Japanisches Teriyaki kennen ja vermutlich viele. Zartes Fleisch in einer dunkeln, fast Sirup reduzierten Glasur aus Sojasauce, Sake, Mirin und Zucker. Heute habe ich mal etwas Ähnliches zubereitet, nur dass die Würzung hier eher - wie soll es bei mir auch anders sein - aus China stammt. Das Gericht heißt 红烧梅肉 (hóng shāo méi ròu), was sich mit "rotgeschmortes Schweinefleisch" übersetzt wird. Man kann es noch genauefassen und es 红烧梅花肉 (hóng shāo méi huā ròu). Das bedeutet dann "rotgeschmortes Pflaumenblütenflesich", eine für die chinesische Sprache typisch poetisch anmutende Bezeichnung für Schweinenacken oder Schulter. Ich habe hier eine recht einfache Version mit Zutaten, die man in jedem Supermarkt bekommt. Ich habe hier schon einige Rotschmor-Gerichte, da kann man sich dann Ideen für aufwendigere Rezepte holen.
Die Zutaten sind so simpel, dass ich das Bild direkt mal vergeigt habe, Da sind Frühlingszwiebeln zu sehen. Kann man nehmen, aber eigentlich brauche davon nur etwas Grün für die Deko. Tatsächlich sollte dort eine halbe große, rote Zwiebel liegen. Auch der Ingwer unten am Bildrand ist schwer zu sehen. Als ich die Fehler bemerkte, habe ich die Zutaten sofort korrigiert. Dann klingelte das Telefon und erst ich als nach dem Anruf mit dem Kochen begann, fiel mir ein, dass ich ganz vergessen hatte, das zweite Bild zu machen. Hier das Rezept für zwei Portionen (mit Reis und anderen Beilagen):
- 1/2 große rote Zwiebel
- 3 - 4 cm Ingwer
- 1/2 EL Douban Jiang (Chili-Bohnenpaste)
- 1 EL chinesischen Reiswein (Shaoxing)
- 1 EL helle chinesische Sojasauce
- 1 EL dunkle chinesische Sojasauce
- 1 EL weißer oder brauner Kandis
- Öl
Man kann natürlich auch eine Art nehmen, aber für mich scheint eine rote Zwiebel die logische Wahl zu sein.
Wenn der Ingwer Bio-Qualität hat, braucht man ihn nicht schälen. Einmal abspülen reicht.
Douban Jiang habe ich auch schon im Supermarkt gesehen. Es gibt sie aber auf jeden Fall im Asiamarkt. Ich muss allerdings dazu sagen, dass sie im klassischen Rezept gar nicht vorkommt, sondern von mir für den extra Kick hinzugefügt wurde. Man kann sie also auch weglassen oder durch etwas gemahlenen Chili ersetzten, wenn man ein klein wenig Schärfe möchte.
Chinesischen Reiswein gibt es auch in einigen Supermärkten, obwohl man da wohl eher japanischen Sake bekommt, der ähnlich, aber doch irgendwie milder und fruchtiger ist, als der etwas herbere, nussige Shaoxing. Ich würde da eher zu einem trockenen Sherry (Fino) als Ersatz raten. Den gibt es auch in Mini-Flaschen zu kaufen.
Dann brauchen wir natürlich noch
- 500 g Schweinenacken ohne Knochen
Den teile ich mittig in zwei Steaks von etwa doppelter Daumendicke. Das könnt ihr auch vom Metzger machen lassen. Jetzt pikse ich da ein paar Löcher hinein, damit die Sauce das Fleisch besser durchdringt. Ihr könnt das Grillspieße, eine Gabel oder die Messerspitze nehmen. Ich habe diesen original chinesische Fleisch-Löcher-Dingens, damit geht es schneller.
Jetzt lassen wir eine Wok oder eine Pfanne mit hohem Rand knallheiß werden, geben eine Schuss Öl hinein und warten, bis es raucht. Die Fleischscheiben einlegen und von jeder Seite eineinhalb Minuten lang kräftig anbraten.

