Ich weiß nicht, wie das bei euch ist, aber bei uns stellt sich, wenn ein Essenswunsch geäußert wird oder irgendein Lebensmittel verbraucht werden will, die Frage "Was essen wir dazu?" Ich hatte noch etwas Rinderhack und Feta im Kühlschrank und da war zumindest eins Fall klar: das läuft auf Bifteki hinaus. Dazu passen natürlich Pommes und die essen wir alle gerne (wer nicht?), aber ich wollte diesmal etwas Abwechselung. Also entschied ich mich für griechische Patátes lemonátes (Πατάτες λεμονάτες). Die haben manchmal noch ellinikósi (eελληνικός) für "griechisch" vorne weg und weil sie im Backofen zubereitet werden, noch den sto foúrno (στο φούρνο) , also "im Ofen", hintendran. Aber genug Sprachen für heute, legen wir los.
Dienstag, 3. Februar 2026
Montag, 2. Februar 2026
Mini-Quiches mit Spinat und Feta
Wenn ich küchentechnisch mal wieder mal eine längere fernöstliche Phase habe, meutert die Gattin irgendwann und verlangt nach etwas mehr Bodenständigem. Dann gibt es entweder ein "normales" Abendbrot mit Käse, Aufschnitt, eingelegtem Fisch, hartgekochten Eiern, Krabbensalat und so weiter oder auch mal einen Tapas-Abend. Auch italienische Pasta oder Risotto stehen bei ihr hoch im Kurs. Besonders mag sie auch Quiche, die ich dann entweder in einer größeren Springform oder, wie hier als kleine Miniküchlein im Muffin-Tray backe. Das finde ich besonders praktisch, weil man da auch mal verschiedene Füllungen einsetzen kann. Mal ist es Rosenkohl, dann Kürbis, heute dann eben mit Spinat und Feta.
Sonntag, 1. Februar 2026
Mei Cai Kou Rou -Geschmorter Schweinebauch mit fermentiertem Senfgrün
Sonntag ist Zeit, mal wieder größere Projekte anzugehen. Ich habe mich heute an einem Rezept für Schweinebauch entschieden, das über eine Reihe verschiedener Schritte verfügt und bei dem auch diverse Kochtechniken zu Einsatz kommen. Wer mir hier folgen möchte, sollte also früh genug beginnen, damit einem abends die Leute am Tisch nicht verhungern oder aber am Tag zuvor schon Vorarbeit leisten. Das Gericht heißt Méi cài kòu ròu (梅菜扣肉) und stamnt von den Hakka, einer Volksgruppe die zu den in China vorherrschenden Han-Chinesen gehört und hauptsächlich in der Provinz Guangdong (Kanton) beheimatet sind. Das Gericht war ursprünglich Hausmannskost, wurde aber im Laufe der Zeit zu einem echten Bankettessen. Es ist mittlerweile in ganz China beliebt. Die auch in Sichuan lebenden Hakka haben es dort besonders populär gemacht, aber mit deren Version beschäftige ich mich ein anderes Mal.
Douban Jiang (Toban Djan) - Chili-Bohnenpaste aus Sichuan: ein Produktvergleich
Wer sich mit der Küche Sichuans beschäftigt, wird eher früher als später über Dòubàn jiàng - manchmal auch Toban Djan geschrieben - (豆瓣酱) stolpern. Man nennt diese Chili-Bohnenpaste auch gerne "die Seele der Küche Sichuans". Sie verleiht Gerichten eine dezente Schärfe und liefert, wie fast alle fermentierten Lebensmittel, viel Umami. Traditionell besteht die Sauce nur aus Chilischoten (Èr jīng tiáo) und Favabohnen (Acker- oder Saubohnen), die zerstampft, gesalzen und mit etwas Mehl (Weizen oder Reis) in Tonkrügen an der frischen Luft von drei Monaten bis zu fünf Jahren fermentieren. Die beste Chili-Bohnenpaste kommt aus der Chengdu, genauer gesagt dem Bezirk Pidu (Pixian). Aber es gibt auch in anderen Teilen Chinas Produzenten, die ihre Version auf den Markt bringen. Heute will ich mich mal mit zwei Produkten beschäftigen.
The Best of January 2026
Weder Schneechaos noch Eis und Kälte konnten es verhindern: wir haben den Januar 2026 hinter uns gebracht und das sogar recht produktiv. Das diesmalige Gewinnerrezept hat eine italienischen Einschlag, der Fokus des Blogs liegt aber weiterhin auf fernöstlicher Küche und daran wird sich auch in absehbarer Zeit nichts ändern. Grund genug also auf den Monat zurückblicken und, wie gewohnt, die Top 5 der meist angeklickten neuen Rezepte dieses Zeitraums in Form eines Countdowns zu präsentieren. Platz 4 wird übrigens diesmal wegen Punktgleichheit doppelt vergeben, eine fünften Rang gibt es deshalb nicht.
Donnerstag, 29. Januar 2026
Zha Jiang Mian - Nudeln mit gebratener Sauce
In China ist man mindestens so verrückt nach Nudeln wie in Italien, wenn nicht sogar noch mehr. Der Vergleich drängt sich auf, da viele Formen bis hin zu Tortellini in beiden Kulturen existieren. Dass Marco Polo Marko Polo die Pasta bei seinem vermuteten Besuch des Kublai Khans in Shangdu (Xanadu) erst mit nach Italien brachte, ist allerdings ein Mythos. Trotzdem wird er, wenn wirklich dort gewesen sein sollte, Nudelgerichte gegessen haben. Der Sitz des Sommersitz des Enkels von Dschingis Khan lag in der heitigen Mongolei (350 Km nördlich von Peking) und dort, wie in fast ganz Nordchina, wächst kein Reis. Teigwaren stehen deshalb also besonders hoch im Kurs. Unser heutiges Gericht stammt aus der nord-ostchinesischen Provinz Shandong, ist aber im ganzen Land beliebt. Manche nennen es chinesische Spaghetti alla Bolognese, aber ich finde, damit wird man keinem der beiden Gerichte gerecht. Wovon reden wir hier überhaupt? Ach ja, von Zhá jiàng miàn (炸醬麵) oder Nudeln mit gebratener Sauce.
Mittwoch, 28. Januar 2026
Duo Jiao - eingelegte Chili aus Hunan, China
Ich möchte mich demnächst mal wieder mehr mit der Küche der Hunans beschäftigen. Sie gilt weithin als die Schärfste in China. Wenn man die drei Provinzen, in denen man nach Chili verrückt ist, kommt man zu diesem Ergebnis. In Sichuan mag man die Kombination aus scharf und prickelnd-betäubend (má là), in Guizhou eher sauer-scharfe Gerichte und in Hunan eine ungefilterte trockene Schärfe. Fermentierte oder eingelegte Dinge stehen ebenfalls in Mao Zedongs Heimatprovinz hoch im Kurs. Ich werde für eins meiner zukünftigen Projekte eingelegte, fermentierte Chili brauchen und da die Reifung ein bisschen Zeit beansprucht, beginne ich jetzt damit.
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