Dienstag, 28. Juli 2026

Wok This Way - chinesisches Restaurant in Dingwall, Schottland


Ich weiß nicht, ob mich meine Erinnerung trügt, ob sich mein Geschmack über die Jahre verändert oder ob sich objektiv etwas getan hat, aber ich habe keine guten Erinnerumgen an chinesisches Essen in Großbritrannien. Die Sachen waren meist pappsüß, salzlos und mit so viel Stärke versetzt, dass die Saucen meist ein schleimiger Brei waren. Also hatte ich keine großen Erwartungen, als entschieden im Wok This Way in Dingwall, zwanzig Minuten von unserem Häuschen entfernt, einkehren wollten. Wie man am Schild eindeutig entnehmen kann, handelt es sich sowohl um ein Restaurant (Eingang um die Ecke) und Takeaway. Das Restaurant selbst ist schlicht, aber geschmackvoll eingerichtet. Die Chefin ist Chinesin, ihr Mann scheint zu kochen und die etwa zehnjährige Tochter zählte mir stolz auf Deutsch von Eins bis Zehn vor. Dafür konnte ich die Anwesenden überraschen, als ich sie auf Chinesisch dafür lobte. Apropos Gäste. Das waren zu 90 % Chinesen, was ja eigentlich schon mal ein gutes Zeichen ist. Das Eis war gebrochen und wir konnten bestellen. Kleine Fußnote vorweg: wir waren dann zu zweit noch mal ein paar Tage später da.

Montag, 27. Juli 2026

Agedashi Dofu - fritierter Tofu


 
Euch haben die letzten beiden Tofugerichte gefallen und ihr würdet gerne noch eins haben? Gerne. Begeben wir uns also zu diesem Zwecke nach Japan, wo wir 揚げ出し豆腐 (agedashi dōfu) finden, was auf Deutsch so viel wie "frittierter Tofu" bedeutet. Die Herangehensweise ähnelt unserem koreanischen Dubu Gangjeong, die Saucen unterscheiden sich allerdings. Agedashi Tofu geht da eher in die Teriyaki-Richtung ist also kein bisschen scharf. Das ist nicht weiter verwunderlich, da man in Japan traditionell, bis auf wenige Ausnahmen wie Currys oder manche Ramen-Brühen nicht scharf isst.

Sonntag, 26. Juli 2026

Grillen Ma La-Sichuan Style


Vor Urlaubsbeginn haben wir noch mal gegrillt. Es gab unter anderem Bauchfleisch vom Schwein und Lammrücken. Die habe ich im Sichuan-Style eingelegt. Das Rezept habe ich mehr oder weniger improvisiert. Mit dem Ergebnis war ich sehr zufrieden. Ich habe heute nicht so wahnsinnig viel Zeit, also stürzen wir uns ohne weiteres Geschwätz auf das Fleisch.

Egg & Cress Sandwich


Auf dem Weg in den Urlaub, braucht man natürlich auch Wegzehrung. Damals, in den 70ern, war es alles einfacher. Wir saßen zu in einem winzigen VW Variant. Vater rauchte Roth-Händle und Mutter, mit dem Kofferradio für den Verkehrsfunk auf den Knien, 6. Die Fenster durften aber nicht geöffnet werden ("Dann fliegt hier nur die Asche durchs Auto"). Oma und Opa waren auch dabei und wir quetschen uns zu viert auf die ohnehin schon zu kleine Rückbank. Gurte gab es hinten nicht, aber so verkeilt, wie wir waren,wäre ohnehin keiner herausgeschleudert worden. Oma arbeitet beim Süßen Kaufhaus als Chefsekretärin beim Unternehmensleiter. Sie hatte diesen Zauberschrank mit Proben, die Vertreter mitbrachte. Davon nahm sie für uns Kinder immer reichlich mit in den Urlaub. Die Devise war: "Das gibt es aber erst auf der Autobahn!" Bis dahin waren bei gefühlten 70 °C Gummibärchen, Schokolade und Bonbons bereits zu einem undefinierbaren Haufen verschmolzen. Diese Mischung, in Verbindung mit dem Zigarettenrauch und dem Geholper des schlecht gefederten Fahrzeugs, führte oft zu Übelkeit. Angehalten wurde aber trotzdem nicht, denn mein Vater wollte sich ja nicht "den Schnitt versauen". Wenn man dann dachte "schlimmer gehts nicht", drückte Oma einem ein 4711 getränktes Tuch auf das vor Hitze glühende Gesicht, damit man etwas "erfrischt" wird. So war das damals eben. Heute ist natürlich alles anders und ich sehe zu, dass die Bande unterwegs gut verpflegt wird. Um uns schon mal ein wenig auf Großbritannien einzustimmen, habe ich egg & cress sandwiches, also mit Ei und Kresse, gemacht. Leckere Sache,man muss sie nhur vor der Grenze aufgegessen haben, denn die Einfuhr tierischer Produkte ins Vereinigte Königreich ist strikt verboten - andersherum genauso.

