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Montag, 27. Juli 2026

Agedashi Dofu - fritierter Tofu


 
Euch haben die letzten beiden Tofugerichte gefallen und ihr würdet gerne noch eins haben? Gerne. Begeben wir uns also zu diesem Zwecke nach Japan, wo wir 揚げ出し豆腐 (agedashi dōfu) finden, was auf Deutsch so viel wie "frittierter Tofu" bedeutet. Die Herangehensweise ähnelt unserem koreanischen Dubu Gangjeong, die Saucen unterscheiden sich allerdings. Agedashi Tofu geht da eher in die Teriyaki-Richtung ist also kein bisschen scharf. Das ist nicht weiter verwunderlich, da man in Japan traditionell, bis auf wenige Ausnahmen wie Currys oder manche Ramen-Brühen nicht scharf isst.

  • 400 g Tofu
  • 1 EL Mehl
  • 2 EL Stärke
  • 200 ml Dashi
  • 2 EL japanische Sojasauce
  • 2 EL Mirin
  • 2 EL Sake
  • 3 cm Stück Ingwer
  • 3 grüne Frühlingszwiebeln
  • Daikon
  • Katsuobushi
  • Öl
Ich nehme hier festen Tofu, der zerbröckelt nicht so schnell.

Kartoffelstärke ist ideal, aber auch die aus Mais oder Tapioka ist in Ordnung.

Daikon ist ein japanischer Rettich. Als Ersatz ist unsere Variante sehr geeignet.

Katsobushi geräucherter und getrockneter Thunfisch, der in dünne Späne gehobelt wird. Man bekommt ihn im Asiamarkt oder im Internet.

Tofu in drei Zentimater groß würfeln, Ingwer und Rettich schälen, dann fein rieben. Grüne Frühlingszwiebeln in Rinde schneid
en. Mehl und Stärke vermischen


Die Sauce ist einfach: Dashi, Sojasauce, Mirin, Sake und Zucker verrühren, aufkochen und reduzieren lassen, bis es leicht andickt.

Für eine vegane Version nimmt man einfach Gemüsebrühe oder schlicht Wasser.


Tofuwürfel in dem Stärke-Mehl wenden.


In ausreichen Öl von allen Seiten knusprig frittieren.


Abtropfen lassen


Anrichten und mit Sauce übergießen. Ingwer, Rettich, Frühlingszwiebeln und Katsuobushi (habe ich auf dem Foto vergessen) darübergeben. Dazu passt auch noch etwas Togarashi. Der Tofu nist nun außen knusprig, innen weich und die Sauce hat diesen typisch süßlichen, aber auch würzigen Umami-Geschmack. Einfach lecker. Dazu weißer Reis und ein frischer Salat  was will man mehr?
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Flashback:



Heute vor drei Jahren: Lama-Käse - Frankreich 2023: eine Auslese


6 Kommentare:

  1. War eben in der Ruh-Lama-Käse..
    hab mich fast verschluckt vor Lachen...

    Die Preise in der Markthalle ..
    Da sieht man, wie sehr alles verteuert ist.
    2kg Muschen für 10 Euro .. nehme ich sofort.

    Zum frittierten Tofu kann ich nix sagen.
    Ess ich öfters, ist immer wieder lecker.

    Die Soße hab ich so noch nicht gemacht.
    Sojasauce, Schnaps, Ingwer.
    Und diese Thunfisch-Fitzelchen.
    Eigentlich sehr übersichtlich
    bis auf die Namen von den Zutaten.

    Muss mal gucken, was ich da habe,
    und mal probieren, ob ich das mag :-)

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    1. Das ist, wie gesagt, einfach eine Art Teriyaki-Sauce. Die kann man auch fertig kaufen. Dashi gibt es im Asialaden auch als Granulat, das geht auch mal.

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    2. Ich muss leider widersprechen; wenn man mal nach deinem Rezept Dashi gemacht hat, geht das Fertigzeug
      absolut gar nicht. Habs mal probehalber gekauft und sofort weggeschmissen. Dashi kann man ja auch
      einfrieren und gut is.
      Aber das wollte ich eigentlich gar nicht schreiben, sondern noch was zur Schotischen Küche nachreichen,
      weil ich das neulich nicht veröffentlichen, aber noch in Word speichern konnte :


      Toll, soo viel Fenchelkraut - ich finde. das schmeckt arg lecker.
      da würde ich das trocknen, aber so kurz vor dem Urlaub macht man das ja leider nicht und ob der bei der Rückkehr noch lebt, liegt natürlich an den Gießhelfern. Ich hoffe ihr habt da nette Nachbarn...

