Montag, 9. Dezember 2019

Kotopita - griechische Hähnchenpastete


Heute begeben uns mal wieder nach Griechenland und wollen erneut zeigen, dass die Wiege der Philosophie und Geburtsort westlicher Kultur mehr zu bieten hat als Grillteller mit Metaxasauce und "Ouzo auffe Hausse". Wir wollen also heute in den Töpfen der Region Epirus räubern. Die findet man auf dem Festland oben links im Nordosten, direkt unterhalb Albaniens. Anders als auf den Inseln, wo ja bekanntlich viele Hellenen Fischer sind - nicht mit ex-siberischen Trällersusen zu verwechseln - lebt man hier eher von Landwirtschaft. Das spiegelt sich auch in der Küche dieser Gegend wieder. Beliebt sind scheinbar Pasteten, wie unsere heutige Kotopita (Betonung auf dem "to", also eigentlich Kotópita oder κοτόπιτα). 

Samstag, 7. Dezember 2019

Nur mal so ... (Teil 130)


So, dann hätten wir den obligatorischen Besuch des hiesigen Weihnachtsmarktes auch dieses Jahr wieder überlebt. Kein leichtes Unterfangen, denn schenkt man so einigen populistischen Stimmungsmachern Glauben, gibt es ja nachgerade nichts tödlicheres mehr, als den Besuch eines deutschen Weihnachtsmarktes. Ich jedoch bin nun schon das neunundvierzigste Jahr in Folge nicht Opfer eines Anschlages geworden und das ist auch gut so. Ich habe auch die Horden angesäuselter Wolfspfotenträger mit blinkenden Sternzeptern und beleuchteten Zipfelmützen überstanden und selbst der für mich schier unerträglich fuselige Geruch von Glühwein hat mich nicht aus den noch schlachtwarmen Rentierlederstiefeln geholt. 

Sonntag, 1. Dezember 2019

Lachs auf Spitzkohl


Einen Pfeil habe ich noch im Köcher und den würde ich hier gerne noch mal schnell verschießen, bevor ich in aller Ruhe das Wochenende ausklingen lasse. Morgen beginnt wieder eine lange, arbeitsreiche Woche und ich werde zumindest bis Mittwoch in Sprechprüfungen für Englisch im 9. Jahrgang sitzen. Ich bin da zwar "nur" Zweitprüfer, muss aber trotzdem durchgehend hellwach sein und Kreuze an den richtigen Stellen der Protokoll- und Bewertungsbögen setzen. Wer das für eine spannende Sache hält, schaut auch gerne Wandfarbe beim Trocknen zu oder katalogisiert die Grashalme im Garten. Es ist aber nun mal eine Aufgabe, die getan werden muss und auf jeden Fall besser, als gar keine Arbeit zu haben. Damit ich morgen also fit in der Murmel bin, gibt es heute schon mal Futter für die grauen Zellen und was ist da besser als Fisch?

Crème Brûlée vom Ziegenkäse



Créme Brûlée kennt man ja gemeinhin als Dessert. Da werden dann Sahne, Milch, Eigelb, Zucker und Vanille zu einer leckeren Crème gerührt, die dann mit Zucker gratiniert wird, bis eine schöne, goldene Karamell schicht ensteht. So oder so ähnlich liebt man den Klassiker. Aber pikant abgeschmeckt und dann auch noch mit Ziegenfrischkäse? Ja, geht das denn? Es geht, wie ich gestern herausgefunden habe. Aber ich muss wohl ein wenig weiter ausholen. 

The Best of November 2019


"Joa, is denn scho Woaihnachten?" Noch nicht ganz, lieber Franz, aber es ist Dezember. Das bedeutet aber auch, dass der November vorbei ist und es Zeit wird, zurückzuschauen, was denn so alles im elften Monat los war. Ich bin allerdings auch diesmal froh, dass ich überhaupt fünf Rezepte im November geschafft habe. Hier also die obligatorische Top 5 der meistgeklickten Rezepte, wie immer in umgekehrter Reihenfolge. 

Samstag, 30. November 2019

Coq au vin blanc - Huhn in Weißweinsauce


Die Frage nach meinem Lieblingsessen lässt mich ja bekannterweise leicht panisch werden, da ich nie weiß, was ich da jetzt spontan darauf antworten soll. Es gibt so viele tolle Gerichte, die alle zu bestimmten Zeiten und an besonderen Orten umwerfend lecker sind und in der richtigen Stimmung am Strand kann eine gute Tüte Pommes mit etwas Nordseesand tausend Mal besser schmecken, als ein teures Entrecôte mit Foie Gras. Ich glaube auch, dass die Frage an mich falsch gestellt ist. Vermutlich müsste man fragen: "Wenn du ein Restaurant hättest, welches Gericht würdest du auf jeden Fall anbieten?" Gut, auch das hängt von der Ausrichtung der Gaststätte ab, denn ich persönlich finde nichts verdächtiger, als diese "aus jedem Dorf einen Köter"-Speisenkarten, in denen sich neben Burger, Sushi, Burritos und Tapas auch noch Spaghetti Bolognese und Nasi Goreng finden. Auch habe ich natürlich nicht die Absicht eine Mauer zu errichten ein Restaurant zu eröffnen. So größenwahnsinnig bin ich nun auch (noch) nicht. Trotzdem kann man das Gedankenspiel ja mal durchgehen.

Samstag, 23. November 2019

Patlıcan Kebabı - Auberginenkebab mit Lamm


Immer zum Ende des ersten und dritten Quartals, also genau zwischen den Zeugnissen, ist bei uns Doomsday, in anderen Worten Beratungstag (anderswo auch Elternsprechtag genannt). Dann sitzen wir von 8.00 Uhr morgens bis oft 20.00 abends in der Schule und führen mit Eltern und Kindern Gespräche über Leistungsstand, Entwicklungsperspektiven, Abschlussmöglichkeiten und und und. Mittags haben wir natürlich eine Pause und da ist auch Zeit aushäusig zu essen (irgendwann muss man raus, sonst bekommt man einen Koller). Diesmal waren wir im kleinen Kreis in einem netten türkischen Restaurant/Imbiss gegenüber der Schule, wo vor den Augen der Gäste allerlei Fleisch und Gemüse frisch gegrillt, beziehungsweise im Ofen zubereitet wird. Eine nette Kollegin, die selbst kurdisch/türkischen Ursprungs ist, bestellte sich Patlıcan Kebabı und sagte, das wäre eins ihrer Lieblingsgerichte. Als ich den Teller dann sah, wusste ich sofort: das wird auf der Stelle nachgekocht, die Gattin wird das lieben. Die Sous-Chefin ohnehin, denn die ist ja bekennende Lammesserin.