Mittwoch, 2. September 2026

Korean Style Chicken aus dem Backofen


Ich habe es schon oft gesagt, wenn man sich mit  den Aromen der Küche eines Landes oder einer Region auskennt, kann man irgendwann auch kreativ werden und damit herumspielen. Ich war nicht zum Einkaufen gekommen, hatte aber noch ein paar Hähnchenkeulen, die ich loswerden wollte. Mein Plan war eigentlich sie mit einer Standard Paprika-Öl Mischung zu würzen. Dann fiel mein Blick auf einen Becher Gouchujang, eine koreanische Würzpaste (dazu später mehr) und ich dachte mir: "Hm, warum nicht?" Also war die Idee zu diesem Hühnergericht geboren. Normalerweise würde man solche Sachen über heißen Kohlen grillen oder frittieren, ich wollte aber den Backofen nehmen. Die Heißluftfritteuse wäre auch noch eine Option gewesen, aber die steht oben in der Hauptküche, während das Leben sich momentan noch unten in "Sommerküche" und Garten abspielt.


  • 4 Hähnchenschenkel 
  • 2 EL koreanische Sojasauce
  • 1 EL Gouchujang
  • 2 EL koreanische Sirup
  • 1 TL Gouchugaru (oder nach Belieben)
  • 2 EL Sesamöl
  • Sesamkörner
Statt Hähnchenschenkel kann auch Flügel nehmen. Da schmeckt auch mit Scheiben vom Schweinebauch, Rippchen oder ähnlichem.

Koreanische Sojasauce bekommt man im Asiamarkt. Ihr könnt natürlich auch jede andere nehmen.

Gouchujang ist eine fermentierte, rote Chilipaste aus Korea. Sie ist nicht übertrieben scharf, hat aber viel Umami. Man bekommt sie im Asiamarkt, aber auch in manchen Supermärkten.

Koreanischer Sirup wird meist aus Reis oder Mais hergestellt. Man bekommt ihn im Supermarkt. Alternativ nimmt man Honig, Agaven-Dicksaft, Ahornsirup, Barsirup (Rohrzucker) oder ganz schnöde normalen Zucker.

Gouchugaru sind rote Chiliflocken. Sie sind vergleichsweise mild und können mit türkischem Pul Biber verglichen werden.


Marinadezutaten vermengen und abschmecken. Es sollte süßlich sein und eine angenehme Schärfe, so wie geschmackliche Tiefe habe.


Schenkel am Gelenk trennen, zwei, drei tiefe Einschnitte machen ins Fleisch machen, damit die Marinade besser eindringen kann.


Fleisch gründlich mit der Marinade vermischen. Mindestens eine halbe Stunde, besser noch über Nacht im Kühlschrank ziehen lassen. Dann im Backofen bei 180 °C für etwa eine halbe Stunde backen lassen. Die genaue Zeit lässt sich nicht sagen, weil das von Gewicht und Größe der Teile abhängt. Wichtig ist nur, dass beim Anstechen a der dicksten Stelle klarer Saft austritt. Besser ist es, die Temperatur mit einem Fleischthermometer zu messen. Wir wollen hier 75 °C bis 80 °C haben.


Mit Sesamkörnern bestreut servieren. Jetzt darf geknabbert werden. Das Huhn ist zart, hat eine dezente Schärfe, die wunderbar von der  Süße aufgefangen wird. Dazu passt ein Gurkensalat mit Sesamöl-Dressing und natürlich Kimchi. Mache ich wieder, dann aber auf dem Grill. Ich freue mich jetzt schon.
____
Flashback:



Gestern vor zehn Jahren: Mozzarella-Sticks

Keine Kommentare:

Kommentar veröffentlichen