      So, und jetzt ab auf die Highlands im Nieselregen und hinterher gibt's lecker Haggis im Dorfpub.
      Bis auf die Wanderung wäre ich da gerne dabei.
      Hab mich mal um die Schottische Küche gekümmert und fand das ganz schön interesant.
      Die nehmen halt das ( garantiert gute ) Zeug, das sie vor Ort haben und machen was passendes daraus.

      Mit so nem Ansatz und dann auf höchstem Niveau durchgezogen kann man den Grundstein für ein Sternerestaurant legen, wie z.B die Slowenische Autodidaktin Ana Ros aus Slovenien, die gleich 3 Sterne auf einmal bekommen hat.
      Die lebt da unten am Arsch der Welt in einer phantastischen Landschaft, die sogar streng geschützt ist
      und macht haargenau das. Es gibt im Netz etliche sehr spannende Videos über sie; kann man gut mal
      angucken.
      Und wenn schon bei dem Thema sind :
      Ich habe da so eine Idee, was du denn mit dem durch die günstigere Fährverbindung gesparten Geld anfangen könntest :
      Auf dem Rückweg müsst ihr eh so oder so an London vorbeifahren und da liegt natürlich der Ort Bray von
      eurer Autobahnroute nur 20 Km entfernt. Da befindet sich das Gasthaus the Fat Duck - alles klar ?.
      Termine natürlich jetzt illusorisch, aber im Ort ist Heston Blumenthals 2. Restaurant The Hinds Head,
      eher ein alteherwürdiger Pub, da könnte noch was gehen...
      Immer hübsch die Bucket List im Auge behalten.

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    3. Bray werden wir nicht schaffen. Das Wetter hier ist übrigens top. Heute morgen hat es mal geregnet, aber jetzt haben wir wieder stahlenden Sommescheinä

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  2. Peter: Hab mal nachgelesen,
    was denn daran so toll sein soll,
    an der fetten Ente..

    Ist wohl eines der ersten Molekular-Koch-Restaurants.
    Also schon sehr interessant. Auch für Normalos.
    2 Monate mindesten Tisch vorbestellen.
    Dann sehr viel Geld mitnehmen.
    Pro Person um 200 Pfund.

    Somit kann der Wesfood da so dicht dran vorbeifahren wie er will...
    Wenn er nicht schon 2 Monate vor dem Urlaub reserviert hat,
    dann bleibt es beim Angucken der Hausfassade...

    Teriyaki-Sauce: Ich mach die lieber selber,
    also ich koche lieber das nach,
    was Du da oben vorgeschlagen hast.
    Im Asia kaufen kann ich auch ohne Kochblog.
    Und - wozu die Arbeit mit dem Tofu,
    wenn ich dann die geringe Mühe mit dem Rest scheue..

    Ich wünsche entspannte Abende in Schottland und Karlsruhe.

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    1. Ich denke, man darf Heston Blumenthal nicht auf die Molekularküche reduzieren ; er selbst hat sich sogar
      ausdrücklich davon distanziert, weil er deren Methoden nicht als Selbstzweck sieht, sondern lediglich
      deren Erkenntnisse verwendet um bestimmte Geschmäcker genau zu verstehen und in den Gerichten seiner kompex aufgebauten Menus zu verwenden.
      Ich habe mich mal mit den beschäftigt und fand es faszinierend, dass er Alice in Wonderland als eine der wichtigsten Quellen für seine Art zu kochen nennt.
      Ebenso, dass er offen über seine Diagnose von ADHS und Bipolarer Störung spricht.
      Und manche der von ihm erfundenen Menüs oder Gerichte kann man getrost manisch nennen, aber das
      macht ihn halt auch so einznigartig. Ich kann vor so einem weit gefassten und offensichtlich beherschten
      Ansatz und Anspruch echt nur den Hut ziehen.

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