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Mittwoch, 13. Oktober 2021

Sopa Tarasca


Neulich noch ein gefüllter Taco nach TexMex-Art, heute dann echte Kost aus dem Land von Sombrero, Siesta und Tequila. Obwohl man da wieder vorsichtig sein muss, denn DIE mexikanische Küche gibt es genauso wenig wie DIE chinesische oder DIE italienische Küche und auch hierzulande besteht ja ein gewaltiger Unterschied zwischen Leberkas und Labskaus. Wir müssen also genauer sein und bei der lokalen Bestimmung unserer heuteigen Suppe hilft dem ethnologisch Kundigen schon der Name. Tarasca bezieht sich auf das mesoamerikanische Volk der Tarasken oder auch Purépecha (P’urhépecha). Mit gut 200,000 Zugehörigen ist es eine der größten indigenen Gruppen auf dem nordamerikanischen Kontinent. Und sie können Suppe kochen und das machen wir ihnen jetzt nach.

Dienstag, 31. August 2021

Chimichanga

Fajitas, Burritos, Enchiladas, Quesadillas, Empenadas und jetzt auch noch Chimichangas? Caramba! Wer soll denn da noch durchsteigen? Es ist aber auch schwer, denn so wie der Overkill an Pastasorten den Nichtitaliener hoffnungslos überfordert, verhält es sich auch mit den Chilisorten, Bohnen und Wraps der mexikanischen, beziehungsweise Tex-Mex-Küche. Da muss man reingeboren sein, um das alles zu verstehen oder aber ein Diplom in Wrapologie haben. Ich mache es kurz: Chimichangas frittierte Burritos, also mit Fleisch und Bohnen gefüllte Weizentortillas. 

Freitag, 16. Oktober 2020

Enchiladas Suizas


Ich finde es immer spannend, wenn ich um sechs Uhr noch nicht weiß, was ich um sieben essen werde. So auch heute. Die Durchsicht der Bestände förderte jedoch zwei Avocados zu Tage, die sich, wie es der Zufall so wollte, gerade auf ihrem rasanten Weg von unreif zu matschig, in diesem nur wimpernschlaglangen Fenster der perfekten Reife befanden. Etwas Huhn, Gewürze, Kräuter und Teigfladen waren auch da, also enzschied ich mich für etwas in Richtung mexikanisch-Tex-Mex-Küche. Sehr zur Freude der Gattin, die meine Guacamole liebt.

Freitag, 12. Juni 2020

Mole poblano


In diesem Blog ist ja schon öfter der Satz gefallen: "Weniger ist manchmal mehr". Das hat sich aber scheinbar nicht in allen Teilen der Welt herumgesprochen und besonders in Mexiko, genauer gesagt dem Bundesstaat Oaxaca hat man da ganz andere Vorstellungen. Die Zutatenliste der berühmten mole poblano - einer Sauce, die einem mexikanischen Nationalheiligtum gleichkommt und hauptsächlich mit gekochtem Hühnerfleisch serviert wird - liest sich dann auch so abenteuerlich, dass es einem schwindelig werden könnte. Die einzig logische Erklärung ihrer Entstehung ist, das irgendwann einmal in einer mexikanischen Küche ein morscher Vorratsschrank zusammenbrach und dessen Inhalt genau in einen Topf auf dem Herd fiel, in dem gerade zufällig etwas Wasser kochte. Wie das nun so ist, die Hausfrau hatte sich wohl gerade am Gartenzaun mit den Nachbarn festgequatscht und als sie die Küche wieder betrat, hatte die wilde Mischung schon eine Stunde vor sich hingeköchelt. Wegschütten wollte die Frau das nicht, also dachte sie sich: "Wenn ich das nun gründlich püriere und Schokolade dazu gebe, mag es wohl schmecken". Alternativ könnte auch ein Zapotekenschamane an den falschen Pilzen geleckt haben und dann einfach alles, was nicht bei drei auf der Yuccapalme war, in einen Kessel gebröselt haben. Eine Legende besagt übrigens, dass arme Nonnen in einem mexikanischen Kloster in ihrer Not tatsächlich alle Küchenreste zusammenkippten, als der Bischof unangemeldet zu Besuch kam und verlangte, verköstigt zu werden. Könnte auch stimmen, man weiß es aber nicht.

