
Ich habe oft Reis vom Vortag über und der will dann verwertet werden, so auch heute. Ich liebe ja Bratreis und normalerweise läuft es dann auch auf so was hinaus, aber diesmal wollte ich mal etwas anderes probieren. Plötzlich hatte ich dann irgendwie das Bild einer "Reistorte" im Kopf und dachte mir: Jau, machst du halt mal so eine Art Frittata oder Tortilla, aber nicht, wie sonst, mit Kartoffeln, sondern eben mit Reis. Das ist günstig, schmeckt sicher lecker, ist schnell gemacht, sättigt, man muss keine Lebensmittel wegschmeißen und die Reste der Resteverwertung (ein ewiger Kreislauf) schmecken auch noch morgen kalkt.. Also rann die große Pfanne und losgelegt.
Ich könnte schwören, ich hätte ein Zutatenbild gemacht, aber das ist scheinbar durch einen Riss im Zeit-Raum-Kontinuum in einem Parallelunviversum gelandet, also müsst ihr mir jetzt einfach glauben. Liste der Zutaten für ein 30-Zentimeterpfanne:
- 8 Eier
- 1 Müslischale gekochten Reis vom Vortag
- 1 Stück Lauch
- 1 Tasse Erbsen (TK)
- 9 Cocktailtomaten
- 1 Handvoll geraspelten Käse
- etwas glatten Petersilie
- 3 Zweige Thymian
- Salz
- Pfeffer
- Olivenöl
Eier aufschlagen (ohne Schale natürlich), Cocktailtomaten halbieren, Thymian blätter von Zweigen streifen, Petersilie grob hacken. Diese Zutaten mit etwas vom Käse gut vermischen und kräftig mit Salz und Pfeffer abschmecken.
Lauch in feine Ringe schneiden.
Lauch nun in Olivenöl anschwitzen.

Deckel auflegen und bei mäßiger Hitze fünf Minuten stocken lassen.
Einen großen Teller oder ähnliches - ich nehme einen Pizzateller, der ist etwas breiter als die Pfanne - auflegen und die Pfanne umdrehen.
Die Frittata zurück in die Pfanne gleiten lassen.
Wieder auf einen Teller gleiten lassen - diesmal muss nicht "gestürzt" werden - und noch etwas gehackte Petersilie fürs Auge darüber rieseln.
Dazu passte ein knackiger Salat, den wir mit einer Mischung aus:
- 1 EL Senf
- 1 EL Honig
- 4 EL Olivenöl
- 2 EL Zitronensaft
- Salz
- Pfeffer
anmachen. Die Frittatastücke in dieses Dressing dippen ist dann Next Level. Das harmoniert so richtig gut zusammen. Ich könnte mir das hier auch auf einem tiefen Backblech im Ofen gegart zubereitet. Das kann man dann in Quadrate oder Streifen schneiden (vielleicht den Reis an den Schnittstellen noch mal kräftig anbraten) und bei Feiern als Fingerfood reichen.
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Flashback:Heute vor einem Jahr: Saté Maranggi - indonesische Rindfleischspieße










Gerade heute habe ich eine Podcastfolge über Paella gehört, was mit deinem Gericht natürlich nix zu tun hat, außer, dass in beiden Reis drin ist. Aber ich finde es eine schöne Idee. Und die Überschrift verspricht auch noch, dass man davon richtig fit wird ... von der Fittata. ;-) Oder ist es die sportliche Eleganz nach dem 11.11.? Fit-Tata! (kommt richtig ausgesprochen akustisch besser als schriftlich)
AntwortenLöschenDanke für den Hinweis. Da kann man zehnmal drüberlesen (mache ich mttlerweile) und trotzdem ist da noch immer was.
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