Freitag, 1. Juni 2018

Ali di pollo al forno - Hähnchenflügel aus dem Ofen


Das war wieder einer dieser Tage, die meinem Kreislauf gar nicht gefallen und heute Morgen hätte es mich fast von den Füßen geholt. Irgendwie ist hier auch von der nahen Bundesstraße ständiges Sirenengeheule zu vernehmen. Insofern will ich hoffen, dass ihr alle senkrecht geblieben seid und auch bleibt. Gegen Nachmittag ging es mir dann besser und es stellten sich Hungerfühle ein. Die Gattin wünschte sich Steinpilz-Risotto, mit war aber auch der Sinn nach etwas pikantem, jedoch nicht zu schweren. Ich hatte vom Grillen noch Chicken Wings über und überlegte, ob man die nicht mal irgendwie "italienisch" zubereiten könnte. Wie das so ist, man hat hier und da schon mal Rezepte gesehen, erinnert sich vage und versucht dann unter Zuhilfenahme der eigenen Erfahrung irgendetwas sinnvolles zusammenszustellen. Hier war die Sache recht einfach, denn bei den Aromaten handelt es sich um die üblichen Verdächtigen. Da kann man nicht viel verkehrt machen.  


Ich benutze hier meine Cazuela, eine Art Tonpfanne aus Spanien. Ähnliches wird man vermutlich auch in Italien kennen. Ein tiefes Backblech oder eine Ofenform gehen natürlich auch. In meine Cazuela passen genau zwölf Flügel nebeneinander, also ist das Rezept auch auf diese Menge ausgelegt.
  • 12 Hähnchenflügel (ohne Spitze)
  • 4 Knoblauchzehen
  • 3 Oreganozweige
  • 3 Rosmarinszweige
  • 6 Salbeiblätter
  • 4 Lorbeerblätter
  • 1/2 Zitrone
  • 2 getrocknete Peperoncini
  • 50 ml Masala 
  • Salz
  • Pfeffer
  • Olivenöl
  • Parmesan

Hähnchen mit den Kräutern und den angedrückten Knoblauchzehen in einer Schicht in die Form geben. Zitronensaft darüberpressen, Schalen grob stückeln und hinzufügen. Masala und Olivenöl angießen, salzen und pfeffern. Eine halbe Stunde marinieren lassen.


Dabei kann man die Pfanne gleich vorschriftsmäßig wässern, man muss nur aufpassen, dass das kühle Nass nicht ins Essen schwappt.


Für fünfundzwanzig Minuten bei 180° C in den heißen Ofen geben. Zwischendurch mal mit dem sich sammelnden Sud bepinseln. Danach noch weitere fünfzehn Minuten mit Oberhitze im oberen Drittel des Ofens goldbraun werden lassen. Aufpassen, dass nichts verbrennt.


Das (oder richtiger: der) Risotto ist auch in Arbeit.



Sind die Stücke gar und schön gebräunt, Form aus dem Ofen nehmen und sofort Parmesan darüberreiben.


Der Risotto als primi piatto (erster Hauptgang).


Knusprige, innen aber zarte Hähnchenflügel, schön aromatisch, mit dem zitronigen Sud als Dip - dazu Risotto, einfach himmlisch. Was braucht man mehr, außer einer Klimanalage?
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Flashback:




Heute vor einem Jahr: gegrilltes Nackensteak nach Gyrosart

2 Kommentare:

  1. Antworten
    1. Ich danke dir. Mit diesen Aromen kann man aber auch nichts verkehrt machen. Geht auch mit "Beene. ;)

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