Mittwoch, 24. Mai 2017

Linguine in trüffliger Schinken-Sahnesauce


Einer der Vorteile, wenn man einen Mieter im Hause wohnen hat, ist, dass man unbeschwert einfach mal einpaar Tage weg kann, ohne Angst zu haben, dass einem in Abwesenheit die Hütte ausgeräumt wird. Also werden wir - die Gattin, die Sous-Chefin und ich, der alte Mann, uns morgen einfach ins Auto setzen und aufs Blaue hinauf an die Küste fahren. Kochen werde ich da nicht, also wird das nächste Lebenszeichen vermutlich aus irgendeinem norddeutschen Fischrestaurant kommen. Weil wir also gerade dabei sind, das Auto mit dem Nötigsten zu bepacken und weil ich durch meine verbrannte Flosse, auch wenn es nur die Linke ist, beeinträchtigt bin, gibt es eine schnelle Pasta mit Schinken und schwarzem Sommertrüffel. 

Dienstag, 23. Mai 2017

Kleine Kunde der Gewürzmischungen


Mittlerweile habe ich schon einige Würzmischungen im Blog. Es gibt auch einen "Tag" der darauf verweist. Aber nachdem wir hier schon eine kleine Salzkunde (Teil II hier), sowie eine kleine Pfeffer- und auch Chilikunde haben, dachte ich mir, auch Gewürze sollten zu ihrem Recht kommen. Hier also in einem Beitrag die essentiellen Mischungen. Die sehen zwar fast alle gleich aus, haben aber alle ihren eigenen Charakter.

Wer Zutaten wie Kreuzkümmel, Koriander, Senfsaat, Chilipulver, Kurkuma, Nelken, Muskat und Piment im Haus hat, kommt schon seht weit, ohne überteuerte Gewürzmischungen zu kaufen, bei denen man zu fünfzig Prozent für den Namen des Herstellers bezahlt.

Montag, 22. Mai 2017

Westafrikanische Hähnchenspieße mit Erdnussmarinade


Ich musste das gute Wetter heute ausnutzen und den Grill anwerfen, um mein Tsire zu testen. Die Wahl viel auf Hähnchenspieße, die ich nach westafrikanischer Art zubereitet habe. Erstaunlich, wie die den indonesischen und thailändischen Sate-Spiessen ähneln. Erdnuss mit Schärfe ist eben eine starke Kombination. Allergiker müssen den Blog jedoch leider heute weiträumig umfahren. 

Tsire - westafrikanische Gewürzmischung


Auf der ewig andauernden Suche nach neuen aufregenden Gewürzmischungen bin ich auf Tsire gestoßen, eine leicht scharfe Angelegenheit auf Erdnussbasis aus dem westafrikanischen Raum. Dort scheint man, ähnlich wie in Indonesien oder Thailand die nussähnliche Hülsenfrucht in Verbindung mit Chili zu lieben. Das ist interessant, denn eigentlich stammt unser arachisischer Schmetterlingsblütler aus den südamerikanischen Anden und hat demnach, genau wie die Chili und vieles mehr, erst mit der "Entdeckung der neuen Welt" Einzug in die Küchen Afrikas, Asiens und Europa gefunden.

Sonntag, 21. Mai 2017

Pasta mit Huhn, Pilzen und Spargel


Normalerweise berichte ich hier ziemlich live aus meiner Küche. Es kann aber mal vorkommen, wenn auch selten, dass ich nicht direkt zum Bloggen komme und am nächsten Tag schon das nächste Rezept darauf wartet, mit der Weltöffentlichkeit geteilt zu werden. Dann verschiebt sich entweder alles um einen Tag, was ich vermeiden möchte, oder aber ich habe dann irgendwann mal einen Pfeil im Köcher, der da eigentlich gar nicht mehr sein sollte. Aber sei es drum, heute kam mir das ganz zupass.

Samstag, 20. Mai 2017

Bierbauch


Keine Angst, ich werde hier keine Nacktbilder von mir posten oder ins anatomische Detail gehen. Eins steht klar, auch wenn ich ruhig ein Kilolein weniger haben könnte, die Gefahr, dass ich einen Bierbauch bekomme ist gering. Der Grund ist einfach, ich trinke nämlich so gut wie nie Bier. So selten, dass ich heute bei der Durchsicht der Bestände sogar einiges wegkippen musste, weil es teilweise schon vor zwei Jahren abgelaufen ist. Ich habe es schon oft gesagt, bei Bier steht der Genusszuwachs im reziproken Verhältnis zur konsumierten Menge. Der erste Schluck - eiskalt - an einem heißen Sommerabend beim Grillen ist groß, ab dann geht es nur noch bergab und man bekommt einen aufgeblähten Bauch und muss ständig pullern. Bei Wein ist das anders, deshalb habe ich lieber einen schönen Roten als ein helles Blondes im Glas. Trotzdem kann man Bier ja auch zum Kochen verwenden und das haben wir ja auch bereits einige Male getan. So auch heute. Und wenn Schweinebauch und Bier nicht zusammenpassen, dann weiß ich es auch nicht.

Freitag, 19. Mai 2017

Kabsa dajaj - saudi-arabischer Reis mit Huhn


Willkommen in Saudi-Arabien, dem Land wo Erdnussöl gewöhnlich ohne "Nuss" geschrieben wird. Arabisch hatten wir hier schon einige Male, dezidiert saudi-arabsich jedoch noch nie. Das wird sich nun ändern. Heute gibt es nämlich ein leckeres Gericht aus dem Land, in dem für eine Teil der Bevölkerung Geld einer der geringeren Problem darstellt und höchstens die Frage belastet "Was mach ich mit all dem Zaster?". Die Rede ist von kabsa dajajMit kabsa werden im arabischen Raum eine Reihe von Reisgerichten beziechnet, dajaj bedeutet so viel wie "Huhn". Der Name ist Programm, denn dies sind die beiden Hauptzutaten. Man kann dies als eine Art saudi-arabisches Nationalgericht betrachten, dass auf keiner Feierlichkeit fehlen darf. Ursprünglich mag es aus dem Jemen stammen, aber das ist ja auch auf der arabischen Halbinsel zu verorten.