Sonntag, 20. September 2026

Senf schnell gemacht


Ich hatte ja bereits im Ketchup-Beitrag davon erzählt, welche Problematik durch eine Sorbitunverträglichkeit - die anders als Allergien weder therapierbar noch medikamentös in den Griff zu bekommen ist (Ursache ist, dass der Dünndarm einige Zuckeralkohole nicht verstoffwechseln kann und das führt zu üblen Bauchschmerzen) - mit sich führt. Senf ist da auch ein heißer Kandidat, denn er enthält ebenfalls Branntweinessig aus Trauben. Also muss ich den auch selbst machen und verträglichen Reisessig nehmen. Das ist aber alles - man ahnt es schon - kein Hexenwerk.


  • 100 g gelbes Senfmehl
  • 170 g Reisessig
  • 1/ TL Salz
  • Prise Zucker
Reisessig ist ziemlich mild, deshalb verdünne ich ihn nicht. Bei Traubenessig würde ich 75 Milliliter davon durch Wasser ersetzen.


Alle Zutaten verrühren. Der Senf sollte jetzt noch zu flüssig erscheinen, aber keine Angst, das Senfmehl quillt noch auf und das Ganze zieht an. Es kann sogar gut sein, dass man nach einer halben Stunde noch etwas mehr Flüssigkeit unterrühren muss. 


Wenn man den Senf jetzt probiert, wird er scharf sein, in etwa so wie Dijonsenf. Lässt man ihn in ein sauberes Schraubglas (vorher mit kochendem, Wasser auspülen) gefüllt ein paar Tage im Kühlschrank ziehen, wird er etwas milder. Varianten: Ganze gelbe und schwarze Senfkörner (gibt es im Asiamarkt) kurz in Wasser oder Esisg aufkochen, abtropfen lassen und unterrühren. Für eine süßen Senf mit Zucker oder Honig vermischen. Fein gehackter Estragon (gefriergetrockneter wäre optimal) sorgt für eine schöne Note. Um ein sattes Gelb zu bekommen, gibt man etwas Kurkuma dazu. Der Möglichkeiten gibt es viele.
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Flashback:



Heute vor sieben Jahren: Nam Jim Gai - Thai Sweet Chili Sauce

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