Mittwoch, 4. März 2026

Grilsaison 2026


So, dann wäre diese Formalität damit auch erledigt. Es war auch der erste Mahl in diesem Jahr auf der Terrasse. Saisonstarts der letzten Jahre:

Dienstag, 3. März 2026

Sun Ni Bai Rou - Knoblauch-Schweinebauch


Der Frühjahrsputz meiner diversen Tiefkühlgerätschaften brachte nun auch einen bereits vorgegarten Rest vom Schweinebauch zu Tage, mit dem ich mir eigentlich meine wöchentliche Dosis an Huí Guō Ròu verabreichen wollte. Ich entschied mich dann aber spontan dazu, stattdessen einen anderen Sichuan-Klassiker, nämlich Suàn ní bái ròu (蒜泥白肉) oder "Schweinebauch mit gehacktem Knoblauch" zu machen. Das Gericht wird kalt serviert, weshalb es eigentlich als Salat durchgehen sollte, was sich ja für das gute Gewissen nie schlecht anhört. Der Vorteil ist hier, dass es sich gut vorbereiten lässt. Wenn man also ein chinesisches Bankett mit mehreren Speisen plant, kann man hier schon alles vorweg fertigstellen machen und muss nur noch kurz vor dem Servieren die "Salatsauce" angießen. Wenn man Fleisch, so wie ich, schon gegart bereit hat, geht die Sache natürlich noch mal schneller. Wir hatten Suàn ní bái ròu hier schon mal vor drei Jahren, aber da das so lecker ist, schadet eine Wiederholung nicht, zumal ich diesmal Sichuanpfeffer dazugegeben habe. Den hatte ich damals vergessen. Ich finde, das heutige Bild sieht auch besser aus.

Montag, 2. März 2026

Fengwei Paigu - würzige Rippchen


Rippchen könnte ich auch jeden Tag essen, egal ob aus dem Smoker, vom Grill, im Backofen gegart oder gewokt - alles lecker und man in diesen Richtungen nie genug Rezepte haben. Heute erweitern wir das Repertoire mal um noch eine chinesische Variante. Wir machen heute Fēngwèi páigǔ (风味排骨) oder "würzige Rippen" und die schreien mit jeder Faser: "Sichuan". Das kann, so meine Erfahrung nie schief gehen, denn ich glaube, ich bin geboren worden, um diese Küche zu genießen. Auch nach all den Jahren werde ich nicht müde, neue Sachen zu entdecken und freue mich bei jedem Bissen immer noch, wie beim ersten. Irgendwas an diesen Gerichten macht mich unglaublich glücklich. Es mag seltsam klingen, aber gerade das málà-Geschmacksprofil (betäubend-scharf) und führt bei mir immer zu einem Endorphin-Flash. Ich glaube wirklich, ich bin auf dem falschen Kontinent geboren. Nicht dass es mir hier nicht gefällt - Deutschland hat auch sehr schöne Seiten und gutes Essen - aber ich habe immer dieses unterschwellige Gefühl von Vertrautheit, so als ob die Küche Sichuans nach "Heimat" schmecken würde. Das Rezept stammt übrigens vom chinesischen Koch, YouTuber und Restaurantbesitzer Wang Gang und ich bin sehr dankbar dafür. 非常感谢师傅。

Sonntag, 1. März 2026

The Best of February 2026


Ohne in peinliches Selbstlob zu  verfallen, muss ich doch konstatieren, das der Februar in doppelter Hinsicht herausragend war. Zum war ich ungewöhnlich produktiv. 21 Beiträge in einem Monat habe ich das letzte Mal im Februar 2019 geschafft. Gemessen an Seitenaufrufen war 02/26 darüber hinaus auch der erfolgreichste Monat in der Geschichte dieses Blogs. Dafür danke euch. Aber bevor wir die Korken knallen lassen, schauen wir erst einmal auf den Februar zurück und erinnern uns an die fünf meist angeklickten neuen Rezeptbeiträge dieses Zeitraums.

