Für das heutige Rezept muss ich etwas ausholen. Neulich gab es bei uns auf Wunsch der Familie - die Sous-Chefin war zu Besuch - Königsberger Klopse. Die habe ich früher immer aus Schweine- und Rinderhack im Verhältnis von 1:1 gemacht. Wenn vernünftige Ware vorhanden, habe ich statt Schwein auch gerne selbst gewolftes Kalbsfleisch verwendet. Das wäre auch jetzt meine erste Wahl gewesen, da die Gattin kein Borstenvieh essen mag. Da es mir aber nur mit Rind oft zu trocken wird, habe ich stattdessen entbeinte Hähnchenoberkeulen, auch als polo fino bekannt, durch den Fleischwolf gejagt Damit das dann nicht fettig wird, habe ich die Haut vorher entfernt. Die dann einfach wegzuwerfen, fand ich zu schade, also habe ich mir überlegt, dass man sie als Einlage für Bratreis nehmen könnte. Das Ergebnis war eins der leckersten Bratreisgerichte, die ich je zubereitet habe.
- Hähnchenhaut von Oberschenkeln
- 1 Schüssel gekochten Reis vom Vortag
- 1 Knolle Monoknoblauch oder zwei Zehen
- 1/2 ELSichuanpfefferkörner
- 3 cm Ingwer
- 2 Frühlingszwiebeln
- 1 EL Chlili-Bohnenpaste (Douban Jiang)
- 1 EL chionesischer Reiswein (Shaoxing)
- 1 EL dunkle chinesische Sojasauce
- Salz
- weißer Pfeffer
- Öl
Knoblauch und Ingwer schälen, dann fein hacken. Frühlingszwiebeln in Ringe schneiden, weiße und grüne Teile dabei trennen. Hänchenhaut in vier, fünf Stücke zerteilen.
Sichuanpfeffer trocken anrösten, bis er duftet.
Im Mörser oder der Küchenmaschine fein mahlen.
Hähnchenhaut in etwas Öl knusprig anbraten.
Doban Jiang hnzufügen und mit braten.
Färbt sich das Öl rot, Knoblauch, Ingwer und weiße Frühlingszwiebelteile hinzufügen.
Reis in den Wok geben und unter ständigem Rühren braten. Klumpen dabei zerteilen. Reiswein vom Rand her angießen, Sojasauce unterrühren und mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Mit grünen Frühlingszwiebelteilen garniert servieren. Das ist schnell, einfach, und voller Geschmack. Schmeckt mir sogar besser, als mit Hähnchenbruststücken. Unbedingt probieren!
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Flashback:
Heute vor drei Jahren: The Best of October 2023









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