Freitag, 20. Oktober 2017

Pollo a la cazuela


Die Gattin machte mich kürzlich darauf aufmerksam, das ein hiesiges Geschäft für Küchen- und Dekokram spanisches Terrakotta-Geschirr im Angebot hatte. Bei sowas kann ich ja nicht widerstehen. Ich habe dann alsbald eine mittelgroße cazuela erworben, dass ist eine pfannenartige Kasserole, in diesem Fall innen lasiert. Cazuela ist aber auch der Name von Gerichten, die in ebendieser Pfanne gekocht werden. 

Waldpilze mit Knoblauch


Heute wird es, jenseits aller tagespolitischer Entwicklungen, Spanisch. Den Anfang machen Knoblauchpilze, die man wunderbar als Tapas reichen kann. Viele Rezepte sehen hierfür Champignons vor, oftmals die braune Sorte, aber ich hatte noch ein paar Maronenröhrlinge (Braunkappen) von gestern übrig, die verarbeitet werden wollten. Das macht die Sache natürlich noch edler und vor allem schmackhafter. Ich hoffe auf ungeteilte Aufnmerksamkeit, wenn ich mir diesen Kalauer erlauben darf.

Donnerstag, 19. Oktober 2017

Poulet sauté chasseur mit frischen Waldpilzen


Was dem Italiener sein pollo alla cacciatore, ist dem Franzosen der das poulet sauté chasseur. Wer hier Sprachprobleme hat, dafür aber des Englischen mächtig ist, kann vielleicht vom Verb "to catch = fangen" her die deutsche Übersetzung des heutigen Rezepts ableiten. Es geht nämlich um ein Gericht "nach Jägerart". Meist hat das was mit Pilzen zu tun. Das Jägerschnitzel (nicht die Ost-Version aus panierter Wurstscheibe) ist ein Beispiel dafür, der leider aus der Mode gekommene Klassiker Steak Diane, benannt nach der römischen Jagdgöttin, ein anderes.

Dienstag, 17. Oktober 2017

Sahniges Kalbsragout mit Gemüse


Gerade bei Kalbsragout oder Geschnetzeltem gibt es zwei mögliche Herangehensweisen. Entweder man brät das Fleisch scharf an, lässt es aber innen rosa und gibt es am Schluss nur noch mal zum Aufwärmen an die Sauce oder man schmort das Ganze, bis es wieder zart wird. Für erstere Methode empfiehlt sich dann Filet und zum Schmoren würde man eher Nacken oder andere Partien nehmen, die länger brauchen, um zart zu werden. Ich hatte hier Medaillons aus der Keule, also Fleisch, das für beide Arten brauchbar ist. Da die Gattin aber keine Freundin von rosa Fleisch ist und ich auf der anderen Seite keine Zeit für lange Schmoreinsätze hatte, musste ich einen Kompromiss eingehen und das Fleisch durchgaren. Mit etwas Fingerspitzengefühl und Glück ist es dann  auch nicht zäh geworden. Und während im Fernsehen neben an das "Perfekte Dinner" aus meiner Heimatstadt und quasi Wohnort Hameln läuft, tippe ich hier und verdaue leise.

Montag, 16. Oktober 2017

Portugiesischer Kabeljau-Auflauf mit Tomate und Kartoffel


Zunächst einmal ein paar Worte in eigener Sache: 

Vielen Dank, Facebook, dass du es für nötig gefunden hast, mein "wesfood kitchen" FB-Profil zu deaktivieren, weil dies angeblich nicht der Name ist, unter dem ich im richtigen Leben bekannt bin. Ich will nicht spitzfindig sein, aber der Account diente dazu, diesem profitfreien Blog in den verschiedenen FB-Kochgruppen eine Stimme zu verleihen und bei den meisten dürfte ich als "wesfood" bekannter sein, als unter meinem Klarnamen Lars Westerhausen. Aber was rege ich mich eigentlich auf? 

Sonntag, 15. Oktober 2017

Hawaii-Burger



Die Ansage gestern war deutlich: "Morgen soll das Wetter schön werden. Lass uns grillen, ich möchte Burger." So etwas lasse ich mir nicht zweimal sagen, also flugs das Benötigte eingekauft. Burger mache fast ausschließlich von Grund auf selbst. Das macht das vermeintliche Fastfood zwar zu einer zeitaufwendigen Prozedur, ich weiß dafür aber, was in den Sachen drin ist. Besonders bei den großen Franchiseketten ist oft gar nicht mal der Burger selbst das Problem - das bisschen Salat und Rindfleisch ist ja fast schon gesund - es sind die Saucen und insbesondere der Bun, also das Brötchen, die unter die Genfer Konvention zum Verbot chemischer Kampfstoffe fallen sollten.

Mittwoch, 11. Oktober 2017

Sauce Hollandaise: Risiko Edition


Es gibt Tage, da bleibt man lieber im Bett. Ich bin ja ein großer Freund davon, Dinge auf das Autodach zu legen und dann loszufahren. Bisher ist das auch immer gut gegangen, heute habe ich es aber geschafft, mein Smartphone auf diesem Wege in die ewigen Jagdgründe zu schicken. Ich konnte die Einzelteile zwar auf der B1 einsammeln, so dass ich zumindest SIM- und SD-Karte wieder habe. Das Gerät hingegen hat es hinter sich. Aber ärgern hilft auch nicht, denn dann bekomme ich schlechte Laune und das Handy ist immer noch kaputt. Irgendwo liegt hier noch ein S5 Mini und/oder ein S4 rum, die tun es erstmal auch.