Samstag, 10. August 2019

Quesadillas


Was macht man, wenn man man noch selbstgemachte Maistortillas und Fleisch von gestern übrig hat? Man packt alles zusammen, fügt Käse hinzu und grillt, beziehungsweise brät das Ganze dann. Darauf bin ich natürlich nicht als erster Mensch gekommen. In Mexiko und den USA nennt man so etwas quesadilla. Das sind ursprünglich zusammengeklappte Mais-Fladen mit einer Käsefüllung, die in der traditionellen Eisenpfanne, der comal von beiden Seiten schön knusprig gebraten werden. Als Füllung dient Oaxaca-Käse, der entfernt an Mozarella erinnert. In der Tex-Mex-Küche findet man anstatt der "geklappten" Form oft die sogenannte full quesadilla, die aus zwei Weizen-Fladen, quasi wie ein Sandwich gemacht wird. Der Käse ist hier meist eine Mischung aus Monterrey Jack und würzigem Cheddar. Sowohl in den USA als auch in Mexiko gibt die leckeren Happen natürlich auch mit anderen Füllungen und Fleisch ist da keine Seltenheit. Der Vollständigkeit halber soll nicht unerwähnt bleiben, dass es in der Tex-Mex-Küche noch die quesadilla-artigen Burritas gibt, die aber wiederum nicht mit den ähnlich klingenden Burritos verwechselt werden sollten ...

Freitag, 9. August 2019

Cochinita pibil Yucateca - pullen wie die Mayas


Ich weiß nicht, wann es bei hier begann, aber irgendwann vor gut zehn Jahren schwappte dieser Trend aus den USA zu uns hinüber und quasi über Nacht wurden, wie bei einer Zombie-Apokalypse, ehrliche "Holzkohle-Griller" zu BBQlern. Grills verwandelten sich in "Sportgeräte" im Wert eines mittleren Kleinwagens, Temperaturen im, am und um das Gargut wurden genauer erfasst, als die ISS die Erdumlaufbahn je messen könnte und der Zubereitung eines simplen Steaks kam vielerorts mehr wissenschaftliche Bedeutung zu, als Durchbrüchen in der Quantenmechanik. Natürlich führte das auch zu Auswüchsen und absurd wurde es spätestens, als das Braten einer spiralförmig geschnittenen Knoblauchwurst für vermutlich 99 Cent auf einem dieser sündhaft teuren BBQ-Monster quasi zum viralen Hit wurde. Pulled Pork ist auch so ein Ding. Vor Jahren mal "der heiße Scheiß", heute eher ein Zeichen für "inspirationslos und gefangen in der Zeitschleife" - in Punkto Altbackenheit sozusagen die "Spargel-Schinkenrolle" für den Grill. 

Mittwoch, 6. Februar 2019

Caesar Salad 2.0


Die Gattin liebt ja bekannterweise diesen großartigen Salat, den der Italo-Amerikaner Cesare Cardini der Legende nach am 4. Juli 1924 aus der Not heraus in der mexikanischen Grenzstadt Tijuana erfand. Dort betrieb er ein Restaurant namens Caesar's Place. Im Gegensatz zu den USA, wo zu dieser Zeit noch die Prohibition herrschte, war der Alkoholauschank in Mexiko legal. Zum Nationalfeiertag herrschte in Tijjuana ein dermaßen großen Andrang an "durstigen" und auch hungrigen Amerikanern, das Cardinis Vorräte bald erschöpft waren und er aus den Resten diesen Salat kreierte, der seitdem kaum noch von den Speisekarten diese Welt wegzudenken ist. Bei uns wird er besonders gern zu Steak gegessen und ich muss diesen Salatklassiker mindestens einmal die Woche zubereiten. Natürlich habe ich das Rezept schon mal hier im Blog vorgestellt, aber dies hier ist eine überarbeitete Version. Sie ist zwar nur geringfügig anders, aber mir war gerade etwas langweilig und ich habe Lust zu schreiben.

Mittwoch, 25. Januar 2017

Nur mal so ... (Teil 99)


Vom der Zeugniskonferenz an der eigenen Schule direkt zum Elternabend der Sous-Chefin, da muss es mal wieder schnell gehen. Ein bisschen Huhn gebraten, gewürzt mit Salz, Pfeffer, Kreuzkümmel und Limettensaft, eine Guacamole, einen Krautsalat und eine Käsecreme mit eingelegten Tomaten gemacht - mit etwas Routine eine Sache von fünfzehn Minuten.