Samstag, 28. Februar 2026

Blechpizza mit Ragu alla Bolognese


Ich habe drei Tiefkühlschränke und alle sind randvoll. Da hilft nur eins: irgendetwas auftauen und verwenden. Ich bin ja lernfähig und beschrifte mittlerweile alles, da ich es leid bin, ständig Tiefkühl-Bingo spielen zu müssen. Was mir heute beim Öffnen zufälliger Gefrierschubladen sofort ins Auge fiel - und da tut vielleicht weh! - war ein Beutel mit 500 Gramm Ragù alla Bolognese, gekocht nach dem traditionellen Rezept der Accedemia Italiana della Cucina. Ich überlegte hin und her und entschied mich dann damit eine Blechpizza zu machen. Nicht ganz unabwegig. Aber dazu muss ich ein wenig ausholen. Als Kind mochte ich weder Käse (zu dem habe ich immer noch ein gespaltenes Verhältnis habe, ich und mag ihn eigentlich nur warm, mit Ausnahme von Parmesan, Mozzarella, Manchego oder Feta) noch Tomaten. Ich war 18 Jahre alt, als ich mich überwinden konnte und meine erste Pizza probierte. Das war nach ein paar Bier und einem gewaltigen Hüngerchen und natürlich aus Mangel an Alternativen. Ich meine, es war eine klassiche Margherita, aber ich weiß genau, dass ich positiv überrascht war. Dann habe ich aus Neugier eine Fertigpizza - damals war ich noch etwa zwei Jahre vor meiner kulinarischen Erweckung - probiert und das war eine mit Brokkoli und Bolognese. Klingt komisch, ist aber so.

Donnerstag, 26. Februar 2026

Yu XiangJi Si - Fischduft-Hühnerfleisch


Ich erwähnte neulich schon mal, dass Chinesisch mitunter "blumig" ist. Gerade bei Name von Gerichten ist man oft kreativ, wie zum Beispiel bei Ameisen lklettern auf einen Baum oder auch einer Reihe von Gerichten , wie diesem hier, dass den Namenszusatz Yú xiāng (鱼香)  oder "Fischduft". Das verwirrende ist, dass hierbei weder Fisch vorkommt, noch dass das Ganze dann so schmeckt. Der Name liegt daran, dass hier Essig und Ingwer zum Einsatz kommen, eine Kombination, die man sehr häufig in Fischgerichten findet.Wir hatten hier schon Fischduft- Auberginen (Yú xiāng qiézǐund Fischduft-Schweineflesich (Yú Xiāng Ròu Sī), heute gibt es dann  Fischduft-Hühnerfleisch: Yú xiāng jī sī (鱼香鸡丝). Das ist zwar nicht so gängig, wie die anderen beiden Sichuan-Klassiker, aber nicht minder lecker. Es ist außerdem mal wieder ein gutes Beispiel dafür, das beim chinesischen Kochen die Vorbereitung. Was man in der französischen Küche mise en place nennt, ist im Chinesischen Shí cái zhǔn bèi (食材准备 ) - das Organisieren und Vorbereiten der Zutaten und Gerätschaften vor dem Kochen, was weit über bloßes Bèi liào (备料) oder "Lebensmittel vorbereiten" hinausgeht. Mit anderen Worten, wir haben viel Schnibbelarbeit zu leisten, aber wenn der Wok erst einmal glüht, ist das Kochen selbst nur eine Frage weniger Minuten. Fangen wir also an.

Montag, 23. Februar 2026

Nur mal so ... (Teil 150)


Auch wenn ich mal nicht poste, koche und und esse ich natürlich trotzdem. Das sind dann meist Dinge, die keinen eigenen Blogeintrag rechtfertigen, weil ich sie entweder schon hier habe oder ich mit der Präsentation, beziehungsweise den Fotos nicht zufrieden bin. Gestern gab es zum Beispiel einen Krustenbraten, mit Sahnemöhrchen mit Zucchini und Spinatknödel. Knödel schön luftig, das Fleisch zart, die Schwarte krachte so richtig, aber Highlight ist immer wieder die Sauce. Deshalb taucht die auch gleich noch mal auf. Rezepte für Schweinebraten habe ich hier einige und sie gleichen sich, was die Sauce betrifft alle so ziemlich, also brauche dafür kein neues Rezept schreiben. Die Gattin, die kein Schweinefleisch mag, war mit Knödeln und Gemüse  (mit Bröselbutter) zufrieden.