Freitag, 17. Juli 2026

Dubu Gangjeong - Gebratener Tofu mit Gemüse

Man wünschte sich mal wieder koreanisch zu essen und das möglichst fleischlos. Da ich ja immer froh bin, wenn etwas bei mir "bestellt" wird und ich mir nicht auf dem Weg nach Hause im Auto den Kopf zerbrechen muss, was ich kochen soll, habe ich mich dankbar in den nächsten asiatischen Markt begeben und habe per monetären Transaktion, ein wenig Tofu meinem irdischen Besitzstand hinzugefügt. Gut, vererben werde ich ihn nicht, das steht schon mal fest, aber den Lieben damit ein leckeres Mal zubereiten zu können, ist mir die Sache schon wert. Ich habe dann ein wenig nach "koreanisch" und "Tofu" gesucht und bin dann auf ein Bild von 두부강정 (dubu gangjeong) gestoßen. Zunächst habe ich mir überlegt, wie ich das so ganz spontan zubereiten würde und habe mir dann, wie üblich, ein paar Rezepte angeschaut und siehe da: ich lag mit meinen Vermutungen ziemlich richtig. Also habe ich die anderen Rezepte beiseite geschoben und bin meiner Intuition gefolgt. Hier also meine ziemlich authentische Version von gebratenem Tofu mit knackigem Gemüse.


Wir brauchen:
  • 400 g Tofu
  • 2 EL Kartoffelstärke
  • 1 EL koreanische oder japanische Sojasauce
Ich habe hier den festen Tofu (firm tofu) genommen. der weiche (soft tofu) geht natürlich auch, man muss nur vorsichtiger damit umgehen. Wenn man Dinge vor dem Braten in Kartoffelstärke wendet, bleiben sie länger knusprig, als zum Beispiel mit Maisstärke. Die kann man aber trotzdem nehmen.


Des Weiteren brauchen wir:
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 cm Ingwer
  • 100 Chinakohl
  • 1 Karotte
  • 1 EL Gochujang
  • 1 EL koreanischen Sirup
  • 1 EL koreanische oder japanische Sojasauce
  • 1/2 EL Tomatenmark 
  • 1 EL Sesamöl
  • 2 TL Reisessig
  • Öl
Gochujang ist eine scharfe, fermentierte Würzpaste. Man bekommt sie im Asiamarkt. Geöffnet hält sie sich im Kühlschrank ewig.

Koreanischer Sirup wird meist aus Reis oder Mais hergestellt. Man bekommt ihn im Asialaden. Man kann statt dessen auch flüssigen Zuckersirup (Bar- oder Läuterzucker) oder Agavensaft nehmen. Notfalls ersetzt man ihn durch dieselbe Menge Zucker.

Statt Tomatenmark kann man auch zwei Esslöffel Ketchup nehmen, dann sollte man aber den Essig weglassen und den Sirup/Zucker reduzieren.


Knoblauch und Ingwer von der Schale befreien und fein hacken. Zwiebeln und Karotten schälen, dann zusammen mit dem Kohl in Streifen schneiden.


Tofu in  zwei Zentimeter große Würfel schneiden, mit der Sojasauce würzen und in der Stärke wenden.


In  ausreichend Öl von allen Seiten knusprig braten. Aus der Pfanne nehmen und beiseite stellen.


Zwiebeln, Knoblauch und Ingwer anschwitzen .


Dann Kohl und Karotten hinzufügen und drei Minuten unter Rühren garen.


Gochujang hinzufügen und mit kurz mitgaren.


Sirup, Sojasauce, Tomatenmark, Essig und Sesamöl angießen.


Tofu dazugeben, alles gut vermengen und sofort servieren. Dazu passen weißer Reis (ich nehme Sushireis), ein knackiger Gurkensalat und/oder Kimchi.
 

Ich hatte ja neulich noch behauptet, Mapo Tofu wäre das perfekte Gericht, um Leute, die dem Bohnenquark skeptisch gegenüber stehen, vom Gegenteil zu überzeugen. Dubu gangjeong ist in dieser Hinsicht ebenfalls ein heißer Kandidat dafür, zumal dies hier tatsächlich fleischlos ist, man aber dennoch nichts vermissen wird. Es ist eins dieser Gerichte mit grandioser Textur und einer geschmacklichen Tiefe, die sagenhaft ist. Auch die kräftigen Aromen, die für Korea typisch sind, kommen gut hervor. Süße, Säure, Schärfe und viel Umami. Das kennen wir im Prinzip auch aus Sichuan oder Thailand, aber dort ist es feiner und subtiler. Das hier ist auf eine positive Weise robust. Ein echtes Wohlfühlgericht.
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Flashback:



Heute vor sechs Jahren: Gong Bao Ji Ding - Guizhou Style

2 Kommentare:

  1. Meine Augen wie ein Luchs ( .. hier stimmt was nicht. aber was? ) sagen mir, dass du diesmal keinen Wok am Start hast
    denn der Boden ist eindeutig flach. Hm , was ist das für eine Pfanne ? Das Reslutat sieht nämlich arg lecker aus.
    Und es wirkt auch nicht wie eine Gusspfanne. Hmmm

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    1. Das ist eine stinknormale teflonbeschichte, schwedische Möbelhauspfanne.

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