommt man sie als arpa sehriye serviert und die Griechen nennen die Nudeln kritháraki. Sie eignen sich gut zum Schmoren, denn auf Grund ihrer Dicke übergaren sie nicht so schnell.

Freitag, 18. November 2016

Patatas bravas


Patatas bravas sind keineswegs brave Kartoffeln, weil der Weihnachtsmann bald kommt, sondern, wegen der (allerdings nur) leichten Schärfe, eher etwas für "Mutige" (brava = mutig). Ihre Herkunft ist ungewiss und es gibt schätzungsweise 14 Milliarden Rezepte, die natürlich alle authentisch sind. Mal mit Tomaten, mal Chili, dann ist manchmal Essig mit drin oder das Ganze wird noch mit Aioli - ein Thema, dem ich mich auch demnächst widmen werde - gereicht. Hier herrscht völliges Durcheinander und selbst die spanische Wikipediaseite ist da keine große Hilfe. Ich habe also einige Zeit recherchiert und bin zu folgendem Ergebnis gekommen: jeder so, wie ihm beliebt. Dieses Rezept hier habe ich öfter in Verbindung mit Madrid gefunden und es hat mir wegen seiner Schlichtheit zugesagt. Aber egal wie zubereitet, Patatas bravas dürfen auf keinem Tapas-Büffet fehlen.

Mittwoch, 16. November 2016

Waldorfsalat - Waldorf Astoria, NYC Style


Es ist selten, dass ein und dasselbe Gericht über Jahre hinweg auf der Speisekarte feiner Restaurants überlebt. Die Zeiten und Geschmäcker wandeln sich und was gestern noch als elegant galt, wirkt heute oft einfach nur piefig. Das Cordon bleu ist (leider) so ein Kandidat. Früher der Ausbund an kulinarischer Raffinesse, heute allenfalls auf laminierten Speisekarten an Imbissbuden zu finden. Um nicht dem immensen Druck, der auf der Spitzengastronomie lastet, sich ständig neu zu erfinden, zum Opfer zu fallen, muss ein Gericht deshalb schon etwas Besonderes sein, oder so wandelbar, dass es sich dem Geschmack der Zeit anpassen kann, aber im Grunde "es selbst" bleibt. 

Schnitzeltoast

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Gab es das nicht mal zu kaufen? So fertig panierte Pressfleischquadrate aus der Packung, die man in den Toasterschlitzen aufbacken konnte? Davon ist dieses Schnitzeltoast meilenweit entfernt. Zugegeben, es ist nicht gerade Diätküche, aber mehr Kalorien als ein Jägerschnitzel mit Pilzrahmsauce und Pommes und Mayo dürfte es aber auch nicht haben. 

Dienstag, 15. November 2016

Hühnersuppe mit Spinat und Tomaten


Bei diesem nassen und kalten Wetter ist warme Suppe immer eine Wohltat, besonders wenn sie selbst gemacht ist und frische Einlagen enthält. Ich hatte noch genug Hühnerbrühe von unserem spanischen Reis übrig,so dass ich diese bloß mit ein paar Zutaten nach Wahl aufkochen brauchte. Die Farbkombination grün-weiß-rot erinnert natürlich an Italien, ist aber auch sonst ein Augenschmaus.

Montag, 14. November 2016

Nur mal so ... (Teil 92)


Ich hatte ja gestern noch Brot gebacken. Dieses habe ich heute verkostet, so wie ich Brot am liebsten mag: mit etwas Butter - nicht zu dick - und Salz. Aus dem Salz-bot.Der hat Räder und kann über den Tisch gerollt werden - sehr praktisch und sollte deshalb in keinem Haushalt fehlen. 

Sonntag, 13. November 2016

Huhn auf spanischem Reis


So langsam hole ich hier wieder auf. Die Ente von vorhin war eigentlich ja von gestern, kommen wir also nun zum heutigen Tag. Auch da blieb es geflügelig, denn bevor alle unsere gefiederten Freunde entweder nach Süden entfleuchen oder der Vogelgrippe zum Opfer fallen, sollte man schon noch mal ordentlich zuschlagen, getreu dem Motto: "Alle Vöglein sind schon gar." Dabei stellt sich ja auch immer die Frage der Beilage. Heute war mir nach Reis und einem Hauch Spanien. Für eine Paella fehlen die Meeresfrüchte, also nenne ich das hier auf Spanisch ganz bescheiden: arroz con pollo , also Reis mit Huhn. 

Geschmorte Ente


Bin ich noch von gestern schuldig: Ententeile mit Kartoffelklößen und Apfelrotkohl. Keulen haben wir ja schon öfter geschmort. Bei der Brust habe ich das bisher noch nie so versucht, sondern habe diese immer eher wie ein Steak medium kurzgebraten. Diesmal, wie gesagt, lange bei niedriger Temperatur geschmort, um ein mürbes, aber möglich nicht trockenes Fleisch zu erhalten.

