Mittwoch, 1. Juli 2015

Mezzelune und Marubini


Wir bleiben unserem "gefüllte Pasta-Thema" von gestern treu und machen heute zwei aus Norditalien stammende Arten, die hierzulande weniger bekannt sind und kaum auf Speisekarten typischer italienischer Restaurants zu finden sind. Zum einen haben wir eine runde Pasta, die anolini oder marubini. Normalerweise werden diese mit einer Fleischfüllung versehen, ich habe hier aber eine Spinat-Ricotta Mischung verwendet. Die andere Sorte sind mezzelune, halbmondförmige Pasta (mezzeluna = Halbmond), hier ebenfalls mit Spinat-Ricotta gefüllt. Die Pastarisierung des Abendlandes, sozusagen



Die Füllung machen wir heute ganz einfach:
  • 1 Becher Ricotta (250 g)
  • 1 Handvoll frischer Spinat
  • 3 Löffel Parmesan (fehlt auf dem Bild)
  • Schuss Zitronesaft
  • Salz
  • Pfeffer
  • Muskat
Außerdem natürlich:

Spinat waschen und, wenn nötig, von groben Stielen befreien. Klein hacken und mit dem Ricotta und geriebenem Parmesan vermischen. 


Nun schmecken wir mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat ab. Ein Ei brauchen wir nicht, der Käse gibt genug Bindung. Die Füllung wird außerdem so viel luftiger.  


Für die mezzelune rollen wir den Teig zu dünnen Bahnen und stechen mit einem Wasserglas runde Stücke aus.


Auf jedes geben wir nun ein wenig Füllung, ...


... schlagen eine Seite über und falten so Halbkreise. Die Ränder werden schön fest angedrückt, dabei sehen wir zu, dass keine Luft in der Pasta eingeschlossen bleibt.


Hier kann man vorsichtig mit einer Gabel arbeiten, ohne natürlich in die Pasta zu stechen. Das sieht zum einen hübsch aus, zum anderen verschließt es die Ränder ordentlich.


Für die zweite Pasta rollen wir ebenfalls eine lang Bahn dünn aus und belegen eine Hälfte mit walnussgroßen Portionen Füllung.


Dann schlagen wir die andere Hälfte einmal komplett übe nd drücken schön alle Luft zwischen den "Füllungskissen" heraus.


Die gefüllten Kissen werden dann ebenfalls mit einem runden Trinkglas oder ähnlichem ausgestochen. Dabei passen wir natürlich auf, das ein schmaler Rand um die Füllung bleibt und alles gut verschlossen ist. Notfalls muss man hier mit den Fingern etwas nachhelfen und die Ränder fest zusammendrücken.

Grundsätzlich muss man beim Befüllen von frischem Nudelteig zügig arbeiten, damit nichts antrocknet.


Bis unser Nudelwasser kocht, darf die Pasta nun etwas bemehlt ruhen.


Die Pasta wird nun in ausreichend Salzwasser gegart. Auch hier gilt wieder: was von selbst oben schwimm, ist gar.


Wir brauchen hier keine Sauce, sondern schmelzen einfach etwas leicht gesalzenen Butter in einer Pfanne, kurz bevor die Pasta ins Wasser kommt. Ist diese gar, wird sie mit einer Siebkelle sofort aus dem Wasser geholt, kurz abgetropft und einfach in der zerlassenen Butter geschwenkt. 


Besonders fein schmeckt es, wenn man ein wenig frischen Salbei, grob geschnitten zur Butter gibt. 


Pasta und Butter dürfen ruhig auch etwas Farbe annehmen.


Eine mezzeluna im Anschnitt. Das Verhältnis von Teig, Dicke des selben und Füllung ist hier nahezu perfekt. Serviert mit frisch geriebenem Parmesan ein Traum.

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