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Dienstag, 24. Dezember 2019

Heiligabend-Menü 2019


Heilig Abend 2019 - done! Die erste Schlacht der Festtage ist geschlagen und ich habe zehn Leute, mich eingeschlossen, pappsatt bekommen. Auf eine Vorsuppe haben wir dieses Jahr verzichtet, denn "wir essen ja alle nicht mehr soviel". *Zwinker*.

Samstag, 22. Dezember 2018

Ragù di cinghiale alla toscana - toskanisches Wildschweinragout mit hausgemachten Pappardelle


Der Begriff Ragù wird, auch in Italien, oft ganz allgemein als Synonym für Bolognese gebraucht. Wer mich kennt weiß, dass ich diesen Klassiker aus der Hauptstadt der Emilia-Romagna bedingungslos verehre und stets ein nervöses Zucken in den Augenlidern bekomme, wenn ich sehe, wie gerade dieses Gericht hierzulande immer wieder verschandelt wird. Trotzdem haben auch andere Regionen Italiens leckere Ragù zu bieten. 

Neulich hatten wir ja schon das Ragù d'anatra aus Veneto, heute begeben wir uns in die Toskana und kümmern uns um die wilde Wutz. Wildschweinragout ist in dieser Region sehr beliebt. Das habe ich vor Jahrzehnten schon mal gemacht, mit eigentlich gutem Fleisch vom Wochenmarkt. Das Ergebnis war zäh und leberig im Geschmack. Seitdem hat Wildschwein in meiner Küche nicht mehr stattgefunden, nur noch hin und wieder mal im Restaurant. Schade eigentlich. Jetzt habe ich es endlich mal geschafft, den Wildverkauf von Jäger Menze zwei Dörfer weiter aufzusuchen. Dort habe ich ein schönes Stück Schwarzkittel aus der Schulter bekommen, für knapp 15 Euro das Kilo. Heimischer Forst, lokale Ware und preislich so was von in Ordnung - was will man mehr?

Freitag, 6. April 2018

Kaffee Wirtschaft Schloss Hehlen


Der Name eines Gastronomiebetriebs ist im wörtlichen Sinne das Aushängeschild und will deshalb wohl gewählt sein. Wenn zum Beispiel der Vorname des Besitzers, vorzugsweise mit falschen Apostroph, in großen Lettern über der Tür prangt, deutet es meist darauf hin, dass hier das Ego die Kochkünste übertrifft. Aber andererseits erwartet auch niemand ein feines Esserlebnis in Läden wie "Bernd's Brutzelbude" oder "Britta's Schnitzelranch". Szenelokale haben ein-Wort-Namen, gerne auch leicht provokativ oder intellektuell. Da geht man dann ins "Heisenberg", "Gulag" oder auch ins "Plaudertäschchen", um sich von vollbärtigen Barfußkellnern bedienen zu lassen. Egal, serviert bekommt man ohnehin meist nur Systemgastromie. Mit ökologischen Anstrich nennt man sich dann eher "Safran", "Ölkännchen" oder "Mauerblümchen" und benutzt kaum andere Küchengeräte als Körnermühlen. Ich warte ja noch auf den "Reistag" (nur Risotto und Paella), das "Fleischfeind" (100% vegan) oder den "Reaktor" (Fusion-Küche).

Donnerstag, 14. September 2017

Casa di Emilio in Hameln


Kann man in Hameln noch gute Pizza essen? Die Sache wird immer schwieriger. Von den ganzen Bringdiensten lasse ich mittlerweile meine Finger, denn da hat der Karton oft mehr Geschmack, als der wahlweise labrige Fettlappen oder der steinharte Pizzakeks, der darin transportiert wird. Kein Wunder, werden diese Läden doch so gut wie nie von Italienern geführt, die wissen, wie eine gute Pizza auszusehen und zu schmecken hat. 

Aber auch italienische Restaurants enttäuschen oft. Mal ist der Pizzaboden zu dick, es ist zu viel (und vor allem der falsche) Käse darauf, dann wieder wird mit Zutaten experimentiert, die besser nicht zusammengebracht werden sollten. An barbarisches Gebäck wie "Hawaii Pizza" hat man sich ja mittlerweile fast gewöhnt, aber Pizza und Bananen ... ich darf doch wohl bitten, irgendwann muss doch mal Schluss sein. Die Luft wird eng. Gut, in holzbefeuerten Steinbacköfen backt ohnehin kaum einer, aber ein wenig Mühe kann man sich doch wohl trotzdem geben. In der Rattenfängerstadt bleibt da die Trattoria Castello mit guter Pizza, leider aber einem sehr kleinen Gastraum und noch kleinerer Küche. Und eben das Casa di Emilio, in dem wir schon mal im April waren. ich hätte schwören können, davon berichtet zu haben, aber ich finde nichts im Blog. Also wird das hier gleich mitgereicht.

Freitag, 3. Oktober 2014

Trattoria Castello in Hameln


Zwei Seelen wohnen, ach! in meiner Brust ...

Gestern traf sich der Elternstammtisch der Grundschule unserer Kleinen einmal wieder zum Essen. Ziel war nun schon zum zweiten Mal  die kleine, aber feine Trattoria Castello in der Hamelner Altstadt. Das Castello bietet Platz für achtundzwanzig Gäste, im Sommer kann man auch draußen sitzen und beim Essen die wunderschönen Fassaden im Stil der Weser-Rennaisance betrachten. Die Räumlichkeit ist gemütlich, aber eng und auch die Küche wird nicht wirklich groß sein. Das Restaurant war gut gefüllt und unsere achtköpfige Gruppe wurde fairerweise darauf hingewiesen, dass man bei fünf Kochplatten nicht gewährleisten könne, dass wir das Essen zusammen bekämen, sollten wir alle verschiedene à la carte Gerichte bestellen.