Samstag, 20. Februar 2016

Pop Cakes


Die Sous-Chefin hat ihre Leidenschaft fürs Backen entdeckt und beginnt somit die Lücke zu schließen, die ich auf diesem Gebiet bisher so sträflich klaffen lasse. Das muss natürlich unterstützt werden und als der Wunsch an mich herangetragen wurde, Pop Cakes zu backen, bin ich auch gleich los geeilt, um eine spezielle Backform für diese Leckerei der Menge des heimischen Maschinenparks hinzuzufügen. Wenn das so weitergeht, wird hier bald die Stelle als Zeugwart/-wärtin ausgeschrieben.


Pop Cake lässt sich am besten als "Küchlein am Stiel" übersetzen. Im Prinzip ist es nur ein walnuss- bis tischtennisballgroßer, runder Kuchen aus Rührteig, oft mit Schokolade und Streuseln ummantelt. Ein Zutatenbild erspare ich mir also, da wir alle wissen sollten, wie Eier, Butter und Mehl aussehen.

Zunächst schlagen wir 125 Gramm weiche Butter, 80 Gramm Zucker und 20 Gramm echten Vanillezucker fünf Minuten auf höchster Stufe schaumig auf. Echter Vannillezucker ist normaler Zucker, der in einem Schraubglas mit ein paar ausgekratzten Vanilleschoten für ein paar Tage gezogen hat.


Dabei geben wir dann zwei Eier, vorzugsweise ohne die Schale, nacheinander dazu. 


Dann werden 125 Gramm Mehl und ein halber Teelöffel Backpulver untergemengt. Oft liest, man, dass das Mehl gesiebt werden soll. Das ist heutzutage nicht nötig und hat auch entgegen landläufiger Küchenmythen keinerlei Einfluss auf das Backverhalten. Man hat das früher gemacht, weil die Voraussetzungen für hygienische Lagerung nicht gegeben war und man durch Sieben Ungeziefer herausfiltern konnte.  


Die Pop Cake Form fetten - hab ich vergessen. ging aber trotzdem - und die untere Schale mit der Masse füllen. Das geht mit einem Spritzbeutel. Man kann die Masse auch komplett auf das Bleck geben und mit einem Teigspachtel in die Mulden verteilen und überschüssigen Teig einfach abstreifen.  


Obere Form aufsetzen, mit den Klammern fixieren und bei 180° C backen, bis der Teig aufgegangen ist und die Masse, die durch das obere Loch quillt, braun ist. Es darf auch nichts m,ehr an einem Zahnstocher kleben bleiben, der in die Pop Cakes gestochen wird.


Für die Glasur brauchen wir ohnehin im Wasserbad geschmolzene Schokolade. Darin wenden wir die Enden der Pop Cake Stiele. So bleiben sie besser in Küchlein stecken.


Für den ersten Versuch nicht schlecht. So sieht das Ganze aus, wenn es aus dem Ofen kommt. 


Deckel wieder auflegen und Stiele durch das Loch einstecken. Deckel abnehmen, Pop Cakes vorsichtig in der Mulde drehen und abkühlen lassen. Aus der Form nehmen, mit flüssiger Kuvertüre überziehen und mit Streuseln bestreuen.  Erkalten lassen. Das geht ganz gut in Styropor oder in Schüssel mit Zucker gesteckt.  


So sieht das dann im Anschnitt aus. Luftiges Innenleben und knackige Hülle. Nicht schlecht, für den ersten Versuch, oder?
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Flashback



Rezept vom 02.11.14 Hähnchen Kiew

1 Kommentar:

  1. sehr schön, ich habe schon gedacht es wäre geburtstag. dann weiß ich jetzt ja schon, was mir noch blüht. prima, wenn deine tochter auch vom koch- und backvirus befallen ist.

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