Donnerstag, 23. Juli 2026

Fàilte gu Alba - Scotland 2026


Nachdem Ende letzter Woche die Sommerferien in NRW ausgebrochen sind und ich mich entschieden habe, daran teilzunehmen, haben wir uns Samstag gleich ins Auto gesetzt und sind über die Niederlande und Belgien nach Calais in Frankreich gefahren, um dort die Fähre in Richtung Dover zu nehmen. Ziel der Reise: die schottischen Highlands. Ursprünglich wollten wir ja die Fähre nach Newcastle nehmen, was ja streckentechnisch auch mehr Sinn ergeben hätte, aber wir waren mit dem Buchen spät dran und so hätte uns die Überfahrt für ein Auto und einen VW-Bulli (wir reisen mit mehreren Leuten) mindestens 3.500 Euros gekostet - Geld, das ich auch gut anderweitig ausgeben kann. Jetzt sitze ich in unserem Ferienhaus in Alness bei Inverness, habe mich bereits akklimatisiert und die ersten Touren unternommen. Gegessen wurde auch, allerdings noch nicht wirklich gekocht. Trotzdem möchte ich euch ein paar Eindrücke vermitteln.  

Freitag, 17. Juli 2026

Dubu Gangjeong - Gebratener Tofu mit Gemüse

Man wünschte sich mal wieder koreanisch zu essen und das möglichst fleischlos. Da ich ja immer froh bin, wenn etwas bei mir "bestellt" wird und ich mir nicht auf dem Weg nach Hause im Auto den Kopf zerbrechen muss, was ich kochen soll, habe ich mich dankbar in den nächsten asiatischen Markt begeben und habe per monetären Transaktion, ein wenig Tofu meinem irdischen Besitzstand hinzugefügt. Gut, vererben werde ich ihn nicht, das steht schon mal fest, aber den Lieben damit ein leckeres Mal zubereiten zu können, ist mir die Sache schon wert. Ich habe dann ein wenig nach "koreanisch" und "Tofu" gesucht und bin dann auf ein Bild von 두부강정 (dubu gangjeong) gestoßen. Zunächst habe ich mir überlegt, wie ich das so ganz spontan zubereiten würde und habe mir dann, wie üblich, ein paar Rezepte angeschaut und siehe da: ich lag mit meinen Vermutungen ziemlich richtig. Also habe ich die anderen Rezepte beiseite geschoben und bin meiner Intuition gefolgt. Hier also meine ziemlich authentische Version von gebratenem Tofu mit knackigem Gemüse.

Donnerstag, 16. Juli 2026

Bluecheese-Burger mit Preiselbeer-Walnussauce

 
Ganz oft, wenn ich nicht weiß, was es geben soll und auch keine Wünsche an mich gerichtet werden, mache ich Burger. Standardmäßig wandert bei mir Senf, Salatblatt, Patty mit Käse Käse, eingelegte Gurkenscheiben und ein paar Zwiebelringe in den Bun. Wenn ich vorher plane, mache ich den auch selbst, ansonsten gibt es mitlterweile ja auch brauchbare Burgerbrötchen zu kaufen. Hin und wieder brauche ich, aber besonders die Gattin und die Sous Chefin, Abwechslung. Also habe ich ihnen ein Burger mit Blauschimmelkäse serviert und dazu noch eine leckere Preiselbeer-Walnuss-Sauce angefertigt. Das Ergebnis könnt ihr hier betrachten.