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Donnerstag, 23. Juli 2026

Fàilte gu Alba - Scotland 2026


Nachdem Ende letzter Woche die Sommerferien in NRW ausgebrochen sind und ich mich entschieden habe, daran teilzunehmen, haben wir uns Samstag gleich ins Auto gesetzt und sind über die Niederlande und Belgien nach Calais in Frankreich gefahren, um dort die Fähre in Richtung Dover zu nehmen. Ziel der Reise: die schottischen Highlands. Ursprünglich wollten wir ja die Fähre nach Newcastle nehmen, was ja streckentechnisch auch mehr Sinn ergeben hätte, aber wir waren mit dem Buchen spät dran und so hätte uns die Überfahrt für ein Auto und einen VW-Bulli (wir reisen mit mehreren Leuten) mindestens 3.500 Euros gekostet - Geld, das ich auch gut anderweitig ausgeben kann. Jetzt sitze ich in unserem Ferienhaus in Alness bei Inverness, habe mich bereits akklimatisiert und die ersten Touren unternommen. Gegessen wurde auch, allerdings noch nicht wirklich gekocht. Trotzdem möchte ich euch ein paar Eindrücke vermitteln.  


Auf der Hiifahrt haben wir in Leeds übernachtet. Dort haben wir in einem Laden gegessen, der sich unter anderem auf Piri Piri-Hähnchen spezialisiert hat. Man kann den Schärfegrad in fünf Stufen wählen. Ich habe natürlich mit "Extra Hot" die oberste Kategorie bestellt. Der Geschmack war fantastisch, das Fleisch (entbeinte Hähnchenoberschenkel) super zart, aber Schärfe? Für mich Fehlanzeige. Trotzdem für Systemgastronomie ganz ordentlich.


Kaffeepause mit Scones, ...


 ... Nusskuchen ...


... und Schokotörtchen.


Fantastische Pizza in Perth. Hier mit Huhn und, Pilzen und Pesto. 




Der Klassiker: Pizza Magherita.


Halt an einem Chippy in Alness. Vegetarische Haggis, natürlich frittiert. Da habe ich einen guten Tip: esst das nicht. Es ist tückisch.


Aber die fish & chips waren gut. Die waren Fritten natürlich mit Malzessig beträufelt, dazu, wie es sich gehört, Sauce Tartar (mit Kapern) und mushy peas (Erbspüree). Wenn man sich in Großbritannien aufhält, ist das einfach Pflicht.


Dann doch noch etwas Selbstgekochtes: Hühnerbrust mit Ofenkartoffeln und einem frischen  Salat.


Hier noch ein paar Landschaftsbilder: Die weißen Klippen von Dover.


Our house in the middle of the street.


Wunderschön.


Westküste bei Ullapool an einem Ausläufer des Atlantiks.


Urquhart Castle am Loch Ness.


Cawdor Castle. McBeth-Lesern sollte der Name geläufig sein, obwohl das Schloss erst im 14.Jahrhundert, also gut 300 Jahre nach dem berühmten schottischen Königs gebaut wurde. Sobald es etwas Neues gibt, melde ich mich. Solange folgt dann hier erst mal noch ein Rezepte, die auf Halde lagen, weil ich zum Schuljahresende keine große Zeit zum Schreiben hatte. Fàilte gu Alba - willkommenn in Schottland! 
____
Flashback:



Heute vor fünf Jahren: Spaghetti all'Amatriciana 2021

8 Kommentare:

  1. Der Bericht hat mir gefallen.
    Danke für die schöne Begleitung des Morgenkaffees.

    Vegetarischer, frittierter Haggis -
    noch mehr kann man das Gericht ja gar nicht verbiegen, oder?
    Was soll daran noch Haggis sein? Zwiebel und Hafermehl?
    Robert Burns dreht sich im Grabe um ;-)

    Die Scones sehen eigenartig aus,
    wobei das in meinen Augen
    eher ein Qualitätsmerkmal ist.
    Mit etwas Glück ist das keine Industrieware gewesen?
    Schade, dass man die nicht glutenfrei hinkriegt.

    Somit machen der Nusskuchen vielleicht,
    und der Scone ganz sicher neugierig
    auf Rezept und nachbacken.
    Die schottische Donauwelle
    sieht eher zum Abgewöhnen aus.
    Dunkler Biscuit, fettige Kakaocreme,
    sowas wie Pfirsich (?) homöopathisch verteilt.

    Die Landschaftsbilder wecken Fernweh.
    Ich sollte mal wieder verreisen...

    Die weißen Felsen von Dover,
    nun, die verdienen ihren Namen nicht mehr.
    Vor 40 Jahren habe ich die viel weißer in Erinnerung.
    Stimmt das, oder ist das Fehlerinnerung?

    Die schnörkellosen Häuser,
    schmucklos und fensterarm,
    glatt bis auf die Sägezähne am Dach.

    Die vertrauten Namen der Burgen,
    die inzwischen jeder irgendwie kennt.

    Schottland scheint in diesem Sommer
    weniger grün und trockener zu sein als normal.
    Gut für Urlauber, schlecht für die Flora.

    Ich war noch nie in Schottland.
    Die Wahl zwischen nass - kühl und
    heiß - trocken fiel immer gleich aus.
    Und damit die Auswahl der mitgebrachten Rezepte :-)

    Hab grade im Wiki nach schottischer Küche geguckt.
    Da sind schon merkwürdige Sachen gelistet :-)

    wiki: "Hugga-muggie ist ein von den Shetlands
    stammendes Fisch-Haggis, das im Fischmagen serviert wird.
    Arbroath smokies bestehen aus geräuchertem
    und mit gesalzener Butter gefülltem Schellfisch.
    Crappid heids sind Schellfischköpfe,
    die mit gehacktem Hummer gefüllt werden."