Samstag, 12. November 2016

Käse Dip für Nachos


Noch ein schneller Dip für eine leckere Knabberei gefällig? Ihr habt Reibekäse, Mehl, Butter und Milch im Haus? Und vielleicht auch noch eine Tüte Tortilla Chips. Na dann mal ran an den Topf.

Freitag, 11. November 2016

Pasta mit Fleischbällchen und Blumenkohl


Man ist ja in letzter Zeit geradezu gezwungen, diesen Satz inflationär zu gebrauchen, aber jetzt ist tatsächlich ein ganz, ganz Großer von uns gegangen. Ich habe es schon einmal gesagt, scheinbar ist es momentan für Musiker tödlich, von mir verehrt zu werden. Da habe ich gerade vor ein paar Tagen "You Want It Darker" gehört und wie (fast) alles von Leonard Cohen sofort ins Herz geschlossen und nun ist er die letzte Reise angetreten. Mit 82 vielleicht nicht übermäßig überraschend und schon die Textzeile "Hineni, hineni! I'm ready, my Lord" im Opener und Titelsong des neuen Albums lies nichts Gutes vermuten, aber trotzdem unendlich schade. Aber vielleicht ist er jetzt wieder mit seiner Marianne vereint.

Cohen war übrigens auch kulinarisch bewandert und hat während seine Zeit in einem buddhistischen Kloster für seinen 90 jährigen Zen-Meister kochen müssen. Laut zeitweiliger Gesangspartnerin Anjani Thomas, war er auch der Einzige, der Kr*fts Maccaroni & Cheese mit einem 82er Château Latour konnte.

Donnerstag, 10. November 2016

Misosuppe


Ich weiß jetzt schon, wer von meinen potentiellen Lesern hier bereits beim dashi ausgestiegen ist (Hallo, Jörg!) und deshalb auch hier fern bleibt. Schade, denn fanatische Fischverweigerer bringen sich damit um eine Geschmackserfahrung, die den eigenen gustatorischen Kosmos um Quantensprünge erweitert. Auch wenn hier Fisch und Seetang zum Einsatz kommen, schmeckt das Ganze gar nicht fischig oder algig, sondern erinnert an einen Urlaub am Meer. Und gesund ist das obendrein auch noch, immerhin gibt es überdurchschnittlich viele steinalte und vor allem noch gesunde Menschen im Land der aufgehenden Sonne.

Mittwoch, 9. November 2016

Dashi


Was bestenfalls wie Apfelsaft aussieht und im schlimmsten Fall an eine medizinische Laborprobe erinnert, ist in Wirklichkeit dashi, eine, nein Quatsch, DIE japanische Grundbrühe. Was in der westlichen Küche die stundenlang vor sich hin simmernden Fonds mit zig Zutaten sind, ist in Japan eine vergleichsweise schnelle und schlanke Angelegenheit, jedoch mit Geschmack von hier bis Rom und wieder zurück. Man könnte sagen, es ist umami pur.

Dienstag, 8. November 2016

Kartoffelbrot und Brötchen


Die gestrige Suppe hat tatsächlich gut getan und mir ging es heute Nachmittag schon wieder besser. Da ich aber bei diesem Wetter keine Lust hatte, noch Einkaufen zu gehen und mir die meisten Bäckereiprodukte ohnehin nicht schmecken, habe ich schnell etwas selbst gebacken. Und wenn ich schnell schreibe, meine ich das auch. Die Sous-Chefin liebt seit neustem Kartoffelbrötchen, also habe ich mir hier ein Rezept zusammengebastelt. Keine langen Teigführungszeiten oder ewigen Ruhezeiten. Man ist in etwa in zwei Stunden am Ziel, man muss aleerdings die meiste Zeit gar nichts selbst tun. Hefe, Sauerteig und der Backofen arbeiten für uns.

Montag, 7. November 2016

Hühnersuppe mit Gemüse


Im Hause Westerhausen kränkelt es ein wenig, also muss eine gute Hühnersuppe her. Die ist nämlich oftmals die beste Medizin und bei Erkältungen eine absolute Wohltat. So wie hier mit Gemüse, nach der Art der italienischen Minestra die pollo e verdure, ist das natürlich noch mal so gesund.

