Gestern gab es bei uns ganz klassisch weißen Spargel, Salzkartoffeln und braune Butter mit Semmelbröseln. Dazu habe ich ein paar (mehr) Hähnchenschnitzel gemacht, weil ich die gerne am nächsten Tag einfach so im Brötchen esse. Ein paar der weißen Stangen waren (ungekocht) auch noch über, die bekam die Gattin, sehr zu ihrer Freude, dann heute als Spargeltoast. Ich habe mich dabei an einem älteren Rezept auf diesem Blog orientiert, allerdings ein paar Änderungen vorgenommen, die eine Neuveröffentlichung gerechtfertigt. Schauen wir das Ganze also einmal an.
Ich möchte vier Toasts machen, dafür nehme ich:
- 4 dicke Stangen weißen Spargel
- 4 Scheiben Bauernbrot
- Mayonnaise
- 1 Tomate
- 4 Scheiben Schinken
- 4 Scheiben Käse zum Überbacken
- Salz
- Pfeffer
- Butter
Wir bekommen hier sehr guten Nienburger Spargel, der geschmacklich in der oberen Liga mitspielt. Ich hatte hier die sogenannte Hofsortierung, die in diesem Fall mit etwa vier Zentimeter Durchmesser schon ordentlich dick war. Man kann natürlich auch grünen Spargel nehmen, dann braucht man aber mehr davon.
Das Bauernbrot hingegen war eher klein. Natürlich kann man auch richtigen Toast nehmen, aber damit brauche ich der Gattin nicht kommen.
Eine Hollandaise wäre vermutlich klassischer gewesen, aber ich brauchte die Mayonnaise ohnehin für etwas anderes, also habe ich die genommen. Was soll ich sagen? Passt hervorragend und sie ist deutlich hitzestabiler als die holländische Sauce.
Beim Schinken nehmt, was ihr wollt. Ich mag eigentlich nur luftgetrockneten, also hätte ich für mich einen Parma- oder guten Ibericoschinken genommen, aber die Gattin hat es ja bekanntlich nicht so mit Schweinefleisch, also bin ich auf Bresaola umgeschwenkt.
Auch beim Käse habt ihr die freie Wahl. Ich habe Bergkäse genommen, weil er gerade griffbereit dalag. Hauptsache ist, das er gut schmilzt und nicht so stark ist, dass er den Spargelgeschmack überlagert. Das ist übrigens auch mein Problem mit Räucherschinken.

Spargel schälen und auf die gewünschte Art garen. Ich mag ihn gerne sous-vide gegart, weil man so schon etwas Salz, Zucker, Butter und eine Zitronenscheibe mit in den Beutel geben kann. Ihr macht das aber so, wie ihr es gewohnt seid.
Brot antoasten und sofort mit Butter bestreichen. Hier sind nur drei Scheiben zu sehen, weil mehr nicht auf das Toasterrack passten.
Gebuttertes Brot mit dünnen Tomatenscheiben belegen, dann salzen und pfeffern.
Bresaola auf die Tomatenscheiben legen.
Eine Klecks Mayonnaise darauf verstreichen.
Spargel (ohne die Spitzen) darauf platzieren.

Mit Käse belegen und zur Dekoration je eine Spargelspitze dazugeben. Im Ofen bei 180 °C backen, bis der Käse schön geschmolzen ist.
Als Farbtupfer noch etwas gehackte Petersilie darauf und fertig. Rustikaler Spargeltoast mit Bauernbrot und Bresaola. Im Prinzip eine Art Spargel-Bruschetta oder wie ich immer sage: ein leckeres Terrassengericht. Die Holde war begeistert und dann bin ich es auch.
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Flashback:Gestern vor sieben Jahren: Chicken Curry sri-lankisch







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