In Schloss Westerhausen wird oft Reis gegessen. Meist koche ich dann absichtlich mehr, als ich brauche, denn Reste lassen sich dann am nächsten Tag wunderbar für Bratreis verwenden. Den gibt es hier deshalb in irgendeiner Form mindestens einmal die Woche, oft kombiniert mit anderen Resten, in diesem Falle Schweinebauch von unserem Suàn ní bái ròu neulich. Bratreis ist also nicht nur lecker, sondern auch nachhaltig.
Den vorgegarten Schweinebauch hatte ich schon erwähnt. Dann waren da noch:
- 1/2 Dose Kidneybohnen
- 1 Handvoll Bohnenkeimlinge
Das ist aber kein Muss. Habt ihr andere Reste, nehmt ihr die.
Wichtig sind eigentlich nur:
- 1 Knoblauchzehe
- 4 Frühlingszwiebeln
Schweinebauch in kleine Stücke schneiden, etwas größer, als Speck für Bratkartoffeln. Knoblauch abziehen und zusammen mit den weißen Frühlingszwiebelteilen hacken. Mit den Zwiebelgrün ebenso, aber separat verfahren.
- 2 Kaffeebecher gekochter Reis vom Vortag
- 2 Eier
- 1 EL helle chinesische Sojasauce
- 1 EL dunkle chinesische Sojasauce
- 1 EL chinesischer Reiswein (Shaoxin)
- 1/2 EL Doubanjian
- Prise Zucker
- Salz
- Pfeffer
- Öl
Eier verquirlen.
Warum Reis vom Vortag? Durch das Abkühlen festigt sich die Stärke wieder und der Reis verliert zudem an Feuchtigkeit. Dadurch brät er besser ohne zu klumpen oder matschig zu werden, wie es bei frisch gekochtem der Fall wäre. Aus meiner Erfahrung wird der Bratreis sogar noch besser, wenn man das gekochte Korn vorher eingefroren hat. Beim Auftauen lassen sich die Körner alle sehr gut separieren und alles wird fluffiger. Alternativ dämpfen wir den Reis anstatt ihn zu kochen, dann ist er sofort einsatzbereit.
Ist unser Doubanjiang stückig, hacken wir es kurz ein wenig feiner.
Ist unser Doubanjiang stückig, hacken wir es kurz ein wenig feiner.
Etwas Öl in einem Wok bei mittlerer Temperatur erhitzen und den Schweinebauch darin auslassen. Ein Spritzschutz ist hier nicht verkehrt.
Beginnt das Fleisch knusprig zu werden, drehen wir die Hitze voll auf, geben weiße Frühlingszwiebeln und Knoblauch dazu und schwenken alles eine halbe Minute gut durch.
Doubanjiang hinzufügen und rühren, bis sich das Öl rot färbt.
Bohnen und Sprossen dazugeben, eine weitere Minute bei hoher Hitze rühren.
Mit Reiswein ablöschen, helle Sojsauce vom Rand her einträufeln, dann mit Zucker, Salz, und Pfeffer würzen, aus dem Wok nehmen und beiseite stellen.
Wok auswischen, rauchheiß werden lassen, vom Feuer nehmen, Öl hineingeben, herum,schwenken und wieder auf das Maximum erhitzen. So haben wir die Oberfläche versiegelt und nichts haftet an. Das funktioniert allerdings nur in Karbonstalwoks. Ei hinzufügen und mit dem Wokspatel zerpflücken und zu 80 % stocken lassen.
Reis dazugeben und alles gut vermischen. Klumpen auflösen. Drei Minuten bei hoher Hitze und ständigem Rühren braten, bis die Körner trockener werden.
Dunkle Sojasauce und Schweinebauch-Mischung hinzufügen.
Durchmischen und noch weitere drei Minuten unter Rühren braten. Abschmecken.
Wie man sieht, klebt nichts.
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Wesfood kocht lecker,
AntwortenLöschenund keiner sagt was.
Ich könnte jedes Gericht nachkochen,
es sind fast alle saulecker.
Noch warte ich auf meinen getrockneten Senfkohl,
anscheinend muss der erst hergestellt werden. grr.
Bratreis ist so, wie oben gemacht, sehr lecker.
Dieses Theater mit der resistenten Stärke ist mir egal,
aber es stimmt: einen Tag später krümelt der Reis besser.
Ich habe genau so meinen Reisrest verfrühstückt.
Aber ohne Bohnen. Die mag ich nicht so sehr im Reis.
Was soll ich sagen: Mach ich wieder.
Das ist ja das schöne an dieser Art der Resteverwertung: alles kann, nichts muss.
Löschen@ Haifisch
LöschenIch glaube mittlerweile, dass es da einen legellechten Komplott beim Senfkohl gibt :
" Die Langnasen kliegen hiel schon mal gal nix !! Bätsch! "
Ich hatte den gerockneten nur bei Ebay ( atlantik shop für asiazeugs ) gefunden und die Trottel haben mir
bei der Bestellung mit so noch üblichen Kleinscheiss damit sich der Versand wenigstens lohnt doch tatsächlich anstatt dem Kohl 2 X Udons geschickt.
Boah hab ich gekotzt....
Ich finde nämlich, dass das Zeugs mächtig interessant klingt und werde so schnell nicht aufgeben.
Und ja : hier wird mal so richtig lecker gekocht und die Rezepte sind durch die Bank stimmig.
falls es dich interessieren sollte: Hier meine so auf die schnelle eingefallenen Favoriten -
Dashi ( das verändert alles, echt.) Habs für Ramen genommen mit Char siu und Ramen eggs usw.
Gado Gado - sehr hübsch und lecker mit Sate Spießen
Giuvetsi bringt's immer wieder
Alles unter Palais de Poulet ist einfach nur geil
Und natürlich Szichuan Rezepte
und und und.
Das kommt schon noch an.
Löschen@Peter
AntwortenLöschenDu könntest recht haben.
Höfliche Verbeugung mit gefalteten Händen,
und das wars. Seit 3 Wochen nix.
Und das war MEIN Asiate,
bei dem ich schon hunderte Euro
über die Jahre versenkt habe.
Bin gespannt, was er mir sagt..
"Ich habe wegen Spellung del Stlasse von Holmus..."
"Senfkohl wal aus, konnte nicht helstellen"
Ich trau dem grinsenden Teufel alles zu..
Nun, werde gleich gucken,
ob das Eis für mich nachmachbar ist.
Frag mal in deinem lokalen Asiamarkt nach. Die bestellen oft Sachen auf Anfrage.
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