Mittwoch, 17. Januar 2018

Huhn auf Gemüse


Das Prinzip des Eintopfs ist einfach. Zutaten, vor allem Kohl, in einen Topf geben und solange zusammen garen, bis der Wirsing weniger Vitamine hat, als die Goldkante an der Spitzengardine. Modern heißt das ja jetzt "one pot irgendwas". Das ist dann meist mit Nudeln, die dann zur Unkenntlichkeit verkocht werden. Von der Ausführung her nichts für mich, obwohl mir die Idee, die dahinter steckt, an Tagen mit weniger Zeit schon gefällt. 

Dienstag, 16. Januar 2018

Skrei auf Blumenkohlpüree mit Gemüse


Der Skrei ist ein Saisonarbeiter, der besonders im ersten Quartal des Jahres in Fischgeschäften auftaucht, deshalb nennt man ihn auch Winterkabljau. Er ist ein äußerst leckerer Vertreter seiner Art und wird, zum Glück, meist mit Haut angeboten, was ihn umso schmackhafter macht und ein schonenderes Garen des zarten, weißen Fleisches ermöglicht. Beim Kauf sollte man darauf achten, möglichst dicke Stücke zu kaufen, so fünf bis sechs Zentimeter dürfen es schon sein. Alles darunter lässt das Innere übergaren, bevor die Haut knusprig ist und wir wissen ja, das fast nichts schlimmer ist, als strohig gebratener Fisch. Rindersteak well done, vielleicht oder Carbonara mit Sahne ...

Sonntag, 14. Januar 2018

Chinesische Nudeln mit Huhn und Riesengarnelen


Vor den Erfolg haben die Götter den Schweiß gesetzt und es ist eine alte chinesische Weisheit, das vor dem Woken das Schnibbeln kommt. Mise en place nennt der Franzose es, wenn zu Kochbeginn also benötigte vorbereitet parat steht. Chinesen wussten das schon lange, bevor der erste Mensch überhaupt Französisch sprach. Im Zweifelsfall haben es die Chinesen ohnehin schon immer deutlich vorher erfunden und es wird ja auch noch immer gerne die Geschichte erzählt, dass Italiens Teller heute ziemlich leer wären, hätte der große Kublai Khan seinem Gast Marco Polo nicht das Spaghettikochen beigebracht. Man kann nur spekulieren, was passier wäre, hätte Polo stattdessen beispielsweise Westfalen einen Besuch abgestattet. Pumpernickel-Carbonara klingt jetzt nicht so verlockend ...

Freitag, 12. Januar 2018

Röstfleisch vom Huhn nach Gyros-Art und Gedöns


Wie soll man das nennen? Man liest ja oft "Pfannengyros". Habe ich, glaube ich, auch schon von geschreiben. Ist natürlich Blödsinn, denn Gyros, genau wie Döner, bedeutet "sich drehend" und in der Pfanne fährt ja nichts Karussell. Auch "Kebab" hilft nicht weiter, da in diesem Fall kein Grill zum Einsatz kommt. Bleibt nur Röstfleisch. Das klingt zwar nach 50er Jahre, Nierentisch und Clemens Wilmenrod, erscheint mir aber als die seriöseste Beschreibung der Fleischkomponente auf dem heutigen Teller. Für die Marinade habe ich den Aleppo-Chili genommen, den ich seit gestern zu meinen irdischen Besitztümern zählen darf. Macht sich fein, man kann aber natürlich auch normales Pul Biber verenden.

Donnerstag, 11. Januar 2018

Aleppo-Chili-Flocken


Seit kurzem stoße ich in orientalischen Rezepten immer wieder auf eine Chiliart, die sich aleppo-pepper nennt. Den kannte ich bisher noch nicht. Wer mich kennt weiß, dass kulinarische "Neuentdeckungen" bei mir zwei sofortige Reaktionen auslösen. Ich werde a) neugierig und will es b) haben. Also wird parallel zur Recherche schon mal eine Ladung des Gewürzes bei den einschlägigen Dealern bestellt.

Montag, 8. Januar 2018

Hühnersuppe mit Matzeknödeln


Diese Suppe wollte ich schon lange machen, bin aber irgendwie nie dazu gekommen. Ursprünglich wohl von den ashkenasischen Juden nach Israel und in die USA gebracht, erfreut sie sich nicht nur in diesen beiden Ländern großer Beliebtheit. Wir alle wissen um die Fähigkeiten einer guter Hühnersuppe, eine Erkältung zu bekämpfen, deshalb wundert es auch nicht, das chicken soup with matzo balls in den Vereinigten Staaten auch Jewish penicillin genannt wird, also "Jüdisches Penicillin". Jetzt wo die Temperaturen um den Gefrierpunkt liegen, kann so ein Süppchen nicht schaden. 

Sonntag, 7. Januar 2018

Million Dollar (Roadkill) Chicken




Im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten spart man ja bekanntlich nicht mit Superlativen. Das hatten wohl auch die Betreiber von The Standard Grill in New York City im Hinterkopf, als sie ihrem Brathuhn den Namen "Million Dollar Chicken" gaben. Ich war ganz froh, als ich neulich zufällig über das Rezept gestolpert bin, denn momentan brauche ich ja Inspirationen. Huhn hatte ich auch lange nicht, also warum nicht mal ausprobieren? Mit Crème Fraîche glasiertes Huhn auf Brotscheiben gebacken klingt doch nach einem Plan oder? Ein, zwei Veränderungen am Rezept habe ich dennoch vorgenommen. Die Jungs (und Mädels) aus NYC backen das Huhn ganz. Ich habe mich dazu entschieden, es "flach" in die Röhre zu schieben (deshalb der Zusatz "Roadkill"). Zum einen gart es so schneller und zum anderen wird sonst die Haut ganz wabbelig. Das Original wird auch mit Sauerteigbrot gemacht ich habe ganz normales Weißbrot genommen.