Sonntag, 6. November 2016

Cornish Pasty


Ich liebe ja Gerichte mit Geschichte und zu diesem hier gibt es einiges zu erzählen. Seinen Ursprung hat es in Cornwall, einem wunderschönen Flecken Erde im Süden Englands. Allerdings war das Leben dort früher, jenseits aller schwülstigen Pilcher Romantik, nicht immer einfach. Die Männer arbeiteten in der Landwirtschaft oder in den Zinnminen unter Tage. Man kann sich vorstellen, dass die Arbeit hart und körperlich sehr anstrengend war. Es war deshalb wichtig, dass die Arbeiter ordentlich was zwischen die Zähne bekamen. Zum Essen nach Hause zu gehen war natürlich unmöglich. Kochgelegenheiten im Stollen gab es auch keine. Also backten die Frauen Pies, die mit Fleisch, Kartoffeln und Gemüse gefüllt waren. So hatte man eine sättigende Mahlzeit in einem, die man auf der Hand essen konnte, ohne Besteck und Teller zu benötigen.

Samstag, 5. November 2016

Halloween 2016: Blut- und Eiterpudding


An Halloween darf, ja muss es sogar ein wenig ekelig werden. An allen anderen Tagen ist dies natürlich nichts mehr, als eine rote Panna Cotta mit Frucht- und Vanillesauce. Hätte man auch in den anderen Halloween 2016 Beitrag packen können, fand ich aber optisch so schön, dass ich meine, es verdient einen eigenen Eintrag.

Halloween 2016: gebratene Fledermaus mit Schrumpfkopf und Zombie-Mumien


Ich hatte ja angekündigt, das diesjährige Halloween-Dinner für die Sous-Chefin nachholen zu wollen. Das ist hiermit geschehen. Die Beschaffung der Zutaten hat mich einige Mühe gekostet und vermutlich werde ich jetzt in einigen Ländern polizeilich gesucht, aber es war die Sache wert. Wer auf herkömmliche Lebensmittel zurückgreift, wird es einfacher haben. Happy Halloween, nachträglich.

Freitag, 4. November 2016

Schinken-Sahne-Spaghetti-Törtchen


Eigentlich wollte ich heute ja eine englische Pastete machen, habe mich aber mit den Teigruhezeiten verkalkuliert. Darum heute ganz schnell Plan B. Eine schnelle Befragung der übersichtlichen Zahl im Hause lebenden Familienangehöriger ergab, das Pasta mit Schinken und Erbsen auf Wohlwollen stoßen würden. Nun erfülle ich Wünsche ja gerne, möchte aber auch hier nicht im dasselbe veröffentlichen. Also versuche ich hin und wieder, Bekanntes im neuen Gewand zu präsentieren. Warum also nicht einmal Spaghetti alla panna als Fingerfood? Hier bietet sich der Einsatz einer Muffinform an, denn die ist nicht ausschließlich für Süßes nutzbar.

Donnerstag, 3. November 2016

Chicken Fajita



Zeit ist momentan Mangelware und ich bin gezwungen, schnelle Dinge auf den Tisch zu bringen, wenn ich der grausigen Alternative "Dosensuppe" entgehen möchte. Wraps gehen immer und heute präsentiere ich eine schnelle Variante, nämlich chicken fajita. Die Unterschiede der verschiedenen Tortillafüllungen habe ich schon mal bei meinem Enchilada Rezept erklärt. Nur so viel noch mal: bei der Fajita kommen Weizenfladen zum Einsatz. Darin wird Fleisch mit Salat und Saucen eingerollt. Kommen Bohnen dazu, haben wir eher einen Burrito. Fajitas können gerollt, oder wie eine Crêpe zur Tasche gefaltet werden. Letzteres ziehe ich vor, das so nichts tropft und das Ding so weitgehend unfallfrei verspeist werden kann. Dadurch, dass sie meist bei Tisch von jedem selbst gefüllt werde, ist es wie Raclette ein recht interaktives Essen. Voll krass ey, sogar mit Touch!

Mittwoch, 2. November 2016

Pasta al limone


Heute hat es mal wieder an der Zeit gemangelt, also musste etwas schnelles auf den Tisch. Lecker sollte es aber auch sein und nicht zu schwer. Da ist das hier genau das Richtige. SO schnell, dass es sich gewissermaßen selbst überholt, vegetarisch und vitaminreich und einfach köstlich. Mit selbstgemachten Nudeln sicherlich noch besser, aber auch so ein Genuss. Es vermutlich auch das einzige Pastagericht, wo wir erst mit der Sauce beginnen, wenn die Nudeln fertig sind. Sonst ist das ja eher umgekehrt.

Dienstag, 1. November 2016

Nur mal so ... (Teil 91)


Gestern war Halloween und auch bei uns hat ein "Jack O'Lantern" genannter Kürbis Einzug gehalten und leuchtet auf der Dachterrasse. Hat die Sous-Chefin ganz alleine geschnitzt. Warum mich das Ding an Donald Trump (Stichwort: Horrorclown) erinnert, weiß ich auch nicht. Na gut, Vakuum im  Schädel und aus dem Mund kommt nur heiße Luft ... da könnte was dran sein. Nächstes Jahr basteln wir uns dann den Mops aus Nordkorea nach.