Dienstag, 18. Juli 2017

Das Leben als Nomade III: Rindfleisch aus dem Wok

Woken im Zelt? Geht das überhaupt? Na klar. Ich habe zwar nur meinen kleinen Wok dabei (habe ich 1997 mal bei Marks & Spencer in Edinburgh gekauft) und auch den großen Wokbrenner zu Hause gelassen, trotzdem geht das beim Zelten gut. Immerhin habe ich da wohl auch historische Vorbilder, denn eine Legende um die Entstehung des Woks geht auf reitendes Kriegervolk - vermutlich Mongolen - zurück, die unterwegs nicht viel Kochgeschirr mit sich herumschleppen konnten. Also haben sie ihre runden Metallschilde als Pfanne benutzt und Bingo! der Wok war geboren. Ich bin zwar nicht auf Kriegszug, nutze das Kochgerät aber trotzdem immer wieder gerne.


Hier haben wir ein schönes 350 Gramm Rumpsteak. Das wird in hauchdünne, nicht zu große Scheibchen geschnitten und mit
  • 1 Knoblauchzehe (fein gerieben)
  • 2 cm Ingwer (fein gerieben)
  • 2 TL Reiswein oder Sherry
  • 2 TL heller Sojasauce
  • 1 TL Speisestärke
  • 2 TL Öl
  • Salz
  • Pfeffer
vermischt und mindestens eine halbe Stunde mariniert.


Wichtig ist, das all Zutaten fertig sind, bevor der Wok angestellt wird. Der Franzose nennt das mise en place, der Chinese kennt das schon seit tausend Jahren.
  • 2 Knoblkauchzehen
  • 2 cm Ingwer
  • 4 Frühlingszwiebeln
  • 2 Möhren
  • 1 Zwiebel
  • 1/2 gelbe Paprika
  • 1/2 grüne Paprika

Als Gemüse kann man natürlich alles mögliche nehmen, das war aber das, was ich noch da hatte. Wichig, ist, das alles mundgerecht zurechtgeschnitten ist. Knoblauch und Ingwer werden feiner gehackt und bei den Frühlingszwiebeln trennen wir weiße von grünen Teilen.

Des Weiteren:
  • 2 EL helle Sojasauce
  • 1 EL Zucker
  • Salz
  • Pfeffer
  • 1 TL Speisestärke
  • Öl

Wok schön heiß werden lassen, Fleisch hineingeben und unter rühren braten. Einen Schuss Reiswein hinzufügen und eine weitere halbe Minute pfannenrühren. Fleisch in einer Schüssel zwischenparken.


Wok auswischen, wieder erhitzen. Dann weiße Frühlingszwiebeln, Knoblauch und Ingwer ein paar Sekunden pfannenrühren, bis sie duften. Glückwunsch, nach alter chinesischer Tradition ist der Wok nun "zum Leben erwacht".


Gemüse hinzufügen. Wir fangen mit den Möhren an, denn die brauchen am längsten. Dann Zwiebeln und zuletzt Paprika. Mit Salz, Pfeffer und Zucker würzen. 


Das Flesich darf nun zurück in den Wok, etwaiger ausgetretener Saft auch. Sojasauce angießen. Stärke in etwas Wasser auflösen und unterrühren, bis die Sauce andickt. Wer mehr Flüssigkeit möchte, gibt noch einen Schuss Wasser oder, wenn vorhanden, chinesische Brühe hinzu. Jetzt dürfen auch die grünen Frühlingszwiebelteile dazu


Mit Reis servieren und sich wie ein mongolischer Khan fühlen.
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Flashback:


Heute vor einem Jahr: Schweden2016: Grillen und so

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