Samstag, 22. Juli 2017

Das Leben als Nomade V: Alles Dorsch, oder was?


Manchmal herrscht babylonisches Sprachgewirr. Dorsch, Kabeljau - ist das nicht das Gleiche? Die Antwort ist ein klares Jein. Gewöhnlich nennt man den jungen, noch nicht geschlechtsreifen Kabeljau "Dorsch". An der Ostsee heißt der Fisch aber immer "Dorsch", egal wie alt er ist. Dafür ist er auch kleiner, als seine westlichen Verwandten. Bei meinem Fisch weiß ich nur, dass er hier aus diesen Gewässern stammt. Ob er mir an der Nordsee als Kabeljau verkauft worden wäre, kann ich nicht sagen. Wichtig ist nur, das man bei vertrauenswürdigen Händlern kauft, da diese Köstlichkeit durch Überfischung gefährdet ist.


Bevor wir zum Dorsch kommen, hier noch etwas anderes in Sachen Fisch:

Lieber Disney-Konzern,

hier ist er, ich habe ihn gefunden. Könnt ihr jetzt bitte aufhören, so ein Gewese zu mache? 

Danke.


Ich habe hier keinen Clownfisch - da ist ja auch nichts dran - sondern eine Seite Dorsch mit Haut und ein größeres Stück Köhler. Letzterer trägt hierzulande aus Imagegründen den Namen "Seelachs". Mit dem echten Salmoniden hat der aber nichts zu tun und Köhler klingt ohnehin irgendwie cooler, finde ich.

Den Fisch - der nicht zu dünn sein sollte - in Stücke schneiden und entgräten. Beim Dorsch habe ich die Haut natürlich dran gelassen. Nur das letzte Stück wurde zum Schwanzende hin zu flach und lief keilförmig zu. Da habe ich am dünnen Ende ein wenig Haut entfernt und das Fleisch umgeklappt, um ein durchgegehend gleich dickes Stück zu haben. Haut nur salzen, Fleischseite auch pfeffern. 

Den Köhler will ich in Eihülle braten, also kann er rundum mit Salz und Pfeffer gewürzt werden.


Köhler erst in etwas Mehl, dann in aufgeschlagenem Ei wenden. Beim Dorsch nur die Hautseite mehlieren. In einer Mischung aus Öl und Butter braten.

Köhler zwischendurch wenden, Dorsch zu 95% auf der Hautseite braten und hin und wieder heißes Fett über die Fleischseite löffeln. Sieht man an der Seite Eiweiß stocken und weiß werden, Fisch drehen, vom Herd nehmen und kurz ziehen lassen. Nur nicht übergaren, strohiger Fisch ist schlimm. 


So soll es aussehen.


Dazu Pellkartoffeln mit Kräuterquark. Schnell, einfach, lecker.


Neulich - und ich darf daran erinnern, das wir gerade campen und da gehört das dazu - ein ehrliches unmexikanisches Chili con Carne.
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Flashback:


Heute vor einem Jahr: Schweden 2016: Time to say Goodbye

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