Freitag, 3. Juli 2015

Geburtstagsgrillen


Es ist ja paradox, wie Dieter Nuhr schon einmal anmerkte: sobald die Temperaturen über 30°C steigen, macht der Deutsche erst einmal ein Feuer an. So auch ich. Es gab nämlich gestern zum Geburtstag der Kleinen nicht nur Kuchen, gegrillt wurde auch. Und morgen,wieder, denn dann kommen ihre Freundinnen und Freunde zum Feiern. Aber der Reihe nach. Ich selbst bin ja nicht so der Bratwurstfreund. Persönlich grille ich gerne Steaks, vorzugsweise vom Rind natürlich, Nacken vom Schwein geht aber auch. Hier versuche ich zu variieren und immer wieder neue Gewürze oder Marinaden auszuprobieren. Diesmal entstand eine leicht asiatisch angehauchte, tomatige Marinade, die ich sicherlich nicht das letzte Mal angerührt habe.


Hier die Schweinerei auf einen Blick. Neben den bereits erwähnten Steaks haben wir hier noch welche mit einer Currymarinade, des Weiteren Bauchfleisch und Gemüse mit Dry Rub, letzteres zusätzlich noch mit etwas Öl. Außerdem gab es noch Spareribs in einer Kräutermarinade.


Für die acht Nackensteaks habe ich verwendet:
  • 3 Knoblauchzehen
  • 1 walnussgroßes Stück Ingwer
  • 3 EL Ahornsirup
  • 3 EL Apfelessig
  • 2 EL helle chinesische oder japanische Sojasauce
  • 2 EL Tomatenmark
  • 2 TL Kreuzkümmel
  • 1/2 TL Cayennepfefer
  • 2 TL getrockneten Oregano
  • 1 EL Sesamöl
  • Salz
  • Pfeffer
  • Zucker

Knoblauch und Inger schälen und fein reiben. Mit den anderen Zutaten vermischen und abschmecken. Das ganze sollte leicht süß-sauer schmecken, mit einer dezenten Schärfe und einem Touch Sesam. Das Fleisch sollte jetzt mindestens eine Stunde marinieren. Nach Wunsch kam man noch einen Schuss chinesischen Reiswein oder Sake dazu geben. Die Marinade passt übrigens auch sehr gut zu Geflügel. Für den Kindergeburtstag morgen habe ich in einer ähnlichen Mischung Hähnchenflügel und Schenkel eingelegt. 


Die Currymarinade ist einfach. Hierzu verrühre ich einfach ein bis zwei Teelöffel Currypulver mit Öl, einem Teelöffel Senf, etwas Zucker, Salz, Pfeffer, ein paar Spritzern Zitronensaft und einem Esslöffel dunkler Sojasauce.


Für die Kräuterrippchen habe ich den Garten geplündert. Rosmarin, Thymian, Oregano, Salbei, Minze und Estragon wurden von den groben Stielen befreit und mit Salz, Pfeffer, Zitronensaft, Knoblauch und Olivenöl in der Küchenmaschine zu einer schöne Paste verarbeitet.  


Da mir die Kräuter bei direkter Hitze verbrennen würden, habe ich die Rippchen erst einmal bei moderater Hitze in Folie gegrillt und erst zum Schluß, als sie schon gar waren, noch einmal bei direkter Hitze etwas Farbe nehmen lassen. Der Geschmack war schön intensiv, insbesondere der Estragon hat mich in dieser Kombination überzeugt. Durch das Garen in Folie ist das Fleisch auch schön zart geworden. 


Brot darf natürlich auch nicht fehlen. In der Vorgehensweise habe ich mich wieder einmal an dieses wunderbare Rezept gehalten. Ich habe nur das Dinkelmehl durch die entsprechende Menge Weizenmehl (Type 550) ersetzt und statt Roggenmehl dunkles Weizenmehl (Type 1050) verwendet. Für unsere österreichischen Freunde sind das die Typen W700 und W1700.


Brot backen ist eine Frage der Geduld. Eine ausreichende Teigruhe ist wichtig. Die Tuchfalten zwischen den Laiben verhindern ein zusammenkleben beim Gehen.


Das Resultat: gute Kruste und eine luftige, aber aromatische Krume mit schöner Porung.


Hier noch einmal die Rippchen mit Brot. Als weitere Beilagen gab es Kartoffel- und Bauernsalat, sowie Kräuterbutter

Kommentare:

  1. Bin durch Zufall auf deinen Blog gestoßen. .. Ganz ganz toll!

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    1. Danke und weiterhin viel Spaß hier. Kommentare, Kritik und Anregungen sind immer willkommen. Einfach nur lesen geht natürlich auch.

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