Samstag, 12. November 2016

Käse Dip für Nachos


Noch ein schneller Dip für eine leckere Knabberei gefällig? Ihr habt Reibekäse, Mehl, Butter und Milch im Haus? Und vielleicht auch noch eine Tüte Tortilla Chips? Na, dann mal ran an den Topf.

Donnerstag, 3. November 2016

Chicken Fajita



Zeit ist momentan Mangelware und ich bin gezwungen, schnelle Dinge auf den Tisch zu bringen, wenn ich der grausigen Alternative "Dosensuppe" entgehen möchte. Wraps gehen immer und heute präsentiere ich eine schnelle Variante, nämlich chicken fajita. Die Unterschiede der verschiedenen Tortillafüllungen habe ich schon mal bei meinem Enchilada Rezept erklärt. Nur so viel noch mal: bei der Fajita kommen Weizenfladen zum Einsatz. Darin wird Fleisch mit Salat und Saucen eingerollt. Kommen Bohnen dazu, haben wir eher einen Burrito. Fajitas können gerollt, oder wie eine Crêpe zur Tasche gefaltet werden. Letzteres ziehe ich vor, das so nichts tropft und das Ding so weitgehend unfallfrei verspeist werden kann. Dadurch, dass sie meist bei Tisch von jedem selbst gefüllt werde, ist es wie Raclette ein recht interaktives Essen. Voll krass ey, sogar mit Touch!

Montag, 24. Oktober 2016

Beef Burrito


Von gestern waren noch Guacamole, Bohnen und Weizentortillas übrig, also entschied ich, dem mexikanischen Thema des Vortags weitgehend treu zu bleiben und Burritos zu machen. Das sind, so haben wir gestern gelernt, Wraps, bei denen gebratenes Fleisch, meist gehackt, mit Bohnen und optional Salat und Saucen, in eine Weizentortilla gerollt wird. Im Gegensatz zu Enchiladas, die normalerweise mit Messer und Gabel verzehrt werden, isst man Burritos einfach aus der Hand.

Sonntag, 23. Oktober 2016

Enchiladas mit Huhn


Das heutige Rezept steht auch schon länger auf meiner to-do Liste. Davon ist es jetzt verschwunden und darüber bin ich eigentlich froh, denn es hat mich Jahre meines Lebens gekostet. Aber der Reihe nach.

Würzige Sauce für Tortilla-Wraps


Eigentlich hätte ich diese Sauce auch im gleich noch folgenden Rezept unterbringen können. Ich finde aber, sie ist so genial einfach und dabei so einfach genial, dass sie ein eigenen Eintrag verdient verdient hat. Ideal für Tortilla-Wraps, aber auch einfach nur so zum Dippen oder als Grillsauce.

Freitag, 9. September 2016

Masa harina


Heute in meiner Mehlbox gelandet: masa harina. Dabei handelt es sich um ein mexikanisches Maismehl, das ideal für die Herstellung von Maistortillas ist. Das in Europa angebotene Maismehl ist auf Grund seiner spezifischen Back- und Klebeeigenschaften nämlich nur bedingt dafür geeignet und erfordert die Beigabe von Weizenmehl oder Bindemitteln wie Ei. Es ist auch nach der kurzen Garzeit in der Pfanne nur schwer verdaulich. Mit anderen Worten: unser Maismehl hat mit dem eigentlichen Aztekenprodukt nicht viel zu tun. Masa harina ist da anders. Man kann damit wunderbar reine Maistortillas herstellen. Das werde ich demnächst auch tun.

Donnerstag, 1. September 2016

Minfrikadellen mit Avocado und Huhn


Minifrkadellen gehen ja immer. Normalerweise halte ich mich da an mein Standardrezept, aber manchmal experimentiere ich auch gern. Heute hatte ich ohnehin Wraps auf dem Programm stehen und deshalb auch alle Zutaten für eine Guacamole im Haus. Da kam mir der Gedanke, diese in die Hackfleischmasse einzuarbeiten. Das mache ich eigentlich ganz gerne, wie man an den Chili con Carne-Bällchen sehen kann, die ich für das letzte Heiligabendbüffet zubereitet habe.

