Dienstag, 20. Dezember 2016

Song Hong in Herford


Gestern stand ein weiterer Auftritt der Schulband mit mir am Mikrofon an, dieses Mal anlässlich unserer Weihnachtsgala. Neben uns gab es da noch viele andere sehens- und natürlich auch hörenswerte Musik-, Tanz und Theaterbeiträge aus Unterricht oder Projekten. Ein recht kreativer und rundum gelungener Abend, auf den alle Beteiligten zu Recht stolz sein dürfen. 

Da ich den Tag über in Herford geblieben bin und abends auch erst gegen zehn Uhr zu Hause war, musste natürlich irgendwann etwas zu Essen her. Mir war den ganzen Tag schon recht kalt und ich gierte förmlich nach einer warmen Suppe, deshalb bin ich diesmal in einem chinesischen Imbiss/Restaurant in Schulnähe gelandet, dem Song Hong in der Salzuflerstraße.

Sonntag, 18. Dezember 2016

Hähnchen-Gemüseauflauf


Heute gibt es kein typisches Sonntagsessen, aber manchmal entscheidet der Zufall. Eigentlich wollte die Sous-Chefin heute für uns kochen und es sollte einen Gemüseauflauf geben. Aus verschiedenen Gründen ging das dann aber doch nicht und so stand ich abends mit einem Haufen Gemüse und ohne Plan in der Küche. Also habe ich einfach drauf losgekocht, deshalb auch kein Zutatenfoto.

Samstag, 17. Dezember 2016

Crêpe Suzette


Es gehört ja mittlerweile zum Allgemeinwissen eines jeden Bildungsbürgers, dass Herr Westerhausen kein Nachtischesser ist. Wenn es hier also dennoch Süßes geben soll, muss einen guten Grund dafür geben. Ein Klassiker der französischen haute cuisine zu sein, zählt dazu. Man könnte einfach von Pfannkuchen mit Orangensauce sprechen, aber das wäre Ketzerei. Richtige Crêpes (Crepes) haben mit den grobschlächtigen Pfannkuchen hierzulande soviel gemeinsam, wie Lippizaner mit Ackergäulen oder Ballettänzer mit Bierzeltschunklern. Gleichmäßig hauchdünn müssen sie sein und das ist in einer Pfanne oft schwer zu erreichen.

Freitag, 16. Dezember 2016

Cosmopolitan


Hoch die Hände, Wochenende! Heute mal ganz kurz und knapp ein feucht-fröhliches Statement zum Weltbürgertum ohne Grenzen: der Cosmopolitan. Erstmals erwähnt in den Dreißiger Jahren des letzten Jahrhunderts (das klingt immer irgendwie komisch), gelangte er jedoch erst zur Yuppie-Zeit in den Neunzigern zu Weltruhm. Hier die Basisversion, die durch dezente Süße, feine Säure und eine leicht bittere Note besticht.

Donnerstag, 15. Dezember 2016

Restaurant Yol in Herford


Heute war ein Sinatra Tag. Hat mich etwa einer zum Mond geflogen? Habe ich einen weiblichen Tramp getroffen? War ich in New York? Nein. Ich hatte nur keine Zeit. Hä? Spricht der alte Mann im Fieber oder baut er gerade wieder das Fundament für einen gnadenlosen Kalauer? Vermutlich Letzteres, aber scheuen wir mal. (Eigentlich sollte es "schauen" heißen, aber ich bin zu faul, nach dem TippEx zu suchen.)

Dienstag, 13. Dezember 2016

Graupenrisotto


Wenn mein Vater, direkt nach dem Krieg ins zerbombte Hamburg geboren, von der Schule nach Hause kam und sah, dass seine Mutter "große Wäsche" machte, wusste er, es war Zeit, ohne Umwege sofort bei Onkel und Tante um Asyl zu bitten. Waschmaschine hatte man damals noch nicht und die Reinigung von Tuch und Kleidung war mit mühseliger Handarbeit verbunden. Zum Kochen blieb da so gut wie keine Zeit, also gab es etwas, dass man ganz unkompliziert den Tag über seinem Schicksal auf dem Herd alleine überlassen konnte. Graupensuppe zum Beispiel. Durch die Erzählungen meines Vaters waren Graupen für mich immer das personifizierte Böse und ich habe mein Leben lang das geschliffene Gerstenkorn nicht mit der Kneifzange angefasst. 

Die Graupe ist mittlerweile gesellschaftsfähig geworden und auch in der feinen Küche angekommen, aber ich musste über 46 Jahre alt werden, um einmal mehr zu erkennen, dass man sich immer ein eigenes Bild machen muss. Heute hat die Graupe Einzug in mein Leben gefunden und ich bin überaus dankbar, dass dies, wenn auch spät, überhaupt geschehen ist. Mein Vater, der sonst eigentlich alles isst, mag sie heute noch nicht, aber vielleicht kann ich ihn ja irgendwann einmal überzeugen.

Hackbällchen Bella Italia


Ich erlaube mir hier einmal einen "Clemens Wilmerod" und schwadroniere hier mal von "Hackbällchen Bella Italia". Hätte ich "Florenzianische Fleischpraline", Calabrische Knabberkugel" oder "Piemonteser Prachtboulette" nennen können, ich wollte aber auch nicht zu dick auftragen. Die Würzung ist jedenfalls italienisch inspiriert und polpette, wie Hackfleischbällchen im Stiefelland heißen, sind dort ebenso beliebt, wie Frikadellen hierzulande.