Sonntag, 8. Februar 2026

Qurutob - Brotsalat aus Tadschikistan


In meinem Bestreben, mich einmal um die ganze Welt zu kochen, bin ich diesmal im zentralasiatischen Tadschikistan gelandet und habe Qurutob (Қурутоб), eine Art Brotsalat, der dort als Nationalgericht gilt, ausprobiert. Wie der Name schon andeutet, brauche ich dafür die Qurut ((Қурут), die ich gestern angefertigt habe. Sie sind die Grundlage des Dressings. Qurutob ist ein schönes Gemeinschaftsessen, das besonders gerne an warmen Sommertagen mit der Hand genossen wird.


Ich brauche:
  • Qurut
  • Fladenbrot
  • 1 Bund Dill
  • 1 Bund glatte Petersilie
  • 1 Bund Koriander
  • 1 Gurke
  • 3 Tomaten
  • 2 Zwiebeln
  • 200g Walnüsse
  • Salz
  • 4 EL Öl
Wenn man keinen Qurut hat´, nimmt man einfach vier Esslöffel Joghurt und streicht die mit ausreichend Salz in derselben Menge heißem Wasser glatt.

Das klassische Fladenbrot für Qurutob heißt Fatir. Ich habe hier das gängige Fladenbrot vom türkischen Bäcker genommen.

In Tadschikistan nimmt man scheinbar gerne Mohnöl, ich habe Sonnenblumenöl verwendet.  
 

Walnüsse grob zerhacken. Ich packe sie in einen Beutel und haue sie mit dem Nudelholz platt. 


Zwiebeln schälen und in feine Halbringe schneiden. Tomaten und Gurken ebenfalls in Stücke schneiden. Kräuter hacken, das Brot knusprig toasten.


Qurut in hundert Milliliter warmes Wasser legen und vorsichtig darin bewegen. Der dadurch ausgewaschene Joghurt bildet unser Dressing. Die Flüssigkeit sollte salzig schmecken, das hängt aber davon ab, wie stark unser Qurut gesalzen war. Notfalls muss man hier nachjustieren.   


Jetzt geht es ans Schichten. Wir geben die Walnüsse zum Joghurtwasser, pflücken das  Brot auseinander und geben es ebenfalls hinzu Dann folgt ein Drittel der Kräuter, je die Hälfte der Tomaten und Gurke und die Zwiebeln. 


Jetzt erhitzen wir vier Esslöffel Öl und geben ein paar Zwiebelstücke hinein. Wenn das Öl brodelt, gießen wir es über den Salat. Dann folgt ein weiteres Drittel der Kräuter und der Rest der Tomaten und Gurke. Darauf das letzte Drittel Kräuter und fertig. 


Zum Garnieren kann man noch eingelegte Peperoni dazugeben. Das Resultat ist ein leckerer und erfrischender Salat, der eigentlich besser in die warme Jahreszeit passt. Ich werde ihn sicher auch mal zum Grillen reichen. 
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Flashback:



Heute vor vier Jahren:Okonomiyaki (Osaka Style)

3 Kommentare:

  1. Schlicht, hübsch und mit dem Qurut und dem heißen Öl sicherlich arg lecker...das gefällt mir echt sehr gut;
    wenn doch nur schon Frühling wäre... Das ist ein perfektes Sommergericht und klaro perfekt beim Grillen.
    Aber scheiss drauf, ich mach mir das bald mal gegen den Winterblues...

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    1. Das ist die richtige Einstellung.

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    2. Find ich auch. Aber sag mal, wie hat dir denn nun dieser Qurut geschmeckt?
      Ich hab ne Zeitlang gerne so indischen Paneer - Frischkäse gemacht und das total gerne gemocht weil ich Dhal
      gerne esse, aber das kommt nur noch selten vor. Diese Yoghurtgeschichte ist ja zu simpel um das nicht
      mal auszutesten und dass das dann noch ein wenig getrocknet gut sein wird kann ich mir vorstellen

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