    Das letzte klingt interessant.
    Aber - ob ich das wirklich essen will ..
    Hat was von diesem Strömling...


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    1. Hier ist alles grün-braun, so wie ich das kenne. IWenn im August die Heide blüht, kommen noch Rottöne dazu. Ich war das letzte Mal 1999 hier und das Feuer hat in mir gebrannt. Ich liebe Skandinavien, aber das hier ist noch mal eins drauf. Auch der Linksverkehr ergibt für mich mehr Sinn.

      Das Schokotörtchen war um Längen besser, als jede Donauwellle und die Scones unbeschreiblich lecker. Ich liebe es hier

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    2. Hi, Lars, ich ahnte schon,
      dass ich zum Schokotörtchen Widerspruch kriege...
      Aber das sah so sehr nach Donauwelle und Konsorten aus..
      optisch lecker und dann - zum Wegwerfen..
      Gut dass mich die Optik getäuscht hat :-)

      Du sagst, es ist dort so grün oder nicht grün wie immer.
      Dann hab ich halt bisher grünere Aufnahmen gesehen.
      Schottland ist in meiner Fantasie sehr grün - und kühl.

      Ab 22 Grad Schatten suchen weil es so brennt.
      Das klingt nach einem Zustand, der mir gefallen könnte :-)
      .. warm genug ..

      Wie gesagt, die Scones würde ich gern nachbacken.
      Und dann versuchen, den Geschmack nach glutenfrei zu transferieren.

      Peter, auf Deinem Balkon kannst jetzt Tomaten trocknen, Feuer frei ;-)

      Fernreisen sind überschätzt.
      Die Rheinauen um Karlsruhe sind sehr schön :-)
      Da ist ein Abstecher nach Straßburg möglich, die Elsässer Küche lockt.

      In den Auen kannst genauso gut Malaria und Dengue kriegen wie in Fernost.
      Na gut, das ist sehr selten - aber Dengue-Gefahr ist neu,
      und Malaria war bisher verdammt selten gewesen
      Aber dieses Jahr wurden schon einige
      sogenannte endemische Fälle gemeldet.

      Eine Klimaanlage über dem Bett
      verstärkt das Fernost-Feeling
      und kühlt Dein Schlafzimmer / die Wohnung runter ;-)

      Genug gespottet:
      so ab 40 Grad werden auf Eidechsen bewegungsärmer,
      also ich...

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    3. Wären wir jetzt beim Wein, müsste gleich unweigerlich das Zauberwort " Terrain " fallen....
      Ja, gebongt, aber das nur auf ingendwelche mineralischen Besonderheiten im Boden des Weinberges zu
      begrenzen finde ich nicht richtig.
      Terrain ist viel mehr. Es ist beim Kulinarischen eher sowas wie die Quersumme einer bestimmten Region / Landschaft mit all ihren Gerüchen, den dortigen wild wachsenden Pflanzen und Kräutern, dem dazu passenden
      Klima , der Temperaturen. der Sonneneinstrahlung, der Niederschläge und des Windes usw usf.
      Das ist quasi was multisensorisches so wie das Essen überhaupt; da sind absolut alle 5 Sinne beteiligt und
      zwar in gleichem Maße.
      Die leckersten und oftmals total simplen Speisen die sich mir regelrecht ins Hirm eingebrannt haben gab es
      oftmals vor Ort beim Reisen. Und wenn man das daheim halt nicht genau soooo hinbekommt heißt
      das nicht, dass man nicht gut kochden kann, sondern da fehlt halt der gewisse Kontext, der die höchsten
      Genüsse hervorbringt.
      Ich mag mir gar nicht ausmalen viele abertausende Hektoliter euphorisch aus dem Urlaub mitgebrache Weine
      auf dem heimischen Esstisch verschmäht werden, weil sie hat genau das sind was sie sind -
      the "local poison". Aber da ist das halt einfach nur perfekt und so muß man das halt akzeptieren.
      Kein Mensch käme auf die dämliche Idee auf ner griechischen Insel nen rheinischen Sauerbraten essen zu
      wollen.

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  2. Lars, ich muss jetzt zugeben, dass ich usnahmsweise doch mal neidisch bin.
    Nicht nur wegen des Reiseziels - ich würde schon seit ich 20 bin lebend gerne mal nach Schottland reisen, aber
    bislang hat das nicht geklappt und jetzt kann ich mir sämtliche Fernreisen abschmicken; so isses und ich hab
    das schon verschmerzt,weil ich's ja eh nicht ändern kann.
    Aber brutalst schwer zu verschmerzen ist der Vergleich unserer 14-Tage Wetterprognosen:
    Inverness: köstlichst so um die 20 erfrischende Grad und halt ab und an nasse Luft ( erwartbar da oben..).
    Karlsruhe: am di 30 und ab da bis zum Ende der Vorhersagen konstant zwischen 35 und 41 Grad ! Hilfää.
    Das ist dann schon die zweite zähe Hitzeperiode seit Anfang Juni....eine Woche lang war mal ruh.

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    1. Auch wenn es hier ein bisschen kühler als in Deutschland ist, sticht die Sonne mehr. Du musst ganzn oft bei 22 °C Schatten suchen, weil du das Gefühl hast, von UV-Strahlung gebraten zu werden.

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    2. Das sagst du nur solange, bis ich dich mal im Hochsommer so um 13 / 14 Uhr für rund ne halbe Stunde auf meinem Südbalkon ohne Schatten in der Karlsruher Innenstadt ausgesperrt habe.

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