Im Wok schiebe ich das Fleisch am Rand hoch, wen ihr mit einer Pfanne arbeitet, nehmt ihr es heraus und stellt es erst einmal beiseite. Nun geben wir das Doubanjiag in der Pfanne und braten es unter Rühren an, bis das Öl rot wird und es schön duftet. Mit dem Reiswein ablöschen.
So viel Wasser angießen, dass nur noch ein Viertel des Fleisches herausschaut. Sojasaucen, Zucker, Zwiebel und Ingwer hinzufügen.

Deckel auflegen und fünfundzwanzig Minuten auf kleiner Flamme schmoren lassen. Fleisch zwischendurch einmal wenden.

Fleisch herausnehmen und warmhalten. Auf einem Teller mit einer umgedrehten Schüssel als Abdeckung reicht aus. Zwiebeln und Ingwer entfernen und Sauce auf hoher Flamme reduzieren. Das sollte schnell gehen. Aufpassen, die Sauce zieht nach dem vom Feuer nehmen noch mal kräftig nach. Wenn die Blasen kleiner werden, ist es Zeit, den Wok vom Herd zu nehmen.
Fleisch in Streifen schneiden, Sauce darübergeben und mit grünen Frühlingszwiebelringen bestreuen.
Auf Reis servieren. Ist das besser als Teriyaki? Das hängt davon ab, welche Küche man präferiert. Das hier hat definitiv mehr Power und Umph. Gerade die Chili-Bohnenpaste fügt da noch einmal eine Geschmacksebene hinzu, die richtig kickt. Herrlich, ich liebe so was.
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Flashback:Gestern vor fünf Jahren: Der Tag, an dem ich sieben Kühlschränke besaß …








very nice.
AntwortenLöschenIndeed.
Löschen34cm Ingwer.
AntwortenLöschenDas ist aber eine Nummer.
Eher 3-4cm gemeint?
1/2 große rote Zwiebel
34 cm Ingwer
1/2 EL Douban Jiang (Chili-Bohnenpaste)
1 EL chinesischen Reiswein (Shaoxing)
1 EL helle chinesische Sojasauce
1 EL dunkle chinesische Sojasauce
1 EL weißer oder brauner Kandis
Öl
Ansonsten schon wieder etwas zum nachkochen,
jammert der Haifisch
Danke, habe es geändert. Es musste natürlich 34 km heißen.
LöschenDas ist freilich ein höchst ambitioniertes Ansinnen...
LöschenMeine KI sagt, das wären knapp 70 Kubikmeter. uiuiui......
Da wird der Rest dann zum homöopathischen Experiment.
AntwortenLöschenSchmeckt es dann noch nach Essen oder nur nach Ingwer :-)
der haifisch
Da git wie stets - die Dosis macht das Gift.
LöschenAnsonsten ist so ne Frage natürlich von null Relevanz für die Menschheit.
Interessant war allerdings, wie die KI damit umgegangen ist:
Die Frage war welches volumen haben 34 KM Ingwerknollen
Das ding meinte sie meinten bestimmt 34 KG hier ist die berechnung.......Formelsalat usw...
Nein es sind tatsächlich 34 KM gemeint.
das " Rad des Todes " dreht sich ziemlich lange und ich dachte schon - Jess ich hab das ding gefickt!
aber dann kam doch langsam ne antwort
das ist eine sehr außergewöhnliche Frage, aber ich werde versuchen sie zu berechnen-----
dann kam ein astrein logischer Lösungweg mit durchschnittslänge, Durchschnitts volumen usw und dann auf 34 KM hochgerechnet.
Respekt.
Mich irritiert aber einerseits die persönliche Ansprache und die " Bewertung " der Frage.
Das sind so Dinge, die ich bei einem seelenlosen Rechen- und Recherchierknecht eigentlich nicht haben mag.
Ich liebe es, mit KI zu diskutieren. Ernsthaft.
LöschenIch ja mittlerweile auch total, wobei ich nicht weiß, inwieweit man das was ich damit mache Diskutieren
Löschennennen kann. hab`s halt eher für recherche usw benutzt. Küchentechnisch ist da echt richtig was zu holen.
Aber auch sonst war ich als schon erstaunt. Was für eine KI nutzt du?
Die Standard KI dieser großen Suchmaschine.
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