Freitag, 6. Februar 2026

Qurut - gepresster Joghurt


Wenn ich sage, heute essen wir asiatisch, denken viel bestimmt: "Ach nö, nicht schon wieder was Chinesisches!" Keine Angst, wir begeben uns heute nach Zentralasien, genauer gesagt nach Tadschikstan und machen Qurut. Das sind kleine Bällchen aus gepresstem Joghurt und die sind in der ganzen Region sehr beliebt. Ich habe das heute im Turboverfahren gemacht, deshalb sind sie jetzt natürlich noch nicht ganz trocken, aber wenn man weiß wie es geht und Zeit hat, sollte das kein Problem sein.


Ich brauche nicht viel, also nehmen ich:
  • 200 g Joghurt
  • 1/2 TL Salz
Idealerweise nimmt man Schaf- oder Ziegenjoghurt, ich habe aber den  griechischen aus Kuhmilch mit 10% Fett genommen.  

Den Joghurt auf ein sauberes Leintuch geben, zum Bündel formen und gut auspressen.



Das Bündel in ein Sieb legen, einen Teller darauf legen und diesen dann beschweren. Ich nehme dazu meinen Granitmörser, der mich mit aller Wahrscheinlichkeit noch überleben wird. Nun pressen wir den Joghurt mindestens sieben Stunden, idealerweise über Nacht.


Dann geben wir nun deutliche trockenere Masse in eine Schüssel und vermengen sie mit dem Salz.


Der Joghurthat nun die Konsistenz von cremigem Schafskäse, so dass wir ihn gut zu kleinen Kugeln formen können. Idealerweise lässt man die dann noch in der Sonne richtig austrocknen. Die extrem protein- und calziumhaltigen Bällchen sind gut haltbar, ideal für die Nomaden, aus deren Kultur dieses Milchprodukt stammt. Qurut wird zum Beispiel als Beigabe in Saucen oder Suppen genutzt. Er wird gerne auch einfach so als Snack genossen. Ich brauche ihn für ein Dressing, aber davon  mehr demnächst.
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Flashback:



Heute vor einem Jahr: Chicken Adobo von den Philippinen

1 Kommentar:

  1. Ich muss mal wieder
    meine Joghurtbombe machen.
    Die geht im Prinzip genau gleich,
    wird nur süss, Nachtisch-fähig.

    Ach Wesfood, jetzt hast aber Arbeit angestossen.

    Yoghurtmaschine anwerfen,
    2 Liter Joghurt machen.
    Dann das Zeug so lange entwässern
    bis es etwa Deine Bilder-Konsistenz hat.

    Der Teil für die Bombe dann mit Sahne und
    den üblichen Zutaten süss machen.
    Mit Obst, was man halt so mag.

    Und dann bleibt ein Rest für den Versuch übrig,
    Dein unaussprechliches Zeug nachzumachen.
    Müsste ja in Richtung fester Ayran gehen, oder?
    Und dann brauch ich Dein Folgerezept für das Dressing :-)

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