Jetzt, so kurz vor dem Sommerurlaub 2026, muss nicht mehr viel gekauft werden, wir verbrauchen einfach Vorräte. Im Tiefkühlhäusern des Anwesens waren noch Riesengarnelen und die auf vier Grad mit dezentem Sprühnebel befeuchtete Gemüsevorratshalle quoll über mit Tomaten. Was macht dann also? Ganz klar: Eier in Senfsauce! Ist natürlich Quatsch. Man macht tagiliatelle ai gamberi. Das ist wieder so ein "Terrassengericht", das aus jeder Faser "Urlaub" schreit und auch der Speisekarte eines guten Italieners zur Zierde gereichen würde. Dieses Rezept ist allerdings ein wenig aufwendig und man käme sicher auch einfacher zum Ziel, aber es schmeckt nun mal verdammt lecker und das ist die Hauptsache.
Zunächst machen wir uns einen Garnelenfond. Dazu brauchen wir:
- die Schalen von 800 g Riesengarnelen
- 1 Zwiebel oder zwei Schalotten
- 180 g Kirschtomaten
- ein paar Petersilienstängel
- 80 ml Weißwein
- Olivenöl
- 350 getrocknete Pasta
Es wäre besser, wenn wir noch Garnelenköpfe hätten, geht aber auch so. Kleiner Tip am Rande: Schalen und - wenn vorhanden - Köpfe schmeiße ich nie weg, sondern friere sie für genau solche Zwecke. Heute hatte ich allerdings easyy peel Schalentiere und brauchte auf meinen Vorrat nicht zurückgreifen.
Zwiebeln schälen und fein hacken. Tomaten halbieren.

Zwiebeln in etwas Olivenöl anschwitzen.
Schalen (und Köpfe) dazugeben. Fünf Minuten kräftig anrösten, dann mit dem Weißwein ablöschen und reduzieren lassen.

Tomaten und Petersilie hinzufügen.
Mit einem Liter Wasser auffüllen und eine halbe Stunde köcheln lassen. Den Fond kann man auch in größeren Mengen anfertigen und Portionsweise einfrieren.
Für den Rest:
- 800 g Riesengarnelen
- 1 Knoblauchzehe
- 1 frischer roter Peperoncini
- 250 g Cocktailtomaten
- 80 ml Weißwein
- Petersilie
- Abrieb eine Biozitrone
- Salz
- Pfeffer
- Olivenöl
Peperoncini fein hacken, auf Wunsch vorher entkernen. Knoblauch abziehen, aber ganz lassen. Petersilie fein hacken. Tomaten vierteln.
Peperoncini und Knoblauch in Olivenöl anschwitzen.
Garnelen hinzufügen und bei hoher Hitze eineinhalb Minuten pro Seite anbraten. Man sollte hier schon mal ein bisschen salzen.
Mi Weißwein ablöschen und die Garnelen aus der Pfanne nehmen.
Tomaten hinzufügen und schmoren, bis die meiste Flüssigkeit verdampft ist.
Inzwischen haben wir auch unsere Pasta - hier Tagliatelle - etwas kürzer als al dente gekocht. Das war bei mir nach fünf Minuten der Fall.
Jetzt gießen wir, wie beim Risotto, eine Kelle heißen Schalentierfond - am besten durch ein Haarsieb - an und rühren. Das wiederholen wir, bis die Pasta den gewünschten Gargrat hat und ein leicht cremiger Film sie ummantelt. Mit Salz und Pfeffer abschmecken ...
... und die Garnelen unterheben und wieder warm werden lassen.
Mit gehackter Petersilie und etwas Zitronenabrieb garniert servieren. Lecker, leicht, elegant und besonders die Zitrone gibt den richtigen Kick. Damit holt man sich ein Stück Mittelmeer ins Haus. Feiner wäre es noch mit echten Scampi, aber bekomm die mal hier ...
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Flashback:Heute vor einem Jahr: Veganes Steak - der gnadenlose Selbstversuch













Die Soße, das mach ich mal nach...
AntwortenLöschenDas mit den Schalen klingt gut..