Donnerstag, 29. Juni 2017

Grilled Cheese-Bacon-Chicken Sandwich


"Was soll denn das jetzt hier? 'Ne Käsestulle mit Gedöns? Nicht sein Ernst!" So oder so ähnlich höre ich jetzt Milliarden meiner Lesern weltweit empört ausrufen. Ja, es gibt heute Käsebrote, die sind aber gegrillt und wahnsinnig lecker. Typisch amerikanisch, würde ich sagen, denn im Land der unbegrenzten Sandwichmöglichkeiten liebt man die grilled cheese Variante. Die habe ich heute noch etwas aufgepeppt und habe im Gegenzug dafür einen sättigenden und vor allem enorm leckeren Snack erhalten. 



Für zwei Sandwiches brauchen wir neben vier Scheiben nicht zu dünnem Weißbrot:
  • 4 Scheiben Bacon
  • 1 gegarte Hähnchenbrust
  • 1 TL gerächertes Paprikapulver (z.B. Pimentón de la Vera)
  • Käse

Als Käse habe ich 14 Monate alten Cheddar, Parmesan und Gouda verwendet. Gerieben brauche ich pro Sandwich etwa eine Handvoll davon.


Hier noch einmal kurz meine bevorzugte Methode, Hähnchenbrust zu garen. 

Einen Topf mit Salzwasser aufsetzten und zum Kochen bringen. Fleisch hineingeben, Deckel auflegen und sofort vom Feuer nehmen. Je nach Größe zwanzig bis dreißig Minuten im geschlossenen Topf ziehen lassen. 

Herausnehmen, trockentupfen und würzen. Hierzu nehme ich in diesem Fall Salz, Pfeffer, edelsüßes Paprika- und Currypulver.

In Olivenöl mit etwas zerquetschtem Knoblauch un Rosmarin anbraten, einen Schlag Butter hinzugeben. Von beiden Seiten goldbraun braten, dabei immer wieder flüssige Butter über die Stück löffeln. Wenn alles gutgeht, ist das Fleisch durch, aber noch saftig, wenn es außen eine schöne Farbe hat. Vor dem Anschneiden zehn lang bei nicht mehr als 60° C warmstellen. 




Käse raspeln und mit dem Räücherpaprika vermengen.


Bacon im Kontaktgrill anbraten, aber nicht zu kross werden lassen. 

Warum mache ich das auf der Spüle? Weil da die Steckdosen in der Nähe sind und die Hersteller von Küchengeräten vor einiger Zeit entschieden haben, dass 4 Zentimeter Kabellänge mehr als großzügig bemessen sind. Ich habe von Schwiegermama eine Küchenmaschine aus den 80ern bekommen, die sie nicht mehr benutzt. Das Ding könnte ich zu Hause in Hameln einstöpseln und auf der Arbeit in Herford verwenden, so lang ist das Kabel. Heute kann ich von Glück reden, wenn es von der Steckdose überhaupt bis zur Arbeitsfläche reicht und ich das Gerät nicht dauernd anheben muss. Kann mir einer erklären, warum das so ist? Sicherheitsgründe, damit Kinder den eingesteckten Toaster nicht mit in die Badewanne nehmen können? Kostengründe? Oder einfach falsche Längenreferenz, weil zu oft der Satz gehört und schließlich geglaubt wurde: "Donnerwetter Herr Generaldirektor, das sind ja stattliche 30 Zentimeter!" Ich weiß es nicht.


Aber egal. Brotscheiben nach Belieben buttern. Braucht man eigentlich, weil der Käse eigentlich Fett enthält, aber großen Schaden anrichten kann es auch nicht, also ist es es eh egal. Die Unterseiten mit je zwei Scheiben Bacon und Hänchenbrust belegen.


Darauf pro Sandwich eine Handvoll Käse. Weil die gerade griffbereit rumlagen, habe ich noch halbierte Cocktailtomaten hinzugefügt. So spontan kann her Westerhausen sein.


Andere Brothälfte auflegen und ab in den Kontaktgrill.


Klappe zu, Affe tot. Grillen, bis das Sandwich von außen eine schöne Farbe hat. Sandwich diagonal durchschneiden, so dass man die typischen Dreiecke erhält.

Geht auch alternativ im Backofen oder nach meiner alten Methode:

Pfanne (am besten eine Grillpfanne) und einen leeren Topf heiß werden lassen. Brot in die Grillpfanne legen und von oben mit dem heißen Topf beschweren. Einmal wenden. 


Was aussieht wie eine Szene aus einem Alienfilm ist das leckerer Sandwich, das am besten warm verspeist wird, wenn der Käse noch schöne Fäden zieht.Die hohe Kunst des Kochens? Nein. Diätküche? Pffff. Bin ich stolz drauf? JAAAA! Denn es ist mega lecker. Zwei davon reichen aber auch für eine Person.
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Flashback:


Heute vor einem Jahr: Steak - was sonst?

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