Ich esse gerne Sandwiches, bin es aber leid, diese pappigen "American Sandwich" Brote aus der Tüte zu kaufen, die vor lauter Emulgatoren, obskurer Pflanzenfette, Aromen, Säureregulatoren und Ähnlichem nur so strotzen. Ich kann kein abgeschlossenes Chemiestudium vorweisen, das Fach habe ich damals bereits nach dem elften Jahrgang abgewählt, aber ich habe trotzdem genug Ahnung vom Backen, dass ich weiß, dass diese Dinge in Brot nichts zu suchen haben. Hier kommt die Alternative: ein selbstgebackenes sehr mildes und weiches Weißbrot, dass sich hervorragend für Sandwiches eignet und darüber hinaus auch gute Toasteigenschaften hat.
Sonntag, 6. Dezember 2015
Blumenkohl-Brokkoli-Kartoffel Auflauf
Die Gattin kann momentan kein Fleisch mehr auf dem Teller sehen. Sie wünschte sich gestern etwas vegetarisches, vorzugsweise mit Blumenkohl. Der Wunsch ist mir Befehl, also zog ich schwerbewaffnet aus, um ein paar frische Gemüse zu erlegen. Für Brokkoli nehmen wir am besten Kaliber 5,6 x 50R oder 5,6 x
50, bei Blumenkohl hingegen müssen wir schon mal zu 8 x 57 oder 9,3 x 62 greifen. Aber Obacht, der Schuss muss sitzen! Nichts ist gefährlicher, als ein angeschossener Kohlkopf im Testosteronrausch.
Give me another chance: Topinambursuppe
Wenn es einen Charakterzug gibt, der mir völlig fremd ist, dann ist es nachtragend zu sein. Kenn ich nicht, kann ich nicht, will ich nicht. Bei mir bekommt jeder eine zweite, dritte oder vierzigste Chance, solange ich das Gefühl habe, es ist ehrlich gemeint. Damit bin ich bisher immer gut gefahren, denn ich meine auch über ausreichend Menschenkenntnis zu verfügen, um zu erkennen, ob etwas Ernst gemeint ist oder nicht. Wenn nicht, heißt es "zurück auf Start and try again".
Samstag, 5. Dezember 2015
Aus Jugend und Kindheit (Teil X): goldige Sellerienuggets
Im Zeitalter der schnellen Internetsuche ist das Blättern in Kochbüchern fast zu einem vergessenen Vorgang geworden. Schade eigentlich, obwohl auch ich einige Staubfänger im Kochebuchregal stehen habe, die ich nie aufschlage. Dennoch gibt es gute, die ich gerne durchblättere um mich inspirieren zu lassen. Besonders "ältere" Bücher gefallen mir, denn es gibt so manchen zu Unrecht der Vergessenheit anheim gefallenen Klassiker, der es verdient, auch im 21. Jahrhundert, vielleicht etwas modernisiert, wieder auf unseren Tellern zu landen.
Freitag, 4. Dezember 2015
Fruchtiges Curryhühnchen
Aus Gründen, die sich meiner Erkenntnis entziehen sind die fruchtigen Curryhuhnspieße vom August dieses Jahres mein bisher erfolgreichstes Rezept. Curryhuhn hatten wir auch schon mal in der Version meiner Mutter. Heute gibt es eine karibisch angehauchte Version, die natürlich nicht authentisch ist. Ich habe sie mir in den Anfangstagen meines Daseins als Hobbykoch so zusammengestückelt, vermutlich durch verschiedenen Kochbücher inspiriert. Wenn ich Clemens Wilmenrod wäre, hätte ich es vermutlich "Karibisches Piratenhuhn" oder "Jamaikanischer Hochzeits-Schmaus" genannt. Ich bin da bescheidener, fruchtiges Curryhünchen reicht völlig. Ich werde mir aber auch kein Messer auf die Brust setzen und damit drohen, dass das blitzende Ding in mein armes Herz hineinfahren wird, sollte jemand auf der Kruste dieses Planeten schon mal ein fruchtiges Curryhühnchen gesehen oder gar gegessen haben.
Donnerstag, 3. Dezember 2015
Pizza Parigina alla Napoletana
Hähnchensalat mit Ananas und Rosinen
Der Dezember hat begonnen und so langsam muss ich mir Gedanken zum Heiligabend Büffet machen, das für neun Esser reichen muss. Wir haben uns dieses Jahr wieder für ein "Retro-Motto" entschieden. Ragout Fin vom Huhn steht schon fest, ein paar andere Kleinigkeiten fehlen noch. Eine Suppe und Braten, zum Beispiel. Ein Geflügelsalat oder Krabbencocktail machen sich ja auch immer gut. Da ich gerade gekochtes Hühnerfleisch übrig habe - ich brauchte etwas Geflügelfond für später - habe ich einfach ein wenig experimentiert. Herausgekommen ist ein fruchtig-süßer Salat, der es tatsächlich auf das Büffet schaffen könnte.
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