Mittwoch, 3. August 2016

Ferien-Good-Bye-Salat mit Steak und Shrimps


So, das waren dann die Sommerferien 2016, zumindest für die Sous-Chefin. In Niedersachsen beginnt also morgen das neue Schuljahr und die Kleine kommt nun schon in die sechste Klasse. Ich darf noch ein wenig zu Hause entspannen, denn in Nordrhein-Westfalen, wo ich ja arbeite, geht es erst in paar Wochen los. Trotzdem kann auch ich schon einmal damit beginnen, am Projekt: "Bikinifigur 2017" zu arbeiten. Ein Salat kann da nicht schaden. Und mit Steak und Shrimps brauche ich auch nicht wirklich mehr dazu.

Sonntag, 12. Juni 2016

Empenadas


Vorweg ein ehrliches Geständnis: Fußball gehört zu den zwölf Dingen im Leben, die mich eigentlich gar nicht interessieren und ich werde dafür auch nicht vom Formel 1 Rennen in Kanada zur EM umschalten. Trotzdem weiß ich, dass viele dieser Tage gebannt vor dem Fernseher sitzen und mitfiebern. Ich weiß auch, dass in Zeiten wie diesen, die Nahrungsaufnahme fernsehkompatibel sein muss. Da wird oft zu Fertigfutter gegriffen, aber es geht auch anders. Ich habe heute Empenadas gemacht, dass sind gefüllte Teigtaschen, die in der ganzen spanisch sprechenden Welt beliebt sind. Man kann sie frittieren oder, so wie ich heute, im Backofen zubereiten. Sie schmecken kalt wie warm, sind gut vorzubereiten und somit das ideale Fingerfood für Partys oder Fußballspiele vor dem Fernseher. Als Füllung bietet sich Hackfleisch an, es geht aber sicher auch vegetarisch. Ich habe mich heute ein wenig an der mexikanischen, beziehungsweise Tex-Mex Küche orientiert. 

Mittwoch, 8. Juni 2016

Weizen-Mais-Tortilla mit Hühnerfleisch, Salat und Guacamole


Männer werden ja mit zunehmenden Falten nur interessanter - so habe ich mir sagen lassen - und graue Schläfen verhelfen zu einem distinguiertem Aussehen, aber trotzdem ist Altern an sich ja noch keine Leistung. Auch an dem Umstand, dass ich überhaupt hier sitze und tippe, bin ich ja nur passiv beteiligt und der Verdienst gehört Anderen. Für Kinder sind Geburtstage natürlich etwas Tolles. In meinem Alter verlieren sie an Bedeutung. Ich glaube, erst jenseits der 70 beginnt man wieder, sich über jeden Jahrestag, der da kommt, zu freuen. Soweit bin ich aber noch nicht und deshalb stört es mich kaum, dass der heutige Tag im Schuljahresendspurt fast untergegangen wäre. Nur die zahlreichen, spontanen "Happy Birthday"-Gesänge und Gratulationen, auch von Schülern und Schülerinnen, mit denen ich sonst nichts zu tun habe, ließen dem alten Mann ein wenig warm ums Herz werden. Danke natürlich auch an alle Anderen, die an mich gedacht haben.

Donnerstag, 2. Juni 2016

Avocado-Baguette mit Speck und Chili


Baguette número tres ist nicht nur farblich ein Hingucker, sondern auch der Beweis, das Avocado mehr kann, als Guacamole oder Sushi. Ein lecker-pikante Angelegenheit mit Tex-Mex Flair. Ich bin sicher, meine amerikanischen Freunde würden das hier auch mögen.

Samstag, 7. Mai 2016

Burger Fiesta Mexicana


Da fliegt einem glatt der Bügel aus dem Sombrero, so lecker ist dieser mexikanisch angehauchte Burger. Der ist tatsächlich so gut, dass Trump eine Mauer an der Grenze zu Mexiko errichten möchte, nur um amerikanische Fastfoodketten vor diesem Teil zu schützen. Auch die TTIP Verhandlungen waren davon betroffen. Aber egal, ich werde weiter grillen, ganz so, als ob es kein Morgen gäbe und ich werde da weder auf Trump, Putin noch Erdogan Rücksicht nehmen. Auf den Mops aus Nordkorea schon gar nicht.